Rostra-Ausrufezeichen

Es gibt jede Menge Tipps wie man erfolgreiches Social Media Marketing betreibt und nichts anderes machen Nutzer (als Social Media), wenn sie sich und ihre Leistungen und Arbeiten auf den Internetportalen präsentieren. Ob diese recht guten Tipps zur kostenfreien Optimal-Nutzung nun von jedem gelesen werden, bezweifele ich. Beispiel: Ein erfolgversprechender Musiker wirtschaftet sich virtuell in Grund und Boden durch banale Sharings. Seine Leistung als Musiker in diversen Bands oder Musiklinks, die sein Schaffen unterstützen würden oder zumindest interessante Informationen, die das Musikbusiness betreffen, finden wir da nicht. Stattdessen tummeln sich die Damen dort, die echten Fans kann man mit der Lupe suchen und Kollegen nehmen das ohnehin nicht ernst. Von Labels und wichtigen Leute aus dem Musikgeschäft brauche ich gar nicht erst sprechen. Wer also mehr sich selbst und seine Optik in den Mittelpunkt rückt, darf nicht vergessen, dass er in den Augen der Mitlesenden nicht ernst genommen und als Gigolo betrachtet wird.
Communities sollte man stets aktualisieren und regelmäßig am Laufen halten, damit die User nicht abspringen oder das Interesse auf andere Dinge gelenkt werden. Aber übertreiben darf man es auch nicht. Beispiel: Autor A und Autorin B teilen nichts von anderen, posten nur die eigene Publikationen und das in einer wiederkehrenden Frequenz, dass man brechen muss. Unerträglich die dauernde Eigenwerbung, weil wir ohnehin schon überall mit Werbung zugeknallt werden. Beachten Sie, dass unterschiedliche Dinge die unterschiedlichsten Menschen anzieht. Kunst, Musik, Kultur, Humor, auch mal was Schönes, etwas Provokantes – die Mischung macht´s wie so oft im Leben. Also ruhig auch mal das Thema wechseln und für Überraschungsmomente sorgen, das schafft Aufmerksamkeit. Sie sollen ja über ihre Produkte und Leistungen informieren, dafür tun wir das ja auch…aber bitte nicht um jeden Preis und immer wieder das Gleiche, das ist – salopp gesagt – abturnend!
Höflichkeit wäre mein nächster Punkt (und alles kann und werde ich heute hier nicht erwähnen). Entweder sind wir so degeneriert, dass wir Höflichkeit schon als reine Anmache ansehen oder wir quetschen uns gerade mal am Rande ein freundliches Wort raus. Wir sind Menschen! Und Menschen brauchen Empathie, Sympathie, müssen Lachen oder auch mal den Kopf schütteln. Ist es so schwer, einfach normal höflich zu sein ohne gleich an den nächsten Fick zu denken?
Weiter: Was mit Sicherheit professionelle Kontakte abschreckt, ist die auffällige Gier nach Frauen und der Voyeurismus der Männer (ich bin eine Frau, sehe es aus meiner Sicht). Stark auch auf Berufsplattformen zu beobachten und dieses Verhalten wird mit Sicherheit zur Kenntnis genommen, davon können Sie ausgehen. Beispiel: Ein Herr ist stets dort zu sehen, wo hübsche Frauen abgelichtet sind und kommentiert ebenfalls kontinuierlich n u r das, wo attraktive Damen sind. Ihre Arbeit nimmt er nur dann wahr, wenn die Damen hübsch sind und interessanterweise auch nur bei weiblichen Nutzern. Männliche gibt es bei ihm kaum, stets das gleiche Gesülze „very nice“, „amazing picure“, „wonderful“ usw., das war´s. Was sollen wir von so einem hechelnden Ochsen beruflich erwarten? So ziemlich nichts.
Ebenfalls auffällig ist, dass wir oft lange Zeit einen Internet-Menschen begleiten, vielleicht sogar in privaten Nachrichten miteinander kommunizieren, aber leider oft gar keine Ahnung haben, was diese Menschen eigentlich beruflich alles machen. Die Mühe, sich die Infos durchzulesen, macht sich kaum jemand und das ist fatal. Stellen wir uns vor, wir haben es mit einem echten Profi zu tun … für den wäre da jeder unten durch (für mich übrigens ebenfalls, wenn ich – trotz aktueller Info – erklären muss, wer ich bin und was ich alles mache). Grenzenlose Oberflächlichkeit beherrscht die Communities, die mehr auf visuelle als auf inhaltliche Dinge geeicht ist. Schade.
Social Media bedeutet auch Kontaktaufnahme und Kommunikation zu Menschen aus der gesamten Welt (dafür sollten Sie ihren englischen Sprachschatz aufpolieren, denn bei vielen Communities kommt man mit Deutsch nicht sehr weit). Was hindert Sie, ihre Zustimmung zu Posts zu geben und einmal was zu kommentieren? Ich beobachte, dass viele Artikel tausendfach aufgerufen werden und auf den Portalen sind gerade mal 7 Personen zu sehen. Was soll das? Verschanzen und inkognito ist out! Geben Sie Usern mal Mut und Unterstützung bei ihren Arbeiten, die Klappe halten und heimlich beobachten ist kein feiner Zug. Ein wenig mehr Feedback kommt Ihnen garantiert auch zugute.
Liebe Menschen, was immer sie tun mögen im Netz – tun Sie es mit Bedacht, mit Interesse an den anderen Menschen. Vergessen Sie die virtuelle Partnersuche, das ist ohnehin schlimmer als die Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Und nehmen Sie die Menschen ernst mit dem, was Sie tun. Fast niemand macht sich Gedanken, wie der Mensch hinter dem PC wirklich tickt und was ihn/ sie ausmacht. Das sollten Sie aber, denn das ist der Schlüssel zum eventuellen Erfolg. Beruflich wie privat 😉
© Petra M. Jansen
http://jansen-marketing.de

