Digital Natives

Der von dem amerikanischen E-Learning Experten Professor Marc Prensky bereits um 2001 geprägte Begriff „Digital Natives“ bezeichnet eine Generation, die mit den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten des World Wide Web groß geworden ist. Quasi als zweite Muttersprache erlernten sie die Semantik der Browsereingaben, das Verwalten und den Umgang mit zahlreichen Daten und Formaten sowie das Recherchieren im größten Informationspool aller Zeiten.

Ihnen gegenüber stehen die Jahrgänge, die vor dem Siegeszug des Computers geboren sind: die Digital Immigrants. Aufgefallen war die Kluft zwischen digitalen Ureinwohnern und digitalen Immigranten an Universitäten und Schulen: Wo es um Internet- und Computernutzung ging, kam es zu einer Umkehr des Wissenstransfers. Die Lernenden erklärten den Lehrenden die Möglichkeiten der digitalen Werkzeuge.

Allerdings meldete sich der Urheber des Begriffspaares Natives und Immigrants 2009 zurück und äußerte Zweifel am eigenen Konzept: Angesichts der digitalen Durchdringung des Alltags verliere die Unterscheidung langsam an Wert. Dem kann man gleichzeitig zustimmen und widersprechen: Die Grenzlinie zwischen den vor und nach 1980 Geborenen sei problematisch und verschwimme, da auch Merkel und Obama die digitalen Kommunikationskanäle für sich entdeckt haben.

Dennoch vollzieht sich rund drei Dekaden eine globale Revolution – auf der einen Seite eine technische, auf der anderen eine gesellschaftliche: Menschen, die mit den digitalen Möglichkeiten aufgewachsen sind, lernen, arbeiten, schreiben und interagieren anders als noch die Generationen zuvor. Sie treffen und verlieben sich sogar online – im Netz kommunizieren sie mit Menschen, denen sie real vielleicht nie begegnet wären. Gegenüber den Generationen vor ihnen unterscheiden sich die digitalen Revolutionäre durch folgende Eigenschaften:

1. Digital Natives sind Freigeister

Interaktion ist ein geteiltes und geschätztes Gut der Netzgeneration: Die digitale Welt ist eine Mitmachkultur. Durch zahlreiche Creative tools kreieren sie Angebote und Kooperationsmöglichkeiten. Gratis verfügbare Blogs, Tauschbörsen für Fotos, Grafiken und Musik bereiten den herkömmlichen Dienstleistern Konkurrenz. Oft steht dabei gar nicht der Profit, sondern die Bereicherung des digitalen Gemeinwesens im Vordergrund. Das Web lässt die Digital Natives zu digitalen Produzenten werden, deren selbst generierte Inhalte und Open-Source-Mentalität zunehmend die kostenpflichtigen Angebote ersetzt.

2. Digital Natives leben gleichzeitig

Für digitale Immigranten sieht das Arbeitsverhalten der Eingeborenen unkonzentriert aus. Dagegen ist die geteilte Aufmerksamkeit aus deren Sicht eine Art, die Dinge effizienter abzuarbeiten. Nicht zuletzt die frühe Beschäftigung mit Videospielen scheint eine andere Erwartungshaltung an Medien mit sich zu bringen – das Sich-Einlassen auf langatmige Geschichten, sei es im Film oder im Roman, erscheint vielen der Digital Natives anstrengend. Die zunehmende Multitasking-Fähigkeit der Digital Natives hat Einfluss auf das Nutzerverhalten – und das wiederum wirkt sich radikal auf die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen aus. „Die Rolle und Funktionen der Marktteilnehmer ändern sich in der Netz-Economy dramatisch“, äußerte einmal der Internetguru Ossi Urchs.

3. Digital Natives sind Netzbewohner

Marc Prensky betont die kulturelle Perspektive: Während die Immigranten zwischen virtuell und real deutlich unterscheiden, trennen die Digital Natives off- und online nicht voneinander. Was andere als virtuell bezeichnen, ist für sie gelebte Realität. Sie verstehen das digitale Reich nicht nur als neues Kommunikationsmittel, sondern als sozialen Kulturraum, den sie durch Inhalte, soziale Netze und stetige Partizipation aufbauen, erobern und erhalten. Das Internet ist für sie das Leitmedium eines offenen Kulturwandels, der eigene Definitionen von Identität, Freundschaft und Privatheit entwickelt. So fühlen sich viele Digital Natives durch ihre Avatars in z.B. Second Life zutreffender repräsentiert als durch ihre reale Person.

