Pourquoi les turcs seraient-ils différents des autres ? La nostalgie de la femme ou de l’homme fort a aussi marqué ces élections. Ce virus – car s’en est un – est entrain de gagner toute l’Europe. Les slogans populistes doivent avoir un fort attrait pour tous ceux qui veulent hisser un leader au pouvoir afin de mener à leur place, ce qui serait leur devoir. C’est un abdication par rapport aux libertés individuelles. Cet homme d’État n’a pas hésité de jeter son pays dans une situation frisant la guerre civile, afin d’avoir la majorité absolue au parlement. Il cloue le bec sans aucun scrupule à tous ceux qui s’élèvent contre sa politique. Il est dans le fond de son caractère totalitaire. Une fois de plus la tolérance et le respect mutuel y en sont pour leurs frais. Je ne remets pas en doute le résultat des urnes, mais je m’étonne une fois de plus de l’attitude du peuple. Elle est le moins qu’on puisse dire, décourageante. C’est le signe qu’une majorité d’individus galvaudent ses libertés individuelles. Pourquoi ? Parce qu’il est évident que ces gens ne veulent pas payer le prix que cela implique. Il est plus aisé de déléguer ses responsabilités à des dirigeants que de les prendre et de les assumer. C’est aussi la démonstration que l’intelligence se réduit aujourd’hui comme une peau de chagrin, que nous avons de plus en plus à faire à des moutons. Et si en fin de compte cela pouvait tourner à l’aigre, plus personne n’est là pour en assumer la responsabilité. Sans aucun doute la Turquie va suivre le même chemin que la Hongrie de Viktor Orbán, celle de la répression des minorités. Weiterlesen

Plus de 10.000 réfugiés entrent en Allemagne chaque jour. De plus en plus de citoyens commencent à être angoissés. Ils reprochent à Madame Merkel d’avoir provoqué ce raz-de-marée. Son taux de popularité est au plus bas depuis des années. Une raison pour la CSU bavaroise de se lancer dans la polémique contre elle. Comme je l’ai écrit dernièrement, les rapports entre les deux partis-frères ne sont pas au beau fixe, au contraire. En attisant la polémique, Horst Seehofer espère gagner du terrain. Il en a besoin car au mois de novembre aura lieu le congrès de sa formation. Mille adhérents de la base doivent le réélire. S’il n’obtenait pas le même résultat que la dernière fois – près de 95% – cela serait considéré comme un revers qui provoquerait une dérive à droite de l’échiquier électoral allemand. Il est regrettable que les coups de gueule néonazis, souillant l’honneur des migrants, soient de plus en plus d’actualité sans parler des mise-à-feu des lieux d’accueil. En face de tout cela une police plus ou moins passive. Très peu d’attentats ont été élucidés. Des citoyens, qui placent souvent l’honnêteté et la correction au premier plan des vertus germaniques, semblent approuver en secret de tels méfaits. Ils en rendent responsable le gouvernement, qu’ils considèrent de plus en plus comme étant félon. Dans un tel contexte il est urgent d’inverser la vapeur. Weiterlesen

En cette fin de semaine la grande coalition en Allemagne est remise en question. S’il n’y a pas d’accord tripartite entre Angela Merkel, Horst Seehofer et Sigmar Gabriel, une crise gouvernementale pourrait avoir lieu. Les leaders de la CDU, CSU et du SPD se rencontreront pour trouver des solutions en ce qui concerne la question migratoire. Des désaccords ont en particulier lieu au sein du camp chrétien-démocrate. Nombre de députés veulent voir un ralentissement drastique du flux des réfugiés. Ils sentent la poussée de l’extrême-droite et craignent être dépassés. L’ambiance générale est effectivement en train de capoter, parce ce que la gestion de ce phénomène de masse laisse terriblement à désirer. Les places d’hébergements ne suffisent plus à loger d’une manière décente les personnes concernées. Les procédures sélectives sont lourdes et bureaucratiques. Bon nombre de demandeurs d’asile usurpent l’hospitalité qu’on leur offre et trouvent tout à fait naturel qu’on leur garantisse le logis, de quoi se nourrir et en fin de compte un travail. Je sais que les brebis galeuses ne constituent qu’une infime minorité, mais elles empoisonnent l’ambiance générale. N’allez pas croire que j’ai rejoint les rangs du Pegida – dès la première heure j’ai soutenu haut et fort l’initiative de la Chancelière d’ouvrir les frontières à tous ceux qui sont directement menacés – mais il ne peut pas être question de recevoir des migrants venant de pays relativement sûrs. Qu’ils le veuillent ou non, ils doivent être renvoyés. Cela me fait personnellement mal d’écrire cela, mais la République Fédérale ne peut pas recevoir tous les malheureux de la planète. Weiterlesen

