Ich erinnere mich nur noch sehr schlecht. Es war bereits dunkel, warm, sternenklare Nacht, der Mond wachte über die Dinge, die hier bei uns geschahen. Offensichtlich war ich noch nicht sehr müde, die Nacht wunderbar, also entschloss ich mich zu einem Spaziergang.

Wie lange ich bereits unterwegs war, weiß ich nicht mehr. Der Weg ging über eine Wiese auf Bäume – wahrscheinlich Obstbäume – zu, als ich Musik hörte. Etwas exotische Klänge, für mein Verständnis waren sie indisch. Neugierde machte sich in mir breit, ich folgte den Klängen, hinter den Bäumen erschienen langsam bunte Lichter, wie eine Aurora. Eine Schar Menschen saß in einem riesigen Kreis um einen Platz, innerhalb dem andere tanzten. Ein seltsamer Tanz, wie aus einer anderen Welt. Wie verzaubert, alle schienen frohen Mutes zu sein, aber keiner sprach ein Wort. Außer dem Klang der Musik und den Geräuschen der Bewegungen war nichts zu hören.

Näher betrachtet fiel mir auf, dass die tanzenden Menschen verschiedene Kleider, ja Trachten, trugen. Die Hautfarbe des einen unterschied sich von der des anderen. Und trotz der vielen Unterschiede lächelten alle einander an. Im Zirkel um die Tanzenden waren die Gruppen säuberlich aufgeteilt. Alle nach Trachten und weiterer Zugehörigkeit sauber differenziert. Einige aßen und tranken, man sah dem Treiben in der Mitte zu. Interessiert und doch in aller Ruhe. Man schien auf diesen Moment lange gewartet zu haben. Ein jeder und eine jede fügte ich in die große Gemeinschaft, jeder schien still etwas zu dem Ereignis beizutragen. Vor den Gruppen befanden sich Speisen und Getränke, einige Kulturgegenstände. Letztere lagen da, als würde man sie feilbieten. Eine Art Markt auf einem Fest.

Ich schaute mir die Gruppen näher an und stellte fest, dass alle die Menschen, fein säuberlich am Rand sortiert, aus allen Winkeln dieser unserer Erde kommen mussten. Da waren Asiaten, Indianer, Afrikaner, Aborigines aus Australien und nicht zuletzt wir Europäer. Eine Party der Kontinente, ein Fest der Weltbevölkerung fand hier statt. Einträchtig, gut organisiert und zu einem bestimmten wichtigen Zeitpunkt, der sich mir nicht erschloss.

Von meiner Ankunft schien niemand besondere Notiz zu nehmen. Eine offene Feier, auch für Neu- oder Spätankömmlinge. Auf eine wundersame Art schienen sich alle miteinander zu verständigen; es bedurfte nicht der Worte.

Ich steuerte auf die Indianer zu, ein Mann deute mit einer Geste neben sich. Eine Einladung, die ich gerne wahrnahm. Kaum hatte ich mich auf der Erde im Schneidersitz niedergelassen, befand ich mich in einer Stadt der Inkas, irgendwo in Mittel- oder Südamerika. Buntes Treiben in den Straßen, Menschen gingen ihren täglichen Verrichtungen nach. Ich war überwältigt! Schienen sich die Tanzenden in der Mitte des Kreises in der Gegenwart zu befinden, so wurde man im Außenbereich bei den Gruppen in die Vergangenheit katapultiert. Vielleicht war es auch eine Zeit, die frei von europäischen Einflüssen war. Mir war nicht klar, ob ich zeitlich zurückgefallen war oder mich irgendwo in einer Zeit parallel zu der unsrigen Gegenwart befand.

Die Geschehnisse wiederholten sich. Ich erhob mich, machte eine stumme Geste des Dankes gegenüber meinem Gastgeber und ging zur nächsten Gruppe, jener aus Asien. Die freundliche Verbeugung einer Frau lud mich ein, Platz zu nehmen. Ein Tempelgong aus China schien die Zeit zu verkünden. Rikschas huschten durch die Straßen, Menschen strömten aus Geschäften oder sonst woher und -hin.

