Liebe Petra,

immer wieder stelle ich mir die Frage, wie Menschen es fertig bringen in bedrohlichen Situationen noch lachen zu können und sie dem mit Humor begegnen. Eine Haltung, die ich toll finde. Wenn ich daran denke, kommt mir ein Freund in Erinnerung. Er hat Krebs und muss sich einer komplexen Therapie ohne sicheren Ausgang fügen und trotz dieser schmerzlichen Tatsachen sind unsere Begegnungen immer sehr geistreich und voller Ironie. Er will somit dem Tod trotzen und ist für mich ein gutes Beispiel, wie ich mich verhalten sollte. Klar, jede Krankheit ist ein Hindernis, aber wenn sie zu viel Platz eingeräumt bekommt, hat sie uns bereits besiegt. Am besten man streckt ihr die Zunge raus und sagt ihr: „verpisse dich!“ Wenn ich zurückblicke, erinnere ich mich an eine Situation, die bei mir zuerst Bedenken auslöste und dann große Bewunderung. Ich habe in einem Hospiz in Köln gedreht, am 11. November um 11 Uhr und wie du weißt, liebe Petra, ist das der Beginn des Karnevals. Es war in einem Reihenhaus und dort herrschte Party. Von Zimmer zu Zimmer wurde getanzt und gesungen. Lauter Masken und bunte Kostüme und vor allem viele Kinder und dazwischen Menschen, die am Sterben waren – unter ihnen viele junge Mütter. Zuerst war ich entsetzt, dann aber blickte ich mit einer immer größeren Bewunderung auf das Geschehen, denn das war die beste Antwort, die man dem Tod geben konnte. Durch Jux ihn in die Schranken verweisen, mit dem Bewusstsein, dass er nicht nur das Ende bedeutet. Warum würden wir sonst Kinder in die Welt setzen?

Ja, es gibt Grund genug, uns Sorgen zu machen, aber wir dürften nie vergessen, wie wertvoll das Leben ist. Das bedeutet, dass wir immer die Gelegenheit nutzen sollten, jeden kleinsten Moment zu genießen. Das ist die einzige Art, den Druck den wir ausgesetzt sind, zu ertragen. Ich bewundere deine Lebensfreude, liebe Petra und betrachte sie als ansteckend! In der Kiste werden wir Zeit genug haben zum Jammern, dass wiederhole ich mir immer, wenn meine Knochen mich quälen! Nein, ich will die Gesundheit nicht zum Dogma machen und mich auch nicht von ihr quälen lassen. Sich bei jedem Schritt einschränken zu müssen, liegt nicht in meiner Natur. Eines ist sicher: am Ende landen wir alle bei den Würmern, ob wir veganer sind oder nicht! Ein wenig Hurerei macht doch das Leben erträglicher, nicht wahr? Wer sich immer einschränkt, wird zum Dogmatiker und neigt zum Fundamentalismus. Das gilt auch für die Kräuterfresser, die uns missionieren wollen. Wenn es so ist, pfeife ich auf die Gesundheit. Ob wir wollen oder nicht, das Leben ist eine tödliche Krankheit.

Wer glaubt, dass er mit einem asketischen Leben 72 Jungfrauen im Paradies vögeln kann, irrt sich. Warum sich das Leben zur Hölle machen, das ist heute eine berechtigte Frage. Lieber eine Fete veranstalten, als sich ständig zu geißeln. Der Hacke dabei ist, dass Sadomasochismus einige Freude bereitet und die versauen uns die Existenz. Es gibt dabei nur eine Lösung: lachen, lachen, lachen! Das vertragen diese Pharisäer aber nicht – das haben die Zeichner von Charlie Hebdo bitter erfahren müssen – und doch ist das die beste Waffe, um uns über Wasser zu halten. Ist das nicht so, liebe Petra?
In diesem Sinne,
Pierre

//pm

En janvier le chômage a diminué de 0,5% en catégorie A. Les moins de 25 ans en sont les principaux bénéficiaires. Cela représente 19 100 demandeurs d’emploi en moins, la plus forte baisse en un mois depuis 2007. À côté des 3,50 millions de sans-emplois en métropole en décembre 2014, une goutte d’eau. Ces chiffres démontrent que la France pourrait se trouver dans une courbe ascendante. Il s’agit maintenant de maintenir cette dynamique et de tout tenter pour arriver à encore à de meilleurs résultats. Mais cela dépend aussi de la conjoncture internationale. Le bras de fer entre la Grèce et l’UE n’est pas encore terminé. La stabilité de l’euro en dépend. Pour les investisseurs une incertitude qui ne les encourage pas à agir. Weiterlesen

