Lieber Pierre,

ja so ist es, wer sich stets mit Negativmeldungen und negativen Dingen auseinandersetzt, wird seine Motivation verlieren und genau das ausstrahlen, was er fühlt und ihn umgibt. Es ist keineswegs ein Leugner oder eine Vogel-Strauß-Taktik, wer den Kopf frei macht und sich den eher angenehmen Meldungen oder Geschehnissen widmet. Täglich erreichen neue Hiobs-Botschaften die Bevölkerung, es geht von Todesschüssen vor einer Bäckerei in Fulda, über ein 7-monatiges Baby, das vom Familien-Stafford-Terrier tot gebissen wurde (der zweite Fall in dieser Woche mit drei Toten durch Kampfhund-Attacken) bis zur Syrienkrise und Trumps aggressiven Drohungen des unmittelbar bevorstehenden Bomben-Einsatzes. Ach ja, die Russen habe ich vergessen, mit ihrem tatsächlich noch nicht 100% bewiesenem Giftgasanschlag in Großbritannien, oder wieder einmal das Kopftuchverbot für Minderjährige an deutschen Schulen. Weiß Gott keine heile Welt, aber ich bleibe bei meiner Bitte an dich, die ich abends am Telefon aussprach. Nehmen wir ein Beispiel aus dem direkten Umfeld: Alte Menschen verbringen ihren Lebensabend oft vor dem Fernseher und sehen Mord, Krieg, Totschlag, Raub, Aggression…das schürt in ihnen die nackte Angst. Sie sitzen da, haben vielleicht noch den zweiten Weltkrieg in Erinnerung und trauen sich vor lauter Angst kaum noch auf die Straße. Auch haben sie die ständige Angst, was aus den Kindern und Enkelkindern werden könnte – bei der Weltlage. Lieber Pierre, diese Angst-Macherei findet in Deutschland einen sehr fruchtbaren Nährboden, denn wir sind wahrlich eine Angstnation.

Ich erlebe es immer wieder, dass sich negative Assoziationen weiter fortsetzen und die Familien, in denen eine negative Stimmung mehr vorherrscht als eine positivere Betrachtung der gleichen Dinge, haben mehr Pech und dort passieren auch messbar verstärkt negative Ereignisse. Alles, aber auch alles ist eine Grundeinstellung und sie bewahrheitet sich. In jeder Scheiße findest du einen positiven Ansatzpunkt, das kann niemand bezweifeln. Bei einigen Dingen brauchen wir nicht nachzudenken, sie werden ohnehin ohne unser Zutun oder unsere Befragung geregelt. Wir sitzen drin im Boot und wenn es untergeht, gehen wir vielleicht sogar mit unter, aber dann werde ich immer noch sagen: „Es könnte immer alles noch viel schlimmer werden und es gibt immer etwas Schlimmeres als schlimm. Aber es gab etwas Gutes und das Gute nehme ich mit. Helau!“ Faschingsstimmung als Galgenhumor? Kann sein, wenn man es so interpretieren mag, aber ich bin durchaus gut informiert, belesen und habe keine rosarote Brille auf.  Doch ich arbeite mit klarem Blick auf die unangenehmen Tatsachen um uns herum und dem festen Willen, alles dagegen zu tun, was mit meiner Arbeitskraft und in meinem Umfeld möglich ist, um einen Gegenpol zu setzen. In die gleiche Jammerlaune zu verfallen und demotiviert mit den Wölfen zu heulen, ist nicht meine Art. Meine angeborene Positivität ist und bleibt ungebrochen, sie wird niemals aufhören und mich auch nie verlassen, denn sie ist ein Teil meines Charakters. Schreiben, lehren, aufklären und meinen Söhnen die Angst vor der Zukunft nehmen, das ist meine Aufgabe. Wir können nicht die Retter der Welt sein, aber ein Stückchen dazu beitragen, indem wir Menschen aufmuntern, informieren, etwas zum Lesen geben oder ein wenig Hoffnung schenken –  in einer Welt in Schieflage, in der sie dringend etwas Positives hören müssen!