Ich besuchte alle Gruppen, überall das gleiche Erlebnis: ich befand mich in einer anderen Welt, ob nun in der Vergangenheit oder im Jetzt mochte keine Rolle spielen. In der Mitte waren alle vereint. So unterschiedlich die einzelnen Gruppen und deren Welten auch sein mochten, eines hatten sie, zumindest hier, gemeinsam: ihren Tanz! Sie waren alle Menschen, Ur-Ur-Ur- … -enkel und -enkelinnen einer Urmutter und eines Urvaters. Der Grund des hiesigen Treffens war todernst. Es war eine Mahnung, dass wir alle eins waren: Der Mensch, seit Urzeiten auf diesem Planeten. Mit Verstand gesegnet, auf dass wir uns gegenseitig voranbrachten.

Ein furchtbares Geräusch unterbrach meine Gedanken, eine Stimme katapultierte mich wieder in eine andere Welt.

Ich stand auf, während mein alter Radiowecker die Nachrichten herunterleierte: „Bei einem Bombardement der US-geführten Anti-IS-Allianz kamen 215 Menschen ums Leben …“.

Ich schaltete das Radio aus, schaute aus dem Fenster und hätte weiterträumen wollen …

© Thomas Dietsch

Datenmüll, der Computer verrotzt zusehends! Der Cleaner muss ran. Richtig schneller läuft die Kiste hinterher auch nicht. Cookies … Sollen angeblich gut sein. Mir erschließt sich das nicht so richtig. Außer, dass man mein Klickverhalten kontrolliert und mich dann mit Werbung vollballert. Interessant ist, dass auf dem Cleaner seit dem Erscheinen von Windows 10 der Explorer nicht mehr gereinigt werden kann. Die neue Version soll ja ein wahrer Datenmoloch sein. Die Krake greift alles an Information ab, was sie kriegen kann! Im Radio läuft eine Doku über Jesus. Jesus, Mohammed, Buddha, Krishna. Alles große Männer, hervorragende Denker, die ihrer Zeit wichtige Richtlinien gegeben haben, die heute noch Geltung haben. Religiös geprägte Zeiten! Heute säkularisieren wir immer mehr. Neue Werte müssen her. Ich frage mich, ob wir in diesem Computerzeitalter nicht selbst nach und nach vermüllen. Wir werden vollgepumpt mit Daten, Information und allem möglichen Mist. Welcher Cleaner reinigt uns eigentlich? Informationsverarbeitung geschieht im Gehirn. Wenn man früher Mist baute hieß es: „Was hast Du Dir dabei gedacht? Nichts!“. Haben Sie schon einmal versucht, „Nichts“ zu denken? Schon mal meditiert? Ich habe es einmal versucht. Da merkt man, dass es gar nicht so leicht ist, nichts zu denken. Im Schneidersitz sausen einem viele Gedanken durch den Kopf. Ungewollt! Man kann das gar nicht steuern. Man erinnert sich an irgendeine Autofahrt, die unbezahlte Rechnung schießt dazwischen, Abendessen steht auch an. Schon ist der Speichelfluss angeregt, man beginnt, jämmerlich zu sabbern. Und das mit dem Kreuz ist in dieser Sitzhaltung auch nicht das Wahre … Also mit nichts denken, das ist nicht so einfach! Wir sind mittlerweile alle Datenjunkies. Vollgepumpt