Liebe Petra,

ja, Julius Streicher, der infame Herausgeber des „Stürmers“ würde sich über die Haltung einiger Franzosen freuen. Zum Beispiel haben sich einige Bürgermeister einen guten Witz einfallen lassen: In den Schulkantinen ihrer Städte wird nur noch ein Menü serviert und dies mit Schweinefleisch. Sowohl islamische als auch jüdische Kinder gehen somit leer aus, wenn sie die Gesetze ihrer Religion folgen. Lustig, nicht wahr? Schweine gehören zu unserer christlichen Zivilisation, basta! Nichts gegen einen Braten, aber nicht unter solchen Bedingungen. In diesen Gemeinden gibt es kaum einen Widerstand seitens der Bürgerschaft, denn es ist für sie eine Waffe, mit der sie die Ungläubigen bekämpfen wollen. Hatte Charles Martel, 732 in Poitiers, nicht dem Islam Paroli geboten? Das Christentum wurde auch – dank der Wiener – vor den Toren der Hauptstadt im Jahre 1683 gerettet. Das wird in den Geschichtsbüchern nicht berichtet und als die Osmanen Wien zwischen dem 14. Juli und dem 12. September belagerten, wurde Schweinefleisch vom Gemäuer herunter geschmissen. Das war effektiver als flüssiges Blei. Allah ordnete den sofortigen Rückzug an, aus Angst, dass die Soldaten es lecker finden könnten. Ich kann weiterhin solch einen Quatsch verzapfen, aber so entfernt von der heutigen Realität ist er nicht, denn wir haben den Beweis dafür!

Auch der Bürgermeister von Roanne, einer Stadt nördlich von Lyon, hat von sich hören lassen. Er wird nur christliche Flüchtlinge aus Syrien empfangen, aus Angst, dass sie muslimische Terroristen seien. Da liegt er nicht weit von der faschistischen Haltung eines Viktor Orbán entfernt, der die Migranten schlecht behandelte, um das Abendland zu retten. Das angeblich im Namen des Evangeliums! Ein anderer Grund, sich kaputt zu lachen: Marine Le Pen will, sollte sie die Macht übernehmen, die illegalen Flüchtlinge ohne medizinische Versorgung krepieren lassen. Wenn das nicht patriotisch ist, gebe ich mir die Kugel. Alles Grund für mich, zu jubeln! Ich bin zufrieden, dass der Humor wieder entsteht, endlich… und, wenn er sich gegen die Schwächeren richtet, ist er noch komischer! Wie zum Beispiel die Zeichnung des ewigen Juden im „Stürmer“. Petra, wenn das nicht so tragisch wäre, könnte man es ignorieren, aber das ist heute nicht mehr möglich. Jede Äußerungen dieser Art muss gekontert werden und das in aller Entschiedenheit. Ich meine es bitter ernst.

Und im gleichen Moment passiert in Deutschland ein Wunder. Während überall die Asylantenheime von Hohlköpfen in Brand gesetzt werden, stemmt sich eine große Mehrheit von Bürgern gegen diese unwürdigen und mörderischen Anschläge. Die Migranten werden im Hauptbahnhof von München gefeiert, anstatt angepöbelt zu werden, Hilfe von überall her wird angeboten, die Würde gebeutelte Menschen wieder hergestellt – ein Kontrastprogramm der dritten Art. Liebe Petra, ich bin schon über diesen Verlauf sehr angetan, der viel Achtung in der französischen Presse fand. Nur Marine Le Pen fand diese Haltung vom Business geprägt. „Deutschland braucht sie, um seine Wirtschaft gegen uns aufrecht zu halten!“ Der Grund: Es wird zu wenig gevögelt und wenn ja, nur mit Gummi, Ersatz muss her. Als ob dieser Empfang der Flüchtlinge als Komplott gegen Frankreich ausgerichtet sei. Grund für sie, wie Orbán und Netanjahu, die Grenzen dicht zu machen, die EU zu killen und dann ab in den Walser mit Putin an ihrer Seite. Wieder ein Grund zu jubeln?

