Muss ich mich komfortabel fühlen, wenn ich von unbekannten Menschen aus der ganzen Welt scheinbar gemocht und hofiert werde? Muss ich meine innersten Gedanken mit Jedermann da draußen teilen und ihnen mitteilen, dass ich ein so unglaublich feinfühliger, spannender, starker, lustiger Mensch bin, der irgendwie keine Ecken und Kanten zu haben scheint? Muss ich wirklich heimlich hinter den öffentlichen Kulissen Privatfotos versenden, nur um mir zu beweisen (und dem Anderen sowieso), dass ich es Wert bin, beachtet zu werden? Und ist es tatsächlich mein Hauptgedanke, ob nun jeder sehen kann, wieviel Unterstützung ich für meinen „geistigen Output“ im Social Media bekomme, obwohl rein gar nichts von mir selbst geschaffen wurde? Ist es wirklich so, dass ich den Anschluss an das digitale Zeitalter verpasst habe, wenn ich nicht mindestens WhatsApp, Instagram, Pinterest, Twitter, Facebook, Tumblr oder Google+ habe? Bin ich nicht völlig verknastert und völlig out, wenn ich all das nicht habe und nutze? Und absolut überholt, wenn ich nicht online mein Essen und meine Klamotten bestelle weil es so unglaublich bequem ist und ich meinen Arsch nicht mehr vom Sofa hieven muss? Dreht sich also mein gesamtes Dasein tatsächlich um das Thema virtuelle Kommunikation und mein positives Eigen-Feeling im Kreise der digitalen Welt? Ist es nicht eher so, dass das Ganze unendlich zeitraubend oder eher etwas für gelangweilte Nichtstuer, ist? Irgendwie schon, denn das alles sinnvoll und regelmäßig zu „bestücken“ kostet Zeit und wenn nicht die erwünschte Aufmerksamkeit zurück kommt, dann ist aber sehr schnell Schluss mit dem Selbstbewusstsein. Auch dieses virtuelle „Partner-Abklopfen“ ist ein völliger Unsinn, denn all die zahllosen Video-Chats oder Calls kosten ebenfalls nur kostbare Lebenszeit, die man besser mit Dingen ausfüllen sollte, die einen wirklich erfüllen. Damit meine ich natürlich auch die Damenwelt, die durch einen virtuellen Schwanz und getextete, warme Worte mit Sicherheit höchst unerfüllt bleiben dürfte. Ich kann es drehen und wenden, wie ich will… je mehr im Internet und online gechattet und gepostet wird, umso spärlicher sieht es mit der Zeit für soziale Kontakte im normalen Leben aus. Die gehen nämlich dabei sogar flöten, wenn sich alles um die digitale Parallelwelt dreht, in der man lieber Video-Chats macht als sich persönlich zu treffen. Ich sehe z.B., dass sich „Streifenhörnchen A“ selbst so beschreibt, sie sei höchst emotional, romantisch, lieb, ideenreich und phantasievoll und ich frage mich, wieso gerade solche Leute niemals etwas Eigenes schaffen sondern stets vorgekaute Kost (von anderen) als eigenes Gedankengut hervorbringen. Täglich und über Jahre hinweg sind sie damit beschäftigt, möglichst viel positive Reaktion von wildfremden Menschen zu bekommen. Aufmerksamkeits-Defizit nennt man das in der Psychologie. Und davon gibt es so unendlich viele. Genauso viele kriegen privat nichts auf die Reihe und klopfen schon mal mit Video-Chats im Vorfeld ab, ob sich die Reisekosten um den Globus lohnen würden. Heile Welt, geile Welt, verdrehte Welt…in der ich den Anschluss nur allzu gerne verpasse, weil ich Besseres zu tun habe. Und zwar sehr real, mit Haptik, Anfassen, Sehen, Riechen, Sprechen, Fühlen und der herrlichen, wahrhaftigen Nähe anderer Menschen in meinem Umfeld. Social Media, ja – und absolut notwendig für Unternehmen, Online-Shops und als Werbefläche, aber privat ist das alles reichlich umständlich, denn wer hat schon das nötige Kleingeld um mal eben 2.000 Kilometer in den Norden/ Süden zu fliegen, um dann letztendlich vielleicht feststellen zu müssen, dass rein gar nichts passt?! Der Zauber des Entdeckens geht verloren, mühsam hat man sich monatelang verzehrt nach einer Person, bei der einer von beiden schließlich entscheiden muss (wenn es denn Liebe werden könnte), in eine andere Welt zu ziehen und vielleicht sogar ohne Sprachkenntnisse dort finanziell überleben muss. Wenn´s mit dem Geld nicht klappt, hängt leider oft auch der Haussegen schief und die Vorwürfe sind vorprogrammiert. Fazit der Überlegungen (und da gäbe es noch viele): Weniger online bedeutet MEHR Freizeit, in der a) die Chancen für beruflichen Erfolg und b) die privaten Möglichkeiten leichter umzusetzen sind. Ganz nebenbei ist das auch entspannend, tut der Seele gut und schafft Raum für eigene Ideen. Das wäre doch mal ein Ansporn, oder nicht?

