Nachdem die Hochschulen die letzten zehn Jahre hindurch bei der Gestaltung von Studiengängen durch Akkreditierungsagenturen gegängelt wurden, gilt seit der Kritik des Bundesverfassungs-gerichts an der Akkreditierungspraxis unter den Wissenschaftsministern das Motto „Kommando zurück!“.

Aber wie viel Weisheit kann man hier bei der Gestaltung der Studiengänge erwarten?

Angesichts der heftigen Kritik an der Bologna-Reform haben die Wissenschaftsminister in den letzten zehn, zwölf Jahren immer darauf verwiesen, dass die Grundidee der Bologna-Reform hervorragend gewesen sei, dass es aber an der Umsetzung in den Hochschulen gehapert habe. Die Ideen des Reformkonzepts seien in allzu rigider Weise umgesetzt worden.

Ein erster Punkt, an dem die Hochschulen die Bologna-Vorgaben zu rigide umgesetzt haben, ist die detailgenaue Vorgabe von Studieninhalten. Die Verschulung des Studiums und die Tendenz zum „Bulimie-Lernen“ ist in der Grundstruktur von Bologna angelegt. Mit der Einführung von Zeiteinheiten als Berechnungsgrundlage für die Studienganggestaltung – den sogenannten ECTS-Punkten – und dem Zwang, für jedes Modul detaillierte Lernziele zu definieren, wurden die Dozenten angehalten, jede Lernstunde eines Studenten vorauszuplanen. Aber die Freiräume, die trotz dieser Vorgaben noch möglich gewesen wären, wurden an vielen Hochschulen nicht genutzt.

Ein zweiter Punkt, an dem die Professoren eine deutliche Tendenz zur Übererfüllung der Bologna-Vorgaben zeigen, betrifft die Anzahl der Prüfungen je Semester. Schon die Einhaltung der „ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen“ führt zu einer erheblichen Zunahme von Prüfungen. Weil nach diesen Vorgaben jedes Modul mit einer Prüfung abgeschlossen werden muss, ergeben sich bei kleinen Modulgrößen automatisch fünf oder sechs Prüfungen, die Studierende per Semester ablegen müssen. Das war für Fächer wie unter anderem Betriebswirtschaftslehre, die vorrangig über Klausuren prüfen, nicht problematisch. Für andere Fächer wie Geschichtswissenschaft, Philosophie oder Soziologie war die Prüfungsflut jedoch verheerend. Weil es in letzteren unmöglich ist, je Semester sechs Hausarbeiten zu schreiben, wurde vielfach auf didaktisch weniger geeignete Prüfungsformen wie Multiple-Choice-Klausuren oder Referate zurückgegriffen.

Der dritte Punkt, an dem die Kultusministerkonferenz eingreifen will, ist die Frage, welche Noten für die Ausstellung von Bachelorzeugnissen relevant sind. Die Bologna-Erklärung der europäischen Wissenschaftsminister sah keineswegs vor, dass jedes Modul zu benoten und jede Note für das Abschlusszeugnis relevant ist. An den meisten Hochschulen beschlossen die Fakultäten jedoch, dass bereits die Noten der ersten Semester in das Abschlusszeugnis eingehen sollten.

Würde man dieses Benotungsmodell auf Schulen übertragen, bedeutete das, dass die Noten der fünften Klasse mit ins Abiturzeugnis eingehen und deshalb eine Drei in Deutsch in der fünften Klasse darüber mitentscheidet, ob jemand später Medizin studieren kann oder nicht. Der paradoxe Effekt dieser Benotungspraxis ist nicht zu übersehen. Teils wurde die Bedeutung der Bachelorarbeit so weit herabgesetzt, dass die Note dieser früher als akademisches Gesellenstück geltenden Arbeit genauso viel zählt wie die Note eines mündlichen Gruppenreferats. Das wollen die Wissenschaftsminister ändern!