Ich kann nur hoffen, dass die Solidarität, die wir jetzt in Deutschland erfahren, langfristig anhalten wird, dass die Stimmung nicht umkippen wird. Ich muss zugeben, dass mir alles ein wenig unheimlich vorkommt. Ein Wechselbad zwischen Hass und Liebe. Natürlich hoffe ich, dass dieser Elan sich auf ganz Europa auswirken wird, aber ich mache mir keine Illusionen, wenn ich Ungarn, Polen oder andere Länder beobachte. Ein Funke kann den ganzen Kontinent in Schutt und Asche verwandeln. Erleben wir nicht eine gleiche Stimmung wie im Dreißigjährigen Krieg, bei der die Verbrennung von Hexen Volksjubel erzeugte? Wo jede Art von Grausamkeit als Belustigung betrachtet wurde? Tanzen wir nicht auf den Vulkan? Ich könnte leicht auf solch eine Party verzichten.

In diesem Sinne,
ich umarme dich, solange ich es noch kann,
alles Liebe
Pierre

//pm

Manuel Valls a commandé une étude à l’ancien directeur du travail (DGT), le conseiller d’État Jean-Denis Combrexelle, afin de rénover complètement la loi du travail. Il est question de donner plus de marge au patronat et aux syndicats. À eux de renégocier toutes les dispositions concernant « la marche des affaires » ! C’est ce qui se passe depuis des années en Allemagne, où les accords entre employeurs et employés ont la priorité. Ils sont différents d’une entreprise à l’autre et se basent sur la situation réelle de chaque maison. La seule contrainte est aujourd’hui le salaire minimum de 8,50 €. Ce système implique un syndicat puissant, ayant assez d’influence partout où il est actif. Dès l’après-guerre, l’essor économique a impliqué la participation décisionnelle des partenaires sociaux, une profonde coopération au niveau des conseils de surveillance, qui tracent les stratégies commerciales. Ils sont composés à 51% d’actionnaires et d’employeurs, à 49% de syndiqués et de conseillers d’entreprises. Les options économiques, la logistique et la politique du personnel se décident au sein de ce conseil. Aucune décision ne peut être prise d’une manière unilatérale ce qui est une des causes du miracle allemand. Toutes les décisions fondamentales ont été prises en commun. Ce système force le consensus, ce qui est une question de mentalité. Weiterlesen