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Es ist nahezu sagenhaft, was du nicht zu sagen hast. Mystik und Hellseherei, willkommen im modernen Leben. Reduziert auf das Notwendigste, sprichst du über nichts, was wirklich wichtig ist. Floskeln, Geplänkel, gelangweiltes Gerede, wer soll das aushalten? Hast du nichts zu sagen, dass du schweigend uns zum Gedankenleser degradierst? Vielmehr sollten wir erraten, was so vor sich geht? Du spinnst! Sei leer in deinem Austausch, der uns Menschen bindet. Simsen wie der Teufel, gib geistigen Dünnschiss über Kurznachrichten-Apps in die weite Welt hinaus. Am besten ständig ins Handy gucken, gut aussehen und gar nichts sagen. OK. Definieren wir mal Kommunikation: Austausch zur Informationsübertragung. Tun sogar die Ameisen auf ihre Art. Und wenn das nicht funktioniert, dann funktioniert gar nichts mehr. So ist es. Information, Mitteilung und Verstehen. Das schafft Nähe, Vertrautheit, Sicherheit, Gemeinsamkeit. Hast du nichts zusagen, bleibt die Klappe zu. Stumm, schweigend, introvertiert geht die Welt zugrunde. Heimlichtuerei auf verlogenem Niveau? Wohl eher. Sag besser nichts, es kommt ohnehin nur Lüge, Lüge, Lüge. Sie packen dich an den Eiern, die Probleme. Garantiert, sie kommen! Sag wieder nichts. Großes Schweigen. Du spinnst! Warum bist du nicht Affe geblieben? Grunzend oder quäkend oder einfach sich kratzen lassen? Schweigen ist Gold, das gilt nicht immer. Sprechen wir die gleiche Sprache, fällt uns das Sprechen nicht schwer. Redet einer an der Tatsache vorbei, ist die Entdeckung nicht weit. Oder es herrscht die vollkommene geistige Leere. Die gibt´s auch. Innen pfui, außen hui – Klappe zu, Affe tot. Verdammt, was habe ich es heute mit den Floskeln, scheint abzufärben. Ganz so irre sind wir noch lange nicht, dass es uns allen die Sprache verschlägt. Aber wer nichts zu sagen hat, hält tatsächlich besser den Mund. Eisklötze sind auch stumm. Chapeau, Sprache!

 

© Petra M. Jansen

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Kommunikation

Unsere Mittel der Kommunikation sind im Fluss. In der Regel verständigt man sich über die Sprache: mündliche Form, Zeichen- und Schriftsprache. Auch durch Dinge, die wir tun, senden wir eine Botschaft.

