In den östlichen Bundesländern gibt es überproportional viele Anschläge auf Flüchtlingsheime. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Anteil der entsprechenden Delikte entschieden höher als in den übrigen Bundesländern.

In keinem Bundesland ist es so schlimm wie in Sachsen. Rund fünf Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben im Freistaat. Seit Januar 2015 wurden dort knapp 18,5 Prozent aller Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Kein anderes Bundesland erreicht diese Quote.

In absoluten Zahlen liegt Sachsen auch vorn. 229 solcher Straftaten hat unter anderen Pro Asyl seit Beginn letzten Jahres erfasst. Nur in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, waren es mit 252 mehr. Allerdings liegt der Anteil von NRW an den Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte unter dem Anteil an der Gesamtbevölkerung. Nach den Vorfällen von Bautzen und Clausnitz sagte der sächsische Ministerpräsident Tillich: „Das sind keine Menschen, die so was tun. Das sind Verbrecher.“ Warum gibt es in Sachsen so viele Verbrecher?

Der frühere Bundestagspräsident Thierse erklärt den ausgeprägten Fremdenhass mit den „radikalen Umbrüchen der letzten Jahre. Wer in den vergangenen 25 Jahren so viele Veränderungen überstehen musste, ist offensichtlich weniger gefestigt in seinen demokratischen und moralischen Überzeugungen“ (Funke-Mediengruppe).

Was sind die Gründe für die Fremdenfeindlichkeit der Sachsen?

  • Die Sachsen definieren sich seit ewigen Zeiten als Gegenpol zu den „Preußen“ in Berlin. Die Folge war eine Art negatives Selbstbewusstsein, das in der DDR einen regelrechten Aufschwung erfuhr: Man ist Sachse in Abgrenzung zu anderen, nicht im Bewusstsein der eigenen Leistungen.
  • Der Rechtsstaat, an dem die Westdeutschen sich über Jahrzehnte abgearbeitet und den sie dabei mehrheitlich schätzen gelernt haben, ist für viele in Ostdeutschland bis heute ein Importprodukt. Sachsen wurde bis 2008 von Westdeutschen regiert, damit länger als jedes andere der neuen Bundesländer.
  • Schon zu DDR-Zeiten gab es Rechtsradikalismus, über den wegen des staatlich verordneten Antifaschismus genauso wenig diskutiert wurde wie über den Nationalsozialismus. Folge: Das politische Tabu, mit dem rechtsradikale Parteien in der Bundesrepublik belegt sind, ist in Ostdeutschland weniger ausgeprägt. Auch nach der Wende setzten die CDU-Ministerpräsidenten des Freistaats auf das sächsische Selbstbewusstsein. Rechtsradikale Tendenzen wurden ignoriert und wegdiskutiert. Eine Auseinandersetzung mit dem aktuellen Rassismus in Sachsen fand nicht statt, im Gegenteil: Fremdenfeindliche Tendenzen wurden nicht tabuisiert, sondern nur aufgegriffen. Der Islam gehöre nicht zu Sachsen, so Ministerpräsident Tillich in einem Interview vor einem Jahr.
  • Die Rechten kamen, Motivierte und Gebildete gingen: Wie andere ostdeutsche Bundesländer litt auch Sachsen nach der Wende unter einem Braindrain. Der Leiter der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, sagt, in den Dörfern des Freistaats herrsche zum Teil die Stimmung einer Männer-WG. Idealer Nährboden für Rassismus! Der Neid der zu kurz Gekommenen …
  • In Teilen ist der Rechtsradikalismus im Osten auch ein Westimport. NPD und DVU machten Ostdeutschland nach 1990 zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit, Rechtsintellektuelle entdeckten den Osten als Missionsgebiet, in dem die untergegangene Ideologie durch eine andere ersetzt wurde.

Wie sieht die Lösung für dieses Problem aus? Je weniger Migranten in einer Region wohnen, umso fremdenfeindlicher die Stimmung. „Kontakt verhindert Vorurteile“, lautet die Devise einer Studie der Universität Leipzig. Die Einheimischen müssen also mit Flüchtlingen umgehen. Man darf nicht übereinander, sondern muss miteinander reden.

Aufklärung und objektive Berichterstattung allein werden nicht reichen. Das Gefühl, zu den Verlierern zu gehören, haben viele Ostdeutsche nicht zu Unrecht.

Die Zivilgesellschaft in Sachsen braucht ein wirtschaftliches Fundament.

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!“ (Bertolt Brecht).

Die Menschheit verroht zusehends!