Lieber Pierre,

ich kann den degenerierten Sauhaufen unserer „feinen Gesellschaft“ nicht mehr ertragen und so gerne ich Hunde mag – sie scheißen eigentlich alle auf die Straße und wedeln blöd mit ihrem Schwanz. Filzt man die virtuelle Welt durch, so ist das ein Tummelplatz für hirnlose, degenerierte Affen, die sich groß und wichtig fühlen, wenn sie mit ihrem begrenzen Schwachhirn diskriminierend sind und sich über andere Menschen lustig machen.
Inzucht gab es früher auf den Dörfern reichlich und außer geistig Geschädigte und Generkrankungen ist nicht viel übrig. Deppen ficken Deppen und Deutschland wird verrecken. Das Idealbild dieser Schwachköpfe ist nicht nur der Deutsche Schäferhund sondern auch der Dobermann und ich frage mich, ob sie die Köter in Ketten legen würden, käme einer auf den Gedanken eine Afghanen-Hündin besteigen zu wollen.
Nicht nur das… es ist in der Tat eine makabre Tatsache, dass solche Leute Musik, Kunst, Filme, Kino etc. aus fernen Landen verschlingen. Unsere Aufgabe ist es, dagegen zu agieren und diese erbarmungswürdigen Schwätzer auszuschalten, sich zu distanzieren und aufzuklären. Der Horst übrigens…also „der Horst“ vom See, lieber Pierre, sollte ernsthaft seinen Standpunkt überdenken und es gibt keine Grenze, die eine Masse von Menschen nicht nieder reißen könnte. Inwieweit der Verstand bei rassistischen Äußerungen ausgefallen ist, darüber sind wir uns einig. Es war abzusehen, was passieren wird und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Es gibt nur eine Lösung, wie Frau Merkel es sehr deutlich sagte:„ Ein Miteinander, da muss ganz Europa miteinander arbeiten.“ Es wird nicht nur in Europa sondern weltweit eine große Veränderung kommen. Nun ist ein globales, grenzübergreifendes, internationales Arbeiten und Menschlichkeit gefragt.
Ich wollte jedenfalls nicht mit dem Nachbarn aus dem Dorf nebenan vögeln und Kinder kriegen und ich mag Essen aus fernen Ländern, Kulturen aus fremden Ländern und die Welt bereisen. Viele der rassistischen Schwachköpfe sind nicht einmal über ihre Landesgrenzen hinaus gekommen, was sollen wir also mit denen diskutieren, wo sie ein furchtbar einfältiges und eingeschränktes Leben haben? Mag das der Grund dafür sein, dass sie nicht fähig sind, über ihren Tellerrand zu schauen? Eines steht fest: es sind arme Säue, voller Hass und sehr dumm. Wie sie dazu kommen, sich für was Besseres zu halten? Keine Ahnung, lieber Pierre, aber gehen wir davon aus, dass ihre Gene wohl aus einem deutschen Rottweiler-Fick entstanden sind. Bekanntermaßen sind Rassehunde mehr krank als gesund 😉

 

In diesem Sinne,
eine herzliche Umarmung von mir und meinem Mischlingsköter
Petra
© Petra M. Jansen