 

4. Digital Natives sind medial

Vor dem Siegeszug des Web 2.0 verließ die eigene Meinung selten den Tresen der Kneipen. Heute ist es ein Leichtes, eigene Thesen in einem Blog zur Verfügung zu stellen. Die private Meinung wird öffentlich. Daraus ergibt sich ein deutlicher Unterschied in der Kommunikationskompetenz der Netzgeneration. Die creative tools des Netzes geben den Nutzern Mittel an die Hand, aktiv am Weltgeschehen zu partizipieren und Einfluss zu nehmen. So sind die Digital Natives durchaus bereit, für ihre Rechte und Werte einzustehen, Politik zu machen.

Der Konflikt besteht also nicht zwischen den Generationen, sondern zwischen einem konservativen und einem progressiven Gesellschaftsbild. Genau betrachtet ist das Phänomen der Digital Natives keine Revolution, die alles Bestehende hinwegfegen wird. Vielmehr sollte man es als Kulturevolution verstehen: Die Generation der Digital Natives wird die Industrie, die Weltmärkte, das Bildungssystem sowie die Politik verändern, aber das hat auch schon die Nachkriegsgeneration geschafft – ohne Chats und Emails. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der die Digital Natives die Gesellschaft transformieren. Ein Tempo, mit dem Unternehmen Schritt halten müssen, wenn sie in der Netzgesellschaft fortbestehen wollen.

Digital Natives

Der von dem amerikanischen E-Learning Experten Professor Marc Prensky bereits um 2001 geprägte Begriff „Digital Natives“ bezeichnet eine Generation, die mit den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten des World Wide Web groß geworden ist. Quasi als zweite Muttersprache erlernten sie die Semantik der Browsereingaben, das Verwalten und den Umgang mit zahlreichen Daten und Formaten sowie das Recherchieren im größten Informationspool aller Zeiten.

Ihnen gegenüber stehen die Jahrgänge, die vor dem Siegeszug des Computers geboren sind: die Digital Immigrants. Aufgefallen war die Kluft zwischen digitalen Ureinwohnern und digitalen Immigranten an Universitäten und Schulen: Wo es um Internet- und Computernutzung ging, kam es zu einer Umkehr des Wissenstransfers. Die Lernenden erklärten den Lehrenden die Möglichkeiten der digitalen Werkzeuge.

Allerdings meldete sich der Urheber des Begriffspaares Natives und Immigrants 2009 zurück und äußerte Zweifel am eigenen Konzept: Angesichts der digitalen Durchdringung des Alltags verliere die Unterscheidung langsam an Wert. Dem kann man gleichzeitig zustimmen und widersprechen: Die Grenzlinie zwischen den vor und nach 1980 Geborenen sei problematisch und verschwimme, da auch Merkel und Obama die digitalen Kommunikationskanäle für sich entdeckt haben.

Dennoch vollzieht sich rund drei Dekaden eine globale Revolution – auf der einen Seite eine technische, auf der anderen eine gesellschaftliche: Menschen, die mit den digitalen Möglichkeiten aufgewachsen sind, lernen, arbeiten, schreiben und interagieren anders als noch die Generationen zuvor. Sie treffen und verlieben sich sogar online – im Netz kommunizieren sie mit Menschen, denen sie real vielleicht nie begegnet wären. Gegenüber den Generationen vor ihnen unterscheiden sich die digitalen Revolutionäre durch folgende Eigenschaften:

1. Digital Natives sind Freigeister

Interaktion ist ein geteiltes und geschätztes Gut der Netzgeneration: Die digitale Welt ist eine Mitmachkultur. Durch zahlreiche Creative tools kreieren sie Angebote und Kooperationsmöglichkeiten. Gratis verfügbare Blogs, Tauschbörsen für Fotos, Grafiken und Musik bereiten den herkömmlichen Dienstleistern Konkurrenz. Oft steht dabei gar nicht der Profit, sondern die Bereicherung des digitalen Gemeinwesens im Vordergrund. Das Web lässt die Digital Natives zu digitalen Produzenten werden, deren selbst generierte Inhalte und Open-Source-Mentalität zunehmend die kostenpflichtigen Angebote ersetzt.