In Argentinien hat eine Gruppe Touristen ein Delphinbaby aus dem Meer geholt, um es zu streicheln und Fotos mit ihm zu machen. Als sie mit ihm fertig waren, haben sie es achtlos am Strand liegen lassen – tot!

Bei dem Baby-Tier handelte es sich um einen Fransiscana oder La-Plata-Delphin. Sie leben im Atlantik vor Südamerika und werden normalerweise 20 bis 30 Jahre alt. Sie gelten als gefährdete Art – weltweit gibt es nur noch knapp 30.000 von ihnen.

Was ist eigentlich mit unserer Gattung los? Der Mob von Touristen fischt doch tatsächlich den kleinen Delphin in Argentinien aus dem Meer, trägt ihn an den Strand, tätschelt ihn und schießt Selfies. Just for fun! Das belegen Fotos auf Facebook und auch ein Video bei Youtube, die gestern veröffentlicht wurden. Am Ende war das Tier tot – achtlos, grausam auf dem Strand zurückgelassen. Auch das zeigen Fotos. Tierschützer der Organisation Vida Silvestre sagen, man habe den Delphinwelpen umgebracht. Eine argentinische Zeitung schreibt hingegen, er sei möglicherweise schon tot gewesen, als die Leute ihn gefunden haben.

Dem widerspricht eine Zeugin. Sie schreibt auf Facebook, der Delphin habe definitiv noch gelebt. „Es war nur ein Baby, ein unglaubliches Tier, das das Pech hatte, auf das schlimmste Säugetier überhaupt zu treffen – den Menschen“, so die Augenzeugin laut Mashable, einer britisch-amerikanischen Nachrichten-Website, in ihrem Post. Sie habe versucht, die Leute zu stoppen und ihnen gesagt, der Delphin müsse zurück ins Meer gebracht werden, um nicht zu dehydrieren. Sie blieb ungehört – die Spaßorgie war dem Mob wichtiger als das Leben des Objektes, an welchem sie ihren Spaß aufhängte. Dem kleinen Kerl von Delphin, einem Lebewesen, kein Objekt – nein! – Subjekt! In der Euphorie machte sich niemand Gedanken, dass gerade ein Leben ausgelöscht wird, ein Tier elendig verendet.

Als Meeresbiologen zum Strand in Buenos Aires kamen, war der Kadaver des Baby-Delphins nicht mehr da. Auch sie sagen, die Leute hätten den Delphin im Wasser lassen und die Behörden verständigen müssen. „Die meisten Tiere, die stranden, haben irgendwelche gesundheitlichen Probleme, sie anzufassen, ist auch für die Menschen ein Risiko“. Experten hätten ihn retten oder – falls er schon tot war – zumindest herausfinden können, woran er starb. Falls der Delphin noch am Leben war, hat ihn das Herumtragen auf jeden Fall getötet, sagen die Wissenschaftler. Bei warmem Wetter an Land trocknen die Tiere schnell aus.

Damit nicht genug!

Die Medien berichteten Ende Januar von neuen Gewaltexzessen in Israel. Nach einer versuchten Messerattacke erschießt ein israelischer Sicherheitsbeamter im Westjordanland eine 13-jährige Palästinenserin.

Das Mädchen habe sich ersten Untersuchungen zufolge mit seiner Familie gestritten, bevor sie das Haus, mit einem Messer bewaffnet, verlassen habe. So eine Sprecherin der Polizei. Sie habe dann den Wachmann am Eingang zu einer Siedlung angegriffen.

Schon seit mehr als vier Monaten gibt es im Westjordanland fast tägliche Angriffe. Palästinenser haben dabei 25 Israelis und einen US-Studenten getötet. In der gleichen Zeit wurden 147 Palästinenser erschossen. 102 von ihnen waren nach israelischen Angaben Angreifer, die übrigen kamen bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten um. Die Unruhen hatten begonnen, als Gerüchte aufkamen, dass Israel den Tempelberg für Muslime schließen will.

Wir sind Getriebene, hormongesteuert, verblendet. Sklaven von Spaßorgien, die an Dämlichkeit und Grausamkeit nicht zu übertreffen sind.

Was veranlasst einen erwachsenen Mann, kampferprobt und schwer bewaffnet, ein 13-jähriges Mädchen mit einem Messer niederzuschießen?! Angst?! Oder ist es nicht blanker Hass, begründet auf religiösem Wahn, dass wir (in obigen beiden Vorfällen) jegliches Maß an Vernunft und Verhältnismäßigkeit verloren haben?!