 

Gut auf, lieber Pierre

und herzliche Grüße aus Frankfurt,

 

Petra

© Petra M. Jansen

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Lieber Pierre,

mit der Gleichstellung der Geschlechter ist es in westlichen Ländern zwar kein Problem, dennoch klagen Politiker und Menschen immer noch über ein Ungleichgewicht bezüglich der Lohnzahlungen im Vergleich zu männlichen Kollegen. Da klafft ein Graben und nachweislich werden Mann und Frau, die in vergleichbaren Positionen arbeiten, nicht gleich bezahlt. Das muss sich ändern. In der politischen Führungsebene setzt Frau Merkel offensichtlich und auffällig auf eine weibliche Besetzung – ein Kontra-Statement?

Es steht tatsächlich nirgends geschrieben, dass irgendwelche Diskriminierungen oder Abwertungen von Frauen gestattet sind und das tut auch nicht der Koran, wie du richtig erkannt hast. Dennoch spielte die Frau schon in früher Zeit eine untergeordnete Rolle, lassen wir die starken Herrscherinnen, wie die Heldinnen, Königinnen, Cleopatra oder auch die legendären Amazonen von Dahomey/ Afrika u.a. außer Acht. Es gab viele einflussreiche, starke, harte, autonome und unangepasste Frauen in der Geschichte – das sollten wir bei der Betrachtung dieses Themas heute nicht vergessen.

Sexuelle Übergriffe sind immer ein verwerfliches, respektloses und brutales Inanspruchnehmen von Körper, Sex, erzwungene Aufmerksamkeit, die stets mit dem Ausüben von Macht und psychischer Fehlleitung zu tun haben. Kommen wir auf die Muslime zurück (auch hier bitte nicht verallgemeinern), so ist die Frau untergeordnetes Gebärinstrument und wird – bedingt durch den fatalen Männer-Ego-Wahn – bewusst klein gehalten. Der Mann hat das Sagen, die Frau hat die Klappe zu halten! Wir sehen dieses verrutschte Bild selbstverständlich bei Übergriffen auf unsere Frauen, wie z.B. in Köln geschehen. Frauen werden nicht ernst genommen, die Arbeit einer Lehrerin für Deutsch tut sich schwer, Gehör und Akzeptanz zu finden. So ist es, wie ich von befreundeten Pädagogen erfahren habe und es dürfte schwer sein, dass in den Griff zu kriegen, so lange der „Guru Papa“ in der Familie das Sagen hat und seinem Sohn die klare Ansage gibt, „Du hast auf Frauen nicht zu hören.“

Doch ich habe auch sexuelle Übergriffe von Frauen auf Männer erlebt und die sind weiß Gott nicht besser. Wenn man denkt, der Mann könne sich leicht wehren, so stimmt das nicht immer. Es gibt Mütter, die ihre Söhne missbrauchen und Frauen, die ihre Partner demütigen und verprügeln. Jegliche Art von emotionaler und sozialer Verrohung ist leider auch an der Tagesordnung, wenngleich nicht Usus.

Männer haben – lange nach der Neandertaler-Zeit – immer noch die Jagd-Gene in ihrem Blut und sind hormonell bedingt mit mehr Testosteron ausgestattet als Frauen. Das ist ihre Natur, die allerdings nicht gestattet, dass sie sich an weiblichen Personen vergreifen.  Was manchen Mann zu einem dummgeilen Stier werden lässt, habe ich mich auch schon gefragt und immer wieder kopfschüttelnd vor dem Internet gesessen und mich gewundert, wie leicht die Herren auf rein optische Reize reagieren und wie entblößende Brüste sie anscheinend zu abspritzwilligen Hengsten macht, obwohl die Dame offensichtlich strunz doof ist. Ein wenig Contenance, ein bisschen mehr Verstand, mehr Respekt und einen Keuschheitsgürtel für den Schwanz?! Tja, lieber Pierre, wir können die Welt leider nicht wirklich ändern und alles glatt bügeln, was faltig ist, aber wir können sorgsam darauf hinweisen, dass oberstes Prinzip eines generellen Zusammenlebens und des gemeinsamen Lebens der Geschlechter wäre, sich zurückzuhalten und gegenseitige Ehre zu zeigen. Weinstein und #metoo ist ein Skandal, zweifellos!