Bewegung in der Zeit, Ruhe in der Ewigkeit. Was wollen die ganzen Leute auf der Straße? Leben ist so, es besteht aus Bewegung. Produktivität und Energieverbrauch, eine Grundsatzfrage! Bin ich als Bürohengst produktiv? Ist es gerechtfertigt, dass ich allmorgendlich soviel Energie in Form von Sprit verpulvere für eine Art von Beschäftigung, welcher ich nachgehe? Und das Gleiche abends noch einmal. Der Mensch bewegt sich, vielleicht ist er dazu geboren. Nestflüchter, wie die Pferde, ist er nicht. Aber kaum auf den Beinen, ist er ständig unterwegs! Insofern ist der Begriff „Bürohengst“ eigentlich widersinnig. Man bewegt sich so gut wie gar nicht und wenn, dann rollt man. Man setzt Fett an, Winterspeck, der auch im Sommer nicht mehr verschwindet. Wo sind wir eigentlich gelandet, hier, in unserer Zeit?! Wir lassen uns für acht Stunden Tätigkeit bezahlen. Nebenbei verbringen wir noch Stunden auf irgendwelchen Straßen. Vollkommen unproduktiv, nerven andere. Wie oft habe ich mir die Frage gestellt, ob denn die ganzen Leute wirklich auf der Straße sein müssen! Gleiches denken die von mir. Wie viel Zeit verbringt der moderne Mensch eigentlich im Laufe seines Lebens auf der Straße, womöglich noch in Staus?! Hat das irgendwer einmal ausgerechnet? Nimmt man die Zeit, während der man schläft oder irgendwo rumgammelt noch dazu, was bleibt dann eigentlich übrig? Übrig von einer angenommenen Lebenserwartung von wegen mir 80 Jahren? Nicht allzu viel, oder?! Was bedeutet Leben? Was ist Lebensqualität? „Fahr zu, Du …“. Die Frage muss doch lauten: Schöpfen wir wirklich alles aus, was das Leben zu bieten hat? Es können doch nicht nur die Wochenenden und die Urlaube sein? Sind wir so auf die Arbeit konditioniert, dass es in der Freizeit zum Familienzoff kommt? Ist das gar so gewollt?! Ja, geile Verschwörungstheorie! Aber passt doch! Was ist denn mit den ganzen Singlehaushalten? Ist doch optimal für Arbeitgeber, die Kapitalisten. Nimm Deinem Arbeitnehmer die Zeit für Freizeitaktivitäten, dann konzentriert er sich auf den Beruf. Ein Leben für den Job! Besser kann es doch nicht laufen! Soll erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen! Der Traum eines jeden Arbeitgebers, ein Leben für die Firma. Apropos Lebensqualität: Hat unser modernes Leben eine neue Qualität bekommen? Liegt der Sinn nicht mehr im Verweilen, sondern im Streben von A nach B? In einem solchen nach Produktionssteigerungen? Wirtschaftswachstum? Tolle Sache, ich kann mir vieles dafür kaufen. Kleine Trostpreise für verlorene Lebensqualität. War das früher anders? Ich weiß es nicht, habe es nicht erlebt oder einfach vergessen. Früher war nicht alles besser. Es war anders … Besser anders oder schlechter?! Was ist, wenn ich kurz vor dem Burn-out bin? „Welcher … hält hier bloß den Verkehr auf!?“. Was ist das für Musik auf diesem Sender? Hip-Hop in der Wüste. Ich tanze auf die Rhythmen in rotem Sand. Meine Füße scheinen zu qualmen. Rote Dünen, geschmeichelt von einer gelben Sonne an blauem Himmel. „“Ja, schon gut! Hör auf zu hupen! Zwei Autolängen … Geht´s Dir nicht schnell genug, oder was?!“. Böser Blick in den Rückspiegel. Die erhobene Faust oder den Mittelfinger spare ich mir. Man wird ja heute so schnell angezeigt. Mit einem Schuss Adrenalin in der Blutbahn schaut man wieder auf die Rückleuchten und die Heckscheibe des Vordermannes. Dies in dem Bewusstsein, es dem Hintermann gerade so richtig verbal gegeben zu haben. Beruhigt irgendwie. Er hat nichts erwidert. Wie soll er auch?! Er hat wohl nicht die Bohne von meiner Schimpftirade mitbekommen. Wahrscheinlich hat er gerade über diesen Nichtskönner im Wagen vor ihm hergezogen. Das Leben ist so ungerecht! Fünfzig Meter noch, maximal drei Ampelschaltungen. Vielleicht auch mehr. Hinter der Kreuzung staut es auch … Es ist nicht nur das Fahren, was einem Lebenszeit stiehlt, es sind auch diese Staus. Man ist Bewegung so gewohnt, dass einen dieses nutzlose Rumstehen total annervt. Das Fahren ist unproduktiv, der Stau ohnehin. Und was tut der gute Arbeitnehmer? Er steht früher auf, weil er den Stau einkalkuliert. Diese Zeit geht wiederum von meiner Schlafenszeit ab. Deshalb muss ich früher ins Bett, was mich wieder Freizeit am Abend kostet. Es ist ein Teufelskreis. Wenn ich die Zeit vor mir trüge – nehmen wir diese Ampel in rund 50 Metern Entfernung – man hat einfach das Gefühl, als fresse ein Monster, von dort kommend, einem immer mehr von diesem kostbaren Gut auf. Und ich habe nichts zu verschenken! Beim nächsten Grün werde ich die Kreuzung passieren. Der Stau dahinter löst sich auf. Wir fahren. Ich tätschele das Armaturenbrett meines Fahrzeugs wie den Hals eines Pferdes; Urinstinkte! Ich glaube, wenn ich einmal Rente beziehen sollte, werde ich mich zu Tode langweilen. Der morgendliche Ärger wird mir fehlen.

© Thomas Dietsch

Le maire de Roanne, Yves Nicolin, LR, se dit chrétien et ne veut que recevoir des requérants d’asile appartenant à sa croyance. Les réfugiés syriens de religion musulmane ne seront pas acceptés, car parmi eux pourraient s’infiltrer des terroristes de l’EI. Cette attitude est discriminatoire et n’a rien à voir avec l’Évangile. C’est de l’exclusion pure et simple. Je ne vais pas remettre en cause le génocide que connaissent les chrétiens au Proche-Orient, il est terrible, mais ce n’est pas une raison de faire une sélection. Si on accorde la charité, il faut le faire sans un esprit de clocher. C’est le propre même du message du Christ. Il est déconcertant à quel point certains qui se déclarent être de ses disciples se conduisent à « côté de la plaque ». Un homme, une femme ou un enfant persécutés ressentent les mêmes souffrances, quelle que soit leur croyance. Cet exemple néfaste démontre à quel point la xénophobie gagne du terrain. Si « Les Républicains » se prêtent à de telles pratiques, autant voter tout de suite pour le FN. Quel contraste avec l’accueil chaleureux des Allemands en gare de Munich ! Un peuple dans sa grande majorité a dit non à tous ceux qui mettent le feu à des maisons devant recevoir les réfugiés. Il approuve l’attitude du gouvernement concernant le flot des réfugiés. Un sentiment généreux en parfaite opposition au 55% de la population française qui voudraient leur fermer les frontières. Weiterlesen