bis oben hin und das 24/7. Die Wirtschaft als der neue Gott, Konsum die neue Religion. Ich frage mich, ob die vorgenannten Herren es da nicht etwas einfacher hatten. Gut, es waren andere Zeiten, Krishna soll angeblich vor 5000 Jahren geboren worden sein. Da war die ganze Welt noch ruhiger. Ruhe bedeutet doch auch, nachdenken zu können, mal den buchstäblich „klaren“ Gedanken fassen zu können. Das gibt es heute nicht mehr, oder?! Verkehrslärm, Musik, Baulärm, alle möglichen Geräusche, und sei es auch nur sinnloses Geschwätz. Oft beschweren wir uns über Lärm, produzieren wir doch selber genug davon. Kriegen sich Nachbarn deswegern in die Haare, muss der Richter ran. Er entscheidet dann, was guter und was schlechter Lärm ist. Nach dem Motto: schreiende Kinderhorden sind gut, Hundegebell schlecht. Kinder outen sich lautstark beim Spielen, das liegt in ihrer Natur. Aber erklären Sie Ihrem Hund doch mal, dass er in der Zeit von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr nicht bellen darf. Geil, ne?! Weil wir Lärm produzieren, müssen wir also auch regeln, wie viel wer davon absondern darf. Den Produzenten stört das weniger, der Lärmempfänger ist da schon weniger tolerant. Ein einfaches Beispiel für ein nur geringes Geräusch: Sie haben doch sicher früher auch „Klavier gespielt“? Klar, an Haustüren klingeln und wegrennen. Und wir hatten einen Heidenspaß! Wenn das heute passiert – nein, ich bin nicht mehr der Klingelnde – und ich meinen in die Jahre gekommenen Hintern umsonst zur Haustür bewege, dann bin ich da weniger amused. Lärm ist Ansichtssache und: Lärm verursacht eine Aktion beziehungsweise eine Reaktion. Wir reagieren irgendwie darauf. Beschallung in Kaufhäusern erhöht den Umsatz, zu laute Musik des Nachbarn macht aggressiv. Wie war das eigentlich in früheren Zeiten? Man ist heute so konditioniert, dass man sich das schon gar nicht mehr vorstellen kann. Es muss damals todsterbenslangweilig gewesen sein. Die Ansicht eines modernen Menschen, der Lärm gewohnt ist. Als Info-Junkie langweilt einen das Ungewohnte. Würden wir aufgrund der Ruhe – mal gedanklich in die Zeit zurückversetzt – nicht aggressiv werden und den zu früh krähenden Hahn erschießen?! Es ist paradox: wie oft sehnen wir uns nach Ruhe und kämen dauerhaft wohl gar nicht damit zurecht. Die Zeit der Denker damals; sie hatten mehr Ruhe und vielleicht auch mehr Zeit. Ihre Gedanken waren klarer. Ich denke darüber nach … Im Radio wird gerade berichtet, Stalin habe bis 1961 im Mausoleum von Lenin geruht. Als man ihn damals bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion herausholte, soll Lenin sich beschwert haben. Wie auch immer. Mir fällt hierzu „Ruhestätten-Sharing“ ein. Teilen ist angesagt heutzutage. Aber Sharing ist ein anderes Thema. Vielleicht dazu ein andermal!