2. Digital Natives leben gleichzeitig

Für digitale Immigranten sieht das Arbeitsverhalten der Eingeborenen unkonzentriert aus. Dagegen ist die geteilte Aufmerksamkeit aus deren Sicht eine Art, die Dinge effizienter abzuarbeiten. Nicht zuletzt die frühe Beschäftigung mit Videospielen scheint eine andere Erwartungshaltung an Medien mit sich zu bringen – das Sich-Einlassen auf langatmige Geschichten, sei es im Film oder im Roman, erscheint vielen der Digital Natives anstrengend. Die zunehmende Multitasking-Fähigkeit der Digital Natives hat Einfluss auf das Nutzerverhalten – und das wiederum wirkt sich radikal auf die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen aus. „Die Rolle und Funktionen der Marktteilnehmer ändern sich in der Netz-Economy dramatisch“, äußerte einmal der Internetguru Ossi Urchs.

3. Digital Natives sind Netzbewohner

Marc Prensky betont die kulturelle Perspektive: Während die Immigranten zwischen virtuell und real deutlich unterscheiden, trennen die Digital Natives off- und online nicht voneinander. Was andere als virtuell bezeichnen, ist für sie gelebte Realität. Sie verstehen das digitale Reich nicht nur als neues Kommunikationsmittel, sondern als sozialen Kulturraum, den sie durch Inhalte, soziale Netze und stetige Partizipation aufbauen, erobern und erhalten. Das Internet ist für sie das Leitmedium eines offenen Kulturwandels, der eigene Definitionen von Identität, Freundschaft und Privatheit entwickelt. So fühlen sich viele Digital Natives durch ihre Avatars in z.B. Second Life zutreffender repräsentiert als durch ihre reale Person.

 

4. Digital Natives sind medial

Vor dem Siegeszug des Web 2.0 verließ die eigene Meinung selten den Tresen der Kneipen. Heute ist es ein Leichtes, eigene Thesen in einem Blog zur Verfügung zu stellen. Die private Meinung wird öffentlich. Daraus ergibt sich ein deutlicher Unterschied in der Kommunikationskompetenz der Netzgeneration. Die creative tools des Netzes geben den Nutzern Mittel an die Hand, aktiv am Weltgeschehen zu partizipieren und Einfluss zu nehmen. So sind die Digital Natives durchaus bereit, für ihre Rechte und Werte einzustehen, Politik zu machen.

Der Konflikt besteht also nicht zwischen den Generationen, sondern zwischen einem konservativen und einem progressiven Gesellschaftsbild. Genau betrachtet ist das Phänomen der Digital Natives keine Revolution, die alles Bestehende hinwegfegen wird. Vielmehr sollte man es als Kulturevolution verstehen: Die Generation der Digital Natives wird die Industrie, die Weltmärkte, das Bildungssystem sowie die Politik verändern, aber das hat auch schon die Nachkriegsgeneration geschafft – ohne Chats und Emails. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der die Digital Natives die Gesellschaft transformieren. Ein Tempo, mit dem Unternehmen Schritt halten müssen, wenn sie in der Netzgesellschaft fortbestehen wollen.

Der 20. Juni 2016, der diesjährige Weltflüchtlingstag, kam mit einem neuen Rekord: Ende 2015 waren 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht – so viele wie noch nie!

Aber auch trotz stark gestiegener Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa bleibt die so genannte globale Flüchtlingskrise vor allem eine Krise der armen Länder dieser Welt. Die allermeisten der weltweit Fliehenden kommen nicht nur aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Ein Großteil von ihnen verlässt auch das eigene Herkunftsland oder die Herkunftsregion nicht. Von Pakistan und dem Iran über Jordanien, den Libanon und Äthiopien bis Nigeria oder Kolumbien – die Liste der Länder, die die meisten Flüchtlinge und Binnenvertriebenen beherbergen, liest sich wie ein Querschnitt durch den globalen Süden.

Welches sind die Ursachen – und was kann Entwicklungspolitik zu ihrer Bekämpfung tun?

Der Hauptgrund für Flucht und Vertreibung sind bewaffnete Konflikte. Daneben sind Terror, Repression, Hunger oder Naturkatastrophen weitere Ursachen. Größere Fluchtbewegungen entstehen zumeist erst durch gleichzeitige das Auftreten mehrerer dieser Faktoren.