Selfie di una Scimmia

No scherzo! Grandi scimmie sono custodite nei giardini zoologici in gabbia. I piccoli, tra cui scimmie scoiattolo, vivono in recinti. Si fotografa gli animali con il telefono. Solo un breve momento di disattenzione, un movimento rapido della mano e il telefono appartiene alla scimmia. I telefoni cellulari brillano così bello al sole. Pertanto, gli animali piace giocare con loro. In quest’occasione più di una foto è già resultata. Che cosa può l’uomo, la scimmia può fare meglio! Se avete collegato il suo smartphone al computer, certuno ha già ricevuto un selfie di una scimmia dopo aver perso il suo cellulare al giardino zoologico. Dopo qualche tempo, gli animali perdono interesse nei apparecchi. Poi comincia la fase orale! Queste cose sono morsi e le sue parti componenti distribuite in recinto. Ora, allo zoo di Londra, si vuole porre fine al furto dei cellulari. Allevatori, travestiti da visitatore, lasciano rubare i telefoni cellulari delle scimmie. Quello che i ladri non sanno è che i telefoni sono unti di una sostanza appiccicosa dal gusto sgradevole. Se questo aiuta? Che farsa!

Selfie eines Affen

Kein Scherz! Große Affen werden in den Zoos in Käfigen gehalten. Die kleinen, unter anderem Totenkopfäffchen, leben in Freigehegen. Man fotografiert die Tierchen mit dem Handy. Nur ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, ein schneller Griff und das Handy gehört dem Affen. Die Mobiltelefone glitzern so schön in der Sonne. Deshalb spielen die Tiere gerne damit. So manches Bild ist hierbei schon entstanden. Was der Mensch kann, kann der Affe allemal! Hat man sein Smartphone mit dem Computer verbunden, hat schon manch einer nach Verlust seines Handys im Zoo, ein Affenselfie zugesandt bekommen. Nach einiger Zeit verlieren die Tiere das Interesse an den Geräten. Dann kommt die orale Phase! Die Dinger werden zerbissen und die Einzelteile im Gehege verteilt. Man will dem Handyklau jetzt im Londoner Zoo zu Leibe rücken. Als Besucher getarnte Pfleger lassen sich die Handys von den Affen stehlen. Was die Diebe nicht wissen: Die Handys sind mit einer klebrigen, übel schmeckenden Substanz eingeschmiert. Ob das hilft? So ein Affentheater!

© Thomas Dietsch

L’étude Ipergay, qui a été présentée mardi à la 22. conférence sur les rétrovirus et les infections opportunistes à Seattle, suscite de l’espoir dans les milieux menacés par le VIH. En prenant des pilules avant et après l’acte sexuel, il est possible d’enrayer à 80% le risque de contamination. Les chercheurs ont malgré cette statistique déclaré qu’il ne fallait en aucun cas relâcher les mesures de précaution comme les préservatifs par exemple. Lorsque j’ai dans les années 90 tourné des reportages sur ce terrible fléau, la plupart des personnes atteintes par le VIH mourraient dans un temps relativement court. Depuis de grands progrès ont été faits. La maladie se déclare de plus en plus tard grâce à une médication efficace. Mais un fait reste : jusqu’à présent il n’a pas été possible d’éradiquer ce virus. Weiterlesen

C’est ainsi que le Président de la République a qualifié l’antisémitisme lors du dîner annuel du CRIF, le Conseil représentatif des institutions juives de France. Comment lutter contre ce fléau ? Ce n’est pas avec les armes ou avec des descentes de police qu’on réussira à extirper ce virus, établi depuis la nuit des temps chez un nombre non négligeable de citoyens. Les églises ont eu leur part de responsabilité en accusant les israélites d’avoir tué le Christ et de ne l’avoir pas reconnu comme le Sauveur. Ils sont restés, malgré les pogroms, fidèles à leur croyance ce qui n’est pas une évidence. Mais pour survivre ils se sont repliés sur eux-mêmes, ce qu’on leur reproche aussi. Vient s’amalgamer sur tout cela le conflit au Proche Orient, qui suscite la haine des deux côtés, que ce soit chez grand nombre d’Arabes ou chez les juifs fondamentalistes. La raison a fait place aux émotions, qui comme on le sait , n’arrangent rien. Weiterlesen