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Liebe Petra,

wenn sich ein Hund in seiner Hundehütte wohlfühlt, verschanzt er sich dort und verteidigt mit bissigen Zähnen sein Revier. Wer zu nahe kommt, gerät in Gefahr, zerfleischt zu werden. Er ist Herrscher und Bürger zugleich, betrachtet seine Heimat als größtes Gut. Ist er dann in der Lage, sich der Welt zu öffnen? Warum sollte er es tun, wenn er sich gerade hier wohlfühlt? Das würde sich vielleicht ändern, wenn er ein wenig mehr herumgewandert wäre, andere Gerüche entnommen hätte, Nein, die Hündinnen sind nicht überall gleichzustellen. Solange er in seinen vier Wänden herumgeistert, kann er keine Vergleiche ziehen. Anders ist es, wenn er schon auf anderen Spuren swar, wie jeder Sterbliche in unserer globalisierten Welt, es das eine oder andere Mal erlebt hat. Und doch verschließt er sich immer mehr der Ferne, weil er einfach Angst, hat überrumpelt zu werden. Vom weltoffenen Hund ist er zum Spießer geworden, der Filzpantoffeln als sein größtes Gut betrachtet. Sein Geist ist geschrumpft, aber das ist egal, solange man noch die Berta vögeln kann – mehr ist halt nicht drin.

Stacheldraht muss her, sagt der Deutsche Schäferhund – und das, um streuenden Tieren den Zugang zum nationalen Revier zu versperren. Da sie fremd sind, sehen sie bei ihnen alle Makel der Welt. Sie pinkeln und kacken überall, wo es sich nicht gehört, bedienen sich in unserem Napf, was eine Zumutung ist. Der König lädt nicht den Sklaven an seinem Tisch ein und wenn sie sich vollgefressen haben, versuchen sie es bei unseren Ladys, die oft sich gegen eine Abwechslung nicht wehren wollen, im Gegenteil. Ausländer-Hund raus und wenn es nicht anders geht, beißen wir dir die Hoden ab. Wenn sich einheimische Hunde treffen, sprechen sie von den guten alten Zeiten, als ein Führer sie gegen Bastarde hetzte. Klar, wer von außen kommt, kann nur eine Straßenmischung sein. Nein, das werden wir uns nicht gefallen lassen. Die sollen halt wo anders verrecken, das ist uns egal!

Haben die Hunde an etwas gedacht? Wenn sie jahrein, jahraus unter sich ficken, bekommen sie am Ende Wasserköpfe und da ist es aus mit dem Herrschervolk. Lauter Deppen wären am Werk und nicht imstande für Chappi zu sorgen oder vieles mehr. Dieses Hundereich würde in die Dekadenz rutschen und sich letztendlich selbst vernichten. Das hat Gott so geplant, der eine perverse Multikulti-Gestalt ist. Also auch ein Drecksausländer, der nur das KZ verdient hat. Das hat der Bund der vaterländischen Hunde bei der Montagsdemo in Dresden verkündet. Hund ist nicht Hund. Wir sind das Volk!

Wir haben es hier nur mit Hunden zu tun. Menschen wären nie imstande so zu denken und zu reagieren. Sie sind gebildet, belesen, edel. Sie wissen, dass wir alle gleich sind, ob weiß oder schwarz, ob gelb oder rot und durch ihre erlesene Erziehung, würden sie niemals eine Regierende an den Galgen hängen wollen – nicht einmal verbal. Aber was kann man anderes vom Hundevolk erwarten? Mit Wau-Waus können sie nicht ihre Gedanken differenzieren. Sie drücken sich plump aus und haben keinen Goethe unter ihren Vorfahren. Wir hingegen sind von der Philosophie beflügelt und hätten niemals zugelassen, dass ein Führer uns mit Hass erfüllt. Keine Angst, ich werde mich niemals in einen Hund umwandeln. Ich liebe die Menschen zu sehr um das zu tun.

In diesem Sinne, „wau-wau“,
alles Liebe aus der Hundehütte
Pierre

//pm

Tigeraugen, milchig gelb,

Grollen aus den Tiefen der Kehle.

Taxierendes Hin-und-Her-Tänzeln.

Wer schlägt zuerst zu?

Zwei wache, stechende Augenpaare.

Bin ich ein Feind?

Die Blicke in die Seele des anderen gebohrt,

Wer gibt auf?

Keiner von uns kann sich lösen

aus der Situation des Momentes.

Weiteres Grollen,

er versteht mich nicht.

Geht es für ihn um Revier und Stolz?