Die Anzahl der Menschen, die pro Jahr in kriegerischen Auseinandersetzungen rund um den Globus getötet werden, hat sich seit 2010 auf etwa 200.000 Tote vervierfacht. Die Flüchtlingskrise ist daher in erster Linie eine Krise der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik. Zwei Ursachenbündel kommen zusammen: innergesellschaftliche Auseinandersetzungen um Macht, Anerkennung und Chancen einerseits; und eine Außenwelt, die teils aus Desinteresse, teils aus Eigennutz nicht alles unternimmt, um Aggressoren den Zugang zu Waffen und Finanzen zu verwehren, sondern oft das Gegenteil bewirkt. Konflikte und Kriege wie in Syrien, Afghanistan oder im Sudan allein mit dem westlichen Lebensstil und seinen Auswirkungen auf Entwicklungsländer, der Nahostpolitik der USA oder internationalen Waffenexporten erklären zu wollen, griffe zu kurz. Dennoch kann Entwicklungspolitik eine wichtige Rolle als Stimme im Interesse der betroffenen Zivilbevölkerungen spielen und – im Sinne eines aufgeklärten Eigeninteresses – dafür werben, die Vermeidung von gewaltsamen Konflikten zur Richtschnur allen politischen Handelns zu machen.

Darüber hinaus zielt Entwicklungspolitik meist direkt auf die Verminderung innergesellschaftlicher Konflikte ab. Kriege und Bürgerkriege resultieren oftmals aus einer Verzahnung unterschiedlichster Faktoren, die ökonomischer, sozialer, historischer, ethnischer oder weiterer Natur sein können. Entwicklungspolitik hat zum Ziel, zur Transformation solcher strukturellen Konfliktlagen beizutragen.

Es wäre falsch, davon auszugehen, dass Entwicklungspolitik schnell und einfach etwas gegen die Ursachen von Flucht und Vertreibung bewirken kann. Entwicklungspolitik wirkt erst langfristig. Kurzfristig geht es erst einmal um Schadensbegrenzung und Stabilisierung der Lage. Es muss gewährleistet werden, Flüchtlingen in den Hauptaufnahmeländern eine bessere Zukunftsperspektive zu geben. Dabei gilt es, Verwaltungen vor Ort einzubinden, aufnehmende Kommunen und Länder zu unterstützen – nicht zuletzt auch um Konflikte zwischen Flüchtlingen und Alteingesessenen zu verhindern – und Menschen in Lagern nicht nur zu „verwalten“, sondern sie aktiv zu integrieren. Dabei steht nicht der Gedanke im Vordergrund, dass Menschen ohne Aussicht auf ein festes Gehalt, bessere medizinische Versorgung oder eine bessere schulische Bildung für ihre Kinder nach Europa weiterfliehen. Die meisten Flüchtlinge verfügen dafür nicht über die notwendigen finanziellen Mittel.

Langfristig muss die internationale Entwicklungszusammenarbeit vor allem zukünftigen Konflikt- bzw. Fluchtursachen entgegenwirken. Krisenprävention und Friedensförderung müssen als entwicklungspolitische Schwerpunktthemen gestärkt werden. Auch die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit muss eine größere Rolle spielen.

Im weltweiten Maßstab scheint die Demokratie als Herrschaftsform seit Jahren auf dem Rückzug zu sein, während Bürgerkriege und Gewalt zunehmen. Ergo: Mangelt es an demokratischer Teilhabe, können Staaten schnell instabil werden und Konflikte eskalieren. Allzu lange haben westliche Geberländer autoritäre Regime im Nahen Osten und Afrika unterstützt, um sich so kurzfristige politische Stabilität zu erkaufen. Zukünftig muss es darum gehen, die Wohlfahrt und Teilhabe der Bürger in diesen Ländern zu verbessern.