 

 

Lieben Gruß nach München,

 

Petra

© Petra M. Jansen

 

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Von Stutenbeisserei und anderem Trockenpflaumen-Schiss kann man gar nicht genug haben. Schon morgens früh hängt die Fresse gewölbt nach unten. Von Lachfaltenspuren keine Spur, nicht einmal bei genauer Suche mit der Vergrößerungsbrille auf der Nase. Gibt´s natürlich überall, werden sie sagen, aber es gibt Orte, an denen die bissigen Stuten vermehrt auftreten. Humor? Fehlanzeige, gibt es nicht. Stoisches Geschleime bei Chefs und Vorgesetzten ist allerdings garantiert und immer wieder beeindruckend, wie der Wind den verlogenen Dreck genau dorthin pustet, wo keine Lunte gerochen wird. Es geht ja schließlich um ganz andere Dinge als um das Zwischenmenschliche und Respektvolle – Hauptsache es läuft nicht einer davon und erträgt weiter diesen Rotz. Unsichtbare Eisberge mit spitzen Spitzen fein nach unten und innen drinnen gerichtet, aber man spürt sie deutlich und wenn´s dann rollt, dann sind es Gletschermassen mit Geröll, Schutt und Gepolter. Unerträglich diese humane Eiszeit und jeder scheint sie zu kennen. Teamwork, Warmherzigkeit, ein Lächeln… es könnte doch so verdammt einfach sein! Das weibliche Arschloch erkennst du daran, dass es früh morgens mit welkem Gesicht ohne einen eigentlich selbstverständlichen „Guten Morgen-Gruß“ auf dich zugerollt kommt und dir den gesamten Frust des eigenen beschissenen Lebens vor die Füße wirft. Du kommst nicht mal dazu, irgendwas zu sagen, da prasselt ein hasserfüllter Redeschwall, wie „auf dich kann man sich nicht verlassen. Warum hast du das nicht fertig gemacht? Wieso können die dich alle nicht leiden?“ usw. auf dich ein und du bist geschockt. Geschockt, weil das aus dem Nichts kam, ohne dass überhaupt etwas Fundamentales passiert wäre. „Naja“, deine schulterzuckende, beschwichtigende Antwort. „War eben nicht möglich.“ Aber gemeinsam hätte man es fröhlich pfeifend stemmen können, insofern? Genau. Da liegt der Köter begraben, der lausige, gemeine Angriff auf deinen sanften Seelenfrieden. Warum bloß so übel gelaunt, wenn die Sonne scheint, Lady? Zu wenig Trockenpflaumen gegessen? Sie sollen bei Verstopfung helfen…

Wir werden es nicht erfahren, was in diesen alten Klappergaul gefahren ist, aber so ist es mit den Stuten, die ihr Leben lang brav an der Trense gegangen sind und die Wild-Pferdinnen einfach nicht ausstehen können. Ganz einfach, weil ihr verkacktes Leben voller Neid und innerlichem Hass ist, das ein Ventil suchte und im schlimmsten Falle bist du es, den es trifft. Wirf´ also besser die Mähne in den Nacken, bäume dich auf und galoppiere in die Freiheit. Edle Stuten ticken anders.

 

© Petra M. Jansen

 

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Lieber Pierre,

definieren wir „Dogma“ mal als das, was es theoretisch bedeutet: Es ist eine feststehende Definition bzw. grundlegende Aussage, deren Wahrheitsanspruch unumstößlich ist und die – im religiösen Bereich – die göttliche Offenbarung, sowie die kirchliche Mission als wahr und real bezeichnet. Was einst von Menschen fiktiv erschaffen und niedergeschrieben wurde, sollte nun tatsächlich die absolute Wahrheit sein? Der gesunde Menschenverstand muss daran zweifeln, da gebe ich dir absolut Recht. Vor einigen Jahren begegnete mir anlässlich einer literarischen Veranstaltung ein griechischer Philosoph von Weltruhm. Ein hoch geachteter Mann mit einer eigentlich offenen Weltanschauung, sollte man meinen. Er betrachtete mich, drehte sich zu seinem Gesprächspartner und sagte ihm, ich sei eine Erscheinung des Teufels. Sein absurder Vorschlag, mich zur Reinigung sofort in ein griechisches Kloster schicken zu wollen, ließ mich wahrhaftig in Lachen ausbrechen. Solch einen Unsinn habe ich noch nie gehört und das wegen einiger Tätowierungen, die auf meiner Hand und auf meinem Arm sichtbar sind. Mit Verstand hat das nichts zu tun.

