Liebe Petra,

es sind hier vier Aufsätze, die ich den Frauen gewidmet habe. Der Fall Harvey Weinstein bewegt noch viel mehr Dinge als einen unmöglichen sexistischen Vorfall, es ist der Anlass, uns über die Gesellschaft Gedanken zu machen. Wie konnte es sein, dass man die Augen über solche Machenschaften einfach geschlossen hielt? Dass man gewähren ließ?

Männer, kommt mir nur nicht mit dem Argument, dass die Frauen euch anmachen und dass ihr nicht anders könnt, als sie zu vernaschen. Um dieses Problem zu lösen, hat Mohammed einfach die Frauen, unter Burkas verschanzt, um sie so unattraktiv wie möglich zu machen. Er dachte, dass somit die Männer nicht sündigen würden. Wenn er glaubte, dass dieses Weinstein verhindert hätte seine Show abzuziehen, würde er sich gewaltig irren – also wurde die Express-Ehe erfunden, die nicht länger als die Zeit des Beischlafs dauern sollte. Nach Erledigung des Geschäftes kommt die Express-Scheidung zum Zuge und dann ist theologisch alles in Ordnung, was den Koran angeht, glauben „die Ficker“. Wer aber sich mit dessen Schriften befasst, wird schnell erfahren, dass der Respekt der Frau an erster Stelle steht und dass solch ein Verhalten nicht zu bewilligen ist, schon aus der Tatsache, dass man keine potentielle Mutter derart behandeln darf. Diese so wertvollen Spuren werden sehr oft übersehen. Wer sich als fromm darstellt, sollte sich jedoch daran halten. Also gab es auch in Arabien eine Menge Weinstein!

Soziale Gleichheit zwischen Mann und Frau hat nichts mit der Anpassung zu tun. Was die Menschen so interessant macht, ist die Vielseitigkeit. Es geht hier darum, dass jedes Geschlecht das Recht haben soll, sich so zu entfalten, wie es die Natur vorgesehen hat. Trotz jeder Art von genetischen Manipulationen, wird der Mann kein Kind in seinem Bauch tragen und dann gebären. Es soll seine Rolle spielen, wie seine Frau auch. Wenn ich den Satz höre, dass wer anschafft, das Sagen hat, fühle ich mich dabei nicht wohl. Umso mehr, dass es heute völlig normal ist, dass eine Gattin arbeiten geht und wo steht es, dass der Rüde in der Tierwelt die Führung hat? Von Gattung zu Gattung ist das sehr verschieden und ein Grund mehr, keinen Machtkampf durchzuführen, der ohnehin in die Hosen geht. Für mich ist die Ehe eine Partnerschaft, bei der jeder seine Freiheit haben sollte. Es würde mir nicht einfallen meiner Frau zu diktieren, was sie machen soll und das Gleiche gilt für mich. Vielleicht der Grund, dass wir 47 Jahren zusammen sind? Mit der Sklaverei kann das nicht klappen. Es ist für mich selbstverständlich, dass jeder sein Meister ist. Und ihr? Wie treibt ihr es? Ich befürchte, dass ich nicht viele Antworten bekommen werde.

Menschen drängen gegen ihren Willen Dinge zu tun, die unwürdig sind, das ist für mich eine Art Sklaverei. Wer jeden Tag fürchten muss arbeitslos zu werden und damit in die Misere gedrängt zu werden, ist jemand dessen Seele zertrampelt wird. Er lebt in einer Scheinwelt, in der er glaubt, dass er nur durch eine komplette Anpassung überleben kann. Man schiebt ihm ab und zu Bonbons in den Rachen, um ihn bei Laune zu halten, aber in Wirklichkeit, ist er ein gesteuertes Wesen, das – solange er rentabel ist – aufrecht gehalten wird und dann, wenn er rostet, einfach zum Müll weggeworfen wird. Das ist die moderne Form der Sklaverei. Der Fall Weinstein hat gezeigt, mit welchen Methoden es möglich ist, Menschen zu demütigen, um sie gefügig zu machen. Hier wäre die Hauptaufgabe rund um den Globus, diese Umstände zu bekämpfen und das würde eine totale Infragestellung des Arbeitsrechts als Konsequenz haben.  Das würde auch bedeuten, dass der Faktor Arbeit wieder den ersten Platz einnehmen sollte, nicht das Kapital. Und vor allem, dass die Selbstbestimmung, keine leere Hülse mehr ist. Wie wäre das, Freunde?