Ein bekanntes, aber wichtiges Thema für Männer und Frauen gleichermaßen. Als Verfechterin der absoluten Toleranz oder vielmehr Akzeptanz (Toleranz wäre lediglich „tolerieren“) von Tätowierungen und Piercings am Arbeitsplatz, muss ich den tatsächlich immer noch herrschenden Vorurteilen entgegenwirken. In der heutigen Zeit darf das nicht zum Thema bei Bewerbungsgesprächen und der Auswahl der richtigen Jobpartner werden. Das Business gleicht in Deutschland mehr und mehr der Pfeife-rauchenden Schlipsträger, die dermaßen verklemmt sind, dass sie ganz normale Dinge nicht dulden. Eine Personalberaterin warf eine Bewerberin mit den Worten „Tattoos lasse ich ja noch gelten, aber High Heels und Piercings, das geht nicht“ aus dem Büro. Die Dame hatte offenbar Angst um ihre eigene Wahrnehmung oder Komplexe, weil sie selbst an eine biedere Trockenpflaume erinnerte. Die Forderung nach mehr Professionalität im Business hat gar nichts mit den Äußerlichkeiten zu tun und ist eher eine Frage der Ausbildung und der bisherigen Referenzen. Das sollte eine professionelle Beraterin ebenso sehen und zumindest die Chance einräumen, der Bewerberin wenigstens die Möglichkeit zu geben, gleichberechtigt behandelt zu werden. Ich erlebe es leider in Deutschland immer wieder, dass exzentrisch aussehende Menschen im klassischen Industriebereich nicht erwünscht sind. In der Kunst, Musik oder Kultur-und Modewelt sind aber gerade das die Attribute, die wir damit verbinden oder sogar schon voraussetzen.  Soll das nun heißen, dass eine tätowierte Fachkraft, die gerne hohe Schuhe und ausgefallene Kleidung mag, im klassischen Business ungeeigneter ist? Ich finde das vorurteilsbehaftet, engstirnig und diffamierend. Gerade die reservierten, hochgeschlossenen Businessdamen lassen sich auspeitschen und wehe dem, sie werden losgelassen. Dann geht´s aber entweder bestrapst mit Domina-Latex-Ausstattung frivol zur Sache, sie leben 24/7 nach Anweisung eines Don(ald)s als harmonisierenden Ausgleich ihres steifen und konservativen Gebahrens oder sind dauergeil bei „Fifty Shades Of Grey“ (und vergleichbarem Unsinn).  Andersrum schauen wir uns die Business-Herren an: wie viele davon landen heimlich im Bordell? Jede Menge, glauben Sie mir.

Ich verabscheue als frei denkender und handelnder Mensch geistige Unfreiheit. Es grenzt an eine Klassifizierung und eine Kategorisierung aus längst vergangenen Zeiten, in denen wir noch ins Plumpsklo geschissen haben. Verzeihung, aber mich regt eine Einteilung in „Ich bin Business-tauglich und du bist zu exotisch und extravagant“ auf. Eine Gesellschaft lebt, indem unterschiedliche Interessen, Kulturen, Mode-Trends o.ä. zusammen kommen und es steht nirgends, dass eine hochdiplomierte, exzellent ausgebildete Fachkraft nicht tätowiert, gepierct oder appetitlich gekleidet sein darf. Wenn Frauen dann auf Frauen treffen und die „Machtfrau“ das Sagen hat, dann sage ich gute Nacht, denn das geht nicht gut. Das dürfte aber wohl kaum an dem vordergründigen Erscheinungsbild liegen sondern vielmehr an dem Neid, der Missgunst oder der versteckten Konkurrenz-Angst der Entscheider-Dame. Und wenn eine hübsche Frau nun einmal Lederkleidung mag oder Körperschmuck, was ist daran so schlimm? Es wird Zeit, dass das Business ein wenig aufmischt und die Karten neu verteilt werden. Eine derart verstaubte zähflüssige Geistes-Masse finden wir auch nur in Deutschland. Kreativität bedeutet unangepasst-Sein und genau das verkörpern Menschen, die nicht nach der Etikette funktionieren oder sich an eine Industrie-Kleiderordnung halten. Liebe Entscheider im Business – wachen Sie auf aus Ihrer Lethargie. Menschen sind keine Puppen, die sie ankleiden und bewegen können wie SIE es wollen und ein wenig optisches Highlight hat auch im Business noch niemandem geschadet. Uns schaden eher der Balken der Etikette und die steifen Regeln im klassischen Business.

 

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de

 

 

Warmer Wind

streicht über die Arme,

umhüllt das Gesicht.

Den Blick versonnen

von der Terrasse in die Ferne.

Die Lampe brennt,

eine von vielen,

erloschen …

Einer bleibt immer zurück,

nach dem Weggang der Gäste.

Die Sonne zieht sich zurück

zum Schlafengehen.

Zikaden zirpen,

Duft von Gras in der Luft.

Momente des Stillstands,

tut gut!

Es ist immer da,

das Gefühl des Nichtalleinseins.