Mensch, gehe in Dich! Denke nach und lerne vielleicht wieder ein bisschen Demut.

Vor dem Leben …

Fahnen im Wind

Deine Meinung ist keine Meinung, denn du meinst nicht, du widerholst vorgekaute Kost. Wenn´s dir gerade passt. Und wenn nicht, weht die Fahne halt mal in die andere Richtung. Scheißegal. Dir ist alles egal, solange es dein feines, kleines Leben nicht berührt. Ruhe und Gemütlichkeit und da steckt man doch gerne den Kopf in den Sand und tut so, als ob gar nichts wäre. Unter dem Dreckmäntelchen „was geht es mich an?“ stolpern wir direkt in ein Zeitalter der großen, internationalen Probleme. An jeder Ecke herrscht Terror, Krieg, Bombendrohungen, Habgier und Territorialneid. Aber es ist dir ja egal! Dir kann niemand etwas tun, aufgehoben im Schoße der unberührten Natur und weit, weit weg von den Problemen der gesamten Welt. Auf dem Pfad der Desinteressiertheit versteckst du dich hinter Lagerfeuer und gegrilltem Speck. Weltuntergangsstimmung will niemand hören. Es geht dir einfach am Arsch vorbei, lass die Leute doch reden, dir doch egal.
Gab es das nicht schon einmal vor vielen Jahren, als alle weghören wollten und angeblich von nichts wussten? Und plötzlich standen sie mittendrin im Schlamassel, der die Grenzen schloss und auf Menschen schoß. Ach was, das kommt nie wieder, was geht´s mich an? Ich bin die Fahne im Wind und bei Sturm ziehe ich einfach die Flagge ein. Scheint denn nicht die Sonne? In deinem Herzen scheint sie immer, denn du bist die Glut des Satans. Schon vergessen? Der lockt mit süßen Versprechungen und verwirrt die Geister. So ganz weit entfernt ist die Hölle nicht, du hast fast das Tor durchschritten. Mittendrin im lodernden Feuer des kämpferischen Volkes namens Mensch und was tust du? Lass dich berieseln, lass dich einfach gehen, genieße dein Leben – alles andere ist ja egal. Verdammter Heuchler! Verantwortung und Mut kleben nicht auf deiner Stirn, dir ist es ja sowas von egal. Brav streicheln wir alle diesen Köter, der die Bäume anpisst und auf die Gasse scheißt. Ach, was lieben wir unsere Hunde – vorzugsweise die, die nicht bellen können. Denn Laute geben ist unerwünscht, der artige Begleiter lässt sich schmusen und frisst, was man ihm serviert. Sollte da einer quer kommen, kriegt er einen Maulkorb verpasst oder wird eingeschläfert.
Eigenartig, du kommst mir bekannt vor. Ist das eine Einheitsrasse? Gezüchtet und fein selektiert von Vollidioten? Mag sein, dir ist es ja egal! Denn du kannst nur wedeln und die Fahnen hissen, wenn der Sturm vorbei ist. Aber sei sicher, die Winde drehen…

 
© Petra M. Jansen

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Hallo Tagebuch,

ich mache mir in letzter Zeit einige Gedanken. So zum Beispiel über Grenzen. Ja, unter anderem, oder hauptsächlich, wegen der Flüchtlingswelle. Einige sagen „Flüchtlingskrise“ … Darf man von einer „Krise“ sprechen, wenn Menschen, die in Not sind, Hilfe suchen?! Wir sind gefordert! Das ist mit Anstrengungen verbunden, es stellt eine Herausforderung dar. Es müssen unangenehme Entscheidungen getroffen werden. Aber kann ich deswegen sagen, es sei eine „Krise“? Das impliziert doch, dass mir das Ganze lästig ist. Es passt nicht in meinen alltäglichen Müßiggang. Was im Moment abläuft zeigt mir doch, wie gut es uns geht. Wenn wir meckern, dann doch auf verdammt hohem Niveau. Oder?! Es verbietet schon der Anstand, nur weil wir gefordert sind, das als „Krise“ zu bezeichnen. Wir sollten uns etwas mehr in Demut üben, dankbar sein, für die Dinge die wir haben und für das Leben, das wir führen dürfen. Die Kriegsflüchtlinge, die Bilder aus Syrien und der Terror in aller Welt zeigen uns, wie fragil unsere Oase Europa ist. Die „Krise“ ist in Syrien, bei dem dortigen Machthaber, den Kriegsparteien zu suchen, nicht in den Menschen, die – alles zurücklassend – uns um Hilfe bitten.

