Lieber Pierre,
Narrenfreiheit für die Deppen – entschuldige – Jecken! Ausgelassene Stimmung, betäubte Gehirne, Jeder kann mit Jedem, der Schalk treibt den Verstand aus den Köpfen. Ja, so ist es. Wir sind Meister im Selbstbetrug und der Verdrängung, nicht nur bei diesem Thema. Wen interessiert denn da Aids oder irgendwelche Genitalpilze? Pierre, die Wucherungen sind schon so ausgeartet, da kommt es darauf doch gar nicht mehr an, oder? Während die Ukraine um vorübergehenden Waffenstillstand ringt, die Journalisten angegriffen werden, Menschen sich mit kleinen Flüchtlings-Bootchen versuchen, zu retten…wen interessiert das alles? Die schnöde Bankangestellte geht in den närrischen Tagen bestrapst auf Männerschau und steckt jedem die Zunge in den Schritt, der gebildete BILD-Leser trägt Militärklamotten, Sturmhaube und Knüppel – und sie saufen und ficken bis zum Erbrechen. Nicht mein Ding, lieber Pierre. Ich feiere nicht auf Kommando und nicht nach Datum, wenn es nichts zu feiern gibt. Hasenohren auf? Pappnase dran? Perücke und jede Menge Schminke… das alles dient zur Verwischung der realen Probleme. Alle Jahre wieder lassen sie die Sau raus und ich hoffe, dass die Karnevalsvereine nicht den Mund verschließen werden vor brisanten Themen. Ob die Satire bei den besoffenen Narren ankommt? Ich bezweifele es, lieber Pierre.
Sie sehen auch sonst nur ihr Vergnügen und schauen gerade mal knapp über den Tellerrand. Ich spreche von der Masse der abgestumpften Gesellschaft, die auch auf Facebook z.B. ihr verwahrlostes Hirn in die Welt streuen. Hauptsache, sie sehen gut aus, Hauptsache, sie können feiern, saufen, ficken, lachen… arme Welt. Mögen die Künstler, die Menschen mit Rebellionswillen und die Journalisten, die ihr Leben für die Wahrheit riskieren eine Welle in Gang setzen, dass dem schnöden Mammon da draußen die Spucke wegbleibt und ihr feierwütiges Verhalten ernsthaft Gewissensbisse auslöst, was ich aber nicht glaube. Es ist zu spät…die Manipulation und Abstumpfung hat ihre Kinder gezeugt und die vermehren sich fickend wie die Kaninchen. Helau!

 

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de

Sauver des vies humaines, tout entreprendre pour faire cesser des hostilités, tel serait le rôle de la politique et de la diplomatie. Mais ce serait ignorer les méandres de la nature humaine. Les dirigeants tous azimuts se préoccupent avant tout de ne pas perdre la face. Ne surtout pas céder ! Faire admirer au monde entier ses muscles, bomber le torse ! Tant qu’ils ne sont pas eux-mêmes sous le feu des bombes, un exercice sans conséquences vitales. Vladimir Poutine et Petro Porochenko se livrent des joutes oratoires pendant que des citoyens des deux camps y laissent leur peau. Angela Merkel et François Hollande cherchent à calmer les esprits, mais c’est un exercice périlleux car les Russes et les Ukrainiens semblent croire qu’ils pourront régler leurs différents par les armes. Et ceci malgré les conséquences au niveau international. Weiterlesen

Liebe Petra,

die Narren und die Schalke haben die Straßen im Rheinland besetzt. Im Fernsehen werden zahlreiche Sitzungen ausgestrahlt, für mich oft peinliche Einlagen einer aufgesetzten Fröhlichkeit. Das Volk soll mit Hilfe des Alkohols benebelt werden. Wenn die Scheiße am Dampfen ist, ist nicht Lachen die beste Medizin? Bei der großen Pest hat man auch Karneval gefeiert, reichlich viel gevögelt und das um die bösen Geister zu jagen. Dass sich dabei zahlreiche gesunde Leute ansteckten ist nur ein Detail der Geschichte. Wichtig war es, der Illusion nachzugehen, dass das Leben nicht so leicht zu ersticken ist. Der Alltag mit seinen schrecklichen Nachrichten soll im Rausch weg gepustet werden, scheint die Devise zu sein. Die Ängste in Schach zu halten ist letztendlich die einzige Möglichkeit, die uns verbleibt, um noch an eine Zukunft zu glauben. Wenn das wilde Treiben uns dazu verleiht einen Funken Hoffnung zu erwecken, werde ich mir eine rote Pappnase kaufen und durch die Gassen geistern auf der Suche nach knackigen Pos und Titten. Kann die große institutionelle Ausgelassenheit mir dazu verhelfen die Finsternis in ein sonniges Paradies zu verwandeln? Großes Kino, um uns zu blenden? Aber keine Angst, die düstere Wirklichkeit holt uns immer wieder ein.