Die Frage ist, ob Professoren überhaupt ein Interesse hatten, Studiengänge durchzukonzipieren. Hochschullehrer seien – so ein Vorurteil – durch ihre Forschungsarbeit absorbiert, könnten mitunter keine „ausreichende Kreativität“ und „intellektuelle Energie“ auf die Gestaltung vernünftiger Bachelorstudiengänge verwenden. Vor der Bologna-Reform waren die gleichen Professoren allerdings in der Lage, eine Reihe von ganz manierlichen Magister- oder Diplomstudiengängen zu bieten, wo sie jetzt einen Studiengang nach dem anderen in den Sand setzten.

Der Grund für die Fehlentwicklungen ist nicht, dass Hochschullehrer zu unengagiert für die Planung von Studiengängen sind, sondern dass diese unter Bologna-Bedingungen an selbst-produzierter Komplexität erstickt. Das Missverständnis der Wissenschaftsminister liegt darin, dass sie das Problem in den Detailstrukturen zu finden glauben und durch Nachjustierung im Detail zu beheben suchen, während in Wahrheit der Fehler im ECTS-Systems selbst steckt.

Nur die Abschaffung der ECTS-Punkte würde wieder eine Freiheit schaffen, mit der sinnvoll über Einzelfragen wissenschaftlich diskutiert werden kann.

Ghanas Hauptstadt Accra: Hier liegt Westafrikas größte Müllhalde für Elektroschrott. Die riesige ölig-verdreckte, stinkende Lagune ist gebrandmarkt als „Toxic City“, einer der giftigsten Orte der Welt. Überall brennen alte Elektrogeräte und andere Abfälle: Kabel, Kühltruhen, Drucker, Computer, Autoreifen. Grellgrüne Flammen – dicker, schwarzer Qualm steigt auf. Schwefel beißt in den Augen, das Atmen fällt schwer.
Überall sind Kinder und Jugendliche damit beschäftigt, den Schrott auszuschlachten. Sie schmelzen Kabel und Platinen, wollen an das darin verarbeitete Metall: Kupfer, Aluminium, Zinn.
Manche ziehen einen Magneten hinter sich her – daran bleiben immer ein paar Metallteile haften. Die kann man bei den Händlern verkaufen.

Was Kinder hier verdienen, geben sie ihren Eltern zur Finanzierung des Schulgeldes und der Bücher für die Schule.

An guten Tagen kann man zwei Cedi für den Metallschrott, nicht einmal einen Euro, machen. Die Arme und Beine der hauptsächlich Jugendlichen sind von Glas und scharfen Metallkanten zerschnitten, die Wunden entzündet. Viele klagen über Kopfschmerzen.
Wie giftig und krebserregend die Dämpfe tatsächlich sind, die sie jeden Tag einatmen, weiß niemand. Seit einem guten Jahrzehnt gibt es die Müllhalde in Agbogbloshie, um das Gelände herum hat sich eine ganze Stadt von Läden entwickelt, in denen alte Elektrogeräte gehandelt werden.