 

© Petra M. Jansen

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Es gibt Tage im Leben, an denen erfährst du Dinge, die du gar nicht wissen willst. Unweigerlich kämpfst du mit dem Brechreiz, siehst widerliche, unangenehme Szenen und versuchst, dich beim Zuhören, brav zu beherrschen. Wie war das mit der anerzogenen Höflichkeit? Während du mit dem Ekel kämpfst, plappert dein Gegenüber munter über seine offenen Beine, seine Stuhl-Verstopfung, den vollgeschissenen Windeln des dementen Opas oder dem niederschmetternden Out kurz vor´ m Orgasmus. Du willst das alles gar nicht wissen. Schüttelst dich innerlich und redest dir ein, dass es ja nur die Offenheit des anderen ist, nur die Wahrheit und schließlich gibt es als erwachsener Mensch so gut wie keine Tabus. Auf der einen Seite bist du gelangweilt von den abwechselnden Themen, die entweder in unverschämtes, intolerantes Geläster oder in die Voll-Ekel-Schiene gehen, auf der anderen Seite hegst du eine gewisse Empathie und Sympathie, die dir das artige Schweigen ins Gesicht zaubert. „Können wir vielleicht über was anderes sprechen“, versuchst du abzulenken? Erfolglos. Es geht weiter von Mundgeruch bis zu den Eiterblasen unter den Achselhöhlen, dem muffigen Geruch der Kleiderkammer bis zur gegenseitigen Respektlosigkeit in der Ehe. Ach was, die Leute sind eben einfach nur ehrlich und haben niemanden, mit dem sie sich austauschen können, sind deine Gedanken. Innerlich bist du schon in Grund und Boden versunken und fragst instinktiv nach dem Ausgang aus dieser Psycho-Bude. Man lernt nie aus, das stimmt allerdings. Angefangen von Perversionen, rassistischem Gedankengut bis zum perfekten Desinfektionsmittel hast du nun die ganze Bandbreite durchgehört und bist innerlich erschöpft, ausgelaugt, brauchst Ruhe. Abschalten und hoffentlich kommt bald der Hunger zurück. Dir liegt es auf der Zunge, das „Das-will-ich-gar-nicht-wissen“, aber es gibt kein Entrinnen. Beim nächsten Mal schaust du vorsichtig um dich, ob du vielleicht wieder Opfer von stinkenden Mülleimern und intimen Bettgeschichten werden könntest und gehst mit einem Lächeln davon…. entwischt! Tja, manchmal wünscht man sich die Schwerhörigkeit eines Greises und ist sich ganz sicher, dass man in solchen Momenten mit Sicherheit das Hörgerät vergisst.