Wenn ich das Geschehen beobachte, fühle ich mich immer mehr mit Humorlosigkeit konfrontiert. Zahlreiche schwarz gekleidete Gestalten, die glauben, dass das Geißeln der Gefühle, die Pforten zum Himmel öffnen kann. Eine neue Ordnung, die sich nur durch Gewalt ausdrücken soll. Eine Weltanschauung, die Gottes-Fanatiker jeder Gattung verfolgen und die uns durch den Gebrauch von Waffen erzwingen wollen – und dies um uns das Glück der Seligkeit beizubringen! Da ziehe ich einen Rosenmontag vor, weil er nicht erzwungen ist. Die Klempner der Seelen würde ich am liebsten in die Wüste schicken, die zahlreiche Pharisäer, die es „gut mit mir meinen“ sind eine Zumutung. Ich habe diese Moralapostel satt, die nur ein Ziel verfolgen, das der Macht, der Nötigung, der Fesselung! Die Religionen zeigen hier ihr wahres Gesicht. Der Beweis, dass eine Ideologie nicht tolerant sein kann, dass sie Ausgrenzungen verursacht mit allen schrecklichen Konsequenzen, die zur Hexenverbrennungen geführt haben – und das im Namen des Glaubens!

Liebe Petra, als gläubiger Mensch fällt es mir schwer diese Zeilen zu schreiben, aber ich habe mehr oder weniger das Gefühl, dass die Menschheit kläglich gescheitert ist. Wenn von Nächstenliebe die Rede ist, suche ich sie oft vergeblich. Nur in meinem unmittelbaren Lebenskreis ist sie manchmal vorhanden, aber der Funke überträgt sich nicht auf die Gesellschaft. Die Ereignisse der letzten Tage beweisen uns das.. und jetzt ab in das wilden Treiben. Alaaf!

In diesem Sinn,

Pierre

//pm

Democrazia diretta

Pegida avanza una nuova richiesta principale: la democrazia diretta! „La gente può fare di meglio!“ è il motto. Gli svizzeri la praticano direttamente in parte dal Medioevo, abbiamo una democrazia rappresentativa in Germania.
Domanda: si svolge in modo significativo diverso tra i due paesi? Il settore bancario da parte – la risposta è: No! La mania di regolamentazione, che si dice di rappresentanti, hanno anche i cittadini. 2010 la Baviera ha deliberato su una rigorosa tutela dei non fumatori con divieto di fumo nei ristoranti. Per il salario minimo e la quota riservata alle donne sondaggi hanno rilevato maggioranze enorme. Altrettanto nel 2011, riguardo al abbandono graduale dell’energia nucleare. A quanto pare la gente e il governo non pensano diversamente. O gli ultimi sono troppo populista? Chi può dire ….
In quanto ai operazioni militari il popolo non può votare. Un referendum anche non deve portare a leggi anticostituzionali.

È-t-il „quivis ex populo“ sempre a conoscenza di che cosa sta realmente votare? A volte si potrebbe dubitare. Quanto a l’euro le opinioni divergono. Certuno o certuna non sospettando niente “voti via” il suo proprio posto di lavoro e potrebbe causare una nuova crisi economica. L’introduzione dell’euro ha portato ad un incremento delle attività di esportazione per circa il 90 per cento con i posti di lavoro corrispondenti. Ma indennità di disoccupazione anche può essere pagata in marchi tedeschi. Che il tasso di inflazione dal 1991-2001 era superiore a quello dal 2002-2012 ora non è più il miglior argomento. Va bene!

Direkte Demokratie

Pegida bringt ein neues Hauptanliegen vor: die direkte Demokratie! „Das Volk kann es besser!“ lautet die Devise. Die Schweizer machen es zum Teil seit dem Mittelalter direkt, wir haben in Deutschland eine repräsentative Demokratie.

Frage: läuft es zwischen den beiden Ländern wesentlich anders ab? Das Bankenwesen einmal beiseite – die Antwort ist: Nein! Die Regulierungswut, die man den Repräsentanten nachsagt, hat der Bürger auch. 2010 stimmten die Bayern für einen strengen Nichtraucherschutz mit Rauchverbot in Gaststätten. Für den Mindestlohn und die Frauenquote ergaben sich laut Umfragen satte Mehrheiten. Genauso 2011 in puncto Atomausstieg. Offenbar denkt das Volk nicht anders als die Regierenden. Oder sind Letztere zu populistisch? Wer mag das beurteilen ….

Über militärische Einsätze darf das Volk nicht entscheiden. Eine Volksabstimmung darf auch nicht zu verfassungswidrigen Gesetzen führen.

Weiß der „quivis ex populo“ auch immer Bescheid, über was er eigentlich abstimmt? Manchmal könnte man zweifeln. Denn beim Euro gehen die Meinungen auseinander. Manch eine oder einer würde nichtsahnend den eigenen Arbeitsplatz „wegstimmen“ und vielleicht eine neue Wirtschaftskrise hervorrufen. Die Einführung des Euro führte zu einem Anstieg des Exportgeschäftes um runde 90 Prozent mit den entsprechenden Arbeitsplätzen. Aber Arbeitslosengeld lässt sich auch in Deutsche Mark ausbezahlen. Dass die Inflationsrate von 1991 bis 2001 höher war als von 2002 bis 2012 ist heutzutage nicht mehr das beste Argument. Nun denn!

