Es war gutes Geld, verdient verdient.

Ja, verdient verdient.

Ein Gesicht ohne Mimik schaut dich an,

kein Zahn mehr zum Beißen drin.

Der Löwe ist zur Beute geworden.

Unverdient erlegt.

Schau hin, wie es dir gehen kann,

eines Tages,

wenn du es wagst und dich auflehnst gegen die Sklaverei.

Drauf geschissen auf die Rente.

Heroes von damals.

Verlorene im Jetzt.

Lass´ deine Blicke mal in die Gosse blicken,

damit du weißt, was dich erwartet.

Hast so viel Gutes getan

und dabei niemals nach Reichtum geschaut.

Danke der Gesellschaft,

die lachend jetzt den Mitleidsfinger zeigt,

Jacketkronen inklusive.

Wirf einen Blick auf die zahnlosen Kiefer der einstigen Mittelschicht.

Was immer da passiert ist,

du wirst es nicht erfahren.

Maskenhaft tot. Leer.

Der Blick eines Aufgegebenen.

Schau genau hin in das Billiglohnsegment,

wo sie aufgeben,

ihre Kräfte verloren haben.

Pulver, Pillen, Alk – sie haben stets gesiegt.

Siehst du die Furchen der Furcht?

Die Augenringe, die niemand übertünchen kann?

Zerrissen die Hose, der Geist.

Und tief drinnen auch der Mensch.

Probier´s doch mal aus, wie das so ist,

nachts auf der Pritsche zu schlafen.

Nicht wissend,

ob du morgen noch was zu fressen hast.

Gute Gesellschaft.

Brav, danke.

Sie gibt dir ja das Nachtquartier,

was willst Du denn?

Du musst ja schließlich nicht erfrieren.

 

© Petra M. Jansen

 

http://literatourpoetictext.blogspot.com/

 

 

 

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