 

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Bei aller Hektik und einer ständigen Veränderung, gibt es Momente, in denen man feststeckt. Mittendrin. Hinein manövriert. Sumpf und aus. Nichts geht mehr und weiter schon gar nicht. Man hängt einfach so drin und versucht den Moment zu finden, an dem es anfing zu hängen. War das bei der nackten Wahrheit, die eigentlich keiner hören wollte? War es vielleicht bei einem der unzähligen unterschiedlichen Ansichten des Empfindens oder der Wahrnehmung? Oder einfach die gähnende Langeweile, die einen in die freundschaftliche Sackgasse getrieben hat? Wahrscheinlich von allem etwas und vor allem liegt die Crux oft bei dir selbst. Du bist nicht mehr bereit, dein Privatleben auszubreiten und dich mit oberflächlichem „Blabla“ auseinander zu setzen. Du wagst es nicht einmal, ehrlich zu sagen, wie du das so oder so siehst, weil du weißt, dass dein Gesprächspartner so gar nix kapiert. Und dich schon gar nicht. So hängst du also in der verbalen Gasse und langsam versackte das wilde Gewässer und wurde zum trägen Morast, in dem du höchstens noch ab und an ein Moorbad nehmen möchtest. So gehen die Dinge eben auseinander und du hängst wieder mal da und fragst dich, ob deine Ansprüche nicht vielleicht ein wenig zu hoch angesetzt waren. Oder ob du so eine Eleganz mit dir rum schlappst, dass die Hausmannskost kotzt. Egal, was und wie… und egal, wodurch, es passt nicht! Und das merkst du spätestens dann, wenn deine Neuigkeiten zum wiederholten Male so miefig alt sind, dass sie keiner wissen will. A b e r die neuesten Trends teilst du mit jemand anderem. Sensationsgeil wartet man also auf schräge Stories aus deinem Leben, artig Kopf nickend tut man so, als ob das Highlight des Tages der Morgenwecker war oder ob da noch was kommt? Naja, so ist es halt und wenn man spürt, dass die Sackgasse zum Wendekreis fast zu eng geworden ist, wird es Zeit, sich einen neuen Parkplatz zu suchen. Hoffentlich ohne geistigen Crash.

 

© Petra M. Jansen

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Du verstehst mich nicht,

es ist, als ob man eine andere Sprache spricht.

Es fängt bei dir an,

und hört bei dir auf.

Dabei hörst du nicht, was ein jemand spricht.

Du verstehst rein gar nichts,

nickst wissend mit dem Kopfe

und schweigst tief in dir drin:

„Was ist? Dich versteh´ ich nicht.“

Es sind die Worte, die nicht gleich verraten

was sich hinter ihnen noch verbirgt.

Du hinterfragst es nicht,

es interessiert dich ganz einfach nicht.

Spricht das Wort von einem andern,

wiederholt dein Wort stets dich,

dabei fragte man d i c h doch nicht!

Es wollte dir was erzählen,

du aber drehst dich stets im Kreis.

Dein armseliger Kreis um Neid, Intrige, Lüge.

Das Karussell deines langweiligen Lebens,

in dem stets DU der Kaiser bist.

Du verstehst mich nicht,

willst gar nicht wissen, was ich sage.

Hörst nur deine Stimme, die sich wiederholt.

Täglich neu erfahren wir die gleiche Scheiße,

gehst sogar heute in die Kirche.

Geistesblitze gibt es da aber nicht.

Gehirnwäsche im Namen Jesus Christus,

aber DU wäschst immerhin dein Gewissen rein.

Hörst du nicht einmal, was Menschen sagen?

Magst du denn gar nicht verstehen?

Ordentlich dein tristes Dasein manikürt,

stets das Haupt frisch frisiert,

zugehört hast du schon wieder nicht.

Geistesabwesend schaust du deinen Worten nach,

unruhig wartend bist du,

zappelnd, wippend…

wie immer,

wenn der andere spricht.