Rascheln von Stoff an der Tür,

zarte Berührung am Arm;

Illusion …

Feine Härchen richten sich auf.

Niemand geht für immer,

etwas bleibt!

Neulich war es im Radio zu hören: Kalifornien: der Bienenklau geht um!

Diebe klauen für gewöhnlich Handtaschen, Portemonnaies, Handys. Manchmal Fahrräder, oder Autos. Aber Bienen?!

In Kalifornien waren es in der Mandel-Bestäubungssaison diesen Februar und März 1734 Bienenvölker. Eine gigantische Zahl!

Ein Fall bringt jetzt sogar einen Mann ins Gefängnis. In Butte County im fruchtbarsten Teil Kaliforniens hat Jacob S. mitten in der Nacht mit Laster und Gabelstapler 64 Bienenvölker abtransportiert – insgesamt 20.000 US-Dollar wert, sie sollten eigentlich die Mandelbäume bestäuben. Er muss jetzt 90 Tage ins Gefängnis, danach drei Jahre Bewährung. Das Diebstahlproblem gerät völlig außer Kontrolle, so der kalifornische Imkerverband.

Das liegt daran, dass Bienen immer wertvoller werden. Während die Landwirtschaft wächst, haben die Imker Schwierigkeiten, ihre Bienen am Leben zu halten. Die Bauern brauchen die Tiere und zahlen immer mehr für ihre Dienste. Imker fahren ihre Bienen Tausende Kilometer durch Amerika. Im Frühjahr bringen sie drei Viertel aller amerikanischen Kolonien nach Kalifornien, wo die Mandelbäume warten, und im Sommer arbeiten sie in den Sonnenblumenfeldern und den Obstplantagen zum Beispiel in Nord und Süd Dakota, Montana und Minnesota. Es gibt sogar Bienen-Makler, die Farmer und Imker gegen Gebühr zusammenbringen. Eine Milliardenindustrie: Imker in den Vereinigten Staaten halten insgesamt rund 2,7 Millionen Kolonien. Zum Vergleich: in Deutschland ist die Honigbiene nach den Rindern und Schweinen das wichtigste Nutztier.

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Das soll Albert Einstein gesagt haben (das Zitat ist leider nicht belegt). Die heutige Forschung hat herausgefunden, dass es nicht ganz so schlimm kommt. Aber die Menschheit müsste auf gut ein Drittel ihrer Nahrung verzichten. Und die Bauern auf viel Geld: Ohne die Bestäubung durch die Tiere verlören allein die US-amerikanischen Bauern rund 17 Milliarden Dollar Umsatz!

Vor rund zehn Jahren begann ein mysteriöses Bienensterben in den Wintermonaten, das bis heute anhält: Imker, die ihre Bienenstöcke prüfen, finden sie leer vor, Honig ist vorhanden, auch Wachs und Waben – aber eben keine Bienen. Die Insekten verschwinden einfach. In den Vereinigten Staaten starben vor 2006 10 bis 15 Prozent der Tiere je Winter, seitdem lag der Schnitt laut US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) etwa doppelt so hoch. Wissenschaftler sprechen vom Colony Collapse Disorder (CCD). Was CCD auslöst, ist noch nicht komplett erforscht, wahrscheinlich ist es eine Kombination verschiedener Umwelteinflüsse. Hauptansatzpunkt sind Pestizide, vor allem die als Bienenkiller bekannten Neonikotinoide. Sie sind in der EU seit einigen Jahren deshalb teilweise verboten. Seit 2010 sinken die CCD-Fälle wieder, Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht. Krankheiten und Parasiten können die Bienen ebenfalls töten. Mangelernährung ist genauso ein Problem, gerade in den USA mit den meilenweiten Monokulturen bekommen die Tiere oft nicht genug Abwechslung in ihrer Diät.

Je knapper das Bienenangebot, desto mehr können die Imker und Bienen-Makler für die Bestäubung verlangen. Während ein kalifornischer Mandelbauer für eine Leihkolonie 2006 noch 76 US-Dollar zahlte, waren es im Jahr 2009 schon 157 US-Dollar. In diesem Jahr verlangen die Imker bis zu 200 US-Dollar für die Dienste. So lohnt sich der Diebstahl immer mehr.