Die Deponie ist für viele ein Arbeitsplatz. Gefährlich, gesundheitsschädlich – aber es ist ein Arbeitsplatz, sie verdienen hier mühsam Geld. 6.000 bis 10.000 Menschen arbeiten in diesem Geschäft mit Müll und Elektroschrott, sagen Schätzungen. Auch wenn das alles ohne Genehmigung läuft – diese Leute erbringen auch viele wichtige Dienstleistungen. In den Stadtteilen, in denen kein Müll gesammelt wird, kommt man hierher. Man füllt gewissermaßen eine Lücke. Wenn man die Deponie Agbogbloshie schlösse, müsste man für die Leute eine Alternative finden.
Hinter der Deponie ist ein ganzer Stadtteil entstanden, ein Slum. Kleine Geschäfte, fliegende Händler, Imbissbuden – sie alle leben indirekt von der Deponie. Und sie haben wütend protestiert, als ein Teil des Slums abgerissen wurde. Sie wissen nicht wohin, es gibt kein Angebot für ihre Umsiedlung. Sie würden auch protestieren, wenn die Deponie Agbogbloshie wirklich einfach dicht gemacht werden sollte.
Rund um Agbogbloshie ist ein Netz von Geschäften gewachsen, in denen pfiffige Techniker den Elektroschrott ausschlachten. Und daraus neue Produkte bauen.
Für Umwelt-Aktivisten ist Agbogbloshie ein Ort des Horrors, eine offene Wunde in Ghanas Hauptstadt Accra. Und er macht den Westen, die Industrienationen, zu einem wesentlichen Teil dafür verantwortlich, dass Agbogbloshie existiert. Der Vorwurf lautet: „Die Industrieländer kippen hier ab, was sie selbst zuhause nicht haben wollen!“
Das Baseler Übereinkommen, das auch Deutschland unterschrieben hat, verbietet den Export von technischem Schrott aus Europa. Doch Recycling nach EU-Standards ist teuer, das Geschäft mit Second-Hand-Ware aus der sogenannten Ersten Welt in Afrika dagegen lukrativ. Ob die Geräte, die nach Afrika verschifft werden, auch tatsächlich funktionieren, spielt für rücksichtslose Händler keine Rolle: In den Häfen in Europa würden die Geräte kaum getestet und kontrolliert, außerdem halten am Hafen von Accra korrupte Zollbeamte gerne die Hand auf, um den Schrott durchzuwinken.
Wer für diese wilde Müll-Deponie letztlich verantwortlich ist, lässt sich nicht endgültig klären. Das Umweltministerium von Ghana? Die Verwaltung der Hauptstadt Accra?

Es gibt kein Register dessen, was hier abgeladen wird. Es gibt auch keine Vorsorge gegen Umweltschäden. Schwermetalle, giftige Dämpfe, chemisch belastete Flüssigkeiten – all das hat niemand im Griff. Bennet Akuffo von der ghanaischen Umweltorganisation Green Advocacy Ghana hat mit einem Experten-Team Blei- und Kadmium-Werte im Blut von Menschen gemessen, die auf der Müllhalde von Agbogbloshie arbeiten. Die Werte sind hoch!

Die Aufhebung der Immunität der Abgeordneten der prokurdischen Partei HDP im türkischen Parlament ist einen Schritt näher gerückt – aber noch nicht sicher. Das Parlament in Ankara hat mit der Debatte eines Gesetzesentwurfs begonnen, den die Regierung von Ministerpräsident Davutoglu eingebracht hat. Bei einer ersten Abstimmungsrunde votierten nach Angaben von CNN Türk 348 Abgeordnete für den Antrag. Die für die Änderung notwendige Zweidrittelmehrheit von 367 Abgeordneten wurde bislang noch nicht erreicht.

Das Gesetz kann zur Aufhebung der Immunität von 50 der 59 HDP-Abgeordneten führen. Ihnen wirft die Regierungspartei AKP vor, sie würden sich nicht von der verbotenen PKK distanzieren und seien deren politischer Arm, was die HDP jedoch bestreitet. Mit dem neuen Gesetz könnten die Abgeordneten wegen „Unterstützung des Terrorismus“ angeklagt und verurteilt werden.

Sollte der Gesetzesentwurf am Freitag gebilligt und Gesetz werden, könnten auch Abgeordnete der CHP ihre Immunität vor Strafverfolgung verlieren. So laufen gegen den CHP-Vorsitzenden Kilicdaroglu Verfahren wegen Beleidigungen des Staatspräsidenten Erdogan. In der Türkei erstellen Staatsanwälte während der Amtszeiten der Abgeordneten Akten über diese, die zu Gerichtsverfahren führen können, sobald sie aus dem Parlament ausscheiden. Das würde durch die Aufhebung der Immunität beschleunigt. Die CHP will in der Debatte darauf dringen, dass nur Verbrechen ein Grund für die Aufhebung der Immunität sind und das Recht auf Redefreiheit nicht angetastet wird.