Warum denn immer nur Sinnvolles? Geht nicht mal der blanke Unsinn, der uns so sinnvoll durch den Tag begleitet? Mehr davon! Staubtrocken grübelt die gealterte Rosine über die letzte sexuelle Bauchlandung nach, grottenernst lässt er das ganze Dilemma seiner Ehe Revue passieren. Na und? Manchmal gibt es Wichtigeres. Die Gesundheit zum Beispiel oder der Frieden. Oder die Natur. Oder, oder. Der Deutsche grübelt lieber bis es raucht und hat gar nicht verstanden, dass der blanke Quatsch hochkreativ sein kann. Je mehr schräges Zeug umso freier der Geist und je zick-zackiger die Gedankenkurven umso größer der Output. Einige Philosophen haben uns gelehrt, die Dinge mit Humor zu nehmen, mögen sie auch noch so ernst sein. Ernst ist ja immer alles und ernsthafter als in Deutschland geht es kaum noch. In vielen südlichen Ländern geht es den Menschen keineswegs besser – eher schlechter – aber sie leben und sie tragen es mit einer an den Tag getragenen Leichtigkeit, die für uns erbarmungswürdig scheint. Loriot war ein exzellenter, feinsinniger Beobachter, der sehr wohl die Fehler und Probleme der Menschen kannte. Aber er verpackte sie in eine einzigartige Situationskomik, die seinesgleichen sucht. Mögen wir Monty Python? Na klar, der schwarze Humor hat uns schon immer unter´ m Tisch landen lassen, vor lauter Lachen. Und? Wo ist denn der Humor, wenn sie ihr Bankkonto betrachten? Wo ist der Spaß, wenn es in ihrem Leben ans Eingemachte geht? Verschwunden. Wie wäre es, das alles mit einem befreienden Lächeln zu betrachten und sich nicht niedermachen zu lassen von den düsteren Gedanken? Denken wir nun an Hängetitten und graust es uns bei der Vorstellung, dass das schier entsetzlich aussieht? Na und? Geht es nicht jedem eines Tages so? Sacken nicht alle Murmeln irgendwann nach unten? Nehmen wir also ein wenig Abstand von Verurteilungen und intoleranten Schönheitsidealen oder davon, wie man leben oder sein muss! Es gibt keine Regeln im Leben, außer der, etwas zu respektieren. Damit meine ich den Respekt vor dem Leben, dem Individuum, der Pflanze, dem Großen und Ganzen. Respektieren wir einfach wie es ist und nörgeln wir nicht an allem rum. Wer Spaß versteht, muss ein gesundes Selbstgefühl haben und sogar Verstand, denn das setzt der Humor voraus. Und genau daran hapert´ s wohl. In den Communities auf deutschen Seiten finden wir staubtrockene, gähnend langweilige Fotos, Statements und Shares. Schauen wir über den Tellerrand unseres Landes, wird´s ein wenig abwechslungsreicher. Sketche entstehen nicht, indem wir gradlinig und tunnelblickend denken, sondern verrückt und irre wie ein Rüde, der die Duftmarke einer läufigen Hündin riecht und seinen letzten Schuss abgeben möchte. Die ganzen „schlimmen Dinge“, die wir so alle im Laufe des Jahres hinter uns gelassen haben, sollten uns nicht traurig stimmen. Spaß ist, wenn die Müslischale auf den Boden klatscht und ihre Wände mit Vollkornflocken übersät sind. Nein? Doch! Weil es immer schlimmer kommen könnte, es gibt immer ein Schlimmer. Ist es wirklich so wichtig, wenn die Möpse nach unten rutschen oder der Slapstick tatsächlich schlapp macht? Verrückte Sachen richten das Chaos und sind kein Widerspruch. Humor ist eine der wichtigsten Eigenschaften und öffnet Herzen, warum also in Deutschland so bitterernst? Geht es uns denn wirklich so scheiße, dass wir stets mit einer angepissten Fresse durch die Gegend laufen? Jedes Problem ist leichter zu ertragen, wenn wir es ein bisschen locker sehen, über uns lachen können und auch über die schwierigen, absurden Situationen. Das Lachen vergeht uns nämlich tatsächlich, wenn wir gnadenlos alles stets n u r mit Verstand, Ernsthaftigkeit und straffen, geordneten Strategien regeln wollen und wir Menschen sind tatsächlich die Einzigen, die Humor als Charaktereigenschaft haben – nutzen wir sie! Sinnloses Zeug zeigt uns durchaus den sinnvollen Weg.

