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Es ist zu wenig, was du gibst.

Du gibst viel,

gibst dich,

doch,

es ist nichts,

was du gibst.

 

Verloren in deinen Armen,

alleine mit den Gedanken,

so alleine,

einsam, traurig und alleine.

 

Es ist zu wenig, was du zeigst.

Angst vor dir selbst?

Haltlos falle ich hinunter,

auf den kalten Boden,

erschaffen von der Tatsache, das.

 

Bin gewohnt, dass man mir gibt,

gewohnt, das man mich liebt,

doch,

es ist zu wenig, was du gibst,

viel zu wenig,

wie du liebst.

 

Vor was hast du Angst Mylord?

Wo liegt deine Furcht?

Aufzugeben, was du niemals hattest?

Versunken sein in tiefer Liebe?

Ich frier´ an deiner Seite,

die so golden glänzt wie die Sonne,

einen Blick in deine Wärme,

hab´ ich nie bei dir geseh´ n.

 

Es ist zu wenig, was du gibst.

Du gibst alles.

Mehr als das,

hast du nicht zu geben.

D a s ist nicht mein Leben,

ich verdurste ohne Wasser,

ich verhungere im Paradies.

 

Es ist zu wenig, was du gibst.

Und du sagst, du liebst?

Aber du liebst dich selbst zu sehr,

Helden lieben nur die Jagd.

 

Es gibt keinen Grund für MEHR,

sag´ mir eins, mein Herr?!

Warum hast du nichts zu sagen?

Weshalb willst du was von uns´ rem Leben?

Wofür tun wir das denn hier?

 

Es ist zu wenig, was du gibst.

Ich geb´ dir alles, was ich habe,

nimm es,

nimm es mit dir fort!

Meine Wärme wird dich begleiten,

du bist frei,

die Steppe wartet schon.

 

Es ist zu wenig, was du gibst.

Es reicht nicht,

es reicht nur für dich.

Und es ist viel zu wenig,

w i e du liebst.

 

© Petra M. Jansen

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Baum gekleidet in Nebel,

ich atme die Sonne.

Freier Fall,

längst jenseits der Grenze.

Im Vergessen liegt die Erkenntnis.

 

Wind in dürren Ästen;

was liegt dahinter?

Der Baum,

zu alt, um sich im Wind zu biegen.

Standhalten …

 

In die Zeit hineingeboren,

Zeit, sie zu finden, sie zu nutzen;

Nein, vergeudet!

Am Ziel gestartet,

Augen voller Schmerz.

 

Wolken fliegen durch Tunnel,

dem Licht entgegen.

Soundcheck im Frühlingsregen.

Freiheit in Fesseln.

Zur Sonne

zieht der Kranich.

 

© Thomas Dietsch

Warmer Wind

streicht über die Arme,

umhüllt das Gesicht.

Den Blick versonnen

von der Terrasse in die Ferne.

Die Lampe brennt,

eine von vielen,

erloschen …

Einer bleibt immer zurück,

nach dem Weggang der Gäste.

Die Sonne zieht sich zurück

zum Schlafengehen.

Zikaden zirpen,

Duft von Gras in der Luft.

Momente des Stillstands,

tut gut!

Es ist immer da,

das Gefühl des Nichtalleinseins.

Rascheln von Stoff an der Tür,

zarte Berührung am Arm;

Illusion …

Feine Härchen richten sich auf.

Niemand geht für immer,

etwas bleibt!

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he stumbled into my life when I was not thinking of him.
Jesus, I thought.
But he is not.
He feels like he looks like.
But he is real.
Goodbye past love.
This is my last love .
Completion lives in my house.
Jesus! This is better than faith.
It’s true. And genuine.
Thank you, life.
Bow in deep respect to life.

 

© Petra M. Jansen

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Tigeraugen, milchig gelb,

Grollen aus den Tiefen der Kehle.

Taxierendes Hin-und-Her-Tänzeln.

Wer schlägt zuerst zu?

Zwei wache, stechende Augenpaare.

Bin ich ein Feind?

Die Blicke in die Seele des anderen gebohrt,

Wer gibt auf?

Keiner von uns kann sich lösen

aus der Situation des Momentes.

Weiteres Grollen,

er versteht mich nicht.

Geht es für ihn um Revier und Stolz?

Was ist mit mir?

Was ist mein Grund für diesen Kampf?

Ich grübele, verliere nicht die Konzentration.

Er hat seinen animalischen Instinkt.

Was habe ich zu bieten?

Seine Bewegungen, Fell, Körpergröße,

stets majestätisch!

Wie viel Adel steckt in mir?

Er faucht, versteckt sich

hinter einem Hügel des Geheges.

Ich stehe versteinert.

Bin ich eine Bedrohung?

Warum bin ich hier?