© Thomas Dietsch

Bewegung in der Zeit, Ruhe in der Ewigkeit. Was wollen die ganzen Leute auf der Straße? Leben ist so, es besteht aus Bewegung. Produktivität und Energieverbrauch, eine Grundsatzfrage! Bin ich als Bürohengst produktiv? Ist es gerechtfertigt, dass ich allmorgendlich soviel Energie in Form von Sprit verpulvere für eine Art von Beschäftigung, welcher ich nachgehe? Und das Gleiche abends noch einmal. Der Mensch bewegt sich, vielleicht ist er dazu geboren. Nestflüchter, wie die Pferde, ist er nicht. Aber kaum auf den Beinen, ist er ständig unterwegs! Insofern ist der Begriff „Bürohengst“ eigentlich widersinnig. Man bewegt sich so gut wie gar nicht und wenn, dann rollt man. Man setzt Fett an, Winterspeck, der auch im Sommer nicht mehr verschwindet. Wo sind wir eigentlich gelandet, hier, in unserer Zeit?! Wir lassen uns für acht Stunden Tätigkeit bezahlen. Nebenbei verbringen wir noch Stunden auf irgendwelchen Straßen. Vollkommen unproduktiv, nerven andere. Wie oft habe ich mir die Frage gestellt, ob denn die ganzen Leute wirklich auf der Straße sein müssen! Gleiches denken die von mir. Wie viel Zeit verbringt der moderne Mensch eigentlich im Laufe seines Lebens auf der Straße, womöglich noch in Staus?! Hat das irgendwer einmal ausgerechnet? Nimmt man die Zeit, während der man schläft oder irgendwo rumgammelt noch dazu, was bleibt dann eigentlich übrig? Übrig von einer angenommenen Lebenserwartung von wegen mir 80 Jahren? Nicht allzu viel, oder?! Was bedeutet Leben? Was ist Lebensqualität? „Fahr zu, Du …“. Die Frage muss doch lauten: Schöpfen wir wirklich alles aus, was das Leben zu bieten hat? Es können doch nicht nur die Wochenenden und die Urlaube sein? Sind wir so auf die Arbeit konditioniert, dass es in der Freizeit zum Familienzoff kommt? Ist das gar so gewollt?! Ja, geile Verschwörungstheorie! Aber passt doch! Was ist denn mit den ganzen Singlehaushalten? Ist doch optimal für Arbeitgeber, die Kapitalisten. Nimm Deinem Arbeitnehmer die Zeit für Freizeitaktivitäten, dann konzentriert er sich auf den Beruf. Ein Leben für den Job! Besser kann es doch nicht laufen! Soll erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen! Der Traum eines jeden Arbeitgebers, ein Leben für die Firma. Apropos Lebensqualität: Hat unser modernes Leben eine neue Qualität bekommen? Liegt der Sinn nicht mehr im Verweilen, sondern im Streben von A nach B? In einem solchen nach Produktionssteigerungen? Wirtschaftswachstum? Tolle Sache, ich kann mir vieles dafür kaufen. Kleine Trostpreise für verlorene Lebensqualität. War das früher anders? Ich weiß es nicht, habe es nicht erlebt oder einfach vergessen. Früher war nicht alles besser. Es war anders … Besser anders oder schlechter?! Was ist, wenn ich kurz vor dem Burn-out bin? „Welcher … hält hier bloß den Verkehr auf!?“. Was ist das für Musik auf diesem Sender? Hip-Hop in der Wüste. Ich tanze auf die Rhythmen in rotem Sand. Meine Füße scheinen zu qualmen. Rote Dünen, geschmeichelt von einer gelben Sonne an blauem Himmel. „“Ja, schon gut! Hör auf zu hupen! Zwei Autolängen … Geht´s Dir nicht schnell genug, oder was?!“. Böser Blick in den Rückspiegel. Die erhobene Faust oder den Mittelfinger spare ich mir. Man wird ja heute so schnell angezeigt. Mit einem Schuss Adrenalin in der Blutbahn schaut man wieder auf die Rückleuchten und die Heckscheibe des Vordermannes. Dies in dem Bewusstsein, es dem Hintermann gerade so richtig verbal gegeben zu haben. Beruhigt irgendwie. Er hat nichts erwidert. Wie soll er auch?! Er hat wohl nicht die Bohne von meiner Schimpftirade mitbekommen. Wahrscheinlich hat er gerade über diesen Nichtskönner im Wagen vor ihm hergezogen. Das Leben ist so ungerecht! Fünfzig Meter noch, maximal drei Ampelschaltungen. Vielleicht auch mehr. Hinter der Kreuzung staut es auch … Es ist nicht nur das Fahren, was einem Lebenszeit stiehlt, es sind auch diese Staus. Man ist Bewegung so gewohnt, dass einen dieses nutzlose Rumstehen total annervt. Das Fahren ist unproduktiv, der Stau ohnehin. Und was tut der gute Arbeitnehmer? Er steht früher auf, weil er den Stau einkalkuliert. Diese Zeit geht wiederum von meiner Schlafenszeit ab. Deshalb muss ich früher ins Bett, was mich wieder Freizeit am Abend kostet. Es ist ein Teufelskreis. Wenn ich die Zeit vor mir trüge – nehmen wir diese Ampel in rund 50 Metern Entfernung – man hat einfach das Gefühl, als fresse ein Monster, von dort kommend, einem immer mehr von diesem kostbaren Gut auf. Und ich habe nichts zu verschenken! Beim nächsten Grün werde ich die Kreuzung passieren. Der Stau dahinter löst sich auf. Wir fahren. Ich tätschele das Armaturenbrett meines Fahrzeugs wie den Hals eines Pferdes; Urinstinkte! Ich glaube, wenn ich einmal Rente beziehen sollte, werde ich mich zu Tode langweilen. Der morgendliche Ärger wird mir fehlen.

© Thomas Dietsch

… legte ich den Stift weg, betrachtete den geöffneten Laptop, daneben eine Skizze eines Raumes mit mehreren Personen. Es ist dieser erste Satz, mit dem alles beginnt. An ihm entscheidet es sich, ob eine Story geboren wird oder eine Schreibblockade sich bestätigt. Ist es blockiert oder ist man leergeschrieben, hat man alles ausgesprochen?! Müßige Diskussion!

Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete, in dem Moment, als ich diesen Raum betrat. Ein langer Tisch, an seinen Enden Vater und Mutter, an den Seiten zusammen fünf Kinder. Der Mann schien etwas vorzulesen, ich konnte es nicht verstehen. Ihm fehlte die Stimme, mir vielleicht das Gehör. Gebe ich ihm eine Stimme, muss ich mich darauf gefasst machen, dass ich Dinge zu hören bekomme, die ich eigentlich gar nicht möchte. So schlimm konnte es aber nicht sein, was Papa zu berichten hatte. Waren da doch kleine bis halbwüchsige Kinder. Zumindest erstere verschonte man bis zu einem gewissen Alter vor den Widrigkeiten der Welt. Warum öffnete ich diese Tür, wurde Gast in diesem Zimmer, dieser Wohnung oder gar diesem Haus? Hatte ich mich selbst eingeladen, hatte mich jemand hereingebeten? Auch jemand ohne Stimme? So stumm und doch hörbar, wie sie in den Ohren klingt. Nur wenige können sich ausmalen, wie furchtbar ein stummer Schrei eine Geräuschkulisse zerfetzen kann. Man fremdelt, wenn man zu unbekannten Leuten kommt, in deren Privatsphäre. Einer dieser Holzstühle mit Sitzkissen an dieser Tafel war frei. Sollte ich mich setzen? Oder doch lieber auf die Einladung warten, mich setzen zu dürfen? War ich ein Familienmitglied? Oder ein Fremder? Waren mir die Menschen in diesem Raum doch alle fremd. Ich überlegte angestrengt, wie ich so dastand, die Szene beobachtete, während niemand von meiner Anwesenheit Notiz nahm. Die Dinge nahmen weiter ihren Lauf, so als sei nichts geschehen; als sei niemand durch diese Tür getreten, sei kein Gast anwesend. Konnte eine Familie fremd werden? Eventuell durch Amnesie oder Demenz des Betrachters. Oder einfach nur, weil die Farbe Schwarz zu einer weißen Schafherde nicht passte. Es war spartanisch hier, offensichtlich eine abendliche Lesung eines Vaters und Ehemannes für seine Familie. In welche Zeit war ich gerückt? Kein Handy, kein Tablet! Ein Sprung in die Vergangenheit? War es deswegen, dass man sich fremd war? Konnte doch niemand von meiner Anwesenheit Notiz nehmen, meiner geisterhaften Erscheinung. Eine Tempestate von Erinnerung und Phantasie. Schwarze Wolken rasen über den Himmel …

Hupen weckt mich aus meinen Gedanken. Rauschen, Rasen. Nichts Besonderes auf einer belebten Autobahn! Reisen bildet, öffnet die Poren für die Wahrnehmung von Neuem. Es ist nicht die Geschäftsreise, nicht die Fahrt in den Urlaub. Es ist einfach nur eine Fahrt. Eine lange Fahrt! Der Zündschlüssel drehte sich aus der Erkenntnis, dass Stillstand nicht immer gut ist. Harren und Rosten liegen nahe beieinander! Geschäft und Urlaub nicht als Zweck … es ist eine Fahrt ohne Ziel! Nein, falsch! Der Weg, die Fahrt ist das Ziel. Bewegung, da, wo die Zeit beginnt hingehen. Aus der Ewigkeit heraustreten, hinein ins Leben. Fahren heißt sich frei fühlen, frei wie Wildpferde auf Steppen. Ohne Sattel, mit nie endendem Bewegungsdrang. Ja, Bewegung als Ziel, Bewegung heißt Leben! Lasse sie meckern, die anderen. Mögen sie überholen! Ich reise, habe niemanden vor mir. Ihr hingegen werdet immer jemanden überholen müssen!

Warum sehnen wir uns alle nach einer Freiheit? Jeder nach der seinen. Warum fühlen wir uns, auch im liberalsten Gesellschaftsgefüge, eingesperrt? Weil uns etwas begrenzt, ich kann es nicht greifen. So als sei jeder von uns ein Produkt der Phantasie irgendeines Autors. Nur ein Gedanke, angehaucht mit Leben. Aber im Endeffekt nicht fertiggedacht und dadurch beschränkt in seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Ausfahrten rauschen blau bepfeilt rechts an mir vorbei. Selbst der Autor einer Geschichte ist wiederum das Konstrukt eines Anderen. Wenn ich überlege, dass diese Fahrt der Phantasie eines anderen entspringt. Man fühlt sich ausgeliefert. Was kommt hinter dem nächsten Hügel? Und schon erlangt Schicksal eine neue Bedeutung. „Nicht vollständig ausgedachter Handlungsstrang!“, ja, so würde ich es definieren! Hat er oder sie es nicht getan, muss ich es selbst tun. Vor mir liegt der Horizont. Ich werde meinen Buchdeckel passieren!