 

© Petra M. Jansen

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Die Bilder dieser Tage gleichen sich. Viele Jüngere haben solche Massenwanderungen noch nie, die Älteren unter uns schon lange nicht mehr gesehen. Was kommt mit diesen Menschen auf uns zu, hier in Europa, bei uns in Deutschland? Die Leute, die da kommen, waren es gewohnt, in ihrem Zuhause anders zu leben als wir es hier tun. Die Angst vor Überfremdung – im Alltag, in der Religion, in der Kultur – zieht durch unsere Straßen und unsere Köpfe. Die überwiegende Mehrheit ist den Ankömmlingen gegenüber freundlich gesonnen, sogar sehr hilfsbereit. Wenn mehr als vorher die gleichen Ressourcen an Raum und Nahrung benötigen, dann muss man teilen. Und der Wille zu teilen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sind wir doch alle Egoisten, auf die eine oder andere Art. Ähnlich wie bei der Energiewende ist unsere „Leidensfähigkeit“ oft sehr beschränkt. „Strom brauche ich, ja. Ohne geht es nicht!“, „Rückbau der Atomkraftwerke? Ja!!!“, „Windenergie und Solarparks? Ja!!!“, „Aber nicht in unserer Nachbarschaft, bitte!“. Mögen manche die Flüchtlinge noch begrüßen und sie erst einmal mit dem Nötigsten versorgen. Das gebietet die Mitmenschlichkeit! Lassen wir Millionen kommen. Die Unterbringung wird zum Problem werden! Wer von uns ist bereit, Menschen bei sich Unterkunft zu geben? In der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus?! Na? Wir haben verlernt zu teilen. Wir haben verlernt, was Glücklichsein bedeutet. Heute heißt das, ich kann mir leisten, was ich möchte. Anno dazumal war man glücklich mit den Dingen, die man besaß. Ständigen Konsum kannte man nicht. Das Glück begann früher, war vielleicht dauerhafter. Warum der Sermon? Gehen wir zurück in die Jahre 1945 bis 1947. Flüchtlingstrecks aus dem Osten überfluten die Reste des Deutschen Reiches. In den letzten Wochen wird die damalige Hilfsbereitschaft so sehr gepriesen. Die gab es! Selbst unter Ausgebombten, die nur noch einen Torso ihrer ehemaligen Behausung hatten, trat man ein Zimmer an die Neuankömmlinge ab. Der Heimatfilm entstand, um jenen ein neues Heimatgefühl zu geben. Aber es gab auch andere Stimmen. Man hatte kaum genug für sich selbst. Und die damaligen Zeiten waren härter als heute, um ein Vielfaches! Phrasen wie: „Das Flüchtlingspack aus dem Osten (Pommern, Schlesien, Ostpreußen)!“, „Diese angeblichen Großgrundbesitzer! Nichts ist ihnen gut genug!“ und einige mehr waren an der Tagesordnung. Viele der Siedlungen mit den kleinen Häuschen und den Gärtchen sind in den folgenden Jahren entstanden. Es war hart, aber die Menschen in Deutschland haben es geschafft. Heute wird das scheinheilige Argument gebracht, dies seien ja Deutsche gewesen! Abgesehen davon, dass man das vor siebzig Jahren noch anders sah, sei die provokante These aufgestellt: Nein, es sind keine Deutschen! Aber wir haben mit diesen Leuten Handel betrieben, Geschäfte gemacht. Die viel gepriesene Marktwirtschaft, Globalismus. Als Gobal Player haben wir uns alle auf dem internationalen Schachbrett gesehen. Und jetzt, da einige Mitspieler Hilfe brauchen, ziehen wir uns auf unser Quadrat zurück?! Denken auf einmal wieder national? Sind die Rosinen im Kuchen besser als jener selbst? Willkommen, Ihr Heuchler! Schach spielen heißt nicht immer gewinnen. Wirtschaften heißt auch, Mitbewerbern wieder auf die Füße zu helfen. Deutschland, nein, ganz Europa ist gefragt. Wir haben 2015, die Jahrtausendwende ist doch schon ein Stück her. Wir leben im dritten Jahrtausend nach Christus, im 21. Jahrhundert. Und wir haben neue Herausforderungen. Um ehrlich zu sein: Wir drücken doch momentan alle, fast alle, noch ganz fest die Augen zu. Was nicht sein soll, kann doch nicht sein, oder!? Dümmliches Gewäsch wie „Eine neue Völkerwanderung!“ und „Das sind keine Flüchtlinge!“ gehen durch die Nachrichten und die Presse. Die letzte Völkerwanderung der Germanen war 376 bis 568. Die Hunnen fielen nach Osteuropa ein. Heute sind wir 7.36 Milliarden Menschen auf der Erde, 500 nach Christus waren es noch 190 Millionen. Wer wandert wohin? Nach dem Motto: „Wenn die am Ziel sind, ist das Problem gelöst“?! Das bringt nichts! Und auch diese Political Correctness. „Man sagt nicht mehr ´Flüchtling´!“. Dazu bitte ein erhobener Zeigefinger. Dämlicher Moralismus! „Was man nicht erwähnt, ist nicht oder tritt nicht ein!“. Leute, lasst uns die Augen öffnen. Wir haben ein Problem mit Migration in Hunderttausenden, vielleicht werden es Millionen. Und das Problem gilt es zu lösen. Was die Probleme angeht, sind wir mitten im Anfang des 21. Jahrhunderts. Wir brauchen politische Konzepte, die die weltweiten Konsequenzen unserer jetzigen Entscheidungen berücksichtigen. Schluss mit nationalem Gerede, die Welt ist nicht so einfach! Wir müssen europäisch und global denken und handeln!