Je ne vais pas faire l’apologie de la remise des Oscars. Ni faire la critique des choix. Je vais plutôt m’atteler à l’esprit de compétition qui semble tous nous animer. La volonté d’être toujours le meilleur, de dépassé d’une courte tête les concurrents. Mais à quoi rime ces joutes ? Ont-elles un sens ? De tels événements sont parfaitement arbitraires lorsque les dollars sont en jeu ; c’est le cas dans toutes les formes de compétitions, quel que soit le cas. Ce sont souvent les œuvres méconnues qui ont une valeur universelle. Je pense à Proust qui a eu bien du mal à être publié. La seconde chose qui me gêne autour de ce cher Oscar, c’est le tam-tam publicitaire. Le tapis rouge et les toilettes des divas sont plus importants que les films projetés. Le cinéma-vedette a toujours existé, mais il devient à mes yeux insupportable lorsque seul le business est en jeu. À l’encontre de Los Angeles, je trouve le festival de Cannes bien plus crédible. Il en va avant tout des projections, ce qui ouvre la porte à des cinéastes inédits. Weiterlesen

Urbanistan

To be fair: I have stolen this title. From the newspaper Zeitjung. What do cities make out of us, how do they change us? We live inside them. They leave their mark on us, also change our lives. Innately, from birth on, man is a piece of nature. No one is born a city dweller. We are developing. Consequently, genetically considered, we are all country bumpkins, villagers. Expressed a little bit provocatively we are hillbillies. Our education in our environment and by the people living there make us develop to that what we are afterwards. Townies, business people and intellectuals. What ever! Domesticated, we are unable to survive in free wilderness. We, who arrogate to ourselves to control nature. As in the hive we live in our honeycomb, making our contribution to public welfare. But as incapable as we became on the one hand since the Stone Age: on the the other hand we have gained a lot. The city brings culture. Even the way we build our homes is part of culture, so to say art! And so we feel secure when we are moving in our communities, sitting together with others in a pub. Or just look at pictures and say, „Do you still remember …?!“. The urban man, a cultural product of nature.

Zugegeben: ich habe den Titel geklaut. Aus der Zeitung Zeitjung. Was machen Städte aus uns, wie verändern sie uns? Wir leben in ihnen. Sie prägen und verändern auch unser Leben. Der Mensch ist von Natur aus, also von Geburt an eigentlich ein Stück Natur. Niemand wird als Städter geboren. Wir entwickeln uns dazu. Somit sind wir genetisch betrachtet alle Landeier, Dörfler. Ein bisschen provokant ausgedrückt Hinterwäldler. Unsere Erziehung in unserer Umgebung und von den dort lebenden Menschen macht uns zu dem, was wir dann sind. Städter, Businessmenschen und Intellektuelle. Was auch immer! Domestiziert sind wir, unfähig in freier Wildnis zu überleben. Wir, die wir uns anmaßen, die Natur zu beherrschen. Wie im Bienenstock leben wir in unseren Waben, leisten unseren Beitrag zum Gemeinwohl. Aber so unfähig, wie wir einerseits seit der Steinzeit geworden sind: andererseits haben wir viel dazugewonnen. Die Stadt bringt die Kultur. Selbst die Art, wie wir unsere Behausungen bauen, fällt unter Kultur, ja, unter Kunst! Und so fühlen wir uns geborgen, wenn wir uns in unseren Gemeinden bewegen, in der Kneipe mit anderen sitzen. Oder auch nur Bilder betrachten und sagen: „Weißt Du noch … ?!“. Der urbane Mensch, ein Kulturprodukt der Natur.

© Thomas Dietsch

La manifestation anti-Maïdan à Moscou samedi dernier a été celle de l’obscurantisme, du conservatisme. Les manifestants, selon la police plus de 35.000 personnes, se sont élevées avant tout contre la décadence de l’occident. Pour eux l’Ukraine représente le cheval de Troie. Pour les ennemis de la Russie, le moyen d’infester des valeurs sacrées telles que celles de la religion. La peur d’une dégradation des mœurs est sur toutes les lèvres. Le libéralisme, pour ces défenseurs du Graal, est du poison. Les opposants qui ne se s’identifient pas à eux, sont conspués, tels les homosexuels, les esprits libres ou tous ceux qui n’admirent pas d’une manière béate le grand manitou! Weiterlesen