Was ist mit mir?

Was ist mein Grund für diesen Kampf?

Ich grübele, verliere nicht die Konzentration.

Er hat seinen animalischen Instinkt.

Was habe ich zu bieten?

Seine Bewegungen, Fell, Körpergröße,

stets majestätisch!

Wie viel Adel steckt in mir?

Er faucht, versteckt sich

hinter einem Hügel des Geheges.

Ich stehe versteinert.

Bin ich eine Bedrohung?

Warum bin ich hier?

Sein Schrei zerreißt

die Leichtigkeit des Momentes.

Strafe folgt auf Unaufmerksamkeit.

Laut scheppern die Gitter,

das Herz setzt für einen Moment aus.

Der Tiger war über mir.

Könnte ich, wie ich wollte:

ich würde Dir die Freiheit geben!

© Thomas Dietsch

Sur le terrain l’intervention russe en Syrie n’a pas fait évoluer la situation. L’IS n’a pas été affaibli. Seul Baschar el-Assad profite de cet engagement. Cela me donne des cauchemars, d’autant plus que chaque jour supplémentaire de guerre civile incite les populations à se réfugier en Europe. Entre l’effet médiatique et la réalité stratégique, il y a un grand fossé. Ne nous faisons pas d’illusions, sans la participation de troupes au sol, rien ne bougera. Jusqu’à présent les bombardements ont touché avant tout des innocents. Bien sûr, il y a des positions armées des fous de Dieu qui ont été détruites, mais la force militaire de ces rebelles n’en est pas moins encore plus que virulente. Vouloir mener le combat contre des guérilleros avec des armes conventionnelles est plus ou moins une hérésie. L’exemple de l’Afghanistan en est la preuve. Nous assistons malgré des années de guerre à une recrudescence des talibans. Ces derniers attaquent et se retirent instantanément dans des régions montagneuses, hostiles à toute intervention classique. Il y a en plus la détermination des combattants à sacrifier leur vie et ceci sans compromis. Comment vouloir arrêter des personnes qui sont prêtes à se laisser sauter ? La motivation des soldats venant d’ailleurs ne fera jamais obstacle au fanatisme. On est sur une longueur d’onde totalement différente. Je doute que les forces russes en Syrie aillent au-delà de l’engagement actuel. Vladimir Poutine a obtenu ce qu’il voulait: le renforcement de son implantation dans cette région, qui a pour but de redonner à son pays un poids politique au niveau internationale. Weiterlesen

Der Ortsname „Salem“ erscheint an einigen Stellen im Alten Testament der Bibel als Sitz des Königs Melchisedek. Gewöhnlich wird er als Name der Stadt Jerusalem interpretiert.

In der Folgezeit ist diese Stadt Namenspatronin für viele Orte. Drunter befinden sich Länder wie Schweden, Spanien, Indien und vier mal Deutschland. X mal findet sich dieser Ort in den USA.

Traurige Berühmtheit hat Salem in Massachusetts, in der Nähe von Boston, erlangt.

Wir schreiben das Jahr 1691. Zwei Jahre zuvor war der Erweckungsprediger Samuel Parris zum ersten unabhängigen Leiter der streng puritanischen Gemeinde von Salem ernannt worden. Der Schwerpunkt seiner Predigten lag auf dem Kampf zwischen Gottes auserwähltem Volk und dem Satan. Im Winter 1691/1692 begannen Elizabeth (Betty) Parris und Abigail Williams – Tochter beziehungsweise Nichte des Predigers – sich auffällig zu verhalten, auf dem Boden zu kriechen und seltsam zu sprechen. Keiner der bestellten Ärzte konnte das Leiden der Mädchen medizinisch erklären. Der Arzt William Griggs vermutete nach eingehender Untersuchung und dem Ausschluss aller damals bekannten psychischen Störungen, dass die Jugendlichen vom Teufel besessen seien. Die Mädchen schienen von der unsichtbaren Hand des Teufels verrenkt zu werden. Abigail und Elisabeth bestätigten dies, indem sie schilderten, dass unsichtbare Hände sie quälten. Parris griff diese Erklärung auf und meinte, dass die Stadt von Satan besetzt worden sei. Ein Heer von kleinen Teufeln stehe bereit, in die neue Siedlung einzudringen. Als Handlanger des Teufels betrachtete man dazumal nicht nur in Europa, sondern auch in den damaligen amerikanischen Kolonien die Hexen. Ein Mittel, den Angriff Satans abzuwehren war, die Hexen zu identifizieren und zu benennen. Neben den beiden Mädchen Betty und Abigail wurden diverse andere Frauen bedrängt, darunter Ann Putnam, Mercy Lewis und Susannah Sheldon, Namen von Personen zu nennen, die die Mädchen verhext haben sollen. Hauptbeschuldigte waren die häufig Selbstgespräche führende Sarah Good, eine Bettlerin, Sarah Osborne, eine bettlägerige alte Dame, die die Kinder ihres ersten Ehemanns um ihr Erbe gebracht haben soll und Tituba, eine Indianer-Sklavin, die im Haus des Predigers Parris wohnte.