© Thomas Dietsch

La jeune humanitaire américaine, Kayla Mueller, a été tuée sur le territoire du soi-disant État Islamique. Une fois de plus une innocente est la victime du fanatisme des islamistes. Un grand nombre de djihadistes européens, souvent des moins de vingt ans, sont morts « au combat ». Une jeunesse de plus en plus désorientée par les événements qui nous assaillent à toutes heures de la journée et de la nuit. Que ce soit l’Ukraine ou la montée inexorable de l’intolérance, de l’exclusion, du racisme, il y a de quoi avoir peur. Le tout provoqué par des dirigeants qui ont perdu toutes mesures. Weiterlesen

Devant les dirigeants de l’UMP réunit samedi à Paris, Nicolas Sarkozy s’est exprimé sur la politique menée par Vladimir Poutine. Ces déclarations ont été, pour le moins qu’on puisse dire, marquées pas « beaucoup de compréhension » en ce qui concerne la Crimée et l’Est de l’Ukraine. Il semble trouvé légitime que le maître du Kremlin est annexé « une terre qui depuis la nuit des temps » appartient à la Russie. C’est bien possible, mais malgré tous les arguments positifs, cet acte est illégal en ce qui concerne le droit international. On a de la peine à s’imaginer que l’Allemagne revendique à nouveau l’Alsace et la Lorraine en arguant que la population était à l’origine germanique. La guerre de 1870 a été le début des grandes catastrophes qui ont marqué l’Europe et le monde tout entier. L’ancien président devrait avoir plus de sensibilité historique. Je lui reproche de cautionner ce que je nommerais tout d’abord un rapt. Weiterlesen

Il n’y a pas de quoi pavoiser, le FN aurait presque réussit à gagner la législative partielle dans la 4ème circonscription du Doubs. Frédéric Barbier, le candidat du PS, a battu Sophie Montel avec 51, 43% des voix. J’ai poussé un ouf de soulagement, mais le malaise qui s’est instauré dans la société française ne peut pas être ignoré. Le grand perdant est Nicolas Sarkozy qui ne peut pas ignorer l’érosion de l’UMP. Les résultats démontrent qu’il n’a plus le contrôle absolu de ses troupes, que beaucoup de ses électeurs potentiels ont rejoint le FN. C’est un désastre pour la droite démocratique. La preuve que le populisme ne fait halte devant aucun parti. Weiterlesen

Islam in duty

Islamism is not only a problem of Christians, but also – perhaps first and foremost – of Islam. The Christians know the problem: They turned out to conquer the Orient. We are talking about the Crusaders! At home people were burning at the stake. The Inquisition terrorized Europe. That’s about 1,000 years ago! Now, when I am reading about the atrocities of the Islamists, it brings back memories! Some time ago the Jordanian queen made clear in a speech: it is the duty of Muslims to oppose these terrorists. Muslims and Christians must face the new realities. Consoling someone, suffering from influenza, does not mean to tell him, that one recently also suffered from influenza. In a globalized world we can no longer afford to close our eyes to fire sources, as in the days of the Inquisition in Europe. And it is necessary, to rethink and question Islam pictures from the 17th to the 19th century, such as „Caliph Stork“ or „West-Eastern Divan“. European ideas then coined the illusion of a romantic Orient. Wake up! Did these ideas really express the former local realities? And if so: In how far are these still up-to-date?

Islam in der Pflicht

Islamismus ist nicht nur ein Problem der Christen, sondern auch – vielleicht sogar vornehmlich – des Islam. Die Christen kennen das Problem: Sie zogen aus, um das Morgenland zu erobern. Die Rede ist von den Kreuzrittern! Zu Hause brannten Menschen auf Scheiterhaufen. Die Inquisition terrorisierte Europa. Das ist rund 1.000 Jahre her! Lese ich jetzt von den Gräueltaten der Islamisten, werden Erinnerungen wach! Wie die jordanische Königin vor einiger Zeit in einer Rede klarstellte: es ist die Pflicht der Moslems, sich diesen Terroristen entgegenzustellen. Muslime und Christen müssen den neuen Realitäten ins Auge sehen. Jemanden, an einer Grippe leidend, damit zu trösten, dass man neulich auch eine hatte, bringt nichts. Vor Brandherden, wie zu Zeiten der Inquisition in Europa, die Augen zu verschließen, können wir uns in einer globalisierten Welt nicht mehr leisten. Und es gilt, Islambilder aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, wie zum Beispiel „Kalif Storch“ oder „West-östlicher Diwan“ zu überdenken und zu hinterfragen. Europäische Vorstellungen prägten damals die Illusion eines romantischen Orients. Wacht auf! Trafen diese Vorstellungen wirklich die damaligen Realitäten vor Ort? Und soweit ja: inwieweit sind diese heute noch aktuell?

© Thomas Dietsch