Religionen mögen dem einen oder anderen Frieden und Halt geben, aber die Kirche hat ausgedient. Der Verlust der Kirchenmitglieder ist in den vergangenen Jahren deutlich spürbar und das hat nicht unbedingt etwas mit Kirchensteuerersparnis zu tun. Was in unserer christlichen Religion gepredigt wird, hat nichts mehr mit dem realen Leben und dem Zeitgeist zu tun und interessiert viele nicht mehr. Ganz anders sieht es im Islam aus, da geht es in Richtung Fanatismus und Terror, steht aber eigentlich nicht im Sinne des ursprünglichen gewaltfreien Islam. Religionen werden als D(r)eckmantel missbraucht und immer steht eine aggressive und territoriale Gesinnung der Menschen dahinter.

Ich bin ohnehin kein Freund von Dingen, die vordergründig erst einmal Fakt sind und somit nie hinterfragt werden sollen, dürfen. Alle Tatsachen bedürfen der Prüfung auf Wahrheitsgehalt und der Überlegung, ob es klug ist, welche Folgen es haben wird oder in welche Richtung es weist. Was auch immer deinen Freund bewegt haben muss, nicht von seiner starren Meinung abzurücken, nenne ich Gehirnwäsche. Helfen kann man weder ihm noch meinem Griechen, der sich von mir abwandte, weil ich in seinen Augen dämonisch war. Weit entfernt davon… aber es macht keinen Sinn, jemandem diesen Irrsinn auszureden. Bleiben wir also besser beim gesunden Menschenverstand und erfreuen wir uns an der Tatsache, dass die Heilige Jungfrau Maria auch gevögelt hat, wie wir alle.

 

Einen lieben Gruß aus Frankfurt,

Petra

 

© Petra M. Jansen

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Liebe Petra,

in den bewegten Zeiten, die wir durchmachen, hier ein Problem was mich sehr bewegt. Ich werde nicht so weit gehen wie damals Altkanzler Schmidt, der vor Menschen mit Visionen seine Scheu hatte, aber  so Unrecht hatte er nicht.

Vor einigen Tagen führte ich mit einem sehr engen Freund eine Debatte über das Dogma. Er geht vom Prinzip aus, dass es im Leben Regeln gibt, die unbedingt eingehalten werden müssen, vor allem bei der Religion. Als gläubiger Mann akzeptiert er das Dogma, ohne es zu hinterfragen, da es ein Gesetz Gottes ist und da er immer Recht hat, darf man daran nicht zweifeln. Ich bin immer erstaunt, dass so ein intelligenter und kultivierter Mensch solch eine Ansicht vertritt und antwortete ihm, dass es mein gutes Recht sei zu hinterfragen, aber das schien ihn nicht zu begeistern. Als nicht gläubiger Mensch könnte ich das nicht verstehen, sagte er mir. „Ich glaube an Gott und an Christus“, antworte ich ihm. Soll das bedeuten, dass ich meine Neugierde abschalten soll und jede Frage außer Acht lassen, mit dem Argument, dass sie nicht zulässig sei? Solch eine Auffassung erschreckt mich schon, denn in ihr steckt der Geist des Totalitarismus, der keinen Widerspruch akzeptiert. Ich denke, dass solch eine Denkart den Religionen schadet, weil sie durchaus in der Lage sind zu argumentieren – nur in der Debatte können sie lebendig sein. Alle Fragen über das Dogma zu unterlassen, ist brandgefährlich, denn das würde bedeuten, dass das Christentum zum Beispiel, nicht in der Lage sei, gesellschaftliche Entwicklungen zu berücksichtigen. Sie werden ganz einfach verworfen, weil sie unangenehm sind. Als ich ihn fragte, ob Gott selbst das Dogma festgelegt hätte, wurde es ihm unangenehm. Er sprach von den Vätern der Kirche, die schon wüssten, was sie angeregt hätten. Also war es nur eine Interpretation, eine von den Menschen festgelegte Regel, die natürlich auch einen politischen Hintergrund hatte, die vor allem das Ziel hatte das Volk ruhig zu stellen und die Menschen zu Knechten zu machen. Es ist erschreckend, wie viel Blut im Namen der Dogmen geflossen ist und schon aus diesem Grund, kann ich sie nicht dulden, da sie oft dem Evangelium widersprechen und das ist für mich die alleinige Referenz. Übrigens… mein Freund plädiert vehement für die Demokratie, für die Freiheit der Völker, für die Emanzipation durch die Kultur, für das Wissen, aber da denkt er anders. War es seine Erziehung? Ein Zeichen der Unterwerfung? Ich habe Mühe es zu glauben, aber wenn es ihm hilft, soll er daran sich halten!