 

© Petra M. Jansen

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Mit dem Wort, mit der Erfindung von Schriften, mit der Entstehung der Sprache entstand das Versprechen. Entstand im wahrhaftigen Sinn des Wortes überhaupt erst eine Kultur und somit eine kulturelle Entwicklung des Menschen. Nun also mit dem Wort begann es. Bin ich manchmal nicht der Liebhaber der vielen Worte im realen Leben, so sind sie mir die Liebsten unter den Errungenschaften. Man weiß herrlich genau woran man ist, oder etwa nicht? Wissen steht niedergeschrieben in Worten, Lehren lernten sich weiter aus Worten, Worte bilden Geschichte. Und sie bilden Geschichten, wie wir wissen. Nichts, rein gar nichts ist mächtiger als das Wort. Keine Musik (außer instrumental) ohne Worte (Lyrik), keine Filme, keine Texte, keine Kunst, kein menschliches Miteinander. Worte, es sind ja nur Worte…nö, sie sind Grundstein realer Kulturen.

Das Wort dreht sich in deinem Mund, das Wort setzt den endgültigen Siegel unter deinen Vertrag der Zukunft, das Wort katapultiert dich in die Sicherheit, in den Abgrund und überall hin. Was könnte mächtiger sein als das Wort? Nichts. Mehr Respekt also gegenüber dieser Kostbarkeit, die mehr bewegt als alles andere. Kein Fortschritt, keine Wissenschaft, keine Mondladung, aber auch kein Krieg. Naja, ich wollte nur mal klar stellen, dass jeder, der sich beruflich oder auch privat mit dem Wort auseinandersetzt und von Worten umgeben ist (geht ja nicht anders) auch verstehen muss, wie bedeutend eigentlich das Wort so wirklich ist. Es denkt ja heute kaum noch jemand darüber nach, deshalb mein Plädoyer für die Sprache und seine Wortspiele, die manche so hervorragend beherrschen, dass einem die Spucke wegbleibt. Gibt´s ja…wie so vieles, aber immer sind es die Worte, die gebraucht und missbraucht werden.

„Nehmen sie mich beim Wort. Mein Wort gilt. Oder ich spreche es nicht, “ wären meine Worte, deren Inhalt stets überprüft werden will. Allzu oft versprochen und gebrochen? „Ein Versprechen brechen, ist ein Verbrechen! Geben sie ihr wahres Wort nur dann, wenn es die Wahrheit ist,“ wäre mein Wunsch. Klar, ein Idealist, ein Träumer, ein surreal denkender Mensch? Leider auch wahr, aber dazu gibt es eben Worte. Worte, die analysieren, niederschmettern, verurteilen, beurteilen, abwägen, entscheiden. Wie auch immer sie es drehen und wenden, bedenken und drum herum rennen – es ist immer das Wort. Nur ein Wort, mehrere Worte…   

Und was unsere deutsche Sprache anbelangt: Im Internet fällt mir erschreckend oft auf, dass Deutschsprachige sich dem allgemeinen englischen US-Kauderwelsch anpassen und dabei ihre eigene Sprache schier verleugnen. Schade, wenn man seine eigene Kultur untergräbt und seine eigene Sprache verstecken will.

 