Auch wenn die AKP im Parlament über eine absolute Mehrheit der Sitze verfügt, ist nicht sicher, ob der Entwurf Gesetz werden wird. Das Vorhaben entspricht im Grad einer Verfassungsänderung.

Es ist nicht klar, wie viele der CHP-Abgeordneten für das Vorhaben stimmen. Vor der entscheidenden Abstimmung am Freitag will sich die CHP-Fraktion nichtöffentlich treffen und das Abstimmungsverhalten festlegen. Einige der MHP-Abgeordneten wollen für den Entwurf stimmen. Die Regierung benötigt die Stimmen der CHP für ihr Vorhaben. Fraglich ist aber das Abstimmungsverhalten von einigen Abgeordneten der AKP und MHP, die als Folge des Gesetzes selbst mit der Eröffnung eines Verfahrens gegen sich rechnen müssen.

Mit dem Gesetz will die AKP unter Staatspräsident Erdogan vor allem die Abgeordneten der HDP treffen. Es wäre ein weiteres Signal, dass der politische Prozess zur Beilegung des Kurdenkonflikts gescheitert ist, und es würde die gewaltsame Auseinandersetzung zwischen dem türkischen Staat und den Kurden – nicht nur der PKK – weiter anheizen. Einige Kritiker sagen, mit einem Gesetz wie diesem sinke der Glaube an die Demokratie und den Friedensprozess auf Null. Die demokratischen politischen Kanäle sind sehr schwierig geworden. Die Menschen würden dann glauben, dass ein solches Gesetz diese Kanäle völlig verschließe.

Sollten die kurdischen Abgeordneten ihre Immunität verlieren, könnten in ihren Wahlkreisen Nachwahlen angesetzt werden. Die AKP würde die 50 Mandate mit großer Wahrscheinlichkeit gewinnen, sollte bis dahin auch die HDP verboten werden, was als wahrscheinlich gilt. Mit einer neuen Dreifünftelmehrheit im Parlament könnte die AKP dann die türkische Verfassung nach ihren Vorstellungen ändern.

Eine ähnliche Konstellation hatte es bereits 1994 gegeben. Das Parlament hob damals die Immunität von sechs kurdischen Abgeordneten auf. Es kam zu Verhaftungen aus dem Parlamentsgebäude heraus. Der Staatsanwalt forderte die Todesstrafe für eine Abgeordnete, da sie ihrer türkischen Eidesformel 1991 einen kurdischen Satz hinzugefügt hatte. Vier Parlamentarier wurden zu jeweils 15 Jahren Haft verurteilt. Sie wurden 2004, zu Beginn des EU-Reformprozesses, vorzeitig freigelassen, da sich die Rechtslage aufgrund der Reformen im EU-Prozesses verändert hatte und von da an internationales Recht über dem nationalen stand. Jetzt droht der Türkei ein Rückfall.

 

Sunday morning,
I wake up with a hangover.
In my head and my ears
yet the music of yesterday evening.

I comb my hair,
put on my best used shirt,
goin´ down the stairs
out on the streets.

The smell of Sunday
in the empty lane.
Sun awakening my spirit,
the city, mildly greeting me.

In the park a mom and a little girl,
dancing and laughing on the grass.
Singing songs of yesterday,
Echoing in the canyon,
like a fading dream.
#

Die AfD wird als wirtschaftsfeindlich angesehen, ihre Politik soll den deutschen Unternehmen schaden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter den Mitgliedern des Leaders Parliament von Roland Berger und der „Welt-Gruppe“. 54 Prozent der Befragten in Chefetagen sind der Meinung, dass die Anti-Euro-Haltung ein Risiko für die Wirtschaft ist. Weitere knapp 30 Prozent halten die AfD für eine wirtschaftsfeindliche Partei, da viele ihrer Positionen denen der Linkspopulisten ähneln.