Da mancher Politiker sich für Gott hält, baut er sich ein Dogma, an dem sich das Volk halten soll, sonst ab mit der Rübe. Was ich so salopp beschreibe ist leider die Regel in zahlreiche Nationen, aber auch der Terrorismus lässt sich davon beflügeln. Wer sich zum Beispiel nicht an die, von den Islamisten interpretierten Versen hält, gehört zur Schar der Ungläubigen und wird als Freiwild bezeichnet. Das bedeutet, dass diese Menschen „im Namen Allahs“ eliminiert werden können und das ist ein eklatanter Missbrauch des Korans. Dies zeigt wie ein Dogma entstehen kann und dass er feindliche Hintergründe verbirgt. Das war auch der Fall bei der Inquisition, die vor allem einen politischen Hintergrund hatte. Es ist eine sehr effiziente Methode, Macht mit Hilfe der Religion auszuüben. Eigentlich sind Dogmen ein Widerspruch zur Demokratie, das passt einfach nicht zusammen und ist auch ein Gegensatz zur Aufklärung. Dogmen schüren den Fanatismus. Es ist ein Trug zu glauben, dass sie menschlich sein können. Die schreckliche Blutspuren, die der Terrorismus hinter sich lässt, sollten uns nachdenken lassen, ob wir sie wirklich brauchen, um ein Zusammenhalt der Gesellschaft zu garantieren. Ich denke, keineswegs. Das bedeutet nicht, dass ich für eine gesetzlose Gesellschaft plädiere, aber ich verlange, dass mir das Recht eingeräumt wird, sie in Frage zu stellen. Die Französische Revolution hat gezeigt, wie weit es gehen kann, wenn das Volk geknechtet wird und die Wut, die daraus entstanden ist, hat den Terror geschürt. Die Dogmen des alten Regimes hatten die Untertanen wie Vieh behandelt und das mit Duldung der Kirche, die sich im Gegensatz zum Evangelium, den Pharisäer ergeben hatten. Wer vor 1789 religiös eingestellt war, musste den König als Halbgott betrachten und jeder Widerspruch wurde als Sünde eingestuft. Mit diesem Beispiel kann man gut sehen, wie der Missbrauch durchgeführt wurde und das hat – mit Verlaub – nichts mit der Passion Christi zu tun. Das ist schierer Absolutismus und daher nicht annehmbar. Man sieht hier, dass nicht alleine der Islam in solch eine Rolle gestupst worden ist, die theologisch nicht vertretbar ist. Das gilt auch für die rechtsextremistische Evangelikale in den USA, die die Schwarzen als minderwertige Rasse empfinden. Das hat zu einer Lynchjustiz geführt und das im Namen der Dogmen. Verwerflich!

In diesem Sinn, liebe Petra. Die Politik und die Schmerzen quälen mich zurzeit sehr.

Ich umarme dich.

Alles Liebe,

 

Pierre

//pm

 