© Petra M. Jansen

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Es gibt jede Menge Tipps wie man erfolgreiches Social Media Marketing betreibt und nichts anderes machen Nutzer (als Social Media), wenn sie sich und ihre Leistungen und Arbeiten auf den Internetportalen präsentieren. Ob diese recht guten Tipps zur kostenfreien Optimal-Nutzung nun von jedem gelesen werden, bezweifele ich. Beispiel: Ein erfolgversprechender Musiker wirtschaftet sich virtuell in Grund und Boden durch banale Sharings. Seine Leistung als Musiker in diversen Bands oder Musiklinks, die sein Schaffen unterstützen würden oder zumindest interessante Informationen, die das Musikbusiness betreffen, finden wir da nicht. Stattdessen tummeln sich die Damen dort, die echten Fans kann man mit der Lupe suchen und Kollegen nehmen das ohnehin nicht ernst. Von Labels und wichtigen Leute aus dem Musikgeschäft brauche ich gar nicht erst sprechen. Wer also mehr sich selbst und seine Optik in den Mittelpunkt rückt, darf nicht vergessen, dass er in den Augen der Mitlesenden nicht ernst genommen und als Gigolo betrachtet wird.
Communities sollte man stets aktualisieren und regelmäßig am Laufen halten, damit die User nicht abspringen oder das Interesse auf andere Dinge gelenkt werden. Aber übertreiben darf man es auch nicht. Beispiel: Autor A und Autorin B teilen nichts von anderen, posten nur die eigene Publikationen und das in einer wiederkehrenden Frequenz, dass man brechen muss. Unerträglich die dauernde Eigenwerbung, weil wir ohnehin schon überall mit Werbung zugeknallt werden. Beachten Sie, dass unterschiedliche Dinge die unterschiedlichsten Menschen anzieht. Kunst, Musik, Kultur, Humor, auch mal was Schönes, etwas Provokantes – die Mischung macht´s wie so oft im Leben. Also ruhig auch mal das Thema wechseln und für Überraschungsmomente sorgen, das schafft Aufmerksamkeit. Sie sollen ja über ihre Produkte und Leistungen informieren, dafür tun wir das ja auch…aber bitte nicht um jeden Preis und immer wieder das Gleiche, das ist – salopp gesagt – abturnend!
Höflichkeit wäre mein nächster Punkt (und alles kann und werde ich heute hier nicht erwähnen). Entweder sind wir so degeneriert, dass wir Höflichkeit schon als reine Anmache ansehen oder wir quetschen uns gerade mal am Rande ein freundliches Wort raus. Wir sind Menschen! Und Menschen brauchen Empathie, Sympathie, müssen Lachen oder auch mal den Kopf schütteln. Ist es so schwer, einfach normal höflich zu sein ohne gleich an den nächsten Fick zu denken?
Weiter: Was mit Sicherheit professionelle Kontakte abschreckt, ist die auffällige Gier nach Frauen und der Voyeurismus der Männer (ich bin eine Frau, sehe es aus meiner Sicht). Stark auch auf Berufsplattformen zu beobachten und dieses Verhalten wird mit Sicherheit zur Kenntnis genommen, davon können Sie ausgehen. Beispiel: Ein Herr ist stets dort zu sehen, wo hübsche Frauen abgelichtet sind und kommentiert ebenfalls kontinuierlich n u r das, wo attraktive Damen sind. Ihre Arbeit nimmt er nur dann wahr, wenn die Damen hübsch sind und interessanterweise auch nur bei weiblichen Nutzern. Männliche gibt es bei ihm kaum, stets das gleiche Gesülze „very nice“, „amazing picure“, „wonderful“ usw., das war´s. Was sollen wir von so einem hechelnden Ochsen beruflich erwarten? So ziemlich nichts.