Die Aussagen sind bemerkenswert. Die Partei wurde dazumal von einem Wirtschaftsprofessor mitgegründet, bei dem man von ökonomischer Kompetenz ausgehen kann. Die Umfrage, an der regelmäßig Führungskräfte der ersten und zweiten Managementebene teilnehmen, offenbart aber, dass lediglich eine Minderheit von zwölf Prozent der AfD eine wirtschaftsfreundliche Attitüde attestieren, weil jene eine positive Haltung zur Marktwirtschaft einnehme bzw. sich gegen die Vergemeinschaftung von Euro-Risiken ausspreche.

Anfänglich hatte die Partei Anhänger unter den Firmenlenkern. Insbesondere Familienunternehmer fühlten sich angezogen von einer Partei, die die Euro-Rettungsprogramme geißelte und das Projekt Euro-Zone am liebsten gestoppt hätte. Die Eurokrise war mit der Gründungsstoff, der die AfD groß machte.

Inzwischen haben Flüchtlingskrise und Gefahren des radikalen Islamismus das einstige Thema verdrängt. Die Verschiebung mag in gewissen Bevölkerungskreisen durchaus verfangen. Bei den jüngsten Landtagswahlen im März hat die AfD durchweg zweistellige Ergebnisse eingefahren. Bei der Wirtschaftselite kommt das Programm hingegen weniger gut an.

Viele Manager und Ökonomen fürchten nicht die AfD an sich. Sie allein könnte sicherlich kein ökonomisches Desaster über Deutschland und Europa bringen. Das Problem seien vielmehr die zahlreichen populistischen Strömungen auf dem Kontinent. Sei es die Anti-EU-Partei Ukip in Großbritannien, der in Frankreich stimmenstärkste Front National oder die neue polnische Regierung von Ministerpräsidentin Szydlo.

In Österreich ist Kanzler Faymann zurückgetreten, nachdem der Kandidat der populistischen FPÖ in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen die meisten Stimmen erzielte. Die etablierten Parteien spüren derzeit gewaltigen Druck von rechtslastigen Konkurrenten.

Wachsender Populismus ist ein weltweites Phänomen. Auch Donald Trump, Kandidat der Republikaner bei den US-Präsidentschaftswahlen, betreibt eine populistische Politik. Die Programme ähneln sich länderübergreifend. Die volksnahen Newcomer kämpfen und stehen für geschlossene Grenzen, ein Ende des Freihandels – einige wollen sogar ein Ende der Europäischen Union!

Die meisten Ökonomen sind sich einig, dass solche Einschränkungen der wirtschaftlichen Freizügigkeit extrem schädlich sind. Etwa 100 Milliarden Euro könnte die Wiedereinführung von Grenzkontrollen Europa bis 2020 kosten, so das holländische Wirtschaftsforschungsinstitut CPB. Das entspricht 0,7 Prozent der EU-Wirtschaftsleistung! „Prognos“ erwartet für die kommenden zehn Jahre eine Belastung von 470 Milliarden Euro wegen höherer Importpreise.

Nicht Tsipras oder Griechenland, nicht die Schulden sind das größte Risiko für Europa. Das sind Populismus und Nationalismus.

Die wirtschaftliche Elite bangt um den Kontinent. Jeder zweite Vorstandschef fürchtet, dass Europa politisch und ökonomisch auseinanderdriftet.

Das Beispiel Polen macht deutlich, dass populistische Parteien schnell ökonomischen Schaden anrichten können. Die polnische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2016 um 0,1 Prozent geschrumpft, erstes Quartalsminus seit 2012. Ein Grund für das Minus sind schwächere Investitionen aus dem Ausland und die generell niedrigere Kreditnachfrage.