Für mich ist so eine Art von Demütigung mehr als schmerzlich. Ich kann nur wünschen, dass der Fall Harvey Weinstein sich in seiner Auswirkung nicht nur im Rahmen des Sexismus begrenzt. In Amerika „made by Trump“, in es so, dass das Macho-Gehabe überall Oberhand nimmt und es kann nicht schaden, wenn Promis die Alarmglocke ziehen. Es geht hier auch um die Diskriminierung von Menschen anderer Hautfarbe, sozial abgehängte Familien –  kurzum darum, dass der finanzielle Erfolg nicht alles zulassen darf. In der Politik spielt das Benehmen eine imminente Rolle. Wenn die Sitten nachlassen, ist die Korruption in der Nähe. Hemmungen werden zugunsten der finanziellen Potenz über Bord geworfen und das war der Fall von Weinstein, der dachte, sich alles leisten zu können. Aber das Ganze wäre vergebens, wenn es nur eine Hollywood-Angelegenheit bleiben würde, die eher die Yellow-Press interessiert. Der Umgang mit den Waffen, das Benehmen eines Präsidenten, das alles gehört eng dazu. Es wäre zu hoffen, dass dies zu einer Besinnung Amerikas führen könnte. Wer sich unterdrücken lässt, trägt dazu bei, dass keine Grenzen mehr sichtbar sind.

 

In der Hoffnung, dass es dir gut geht,

alles Liebe aus München,

Pierre

 

//pm

Liebe Petra,

heute komme ich mit einem Thema, das mich beschäftigt und es geht um die heikle Frage, wie es den Familien besser gehen könnte. Der Druck ist sehr hart, wenn man Job und  Erziehung der Kinder unter ein Dach bringen muss, wie du weißt und noch schwieriger ist es, wenn man alleinerziehend ist. Meistens stehen die Frauen an der Front und wissen nicht so recht wie es weitergehen soll. Vor ein paar Tagen habe ich eine Reportage gesehen, in der Mütter, zwei bis drei Tätigkeiten täglich absolvieren mussten um über die Runden zu kommen. Das Beispiel der Hilde L. hat mich sehr bewegt: Eine halbe Stelle als Putzkraft in einem Großhandel, dann die Betreuung einer alten Dame, die an Alzheimer leidet und zuletzt Zeitungen austragen. Ihre Tochter ist zwangsläufig ein Schlüsselkind, kommt damit nicht zurecht und ihre Noten lassen zu wünschen übrig. Der Ex-Ehemann hat sich aus dem Staub gemacht und bezahlt keine Alimente. Kein Wunder, dass die Schulden diese Frau sehr belasten und dass sie gesundheitlich darunter leidet. Sie hat zu hohen Blutdruck und ist daher oft schwindelig. Was sagt die Politik dazu? Ob Horst Seehofer, Manuela Schwesig oder Karin Göring-Eckhardt der Grünen, alle sprechen wie der Weihnachtsmann. Klar, es soll sich verbessern, wir werden schon dafür sorgen.

Das gehört jetzt zum Timing. Warum? Gut erraten liebe Petra! In Deutschland fängt der Wahlkampf für den Bundestag an. Eine Zeit, in dem sich ganz speziell die Parteien um die Belange der Familie kümmern. Es soll ihnen besser gehen als bisher und das sowohl in Gestalt des Alltages als auch finanziell. Es soll flexibler zugehen, egal ob in der Firma oder zu Hause und das würde bedeuten, dass die Arbeitszeit reduziert werden sollte, um den Kindern mehr Zuwendung zu schenken oder um ihre gebrechlichen Großeltern besser pflegen zu können. Das klingt sehr human, aber woher soll das Geld für solche Vorhaben stammen? Darüber macht man sich zu Recht Gedanken. Ich habe immer ein fahles Gefühl, wenn sich die Parteien kurz vor einer Wahl als äußerst menschlich ausgeben, denn auf dem Papier sieht es gut aus, in der Realität weniger. Seien wir uns im Klaren, dass jede Verkürzung der Arbeitszeit mit weniger Einkommen eng gekoppelt ist und auch, wenn der Staat den Verdienstverlust teilweise abfedert, wird kaum alles gedeckt werden können. Die Pflegeversicherung sieht vor, das helfende Angehörige einen Teil ihres Aufwands zurückerstattet bekommen, aber das ist nur ein Bruchteil ihrer Ausgaben und wie wir wissen, können die meisten Familien nicht mit einem Gehalt überleben. Immer öfter müssen die Eltern zwei bis drei Jobs ausüben, um zurechtzukommen. Hier sollte sich zuerst etwas ändern und das hieße, bessere Löhne auszubezahlen, um die Familien zu stabilisieren. Wer ständig nach dem Geld rennt, hat keinen freien Kopf und das hat zweifellos Konsequenzen für die Kinder. Wäre es nicht angebrachter hier aus staatlicher Sicht zu investieren? Ich denke schon. Auch die ständige Angst seinen Job zu verlieren, sorgt für Spannungen. Jeder weiß, dass für eine gute Erziehung Gelassenheit notwendig ist. Wenn aus äußerlichen Gründen Spannungen angesagt sind, kann es schreckliche Konsequenzen für die Kinder haben. Klar, die Übernahme der Kita-Kosten zum Beispiel, wäre ein Schritt in die richtige Richtung, aber das ersetzt nicht ein sicheres Einkommen. Eine effektive Familienpolitik ist eng mit dem Job verbunden, hier müsste angesetzt werden und das sowohl für die Gehälter als auch für die interne Arbeitsverteilung. Mütter sollten die Möglichkeit haben, ihren Zeitplan selbst zu organisieren und das sollte gesetzlich vorgegeben werden.