Ebenfalls auffällig ist, dass wir oft lange Zeit einen Internet-Menschen begleiten, vielleicht sogar in privaten Nachrichten miteinander kommunizieren, aber leider oft gar keine Ahnung haben, was diese Menschen eigentlich beruflich alles machen. Die Mühe, sich die Infos durchzulesen, macht sich kaum jemand und das ist fatal. Stellen wir uns vor, wir haben es mit einem echten Profi zu tun … für den wäre da jeder unten durch (für mich übrigens ebenfalls, wenn ich – trotz aktueller Info – erklären muss, wer ich bin und was ich alles mache). Grenzenlose Oberflächlichkeit beherrscht die Communities, die mehr auf visuelle als auf inhaltliche Dinge geeicht ist. Schade.
Social Media bedeutet auch Kontaktaufnahme und Kommunikation zu Menschen aus der gesamten Welt (dafür sollten Sie ihren englischen Sprachschatz aufpolieren, denn bei vielen Communities kommt man mit Deutsch nicht sehr weit). Was hindert Sie, ihre Zustimmung zu Posts zu geben und einmal was zu kommentieren? Ich beobachte, dass viele Artikel tausendfach aufgerufen werden und auf den Portalen sind gerade mal 7 Personen zu sehen. Was soll das? Verschanzen und inkognito ist out! Geben Sie Usern mal Mut und Unterstützung bei ihren Arbeiten, die Klappe halten und heimlich beobachten ist kein feiner Zug. Ein wenig mehr Feedback kommt Ihnen garantiert auch zugute.
Liebe Menschen, was immer sie tun mögen im Netz – tun Sie es mit Bedacht, mit Interesse an den anderen Menschen. Vergessen Sie die virtuelle Partnersuche, das ist ohnehin schlimmer als die Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Und nehmen Sie die Menschen ernst mit dem, was Sie tun. Fast niemand macht sich Gedanken, wie der Mensch hinter dem PC wirklich tickt und was ihn/ sie ausmacht. Das sollten Sie aber, denn das ist der Schlüssel zum eventuellen Erfolg. Beruflich wie privat 😉
© Petra M. Jansen
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Es ist nahezu sagenhaft, was du nicht zu sagen hast. Mystik und Hellseherei, willkommen im modernen Leben. Reduziert auf das Notwendigste, sprichst du über nichts, was wirklich wichtig ist. Floskeln, Geplänkel, gelangweiltes Gerede, wer soll das aushalten? Hast du nichts zu sagen, dass du schweigend uns zum Gedankenleser degradierst? Vielmehr sollten wir erraten, was so vor sich geht? Du spinnst! Sei leer in deinem Austausch, der uns Menschen bindet. Simsen wie der Teufel, gib geistigen Dünnschiss über Kurznachrichten-Apps in die weite Welt hinaus. Am besten ständig ins Handy gucken, gut aussehen und gar nichts sagen. OK. Definieren wir mal Kommunikation: Austausch zur Informationsübertragung. Tun sogar die Ameisen auf ihre Art. Und wenn das nicht funktioniert, dann funktioniert gar nichts mehr. So ist es. Information, Mitteilung und Verstehen. Das schafft Nähe, Vertrautheit, Sicherheit, Gemeinsamkeit. Hast du nichts zusagen, bleibt die Klappe zu. Stumm, schweigend, introvertiert geht die Welt zugrunde. Heimlichtuerei auf verlogenem Niveau? Wohl eher. Sag besser nichts, es kommt ohnehin nur Lüge, Lüge, Lüge. Sie packen dich an den Eiern, die Probleme. Garantiert, sie kommen! Sag wieder nichts. Großes Schweigen. Du spinnst! Warum bist du nicht Affe geblieben? Grunzend oder quäkend oder einfach sich kratzen lassen? Schweigen ist Gold, das gilt nicht immer. Sprechen wir die gleiche Sprache, fällt uns das Sprechen nicht schwer. Redet einer an der Tatsache vorbei, ist die Entdeckung nicht weit. Oder es herrscht die vollkommene geistige Leere. Die gibt´s auch. Innen pfui, außen hui – Klappe zu, Affe tot. Verdammt, was habe ich es heute mit den Floskeln, scheint abzufärben. Ganz so irre sind wir noch lange nicht, dass es uns allen die Sprache verschlägt. Aber wer nichts zu sagen hat, hält tatsächlich besser den Mund. Eisklötze sind auch stumm. Chapeau, Sprache!