Viele Länder Europas haben die Grenzen schon geschlossen, „dichtgemacht“, wie oft zu lesen steht. Grenze … Komisches Wort! Grenzen trennen. Das eine vom anderen. Auch den Menschen vom Menschen. Grenzen verbinden aber auch. Sie sind an der Trennlinie zweier Staaten beispielsweise. Also ist doch eine Grenze eine Verbindungslinie zwischen zwei unterschiedlichen Staaten. Egal, ob das Hessen und Thüringen ist oder Österreich und Italien. Oft soll man doch auch über den „Tellerrand“ hinweg schauen, das heißt, sich auch einmal mit Fremdem auseinandersetzen. Das bereichert, erweitert den Horizont. Apropos Horizont: trennt der Himmel und Erde oder ist der eine Verbindungslinie zwischen beiden? Tagebuch, hilf mir doch mal! Wenn wir die Grenzen jetzt mit Mauern und Stacheldrahtzäunen schließen, mauern oder zäunen wir uns da nicht selbst ein?! Du meinst, es sei eine Frage der Sichtweise? Sehe ich auch so! Also mauern wir uns ein und schließen andere aus! Wir meinen, wir schützten unsere Freiheit. Und in Wirklichkeit nehmen wir ein großes Stück davon uns selbst und unserem Gegenüber, egal auf welcher Seite des Zaunes man steht. Wie soll man bei Zäunen und Mauern „über seine Grenzen hinausgehen“?! Sind wir denn wirklich schon an der „Grenze des Machbaren“?! Nein, Tagebuch! Das ist nicht nur Wortklauberei; ich denke, man muss das, was die letzten Wochen und Monaten vor sich geht, auch einmal in Gedanken fassen. Sich vor Augen führen! Sonst führt das doch in ein „grenzenloses Chaos“. Herrgott! Denkt denn keiner mehr darüber nach, welche „Tragödie ohne Grenzen“ wir hier fabrizieren?! Das kommt davon, wenn nur noch blind agiert wird, wenn einem die Angst antreibt.

Übrigens: hast Du neulich in dieser „hochintellektuellen“ Tageszeitung gelesen von diesem Monsterhai, der im Dezember 1942 vor Südafrika aufgetaucht sein soll?! Nein, ich lese die Zeitung nicht regelmäßig … Warum fragst Du?! Nazi-U-Boote sollen ihn entdeckt haben vor der Küste Südafrikas bei Cape Town. 64 Fuß zwischen Rücken und Schwanzflosse, das sind über 19 Meter! Insgesamt hätte das Vieh 25 – 30 Meter gehabt. Und mehrere Tonnen schwer. Das entspricht etwa der Länge der vor Ort liegenden Boote. So etwas geht über die „Grenzen des Vorstellbaren“ hinaus! Einerseits lehrt uns das, dass wir nicht über alles Bescheid wissen, was sich auf dieser Erde bewegt. Andererseits ist es sehr fraglich, ob es sich bei dem Foto nicht um eine Fälschung handelt. Forscher sagen nämlich, dass der behauptete Flossenabstand bedeutet, das Tier sei doppelt so groß gewesen wie zu prähistorischen Zeiten. Es gibt noch mehr Einwände … Also doch eine Fälschung?! Entschuldige: ein „Fake“, muss man ja heute sagen! Du bist der Meinung, ich hätte eine Grenze überschritten? Wie kommst Du denn darauf? Man muss offen sein, für die Dinge um einen herum! Aber alles in allem: Du siehst, wenn man sich einige Gedanken macht, ist manches nicht mehr so selbstverständlich, wie es scheint. Eine Krise ist keine Krise, ein Megalodon ist im Jahr 1942 doch keines. Was das auf dem Bild auch immer darstellt. Mancher Zeitgenosse neigt dann doch dazu, „über die Grenzen hinaus“ zu übertreiben. So, jetzt ziehe ich einen Schlussstrich!

Die Queen hat Stress! In ihrem Kopfschmuck befindet sich angeblich ein gestohlener Edelstein. Die Rückgabe soll aber bis zum Tod von Elisabeth II. warten.

Er ist einer der berühmtesten Edelsteine der Welt und unschätzbar wertvoll: der „Koh-i-noor“, ein 109 Karat großer Diamant. Seit 1937 sitzt er als zentrales Stück in der Krone der verstorbenen englischen Königin Elisabeth – Queen Mum – und wird als Teil ihrer Kronjuwelen im Tower in London ausgestellt.