Manche Imker statten die Kisten ihrer Bienenvölker inzwischen mit GPS-Sensoren aus und verfolgen auf Smartphone und Computer, ob die Kiste noch da ist, wo sie hingehört. Andere haben Überwachungskameras installiert. Aber die meisten Bienenstöcke sind ungeschützt; leichte Beute! Meist sind die Diebe andere Imker, die ihr Geschäft ausbauen wollen oder deren Tiere den Winter nicht überlebt haben. Bienen zu klauen ist schwierig, wenn man kein Profi ist, die Gefahr von Stichen ist hoch. Bienen sind ein wehrhaftes Volk! Für Imker hingegen ist der Diebstahl leicht. Bienen sehen alle gleich aus, es lässt sich schwer nachweisen, dass ein Volk gestohlen wurde, wenn man den Dieb nicht auf frischer Tat erwischt hat.

Brandzeichen oder Erkennungsmarken für Bienen gibt es nicht.

 

 

Wir wollen nicht so viel Geld nach Brüssel überweisen, sagten die Briten und stimmten am vergangenen Donnerstag mit 51,9% für den EU-Austritt. Großbritannien wird in einigen Jahren anteilig weniger Geld an die EU zahlen – dafür wird der Geldbeutel der eigenen Bevölkerung aber belastet.

Die Wirtschaftsredaktion der BBC hat kürzlich zusammengestellt, was unter anderem alles passieren kann. So auch, wie sich der Brexit auf den Konsum auf der Insel auswirkt. Welche Güter verteuern sich? Wird manches sogar billiger? Dafür befragte die Redaktion Experten, Regierungsorganisationen, Thinktanks und Finanzfachleute. Die Ergebnisse, die herauskamen, muss man mit einer gewissen Vorsicht sehen. Der Brexit ist beschlossen, aber seine Durchführung bisher maximal geplant. Wie sich der EU-Austritt der Briten in den nächsten Monaten vollziehen wird, ist noch Verhandlungssache der Parteien. Ein weiteres Freihandelsabkommen steht am Horizont. Erst hiernach zeigt sich, wie sich die Handelsbeziehungen zu den anderen EU-Staaten konkret verändern.

Dennoch an dieser Stelle einige Szenarien:

  • Tomaten könnten nach dem EU-Austritt deutlich teurer werden – schließlich beziehen die Briten 90 Prozent davon aus EU-Ländern (besonders aus den Niederlanden und Spanien). Sollten die Importkosten steigen, würden die Konsumenten das jeden Tag im Supermarkt zu spüren bekommen.
  • Weil Alkohol im Vereinigten Königreich deutlich teurer ist als auf dem Festland, fahren viele Briten mit der Fähre nach Frankreich oder Belgien, um sich mit Spirituosen einzudecken. Schließlich dürfen sie von dort fast unbegrenzt Alkoholika und Zigaretten mitbringen. DieseBooze Cruises“ könnten sich nach einem vollzogenen Brexit weniger lohnen.
  • Auch für Spargel müssen die Briten möglicherweise bald mehr Geld ausgeben. Bislang wird die arbeitsintensive Spargelernte auf der Insel größtenteils von Migranten übernommen. Sollte es nach einem EU-Austritt an Arbeitskräften fehlen, könnte sich das auf die Preise auswirken.
  • Fahrzeugimporte in die EU werden sich für Großbritannien verteuern. Der Einfuhrzoll liegt bei 10 Prozent. Hiermit sind diese Fahrzeuge gegenüber den EU-Produkten nicht mehr konkurrenzfähig.
  • Engländer werden zukünftig ein Visum brauchen. Einfach mal so auf dem Kontinent arbeiten, ist nicht mehr gegeben.
  • Auch der Flugverkehr von und zur Insel wird komplizierter werden. Freier Waren- und Personenverkehr gilt nur innerhalb der EU; das auch im Luftraum.

Last, not least: Großbritannien wird weiter Geld an Europa zahlen – genauso wie die Nicht-EU-Staaten Schweiz und Norwegen.

Manche Ökonomen unken, dass – soweit die Angelegenheit schief gehen sollte – mittelfristig von einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen von 500.000 bis 800.000 auszugehen sei. Keine rosigen Aussichten!

he stumbled into my life when I was not thinking of him.
Jesus, I thought.
But he is not.
He feels like he looks like.
But he is real.
Goodbye past love.
This is my last love .
Completion lives in my house.
Jesus! This is better than faith.
It’s true. And genuine.
Thank you, life.
Bow in deep respect to life.