Gerade in einer Zeit, in der das virtuelle Leben solch ein Gewicht hat, sollte alles getan werden, um die Menschen näher zu führen. Wollen wir nur noch Autisten haben? Ich finde schon, dass es die Rolle des Staates ist, dafür zu sorgen, dass die Bedingungen geschaffen werden sollten, um jedes Mitglied einer Familie nicht in die Isolation zu treiben. Wenn zu wenig Zeit für die Fürsorge übrig bleibt, darf man sich nicht wundern, dass viele junge Leute auf der Strecke bleiben. Ich würde gerne deine Meinung diesbezüglich hören.

Sei umarmt, liebe Petra. Ich hoffe, dass die Sonne auch in dein Herz strahlt.

Alles Liebe

Pierre

//pm

 

 

 

Was stimmt an der Mär des großen Unterschiedes zwischen Männlein und Weiblein?

Die Tatsache, dass Frauen besser kochen können? Das ist Mist! Die Mehrheit der großes Meister- und Starköche ist männlich. Man(n) kann es also lernen, die Frage lautet, ob das Interesse besteht. Dieses ist bei Frauen offensichtlich größer als bei Männern. Daher kochen auch die meisten Frauen besser als Männer, weil erstere es gelernt haben und letztere eben nicht.

Wie ist das mit der Einparkschwäche der Frauen? Tja, meine Herren: Verloren! Eine neue Studie hat nachgewiesen, dass der Einparkvorgang bei weiblichen Fahrern rund 17 Sekunden dauert, bei männlichen 3 Sekunden länger. So weiß es DIE WELT unter dem 16.06.2015 zu berichten.

Was das angeht, „funktionieren“ Männer und Frauen auch gleich. Eine weitere Studie hat zwei Gruppen gebildet. Die eine mit einer Dame und restlich alles Herren. Die Männer haben mit den Einparkvorgängen begonnen. Alles super! Bei der Frau stellte sich der Studienleiter daneben und redete auf die Dame während des Einparkvorgangs ein. Die Frau brachte nichts zustande! Bei der anderen Gruppe waren die Verhältnisse umgekehrt: „der Hahn im Korb“, nur Frauen, ein Mann. Gleicher Ablauf, „Zutexten“ beim Einparkmanöver des Mannes. Nichts ging mehr! Also, meine Herren: die Partnerin beim Einparken nicht volllabern. Sie kann es mindestens genauso gut wie Sie!

Frauen sind Multitasker, Männer nicht? Auch das ist widerlegt! Multitasking kann man sich antrainieren. Topmanager, Männer wie Frauen, müssen es beherrschen, sonst könnten sie ihr tägliches Arbeitspensum nicht bewältigen. Auch hier spielt es eine Rolle, ob jemand schon sehr früh mit vier Herdplatten kocht oder sich nur eine Tiefkühlpizza in den Herd schiebt. Kochen mit mehreren Herdplatten fördert die Fähigkeit des Multitaskings!

Wobei ein bisschen Genmaterial dabei sein soll. Eine Untersuchung behauptet, dass Frauen deswegen lieber shoppen als Männer, weil sie schon in der Steinzeit Beeren sammelten, während die Männer zur Jagd gingen. Das eine soll einen breiten Blick auf das „Angebot“ fördern, bei Männern soll hingegen die Jagd den Tunnelblick hervorgerufen haben, weil sie sich auf ein Wild konzentrieren mussten. Shoppen sei ihnen deswegen nicht gegeben. Ich zweifle … Woher wissen meine Gene, dass mein Ur-Hoch-X-Großvater auf die Jagd ging?! Nur so ein Gedanke! Kein Anspruch auf Wissenschaftlichkeit.