Jetzt fordert ein Mann aus Pakistan den Stein zurück: Javed Iqbal Jaffry, Anwalt und Künstler, hat dazu beim Höchsten Gericht der im Osten des Landes gelegenen Provinz Punjab eine Petition eingereicht. Seine Begründung: Die Briten hätten den Diamant seinerzeit gestohlen.

Entgegen mancher Erwartungen ließ das Gericht bereits eine Anhörung zu. Der Titel: „Sayyed Mohammad Jawaid Iqbal Jafree gegen ihre Majestät Königin Elisabeth“. Im bevorstehenden Termin sollen dann der pakistanische Generalstaatsanwalt und der Generalanwalt der Provinz sagen, ob ein offizielles Verfahren gegen die britische Königin Elisabeth eröffnet werden kann.

Der 77-jährige Javed Iqbal Jaffry, der zusätzlich unentgeltlich als Anwalt arbeitet, kämpft bereits seit Jahrzehnten für die Rückgabe des Diamanten. Er liebe England, aber die Rückgabe gestohlener Kunst und Kulturgegenstände sei eine moralische Pflicht, erzählte er der Deutschen Presse-Agentur.

Der Stein sei dem 14-jährigen Maharadscha Daleep Singh in Lahore (Ostindien, heute Pakistan) um 1849 von Mitgliedern der britischen Ost-Indischen Handelsgesellschaft seinerzeit weggenommen worden. Eine Konzession will er den Briten jedoch gewähren: Der Diamant soll erst nach dem Tod von Königin Elisabeth II. aus der Krone ihrer Mutter entfernt werden. Denn die aktuelle Queen habe auf jeden seiner Briefe zum „Koh-i-Noor“ geantwortet. „Eine höchst würdevolle und schöne Dame“, nennt er sie.

Aber nicht nur aus Pakistan werden Ansprüche auf den Diamanten angemeldet: Auch eine Gruppe Inder reklamiert, der „Koh-i-noor“ sei vor vielen Jahrhunderten auf heutigem indischen Boden gefunden worden. Wo genau, das weiß niemand so recht. Er ist durch viele Hände gegangen, bis er beim Maharadscha von Punjab landete. Vielleicht besaßen ihn die Herrscher von Malwa über Generationen, ehe Sultan Ala ud-Din Khalji ihn 1304 wegnahm. Möglicherweise ging er 1526 an Babur, den Gründer der Mogul-Herrschaft. Auf jeden Fall ging der Stein dann in Delhi durch zahlreiche Hände, ehe er beim Maharadscha von Punjab landete. Auch die Inder wollen ihre Besitzansprüche jedenfalls in einem Gerichtsverfahren in London einklagen.

Die britische Regierung erklärte, der Diamant sei Teil der Kronjuwelen, man könne über dessen Zukunft nicht entscheiden. In Pakistan und Indien wird die Kolonialherrschaft der Briten als eine Zeit der Unterdrückung und Ausbeutung wahrgenommen. Großbritannien habe Indiens Reichtum abgesaugt, um die industrielle Revolution Europas anzutreiben. Deswegen müsse es endlich Reparationszahlungen tätigen. Vielleicht auch verbunden mit einer Entschuldigung.

Die Geister des Kolonialismus kehren zurück!

Dada wird hundert! Der Mensch ist ausschließlich auf positive Dinge fixiert. Warum nicht auch einmal vom Negativen ausgehen?! Sind wir ehrlich: 1916, was gab es da Positives? So gut wie nichts! Die Zeit des Ersten Weltkriegs. Vom 21. Februar bis 18. Dezember 1916 tobt die Schlacht um Verdun. 700.000 deutsche und französische Soldaten werden getötet oder verwundet. Am Ende der Schlacht stellt sich der Frontverlauf an der Westfront nahezu unverändert dar, im Reich beginnt der Steckrübenwinter. Mit vor dem Hintergrund der Sinnlosigkeit des maschinellen Abschlachtens entsteht Dada.

Dadaismus verweist auf eine kulturkritische Kunstrichtung, die 1916 im Züricher Cabaret Voltaire begann. Der Name „Dada“ leitet sich aus der französischen Kindersprache für „Steckenpferd“ ab; angeblich ist Hugo Ball beim zufälligen Blättern in einem Wörterbuch darauf gestoßen. Diese zwei Merkmale, Unsinn und Zufall, stellen bereits die wichtigsten Kennzeichen des Dadaismus dar. Künstler des Dadaismus sind: Hans Arp, Johannes Baader, Hugo Ball, Marcel Duchamp, Max Ernst, Hans Höch, Raoul Hausmann, Francis Picabia, Kurt Schwitters, Tristan Tzara.