Die mündliche Form: „verbal“, sagt man auch. Durch Bewegung der Zunge und des Kehlkopfes entstehen bei bestimmter Atemtechnik Laute. Über diese verständigen wir uns. Da wir die Zunge dabei einsetzen wurde früher auch oft in manchen Gegenden gefragt, welche Zunge man denn spreche. Noch heute gibt es Dialekte und Mundarten. Einige Sprachen sterben aus, beispielsweise einige Indianerdialekte in Südamerika oder Dialekte aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten vor 1945. Aber die Sprache ist, wie bereits erwähnt, nichts Statisches, sie ist ständig in der Entwicklung. Und so gibt es Erkenntnisse, dass auch neue Sprachen entstehen. Nehmen wir die Jugendsprache: Dauerbrenner ist „cool“, etwas „ausgeflippt“ tun ist kaum noch bekannt. Das „No-Go“ und den Begriff „Dissen“ hat zu unserer Zeit noch niemand gekannt. Die Jugend hat ihre eigene Sprache, jede Generation ein bisschen anders, manches bleibt und wird weiterentwickelt. Die Tendenz zur Gigantomanie ist nicht zu übersehen. Superlative sind angesagt: „Voll“ ist out, das Glas kann also nicht mehr „voll leer“ sein, es ist heute „mega leer“! Aus den Stars der 1950er sind schließlich auch die Superstars der 1970er und die heutigen Megastars geworden. Das ist nicht einfach. Vor allem bin ich auf die nächste Steigerungsform gespannt … Superlativ II?! Nicht umsonst sprechen einige Sprachwissenschaftler heute von einem neuen Dialekt: der Jugendsprache.

Die Zeichensprache: Taub-Stumme nutzen sie. Menschen verschiedener Sprachen, die sich nicht verstehen. Kleine Kinder. Es gibt viele Beispiele. Auch simples Tun setzt ein Zeichen. Wenn alle faul rumstehen und einer ans Werk geht, dann setzt er ein Zeichen. Traurige Berühmtheit hat „das Zeichen setzen“ mit dem Terrorismus erlangt. Schon die ROTE ARMEE FRAKTION setzte in den 1970er Jahren Zeichen durch Bombenanschläge auf berühmte Persönlichkeiten. Nichts anderes macht die Terrormiliz ISLAMISCHER STAAT: Man köpft Menschen! Eine kranke Art, sich zu äußern. Das Wort hat versagt, Gewalt soll nun an seine Stelle treten bzw. hat es schon getan. Da die Ermordung von Menschen keine Wirkung zeigte, hat sich der IS jetzt auf die Zerstörung von Kulturgütern der Menschheitsgeschichte verlegt. Auch das wird niemand verstehen, die Menschheit wird insgesamt nur immer ein Stück ärmer hierdurch. Die Message bleibt verborgen.

Zeichen gibt es auch in der Schrift. Bekannt ist die moderne Form: die Smileys. Da es auch welche davon gibt, die nicht lächeln, hat sich der Begriff des Emoticons entwickelt. Niedliche Kerlchen: lächelnd, lachend, indifferent und auch traurig oder weinend. Reiht man diese geschickt aneinander, entstehen unter Umständen ganze Sätze. Auch hier ist eine Sprache im Werden. Die Menschheit wird zusehends blöde?! Ich weiß es nicht! Schon die Ägypter arbeiteten mit Hieroglyphen, einer Art Bildschrift. Und wie lange hat man gebraucht, um sie zu entziffern? Erst 1822 hatte Herr Champollion es geschafft, die Hieroglyphen vollständig zu entziffern. Ganz so einfach ist das mit der Bildsprache dann doch nicht! Auch die Ägypter müssen einmal ganz einfach begonnen haben. Wie die damaligen Emoticons um 3200 v. Chr. wohl aussahen?

Sprache ist im Fluss, und wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass sich im Laufe der Zeit einiges ändern wird.