 

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de

Er sollte ewiges Leben und unendlichen Reichtum bringen. Doch stattdessen führte er zu Geheimniskrämerei, Angst vor schwarzer Magie und schließlich sogar zu Hexenverbrennungen: der Stein der Weisen. Was hat es mit diesem auf sich?

So lange wie der Mensch selbst, existiert auch sein Wille, die eigene Sterblichkeit zu überwinden. Im Laufe des 16. Jahrhunderts bot sich dank eines neuen Zweiges der Naturphilosophie endlich eine greifbare Möglichkeit: die Alchemie. Sie wollte mithilfe ihres Wissens über die Natur etwas schaffen, was niemandem zuvor gelungen war.

Heute hält man Alchemie für Scharlatanerie, die sich giftiger Pflanzen und anderer zweifelhafter Stoffe bedienten, um schwarze Magie zu betreiben.

Doch eigentlich strebte diese nach der Kunst, gewisse Materialien in einen höheren Zustand des Seins zu verwandeln. Diese so genannte Transmutation sollte der Stein der Weisen ermöglichen, um dessen Existenz und Wirken zahlreiche Mythen ranken.

Die Alchemie versprach dazumal die Lösung der größten Menschheitsprobleme: Unbegrenzte finanzielle Mittel und die Erlösung der Menschen vom Tod. Doch der Weg dorthin entpuppte sich als steinig – und das im wörtlichen Sinne.

Der Stein der Weisen sollte in der Lage sein, unedles Metall in Gold zu verwandeln und diese Transformation zum vollendeten Besten auch am Menschen durchzuführen.

Das Allheilmittel der Alchemie wollte mithilfe der Umwandlung Reichtum und Unsterblichkeit schaffen. Ein Vorhaben, das sich bereits im Mittelalter größter Beliebtheit erfreute, wurde später durch diverse Geheimbünde neu bestärkt.

Beim Stein der Weisen handelt es sich der Überlieferung nach nicht um einen gewöhnlichen Stein, sondern um ein von einer göttlichen Instanz erschaffenes Gesamtwerk aus den vier Elementen, als Zutaten noch Schwefel, Salz und Quecksilber.

Hermes Trismegistos, eine Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot, soll vor über 2.500 Jahren die Rezeptur des Steins der Weisen in eine Smaragdtafel eingraviert haben.

Die Herstellung dieses sagenumwobenen Steins unterschied sich danach, worauf die Alchemisten ihren Schwerpunkt legten: ob auf das Erschaffen von Gold oder einem Elixier für Unsterblichkeit.

Der Stein steht dem Göttlichen nahe, ist also schon weit entfernt von dem Menschen und bildet die Einheit ab zwischen Mensch, Natur und Kosmos.

Alles auf der Welt, sowohl das Irdische als auch der Mikrokosmos, soll also von einem universellen Geist durchdrungen sein, den es zu besitzen gilt. Der Mythos des Steins machte seinerzeit sehr von sich reden. Geheimbünde und Bruderschaften wie etwa die Rosenkreuzer wollten das verborgene Wissen vor den Augen von Scharlatanen schützen.

Zu viel Macht barg das Wissen, wie man strukturlose, schwarze Materie in etwas Rötliches, dann Goldenes verwandelt. Meist in vier Herstellungsschritten, in Anlehnung an die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Manchmal auch in zwölf Schritten, entsprechend der Anzahl der Tierkreiszeichen.

Woher diese „Materia prima“ kommt, die als Urmaterie für die Herstellung galt, und wo man sie überhaupt erwerben konnte, ist bis heute nicht geklärt.

Dass es einen Stein geben würde, der einem die Herrschaft über die Welt schenken sollte, ebenso die Möglichkeit, Dämonen beschwören und damit in die eigenen Dienste stellen zu können, klang nicht nur für Alchemisten verlockend.

Theorien wie diese sorgten dafür, dass der Stein der Weisen auch das Interesse von „Magiern“ und medizinischen Betrügern weckte, die mit Wunderkuren und vermeintlichen Heilmitteln ihren Lebensunterhalt finanzierten. Nicht selten endete deren Herstellung und Verbreitung allerdings darin, dass die Produzenten selbst als Hexen bezichtigt und verbrannt wurden.

Die Existenz des Lapis philosophorum bleibt verworren und wenig greifbar, so wie die Suche nach dem Heiligen Gral.