Stehst morgens im Dunkeln auf, tappst abends im Dunkeln ins Bett. Wo sind bloß deine Pillen? Kopfschmerz, Rückenleiden, Schultern und die Hüfte wie gelähmt. Lach bloß! Ein Lachen ist der Schlüssel zum Verkauf. Spielt keine Rolle, ob dir danach ist, ist so vollkommen egal. Du tust das, weil man es so erwartet, dabei gefriert dir deine Seele im Leib. Etiketten drauf, Rabatte raus, Sortiment gestrafft, deine Freizeit immer mehr gerafft. Wird alles an den Mann gebracht, 1A Qualität. „Made in China/ Taiwan“ wird schnell überpappt, wäre doch ein Wunder, wenn das liegen bleibt. Falls das Zeug zum Ladenhüter wird, geht´s ab in die Ecke, wo der Ramsch das Herz des Schnäppchenjägers Purzelbäume springen lässt. Na hoffentlich lässt der auch was springen, der gute Mann! Abgescannt schiebst du dir mal schnell einen Riegel Schokolade als Nervennahrung rein, sehen darf das aber keiner. Essen, Trinken, Rauchen unerwünscht, sonst klingelt´ s bei dir bald nicht mehr in der Kasse. Ach was, wir sind alle selber Kunden und wissen wie´s so geht. Freudig erwischen wir ein schönes Stück, ein kleines Stückchen Glück für unsere kleine Hütte. Brauchst du das denn überhaupt? Klar, wir sind die Konsumenten! Die schuften tagein tagaus hart am Limit, um das verdiente Geld wieder quer um den Erdball zu investieren. Ethik ist hier fehl am Platz, der König wird umgarnt, dass sich die Balken biegen. Für den König wird nur das Beste gut genug sein, also lach gefälligst! Du siehst heute blass aus, die Nacht war sicher schlaflos. Gedanken der Angst beschleichen dich, Sorge um deinen Arbeitsplatz. Dem du nichts mehr abgewinnen kannst, als zu hoffen, dass dein Körper noch lange mitmacht. Wenn nicht, bist du altes Eisen. Etwas Rost auf deinem Haupt und dein Platz in der sozialversicherten Gesellschaft ist ein Haufen Schrott. Also ran an die glückselige Botschaft, dass dein Kunde sich glücklich schätzen darf, von dir umgarnt zu werden. Weihnachten ist seit einem Tag vorbei und du verkaufst die Osterhasen. Zum Lachen diese wuscheligen Ohren, das Huhn legt schon seit letzten Sommer bunte Eier. Was also willst du? Ist doch alles in Ordnung, der Rubel rollt, die Produktion steht nie still. Deine Tränen, die du sorgsam verbirgst, weil du keinen Sinn in dem Unsinn siehst, sind nicht wichtig. Schluck die Pillen, nimm einen Happen Energie, schlaf dich aus. Morgen ist wieder ein Tag, an dem du Schrott zu Gold werden lässt. Und denk dran: Auch die Ärzte brauchen Nachschub.

 

© Petra M. Jansen

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Ausbeuter, Nutznießer, fauler Hund.

50 Euro mehr, dafür gar nichts schaffen.

Prima!

Wirst Papa, großartig.

Es wurde dir angeboten,

ein 8 Stunden-sinnvoll-Job.

Die Agentur will Fakten,

die du nicht liefern willst.

Du wirfst weg,

was andere wollen,

bist dir zu fein

für die „Drecksarbeit“

dabei ist es ein Geschäft

mit Liebe,

ein Geschenk mit dem Herzen,

ein Stückchen Glück,

das du verkaufst.

Für 50 Euro mehr in der Tasche

rührst du deine Finger nicht.

Scheißhaufen Sozialsystem?

Scheißhaufen du!

 

© Petra M. Jansen

 

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Lieber Pierre,

Gaffer sind sensationslüsterne Gestalten, die sicher keine Freude an Leid und Schmerz haben, aber vielleicht hast du es auf den Punkt gebracht: Sie freuen sich, dass es s i e dieses Mal n i c h t erwischt hat. Zudem schleicht sich auch immer das Gefühl ein, dass es einem gut geht und dass man sich stets auf das Gegenwärtige beziehen sollte und nicht daran denken, was alles Schlimmes passieren k ö n n t e. Die Angst vor Unheil, Krankheit, Schmerz ist unser Begleiter, aber Angsthasen bestraft das Leben. Ist es nicht so, dass wir mit Hilfe einer positiven Lebenseinstellung tatsächlich Berge versetzen können? Mir jedenfalls gelingt es und meine verinnerlichte Einstellung „es-könnte-schlechter-sein“ hat mir schon oft den Arsch gerettet. Gaffer gehören an die Leitplanken gebunden und der Öffentlichkeit zur Schau gestellt, frei nach dem Motto „Hier ist ein Voyeur im täglichen Zirkus der maroden Gesellschaft, die oberflächlich Beifall klatschend dem Irrsinn des Lebens mehr Tribut zollt als den wirklich elementaren Dingen.“ Das zu dem Thema Gaffer und deren Behinderung von Helfern. Moderne Gladiatoren-Spiele, Brot und Spiele im gegenwärtigen Reich der Römer.