Der Wahlsieg der nationalkonservativen Partei „Recht und Gerechtigkeit“ im Herbst 2015 hat das Vertrauen in die Ökonomie geschwächt. Anfang des Jahres haben führende Ratingagenturen mit Blick auf die politischen Risiken Polen das A-Rating aberkannt und die Bonität auf BBB+ zurückgestuft. Die Kreditwürdigkeit ging runter von „stabil“ auf „negativ“ (Moody´s).

wenn das Leben dich gefickt hat

und du alles getan hast, um es richtig zu machen

es fickt dich zu Tode

an jeder Ecke Hyänen, die lauernd ihre Eier lecken

hab dich, hab ich dich?!

hab ich dich endlich platt geritten?

du machst alles richtig, oder wie?

Ist es der Bumerang deiner eigenen Scheiße,

der zu dir kommt

und dich erschlägt?

Eines Tages, wenn du denkst,

du bist aus dem Gröbsten raus

fickt es dich ohne Ende.

Verdammt nochmal, warum erwischt es dich?

Karma lässt grüßen.

Ach, diesen Quatsch gibt es nicht

nur Widersacher, Querulanten, raffgierige Mördermonster,

die dich aussaugen bis kein Tropfen Blut mehr in dir ist

und du vor Frust fett gefressen alles verloren hast.

Schlaue Sprüche –

klar, du machst alles richtig

wo ist der Anfang, wo das Ende?

Es ist dort, wo dir deine ausgelaugte Fresse

den Schmodder des Todes zeigt

die Zunge rausstreckt

und dir zeigt

wie ungerecht das Leben ist.

 

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de

The drugs to execute criminals cost hundreds of thousands of US-Dollars. This is a lot of money!

Internal California prison agency records suggest the state might have to pay hundreds of thousands of US-Dollars to buy execution drugs for lethal injection, according to documents released by a civil liberties group.

Public records obtained by the American Civil Liberties Union (ACLU) of Northern California, show that prison officials were busy in 2014 trying to find suppliers of execution drugs, which many manufacturers have refused to sell to authorities for the purpose of lethal injection.

At the time, court rulings had blocked executions, and the state planned to propose a new single-drug execution method. The last execution in California took place ten years ago.

An email, received in May 2014, obtained in the public records by the ACLU said a compounding pharmacy agreed to provide Pentobarbital, one of four proposed execution drugs, at an initial cost of 500,000,– US-Dollars – and only if the company’s name was not released to the public.

Another email said the state had found a different source for buying Pentobarbital. That email noted that 18 inmates had exhausted their appeals and about 324 grams of the drug would be required to execute them all.

The email said the costs would raise up to 1,109,– US-Dollars for 500 milligrams in addition to fees to cover “service costs” and pay for lawyers.

“This is likely a one-time window to acquire this drug because of pharmaceutical anti-death penalty activity,” wrote Kelly L. McClease, identified as an attorney in the legal division of the California Department of Corrections and Rehabilitation.

There was no indication that the state purchased the drug, which would have cost about 718,632,– US-Dollars for 18 executions, in addition to the unspecified fees. The email said the drug had a shelf life of 24 months.

A Department of Corrections and Rehabilitation spokeswoman said she could not comment on the documents because of “ongoing litigation.” The protocol may be challenged in court if approved by the state.

California unveiled a new single-drug execution method last November. The ACLU sued the state to obtain internal records about how the new method was chosen. Public comment on the proposed lethal injection protocol, which was supposed to end in January, has been extended to July this year.

Ana Zamora, who is criminal justice policy director for the ACLU chapter, said the emails about the drug costs contradicted statements in the department’s proposed lethal injection regulatory package. It estimated the drugs would cost about 4,193,– US-Dollars for each execution, based on what the state spent during past executions.

Zamora said the documents suggest that drugs for a single execution could cost between 133,080,– US-Dollars and 150,000,– US-Dollars.

The president and CEO of the pro-death penalty Criminal Justice Legal Foundation, Michael Rushford, said the corrections department could obtain the drugs at even less than 4,000,– US-Dollars for each execution, if it used prison compounding pharmacies to make them.