Sehr bald nach dem Ersten Weltkrieg und unter dessen Einfluss auf die Künstler wurde die damals herrschende Stilrichtung des Expressionismus von neuen Richtungen teils überlagert, teils abgelöst, insbesondere durch den Dadaismus in Frage gestellt.

Die Dadaisten richten sich gegen die in ihren Augen veralteten gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen, vor allem aber protestieren sie gegen den Krieg, dessen Sinnlosigkeit sie manifestieren wollen. Expressionisten sind spießig, wird man zu spießig als Expressionist, werde man Dadaist, sagte man dazumal. Der Expressionist ist gefangen in gesellschaftlichen und künstlerischen Normen, die Kunst der Dadaisten hingegen ist eine Kunst des Nonsens, sozusagen eine Antikunst, deren Inhalte im Manifest von Tristan Tzara festgehalten werden: Es wird mit dem Kunstbegriff experimentiert und Alltagsgegenstände werden zu Kunstobjekten erklärt, zudem werden die Grenzen zwischen den Kunstgattungen fließend.

Bei den Bühnenauftritten werden bruitistische (von frz. bruit = Lärm) Konzerte, groteske Tänze und Gedichte aus inkohärent zusammengefügten und sinnlosen Wortfetzen, insgesamt von absurd kostümierten Menschen dargeboten. All diese Begebenheiten sollen den Zuschauer provozieren und diesem einen Spiegel vorhalten. Die Maschine ist ein Leitmotiv des Dada, allerdings wird diese – anders als bei den Futuristen – nicht verherrlicht, sondern als Symbol für die missratene gesellschaftliche Situation hinzugezogen.
Der Kern der Strömung strahlt von Zürich bald nach ganz Europa und sogar in die Vereinigten Staaten aus, unterscheidet sich aber in den jeweiligen Schwerpunkten: Während man sich in New York beispielsweise für die Stellung der modernen Kunst interessiert, geht es den deutschen Dadaisten eher um die gesellschaftliche Krise im Nachkriegsdeutschland. In Frankreich ist durch die Mechanisierung unterbewusster Vorgänge eine Affinität des späteren Surrealismus für die Dada-Kunst erklärbar.

Man kann streiten, ob ein „Konzert des Schweigens“, ein „Ausstellung von Nichts“ oder ein „Buchstabengedicht“ Kunst oder Kitsch bzw. Schwachsinn ist; eines ist dem Dadaismus gelungen: Er hat uns den Spiegel vorgehalten, man denkt über die dargestellten Dinge nach. Es ist nicht die schöne Statue, die der Maler auf Leinwand bannt. Nein! Es ist der schmutzige Putzlappen oder die achtlos weggeworfene Kinderpuppe. Aus menschlichen Gesichtern wachsen Maschinenteile. All das muss uns doch zu der Frage leiten: Warum? „Delectare et prodesse“ (Horaz – Ars Poetica), Kunst soll „erfreuen und nützen“. Ob Dada erfreut, liegt im Auge des Betrachters. Genützt hat die Stilrichtung. Es haben sich viele Zeitgenossen Gedanken über die Darstellungen der Künstler gemacht und – nach hundert Jahren – auch der Verfasser.

Der Dadaismus war in vielerlei Hinsicht ein sehr großer und radikaler Schritt in der Kunstgeschichte. Er brachte viele Neuerungen in der Technik der bildenden Kunst hervor, hatte dafür gesorgt, dass zahlreiche Tabus in der Kunstszene gebrochen wurden und die Kunst nicht mehr nur Abbild der Wirklichkeit ist, sondern mehr. Dada hat den Weg für den Surrealismus bereitet. Einige Dadaisten wurden Surrealisten, die sich weniger auf das „Anti“ konzentrierten, sondern sich eher mit der sinnlich wahrgenommenen Welt befassten und damit, wie man sie am besten verwirren konnte. Man ließ die reale Welt mit der des Traumes verschmelzen und begann den Betrachter vor schier unlösbare Rätsel zu stellen.

Der Dadaismus starb in den 1920er Jahren eines natürlichen Todes durch Desinteresse; oder schlichtweg, weil er, der gegen Normen aufbegehrte, eben solche gebildet hatte.