Dein zweites Thema ist ein Fass ohne Boden. Ich beobachte immer wieder Menschen, die rassistische Äußerungen, Diskreditierung, Ausgrenzung, Erniedrigung und menschenfeindliche Äußerungen von sich geben. Beispiel „Ich will mein Deutschland zurück!“ Das ist Schwachsinn frustrierter Leute, die oft nicht einmal in der Lage sind, fehlerfrei Deutsch zu schreiben. Krankhafte Abneigung gegen Andersartige, gegen Muslime, gegen Farbige, gegen alles, was nicht in ihre kleine, kranke Welt passt. Hilfe, lasst es nie so weit kommen, dass solche Hirnamputierten die Grenzen schließen und deutsche Inzucht betreiben, denn dann ist es vorbei mit Fortschritt, Kultur, Humanismus und Zukunft. Kommen wir wieder zu dem Osten unserer Republik, wo dieses Bild der Rechtspopulisten extrem verbreitet ist. Können wir die Mauer eigentlich nicht wieder schließen? Hust… manchmal bin ich so frech, denn es ist nicht hinnehmbar, dass hasserfüllte Leute diskriminierend und beleidigend sind. Absolut nicht und da gibt es für mich kein Pardon!

Wir alle haben die Möglichkeit, rechtsextreme Seiten, Portale und Postings zu melden. Dafür können wir einen Screenshot machen, ggf. den Nutzer erfassen (meistens haben sie Fantasie-Namen) und an die entsprechenden Stellen/ Behörden melden. Via IP-Adresse oder Handy-Ortung/-Rückkopplung werden diese Dinge in der Regel auch erfasst und entsprechende Maßnahmen veranlasst. Nicht immer reagieren die amerikanischen Netzwerke (wie google+, Facebook u.a.) sofort und können auch oft nicht detailliert den Inhalt verstehen. Es gibt u.a. die zentrale Meldestelle für rechtsextreme Inhalte im Internet vom Bündnis für Demokratie und Toleranz (http://www.buendnis-toleranz.de/themen/extremismus/167826/zentrale-meldestelle-fuer-rechtsextreme-inhalte-im-internet-www-hass-im-netz-info), die Internetbeschwerdestelle (https://www.internet-beschwerdestelle.de/de/index.html) u.a., bei denen man sein Anliegen melden kann und sollte. Wichtig ist ein Screenshot, der quasi als Beweis dient und ggf. Kopien der jeweiligen Postings. Das Internet dient heute als Propaganda-Zentrale für rechtspopulistische Hetze, egal gegen wen sich das richtet. Wir sollten als kluge, verantwortungsbewusste Menschen alles daran setzen, dass diesen hasserfüllten Leuten die Hände gebunden werden – im Sinne einer globalen, multikulturellen Welt und im Sinne einer lebenswerten Zukunft für unsere Kinder. Zeigen Sie alle Mut und nehmen sie das nicht schweigend hin. Distanzieren Sie sich klar von Rechtsradikalen und Menschen, die andere herabsetzen und entwürdigen. Menschenrechte sehen anders aus.

Lieber Pierre, wir beide haben einen direkten Pressezugang zu vielen Portalen und die Einsicht in viele Dinge, die anderen verborgen bleiben. Nutzen wir das und setzen wir ein Zeichen für Toleranz und gegen Hass. Hinter den richtig dicken Fischen, die sich eigentlich nie outen, ist selbstverständlich der Bundesverfassungsschutz u.a. Institutionen hinterher und aktiv am Arbeiten. Eine Aufgabe, die nicht ruhen darf und die auch bei mir stets im Visier meiner Aktivitäten steht. Möge die Welt bunt bleiben und die schwarzen Gehirne verrotten. Wir lieben Farbe, Sonne, Leben, Liebe und eine multikulturelle Welt voller Gegensätze, im Austausch mit den Kulturen und grenzübergreifend. Cheers to France!

 

Eine herzliche Umarmung,

Petra

 

© Petra M. Jansen

 

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