© Thomas Dietsch

 

Alexis Tsipras mène sa campagne électorale, tout en sachant que ses plus grands adversaires seront les conservateurs de la Nouvelle Démocratie (ND). Le Syriza est au coude à coude avec ce parti de droite, qui risque de gagner les élections. Il ne lui reste rien de plus à faire que d’aller glaner des voix à gauche. Mais quelle gauche ? Celle qui louche au centre ou celle qui se s’acharne à croire que c’est dans le dogmatisme qu’elle pourra renaître ? Il est malheureusement évident qu’entre l’idéologie et le pragmatisme il y a un fossé presque infranchissable. Cette question doit se poser ce matin François Hollande au cours de sa conférence de presse. Il est évident, tant pour les régionales que pour les futures présidentielles, il lui manquera les voix du Parti de Gauche de Jean-Luc Mélanchon. La gauche démocratique, qui a toujours vocation de mener les affaires, se trouve constamment en proie à des attaques venant de la part des dogmatiques. C’est du pain blanc pour les partis de droite et les populistes. Une fois de plus les socialistes se rongent de l’intérieur. Alexis Tsipras a dû constater qu’entre les vœux pieux et la réalité, il a été forcé de choisir l’avenir de la Grèce. Pas celle qu’il imaginait ! Allant de compromis en compromis, ces vues se sont édulcorées, laissant derrière lui ce que je pourrais nommer la Bérézina de son parti. Il n’a pas eu tort d’opter pour les décisions qu’il a prises, mais il faut reconnaître qu’elles n’ont plus rien à voir avec le programme initial qu’il a préconisé. Weiterlesen

Elle s’est roulée dans la farine, Marine, et ceci pour paraître plus respectable que son père. La querelle qui les sépare aujourd’hui est d’ordre oratoire, pas idéologique. Il ne fait à mes yeux aucun doute, que les visées du FN sont restées les mêmes. Que l’on s’exprime avec plus de retenue ne change en rien les propos racistes « du premier parti de France ». J’ai rencontré au cours de ma carrière de journaliste à trois reprises Jean-Marie Le Pen. Pour faire « un bon mot » il n’hésitait pas a dire des horreurs. Au moins avec lui tout le monde sait où il en est ! N’allant pas par quatre chemins, il n’hésite pas « à casser du sucre » sur tous ceux qu’il considère comme ses ennemis. Des immigrés aux musulmans, ils passent tous à la casserole. Aussi étrange que cela puisse paraître, je préfère ce genre de langage à celui policé des adhérents de sa fille. Il a au moins l’avantage d’être direct et non alambiqué. Je considère que Marine le Pen est diablement plus dangereuse que lui. Elle a bien compris que la communication ne pouvait pas se résumer à des diatribes diffamatoires contre « les adversaires jurés de la patrie », comme par hasard des basanés. Sachant que la France, au grand dam de ses amis, est une nation multiculturelle, elle devait mettre sa politique au diapason. Plus dans la forme que dans le fond ! Weiterlesen