 

Lieber Pierre,
fatale Entwicklung, die ich nicht schön reden will, die aber dennoch jede Menge Widersacher hat – auch im Netz. Es gibt viele positive Aktionen, wie z.B. das Sperren von Kommentarfunktionen oder gar der Nutzer, wenn rechtsradikale Parolen verbreitet werden. Leider nicht überall, wie ich erfahren durfte, was für mich jedoch mehr Unprofessionalität zeigt als klare Strategien der Medien-Portale. Nun, ein Donald bleibt für mich ein Donald und der war eigentlich schon immer eine Lachnummer! Sollten die Amerikaner solch einen innerlich maroden Typ mit überspitztem Selbstbewusstsein an die Spitze ihres Landes hieven, dann fällt mir dazu nichts mehr ein. Auch eine Frau Petry ist für mich jenseits des guten Geschmacks und jenseits der ernstzunehmenden Liga. Wer will denn so eine geistlose, radikale Furie sehen? Das sind lediglich die ebenfalls Geistlosen oder hasserfüllten Hirne, die wir als Neonazis oder braune Gewalt kennen. Auch im Netz verstecken sich hinter Schlips und Kragen und einem „anständigen Profil“ absolut kranke Rassisten, die nichts ungenutzt lassen, um ihren Hass zu verbreiten.
Lieber Pierre, es zeigten sich keinerlei Straftaten durch Flüchtlinge, die neu in unser Land gekommen sind, aber leider erhebliche Übergriffe von bereits langjährig Ansässigen, wie wir alle wissen. Hier hat die Eingliederung in unsere Gesellschaft fehlgeschlagen und in diesem Fall bin ich durchaus für eine eindeutige Verurteilung und Abschiebung, zumal es sich oft um sichere Herkunftsländer handelt.
Dennoch gibt es ein großes Mitgefühl an der gegenwärtigen Situation und gerade im Bereich der Schriftstellerei und der Künstler, wird der Ruf nach Freiheit, Gerechtigkeit und Unterstützung für fremde Kulturen und Menschen immer lauter. Das muss auch so sein, es ist unsere Aufgabe. Es ist Arbeit dieser Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, dem rechtsradikalen Gedankengut einen Riegel vorzuschieben und immer, immer wieder für Toleranz und Akzeptanz zu kämpfen. Jeder Mensch hat das Recht auf ein unversehrtes und freies Leben und wir -als demokratisches Land, dem es übrigens sehr gut geht – dürfen das nie vergessen und müssen es in dem Rahmen gewähren, der uns möglich ist. Inwiefern Europa nun bereit ist, ebenso aktiv zu sein, wird sich zeigen und ich schaue gespannt, in welches Land ich zukünftig weiterhin guten Gewissens reisen werde oder eben nicht!
Lieber Pierre, Angstmacherei ist immer der falsche Ansatzpunkt und ich möchte dagegen steuern. Angst hat noch nie jemanden positiv weitergebracht und auch in dem Fall der Negativität ist es der falsche Begleiter. Schauen wir multikulturell in die Zukunft und heißen wir die fremden Kulturen willkommen, die uns Eindrücke und Gewinne bringen werden, vorausgesetzt, die Integration wird gelingen. Deutschland wird das verkraften können und auch benötigen, denn wir alleine sind nichts in einer internationalen Welt. Den Deppen, die das nicht sehen wollen kann ich nur immer wieder sagen….ihr Idioten, was wäre denn Deutschland, wenn wir nun Deutsch blieben und alle Grenzen dicht machen? Ein Haufen Schrott, der weder Inspiration noch Import/ Export und oder Vielfalt in sehr vielen Bereichen kennt. Der Osten hat ein großes Problem, das sagte ich schon mehrfach. Es liegt an der Perspektivenlosigkeit, der Arbeitslosigkeit und dem leider immer noch tristen Dasein mancher Regionen. Ist das ein Ergebnis von Inzucht, bei der sich schräges, verwerfliches Gedankengut weitervererbt hat? Upps… anders kann ich mir diese braune Scheiße nicht erklären. Trotzdem sollten wir auch in diesem Fall nicht alle über einen Kamm scheren, denn es gibt auch dort jede Menge Menschen, die nicht ausländerfeindlich gesonnen sind. An denen halten wir uns fest und ich wünsche mir, dass man die maroden Hirne von Frau Petry & Co. umgehend mal nach Syrien verfrachtet. Dort könnten sie sicher gute Arbeit machen und gleich mal alles abknallen, was ihnen nicht passt oder im Idealfall selbst Opfer werden.