Sein Schrei zerreißt

die Leichtigkeit des Momentes.

Strafe folgt auf Unaufmerksamkeit.

Laut scheppern die Gitter,

das Herz setzt für einen Moment aus.

Der Tiger war über mir.

Könnte ich, wie ich wollte:

ich würde Dir die Freiheit geben!

© Thomas Dietsch

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Sollen sie doch machen,
die gemacht haben,
was man
nicht macht.

Lass sie machen.
Solche Machenschaften
macht man
nicht.

Sollen sie doch machen,
was du nicht machst.
Macht nichts.

Sollen sie doch machen,
was du nicht machst.
Macht gar nichts,
wenn es nun
gemacht ist.
Macht gar nichts.

Lass sie machen,
die Sachen,
die uns
nicht glücklich machen.

 

© Petra M. Jansen

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Wie weit bin ich selbst noch Individuum?

Die Gesellschaft frisst jegliche Einzigartigkeit.

Zinnsoldaten defilieren allmorgendlich in den Straßen,

brav in Reihe, auf Linie gebracht.

Versuche es, frei zu schreiben,

es gelingt mir nicht.

Wie Kleber vom Fliegenfänger

ziehen sich Schlieren von meinen literarischen Stiefeln.

Keine Bewegungs- und Beinfreiheit mehr,

Korsette für Gedanken.

Ein riesiges Spinnennetz aus

Moral, Ethik und Normen.

Authentisch zu sein

in konformistischen Häuserzeilen ist schwierig.

Die Tinte ist zu dick,

um flüssige Worte zu Papier zu bringen.

Der Kopf wie ein Vogelkäfig ohne Tür.

In ihm zwitschert es, Durst nach Freiheit.

Zu wenig Platz hinter den Stäben,

um die Flügel der Poesie auszubreiten.

Gesellschaftskritisch zu sein

ist nur innerhalb der Normen der Gemeinschaft möglich.

Großgeworden im Gefüge derer bedeutet auch

leben hinter Stahlwänden aus Selbstzensur.

Kritik an der Gesellschaft muss gesellschaftsfähig sein,

das langweilt irgendwann, ganz flach und platt.

Vorbeifließend wie Stromschnellen ist die literarische Seele,

vom Ursprung bis zur Mündung.

© Thomas Dietsch

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Lieber Pierre,
ist das Internet für uns alle nun ein Segen oder ein Fluch? Jeder beansprucht das Recht zur freien Meinungsäußerung für sich und die sozialen Netzwerke platzen vor lauter geistigem Müll auseinander. Wir sollten im Journalismus stets einen globalen Blick auf die Dinge haben, dabei informativ für die Bürger sein und durchaus einen eigenen Standpunkt vertreten dürfen. Dabei achte ich darauf, niemals den guten Umgangston zu verletzen – ich muss nicht in die gleiche klägliche Kerbe hauen wir einige ungebildete Menschen in den Social Communities, die wahrscheinlich nie etwas von guter Kinderstube und Respekt gehört haben. Das Internet trägt verstärkt dazu bei, dass sich jeder Schwätzer virtuell – positiv wie negativ – äußern kann und es werden sowohl (auch verdeckt) rechtsextremistische Parolen, als auch direkte Angriffe auf Andersdenkende (in jeder Hinsicht) gefahren. Selbstverständlich gebe ich nicht dem Internet die Schuld, aber seitdem der schlecht informierte, geistige Engdenker mit der Tastatur, der Maus und dem „world wide web“ einen direkten Zugang zur Öffentlichkeit hat, fällt es mir a) schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen vor lauter Müll und b) mir fehlen tatsächlich die Worte für die gequirlte Scheiße einiger Schreiber. Zu der Flüchtlingssituation werde ich mich heute nicht mehr äußern, das haben wir bereits in unserem vergangenen Briefverkehr ausgiebig gemacht und in vielen, vielen Texten der vergangenen Jahre. Heute veröffentliche ich eines meiner meistgelesenen Prosa-Gedichte, in der Hoffnung, dass die Menschen, die i h r e eigene Freiheit so sehr schätzen und lieben, genau das auch allen anderen Menschen zugestehen. Musik und Künste sind grenzübergreifend und vernetzen die Welt bis in die letzte Ecke. Möge heute die Kunst des Wortes sprechen, mit der ich ein klares Signal setze.

 

Glockenwind

 
Weißt du, wie ich ticke?
Ich ticke nicht
wie eine Uhr im Kasten
ich ticke
wie eine Glocke
die läutet
majestätisch
laut
und
wohlklingend
im Wind
ganz oben
über den Dächern
wo
die
Freiheit
ruft

(publiziert in SINNWAISEN, Juli 2013)

 

Eine herzliche Umarmung mit starken Gedanken
Petra

© Petra M. Jansen

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