Alle drei landeten am 1. März 1692 im Gefängnis. Wärter bedrängten sie, weitere Namen zu nennen. Mehr als 200 Menschen, auch aus umliegenden Gemeinden, wurden beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Bald saßen bis zu 150 Gefangene in den Zellen, einige starben unter den grausamen Haftbedingungen. Sogar die vierjährige Tochter von Sarah Good wurde verhaftet.

Vor einem Sondergericht verlief der Prozess von Anklage bis Urteil völlig willkürlich. Damals gab es noch keine funktionierende Verwaltung. Viele Gefangene wurden gefoltert, um Geständnisse zu erpressen. In der hysterisch aufgeheizten Stimmung verurteilte das Gericht viele angebliche Hexen zum Tode. Als Erste starb am 10. Juni 1692 Bridget Bishop. Nur wer sich schuldig bekannte und weitere Namen nannte, entkam dem Galgen. Im Laufe des Sommers 1692 wurden 19 Menschen gehängt, unter anderem ein Prediger sowie fünf weitere Männer. Die anderen 13 waren ältere, arme Frauen.

Aber woher kam die Massenhysterie? Darüber sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Einigen Theorien zufolge kamen die Wahnvorstellungen der Mädchen von einer Vergiftung: Sie hatten wahrscheinlich verseuchtes Getreide gegessen. Aber warum machten die Dorfbewohner so bereitwillig bei der Verfolgung Unschuldiger mit? Es gab Konflikte zwischen verschiedenen Familien in Salem. Die Hälfte der Bevölkerung war Anhänger des Predigers Parris, der eine eigene Gemeinde gründen wollte. Die andere Hälfte lehnte das ab. Menschen, die vor den Indianern geflohen waren, erzählten grausige Geschichten. Die ständige Bedrohung durch Indianerangriffe schuf ein Klima der Angst.

Dieses Klima der Angst … Das erinnert mich ein wenig an die Zeit, in der wir heute leben. Es gibt keine Hexenverfolgungen mehr, keine feindlichen Indianer. Aber es gibt die Angst! Jene vor Veränderung! Der Mensch hätte gerne, dass alles so bliebe, wie er es gewohnt ist, wie er es schätzt. Aber das geht nicht; wäre es immer so gewesen, liefen wir heute noch im Lendenschurz herum. Und so rotten sich Menschen zusammen, aus der Anonymität der Masse heraus lässt es sich gut schreien. Es wird nach „einfachen“ Lösungen gesucht, der Mensch ist grundsätzlich denkfaul. Es darf nicht kompliziert werden. Und Schuldige hat man bald gefunden: Damals waren es Indianer und Frauen, die nicht ins Gesellschaftsbild passten. Heute ist es der Ausländer und der Flüchtling. Angeblich nehmen sie uns etwas weg. Was, weiß eigentlich niemand. Kann auch keiner wissen, weil es nicht so ist. Im Gegenteil: sie bringen neue Aspekte in unsere Gesellschaft, die dadurch profitieren kann. Wir bekommen also etwas dazu, wenn wir es den annähmen.

Hoffen wir, dass diese Chance der Weiterentwicklung nicht in Hass und Gewalt untergeht!

© Thomas Dietsch