 

In diesem Sinne, auf eine internationale Welt,
liebe Grüße, Petra

 

© Petra M. Jansen

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Liebe Petra,

sollte ich die Ehre haben, einen Vortrag über Ethik zu halten, würde ich mich so ausdrücken: Liebe Damen und Herren (ich gehe davon aus, dass die ganze Menschheit gut ist, denn es wäre doch merkwürdig, mein Publikum mit: „Böse Damen und Herren“ anzusprechen, oder?).
„Sehen sie nicht, dass man dabei ist, unsere christlichen Werte zu zerstören? Insofern gebe ich Frau Petry Recht – nur mit der Knarre können wir unsere moralischen Ideale verteidigen. Sich gegen die barbarische Eindringlinge zu schützen, um unsere ethnische Ethik hochleben zu lassen, ist ein natürlicher Reflex. Aus paritätischen Gründen, darf niemand ausgelassen werden. Frauen und Kinder sollen selbstverständlich abgeknallt werden, wenn Gefahr besteht. Eine stinknormale Sache, nicht wahr? Apropos Kinder, kann ich ihnen klar machen, was ich unter Werten verstehe? Wenn die Regensburger-Dompatzen vernascht wurden, geschah das aus Nächstenliebe, das steht doch schwarz auf weiß im Evangelium. „Liebe den Nächsten, wie dich selbst“. Wenn Patrioten Asylantenheime in Brand setzen, geschieht es aus Leidenschaft zur Heimat. Helden, die sich für uns alle aufopfern. Ausländer zu beschimpfen, gehört auch zu den legitimen Waffen um uns zu schützen und wenn gemogelt wird, wie bei VW, ist es halt ein Kavalier-Delikt, das nur eine Bagatelle ist. Der Deutsche ist ehrlich, das wissen alle und nie könnte er etwas Schlechtes anstellen, wie es die Feinde unserer inneren Ordnung behaupten. Wir, die Sauberen, wissen was gut oder schlecht ist. Was die Luft angeht, ist sie von Garmisch bis nach Flensburg rein, es sei denn, es werden zu viele Kebabs geröstet und wenn noch Knoblauch im Spiel ist, hat es ein Hauch von Dekadenz, die halt nur von außen kommen kann. Stoppt die Zehen, bevor wir in einem widerlichen Gestank ersticken!

Was gilt es zu verteidigen? Vor allem die Banken, wie die Deutschen, die nach einer Diffamierungskampagne heute die Zeche bezahlen müssen. Lauter anständige Krawattenträger werden mit Mist beworfen. Leute, die es mit uns allen so gut meinen. Anständige Bürger sind nie korrupt, das ist hier ein Fremdwort. Das behaupte ich laut und stark, denn korrupt sind nur die Bananenfresser, basta. Und wenn wir den Staat bescheißen, tun wir es aus Nachsicht. Wie sollten wir Solidarität üben, wenn die Kohle fehlt? Hat eine brüderliche Gemeinschaft es nicht verdient, respektiert zu werden? Und wenn es den Armen nicht gefällt, sollen sie gefälligst zurück in die DDR wandern. Kommunisten, die sich erlauben, ihre Klappe zu öffnen und dabei Almosen erhalten, das ist skandalös. Pardon, was habe ich gesagt? Die DDR gibt es doch nicht mehr, aber dafür einen sehr lieben und smarten Genossen in Nord-Korea und wenn sie weiter renitent sind, schicken wir sie zu Onkel Trump sobald er Präsident ist. Unser großer Bruder, unser geistiger Mentor, den wir zu schätzen wissen. Hat er nicht gesagt: raus mit den Muslimen? Da bräuchte man keine Moscheen mehr. Und die Juden? Natürlich sind sie an allem schuld.

Liebe Petra, ich könnte es so fortführen, aber mache es nicht. Was ich da schreibe ist von den Stammtischen entnommen und wenn es so weiter geht, werden wir bald wieder Bücherverbrennungen erleben, KZ errichten und Zyklon B anwenden. Leute wie Frau Petry wecken böse Geister auf und werden dafür beklatscht. Mit dem guten Adolf, wird noch gespart, aber auch dieses Gespenst wird wieder auftauchen. Eines kann ich nur feststellen, unsere Werte sind in den Keller gerutscht. Es geht nur um die Kohle, um das Mobben, um das Morden. Sind das die Werte, die wir unbedingt verteidigen müssen? Was haben wir heute noch zu bieten? Ich höre auf, das ist zum Kotzen.

In diesem Sinne
Umarmungen,
Pierre
//pm