 

© Petra M. Jansen

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Kommunikation

Unsere Mittel der Kommunikation sind im Fluss. In der Regel verständigt man sich über die Sprache: mündliche Form, Zeichen- und Schriftsprache. Auch durch Dinge, die wir tun, senden wir eine Botschaft.

Die mündliche Form: „verbal“, sagt man auch. Durch Bewegung der Zunge und des Kehlkopfes entstehen bei bestimmter Atemtechnik Laute. Über diese verständigen wir uns. Da wir die Zunge dabei einsetzen wurde früher auch oft in manchen Gegenden gefragt, welche Zunge man denn spreche. Noch heute gibt es Dialekte und Mundarten. Einige Sprachen sterben aus, beispielsweise einige Indianerdialekte in Südamerika oder Dialekte aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten vor 1945. Aber die Sprache ist, wie bereits erwähnt, nichts Statisches, sie ist ständig in der Entwicklung. Und so gibt es Erkenntnisse, dass auch neue Sprachen entstehen. Nehmen wir die Jugendsprache: Dauerbrenner ist „cool“, etwas „ausgeflippt“ tun ist kaum noch bekannt. Das „No-Go“ und den Begriff „Dissen“ hat zu unserer Zeit noch niemand gekannt. Die Jugend hat ihre eigene Sprache, jede Generation ein bisschen anders, manches bleibt und wird weiterentwickelt. Die Tendenz zur Gigantomanie ist nicht zu übersehen. Superlative sind angesagt: „Voll“ ist out, das Glas kann also nicht mehr „voll leer“ sein, es ist heute „mega leer“! Aus den Stars der 1950er sind schließlich auch die Superstars der 1970er und die heutigen Megastars geworden. Das ist nicht einfach. Vor allem bin ich auf die nächste Steigerungsform gespannt … Superlativ II?! Nicht umsonst sprechen einige Sprachwissenschaftler heute von einem neuen Dialekt: der Jugendsprache.

Die Zeichensprache: Taub-Stumme nutzen sie. Menschen verschiedener Sprachen, die sich nicht verstehen. Kleine Kinder. Es gibt viele Beispiele. Auch simples Tun setzt ein Zeichen. Wenn alle faul rumstehen und einer ans Werk geht, dann setzt er ein Zeichen. Traurige Berühmtheit hat „das Zeichen setzen“ mit dem Terrorismus erlangt. Schon die ROTE ARMEE FRAKTION setzte in den 1970er Jahren Zeichen durch Bombenanschläge auf berühmte Persönlichkeiten. Nichts anderes macht die Terrormiliz ISLAMISCHER STAAT: Man köpft Menschen! Eine kranke Art, sich zu äußern. Das Wort hat versagt, Gewalt soll nun an seine Stelle treten bzw. hat es schon getan. Da die Ermordung von Menschen keine Wirkung zeigte, hat sich der IS jetzt auf die Zerstörung von Kulturgütern der Menschheitsgeschichte verlegt. Auch das wird niemand verstehen, die Menschheit wird insgesamt nur immer ein Stück ärmer hierdurch. Die Message bleibt verborgen.

Zeichen gibt es auch in der Schrift. Bekannt ist die moderne Form: die Smileys. Da es auch welche davon gibt, die nicht lächeln, hat sich der Begriff des Emoticons entwickelt. Niedliche Kerlchen: lächelnd, lachend, indifferent und auch traurig oder weinend. Reiht man diese geschickt aneinander, entstehen unter Umständen ganze Sätze. Auch hier ist eine Sprache im Werden. Die Menschheit wird zusehends blöde?! Ich weiß es nicht! Schon die Ägypter arbeiteten mit Hieroglyphen, einer Art Bildschrift. Und wie lange hat man gebraucht, um sie zu entziffern? Erst 1822 hatte Herr Champollion es geschafft, die Hieroglyphen vollständig zu entziffern. Ganz so einfach ist das mit der Bildsprache dann doch nicht! Auch die Ägypter müssen einmal ganz einfach begonnen haben. Wie die damaligen Emoticons um 3200 v. Chr. wohl aussahen?

Sprache ist im Fluss, und wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass sich im Laufe der Zeit einiges ändern wird.

 

© Thomas Dietsch