The question is whether death penalty is still justified. In times of ailing state budgets, the US national debt amounts currently over 19 trillion US-Dollars. That is 60,060, – USDollars per capita! Instead of discussing which drug kills people at best conditions, one should think about how to reform the health system. After ObamaCare there is still a lot to do. In fact: The responsibility for one´s own health is not enough. You also have to have the money!

Lieber Pierre,

des Menschen höchstes Gut – neben seiner Gesundheit – ist die Freiheit. Freiheit hat viele Gesichter und was, wer, wie als frei empfindet obliegt den individuellen Vorstellungen. Das Gegenteil dessen ist das, was wir mit Ausgrenzung oder Diskriminierung bezeichnen. Wir wissen, was die Achtung der Menschenrechte bedeutet und wir wissen, dass wir Menschen jeglicher Couleur gleich behandeln müssen, tun es aber nicht. Nach aktuellen Untersuchungen wurde etwa jeder 3. Deutsche irgendwie diskriminiert und angegriffen. Schwule, Lesben, Ausländer, Behinderte… die Liste ließe sich beliebig weiterführen. Es ist z.B. Fakt, dass Tätowierungen oder Piercings am Arbeitsplatz oft zum Ausschluss oder gar Ablehnung führen. Auf der einen Seite wollen wir Menschen, die aus der Reihe tanzen und anders sind, auf der anderen Seite betrachten wir sie wir exotische Wesen, jenseits der vernünftigen Normen, schütteln den Kopf oder zerreißen uns hinter vorgehaltener Hand heimlich den Mund. Ganz ehrlich, lieber Pierre, der Mensch langweilt mich mit seinen absurden Vorstellungen, wie etwas oder jemand zu sein hat. Ich kann es mir nicht verkneifen, unsere deutsche Nation als ein träges, stockkonservatives, verklemmtes Volk anzusehen, das imstande ist, ausländische Mitbürger als „Viehzeug“ zu bezeichnen oder kriminelle Gewalttaten gegen Andersartige (in ihren Augen) auszuüben. Elend schlecht wird es mir dabei, es ist zum Kotzen und ich habe nicht einmal ein wirksames Mittel dagegen.

Stellen wir das nun dem gegenüber, was wirklich dagegen helfen könnte, so ist es immer die Aufklärung der Menschen und die direkte Konfrontation mit ihren „Opfern“.  Auge in Auge sieht die Sache ganz anders aus, als es sich beim aggressiv geführten Stammtischgespräch, zeigt. Ich denke, die Aufklärung ist der Schlüssel zum Öffnen der verhakten Tür. Lieber Pierre, es ist ein echtes Geschenk, wenn ein Mensch nicht verfolgt und diskriminiert wird,  in Frieden leben kann, sich frei überall bewegen kann und das zum Ausdruck bringen darf, was ihn bewegt. Wir alle tun das und dort, wo gute Ansätze sind, gibt es auch stets Schattenseiten. Es gibt viele interessante Projekte (auch des Bundes) gegen Diskriminierung und für mehr Aufruf zu Toleranz in jeder Hinsicht. Deutschland ist ein Angstland. Die Deutschen leben in einem so reichen und freien Land und haben Angst um schlichtweg alles! Ihre Ängste gehen so weit, dass sie mit Versicherungen an der Spitze Europas stehen. Sie haben so viel Angst, dass es eine ganze Nation lähmen kann und die Medien tun ihr Übriges, um diese Ängste zu schüren.

Niemand kann sich komplett davon frei machen, nicht zu diskriminieren. Wir alle haben schon negative Worte gesagt und vielleicht nie darüber nachgedacht. Salopp etwas Abwertendes daher gesagt und es fällt uns vielleicht nicht einmal auf. Mein Appell wäre, generell ein achtenswertes Miteinander anzustreben und Menschen, wie dem türkischen Erdogan die rote Karte zu zeigen, denn er ist ein aktuelles Beispiel dafür, wie Freiheit und Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Im Jahr 2016!

 

Ich sende herzliche Grüße,

 

Petra

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de