Noch eine Anekdote: Gemäß einer neueren Umfrage tankt Frau teurer als Mann. Nicht, dass die Damen nicht wüssten, ob der Spritpreis hoch oder niedrig ist. Aber sie sollen zwei Handicaps haben: zum einen neigen sie zu Spontankäufen. Der Tageshöchststand der Benzinpreise liegt spät in der Nacht. Das Tagestief in der Regel zwischen 18.00 und 22.00 Uhr. Der Höchststand in der Nacht ist dadurch begründet, dass viele Tankstellen nur tagsüber geöffnet haben. In der Nacht fehlt für die übrigen Tankstellen der Preisdruck durch die Mitbewerber. Die Preise gehen hoch. Spontan entscheidet sich die Frau, mal rechts raus in die Tankstelle zu fahren. Ohne vorherigen Preisvergleich …

Zum anderen sollen sich Frauen laut einer Studie der Tankstellenkette Aral an der Zapfsäule unwohl fühlen. In der Regel soll der Mann tanken, wenn keiner vorrätig ist, gilt der Grundsatz „Augen zu und durch!“. Und in dem Falle ist schon einmal schnell vollgetankt, ohne Rücksicht auf den Geldbeutel.

Also meine Herren: Lassen Sie Ihre Frau einparken, die kann das besser! Aber sehen Sie zu, dass das Auto vollgetankt ist.

In diesem Sinne: Gute Fahrt!

© Thomas Dietsch

La Quota

Arriverà per legge: la quota riservata alle donne! Il 30 per cento dei consigli di vigilanza delle grandi aziende devono in futuro essere di sesso femminile. Esclusivo per „i ceti privilegiati“! Al senso dell’articolo 3 della nostra Costituzione, tutte le persone sono uguali prima della legge. Uomini e donne sono uguali. Siamo tutti diversi. Proprio per questo siamo uguali prima della legge, vuole dire di uguali diritti. La realizzazione di questa uguaglianza è il punto debole da decenni. Pertanto, la legge generale sulla parità di trattamento è venuto. Ora, dopo il primo tentativo alla metà degli anni 1980, la quota riservata alle donne per legge. Le donne devono essere preferibilmente scelti nei consigli. La disuguaglianza dei sessi in mezzo per raggiungere alla fine lo scopo della parità di trattamento. A questo scopo scrive il Frankfurter Allgemeine Zeitung: la quota porterà al risultato che le donne “dal basso” pensano sopra queste donne: “che ne hanno bisogno – buon reddito e quindi anche la quota”! In Norvegia, anche un paese con quota, si trova la cordata di „gonne d’oro“ già da lungo tempo: si tratta di donne in posti migliori che si procacciano l´uno o altro posto a vicenda. Un club esclusivo. Vedremo … Soprattutto quando le aziende impareranno finalmente che la competenza non dipende da colore della pelle, sesso, religione o età.

Die Quote

Sie wird kommen per Gesetz: die Frauenquote! 30 Prozent der Aufsichtsräte von Großunternehmen müssen zukünftig weiblich sein. Exklusiv für „die da oben“! Laut Artikel 3 unseres Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Wir sind alle verschieden. Gerade deshalb sind wir vor dem Gesetz gleich, will heißen gleichberechtigt. Mit der Durchführung dieser Gleichberechtigung hapert es seit Jahrzehnten. Deshalb kam das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Jetzt, nach erstem Anlauf Mitte der 1980er Jahre, die Frauenquote per Gesetz. Frauen müssen bevorzugt in die Aufsichtsräte gewählt werden. Ungleichbehandlung der Geschlechter im Mittel zum Zweck der Gleichbehandlung im Ziel. Dazu schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung: die Quote werde „„ganz unten“ dazu führen, dass Frauen über Frauen denken: Die haben es nötig – gutes Einkommen und dann auch noch die Quote!“. In Norwegen, auch ein Quotenland, gibt es seit langem die Seilschaft der „Goldröcke“: das sind Frauen in Spitzenpositionen, die sich den einen oder anderen Posten gegenseitig zuschieben. Ein exklusiver Klub. Wir werden sehen … Vor allem, wann Unternehmen endlich lernen, dass Kompetenz nicht von Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder Alter abhängt.

© Thomas Dietsch