 

© Thomas Dietsch

Mobilità

Mobilità significa essere reperibile durante il viaggio. Ciò richiede la società moderna di noi. Ci vivono di comunicazione, al fine di fare affari. In cerca di clienti, abbiamo anche bisogno di comunicare. Il telefono cellulare e l´Internet sono stati inventati. Problemi di disponibilità continua e di concentrazione mediale vanno di pari passo. Cosa significa? La Generazione Y, nati dal 1977 al 1998 (Wikipedia), soffrono di mancanza di concentrazione. Non sono più efficiente perché non passano più fare il equilibrio tra concentrarsi su una cosa e di controllare i messaggi in arrivo. Sono bombardi da informazioni. La concentrazione diminuisce a favore di essere a disposizione. In realtà siamo tutti soli in questa società moderna. Gli strumenti di comunicazione offrono montagne di informazioni per distrarci da esso. Ci siamo che non possiamo essere soli. Vai a luoghi rumorosi per trovare qualcuno con cui sei in grado di trascorrere momenti di tranquillità (canzone „luoghi rumorosi“ di Jamie xx). Quello che ci manca sono rapporti interpersonali. Contatto nel senso di comunicazione non significa riempire qualcuno di informazioni, ma guardare l’avversario negli occhi, dare ascolto a qualcuno. Come è stato detto prima: „Guardate me negli occhi quando sto parlando con te!“. Saluti dal display del cellulare …

Mobilität

Mobilität heißt, auch unterwegs erreichbar zu sein. Das fordert die moderne Gesellschaft von uns. Wir leben von Kommunikation, um Geschäfte zu tätigen. Auf der Suche nach Kunden müssen wir auch kommunizieren. Das mobile Telefon und das Internet wurden erfunden. Ständige Erreichbarkeit und mediale Konzentrationsschwäche gehen Hand in Hand. Was heißt das? Die Generation Y, die zwischen 1977 und 1998 Geborenen (Wikipedia), leiden unter Konzentrationsschwäche. Sie sind nicht mehr so leistungsfähig, weil sie den Spagat zwischen sich auf eine Sache zu konzentrieren und eingehende Nachrichten zu kontrollieren nicht mehr schaffen. Zu viel Information stürmt auf sie ein. Die Konzentration nimmt ab zugunsten der Abrufbereitschaft. Eigentlich sind wir alle einsam in dieser modernen Gesellschaft. Die Kommunikationsmittel bieten Berge von Information, um uns davon abzulenken. Wir sind soweit, dass wir nicht mehr alleine sein können. Gehen zu lauten Orten, um jemanden zu finden, mit dem wir stille Momente verbringen können (Song „Loud Places“ von Jamie xx). Was uns abhandenkommt sind zwischenmenschliche Beziehungen. Kontakt im Sinne von Kommunikation heißt nicht „Zumüllen“ mit Information, sondern dem Gegenüber in die Augen zu schauen, auf ihn einzugehen. Wie hieß es früher: „Schau mich an, wenn ich mit Dir rede!“. Schöne Grüße von Handydisplay …

© Thomas Dietsch

Manches Mal hat man doch wirklich das Gefühl, nur von Idioten umgeben zu sein. Der Mensch hat sich irgendwann einmal vom Vierfüßler über gebückten Gang zum Aufrechtgehen entwickelt. „Homo erectus“ nennt sich das Resultat. Wenn man durch die Fußgängerzone geht hat man das Gefühl, dass die Entwicklung wieder rückläufig ist. In gebeugter Haltung schreitet Mann bzw. Frau voran. Grund: ein vielseitiges Gerät, landläufig „Handy“ oder modern „Smartphone“ genannt. Wir sind zu Gefangenen dieser Technik geworden. Ja, wir passen schon unseren Gang diesem Gerät an. „Degenerative Aspekte“ nennt man das, glaube ich … Das ist nicht nur äußerlich. Auch die Wahrnehmungsfähigkeit nimmt ab. So lief doch neulich ein junger Kerl, am mobilen Gerät rumwurschtelnd, kerzengerade gegen einen Laternenpfosten. „Boing!“. Wahrscheinlich eine Riesenbeule, aber – Gott sei Dank – ist dem mobilen Teil nichts passiert. So wie sich der Mensch zurückentwickelt, so gibt es auch eine Evolution bei der Computertechnik. Es wird wohl bald eine App geben: „Vorsicht Laterne! In 10, 9, 8, … Metern!“. Man lebt digital. Geil! Wenn man so nebeneinander herläuft und miteinander schreibt: „Alles gut?“ – „Jo!“ – „Machsten grad?“ – „Geh neben Dir her!“ – „Ach so! :-)“. (Anmerkung des Verfassers: den modernen Handy-Slang beherrsche ich nicht! Mann, bin ich rückständig!). Ja, ein Lob an die Flat, die Menschen sind kommunikativer geworden. Früher war das alles viel zu teuer. Und so wortkarg! Verwechsele ich etwas? Nee, oder?! Versucht man so ein Handyweiblein oder -männlein verbal zu kontaktieren, läuft das folgendermaßen ab: Erst wird die Kommunikationsaufnahme überhört. Das kann absichtlich sein oder unbeabsichtigt (vgl. oben Wahrnehmungsfähigkeit!). Manchen Exemplaren wachsen auch Kabel aus den Ohren. Die haben dann schon die nächste Evolutionsstufe erreicht. Jetzt kommt der zweite Versuch verbaler Kommunikation. Irritiertes Umschauen, letzter Sicherungsblick auf den Bildschirm, Anschauen des Gegenüber. Und dann, mit fragendem bzw. genervtem Blick entweicht dem Exemplar ein Ton: „Hä?“. Soll angeblich schon eine Szenesprache geben, keine Ahnung! Real ein Tier besitzen? Uncool, No-Go! (altdeutsch: out, Sprachgebrauch Mitte 20. Jahrhundert: hat man heute nicht mehr!) Ist nur Stress! Wenn man die animierten Viecher auf dem Bildschirm putzt oder füttert, gibt’s richtig Kohle. Selbst fürs Streicheln! Die machen dann „Miau“ oder „Wau!“. Und wenn man keinen Bock mehr hat, dann „geht man raus“. Einfach abschalten! Wozu für umme also noch einen realen Hund ausführen?! Die Technik ist dazu da, um uns zu kontrollieren. Installieren einer Taschenlampen-App, Frage: „Zugriff auf Standortermittlung zulassen?“ Das verstehe ich bis heute nicht. Wozu das denn? Nach dem Motto: „Es gibt kein Licht, nicht dunkel genug. Versuchen Sie es später noch einmal!“. Zum Schluss noch mein gestriger Alptraum: Ein Smartphone führte seinen Hund an der Leine spazieren. Nein, es war kein Hund …

© Thomas Dietsch

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Es gibt kaum etwas Authentischeres als einen Briefwechsel. Er fordert den Absender auf, auf seinen Partner einzugehen, ihm zu antworten. Geistig eine Herausforderung, die auch als ein Lernprozess betrachtet werden kann. Kein Wunder, dass die Seele vieler Literaten hier besser zum Ausdruck kommt als bei anderen Schriften. Warum? Weil sie hinterfragt werden und manchmal auch eine Kritik akzeptieren müssen. Es kommt sicherlich vor, dass sie sich outen. Müssen sie das? Nicht unbedingt, aber der Sinn einer Korrespondenz ist die Ehrlichkeit. Wer sich darauf einlässt, sollte schon offen damit umgehen. Gefühle werden wach, die sonst verborgen bleiben würden. Durch den schriftlichen Dialog erscheinen für jeden Beteiligten neue Horizonte, die sie in ihrem Schaffen zum Ausdruck kommen lassen können. Wer akzeptiert, dass das Leben synonym von Bewegung ist, sollte den Mut haben, sich in Frage zu stellen. Genau das wollen Petra M. Jansen und Pierre Mathias. Sie kommen aus verschiedenen kulturellen Kreisen, sind nicht unbedingt immer gleicher Meinung und sagen offen was sie bewegt. Das macht die Sache spannend und soll den Leser aus seiner Reserve locken. Sie werden Themen aufgreifen, die sie und auch Sie bewegen und dies ohne jegliche Tabus – also keine Schere im Kopf. Es geht alleine um die Meinungsfreiheit, die als roter Faden diesen Briefwechsel würzen soll. Wohin die Reise führt, wissen die zwei Protagonisten noch nicht und gerade das macht die Sache so spannend. Ab Februar auf dem rostra.magazin. Viel Spaß bei der Lektüre.