© Thomas Dietsch

Zum letzten Mal war einer von ihnen 1982 auf unserem Planeten gelandet. Wir kennen ihn alle noch: ET., der nette, schrullige Außerirdische mit der leuchtenden Fingerspitze. „ET. phone home!“. Streng geheim sind seitdem immer noch die Akten über sie, ein Nährboden für Verschwörungstheorien und Phantasien über Ufos oder außerirdisches Leben. Ob sie wirklich schon gelandet sind, etwa in Area 51 in der Wüste Nevada oder in verlassenen Braunkohleabbaugebieten der Lausitz, wollte eine Bundestagsabgeordnete der CDU neulich wissen. Es bedurfte eines Urteils des Bundesgerichtshofes, damit eine – streng geheime – Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag ans Licht der Öffentlichkeit gelangte.

Die traurige Nachricht: Die Bundesregierung hält „eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen“. Zwar lege die Tatsache, dass sich Frankreich und Großbritannien mit der Existenz von Ufos und außerirdischen Lebensformen beschäftigen nahe, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien damit befassen – aber Gewissheit gebe es darüber nicht.

Wird sich ET. nochmal in der Zukunft bei uns blicken lassen oder war das Intermezzo 1982 das einzige Stelldichein?! Ja, das sei es, sagen die Wissenschaftler des Bundestages, und führen in ihrer mehrseitigen Ausarbeitung alles, was Rang und Namen hat, auf, um das zu belegen. Unter anderen hat der Nobelpreisträger und Physiker Enrico Fermi die Wahrscheinlichkeit von Leben im All berechnet. Demnach müsste eine Zivilisation, die zur interstellaren Kolonisation fähig wäre, die gesamte Galaxie längst vollständig erobert haben. Dafür hätten die Außerirdischen höchstens 50 Millionen Jahre gebraucht. Unsere Milchstraße sei aber erheblich älter und außer uns Menschen machte sich bekanntlich niemand die Erde untertan.

Gegen die Existenz fliegender Untertassen spreche auch die jahrzehntelang vergebliche Erforschung des Universums nach verräterischen Signalen. So scannen die Radioteleskope des Projektes SETI das Universum nach elektromagnetischer Strahlung von Außerirdischen ab, weil dies die „einfachste und wahrscheinlichste Möglichkeit“ ist, „extraterrestrisches Leben in naher Zukunft zu entdecken“. Kritiker mögen einwenden, das sei zu anthropozentrisch gedacht: Nur weil die Erde im Universum am ehesten durch die Radio und Fernsehsignale ihrer Bewohner auffällt, muss es noch lange nicht heißen, dass Außerirdische sich derselben Signale bedienen. Alles in allem: Sieht man von dem „Wow-Signal“ aus Richtung des Sternbildes Schütze vor jetzt 38 Jahren ab, ist auch hier wenig zu holen, was die Existenz von Nachbarn im Universum belegte.

Die Wissenschaft geht heute von möglichen „Spuren von Leben“ aus und warnt, das bedeute „keinesfalls, dass es sich um komplexere Organismen oder gar intelligentes Leben handelt“. Leben wäre auf Planeten denkbar, die einen ähnlichen Abstand zu ihrem Stern haben wie die Erde zur Sonne, also sich in der habitablen Zone befinden. Dort könne, so wie überall im All, „auf der Basis von Kohlenstoff, Stickstoff und Wasser“ einfaches Leben entstehen.

Noch sind wir also nach dem Stand der heutigen Wissenschaft die „Krone der Schöpfung“. Lassen Sie uns aber nicht übermütig werden: Was ist mit den vielen Zeugen, die schwören, sie hätten Ufos gesichtet – darunter Militärs und andere glaubhafte Offizielle? „Die Bundesregierung hat keine Erkenntnisse über Sichtungen sogenannter Ufos“, so die Erklärung aus dem Jahr 2008. Und warum ermunterten die Vereinten Nationen im Jahr 1978 die Staaten zur Jagd nach Ufos? Weil in Zeiten des Kalten Krieges die Entwicklung „neuer Fluggeräte, Spionagesatelliten durch die militärischen Gegner Anlass boten, sich mit solchen Fragestellungen zu befassen“, sagen die Wissenschaftler. Und die in den letzten Jahren fieberhafte Suche nach Parallel-Erden? Ein neuer Hype? Nein! Wir übernutzen unseren Heimatplaneten. Bald werden wir 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten sein. Was die Rohstoffe angeht, reicht es nicht mehr für alle. Das Projekt „Bergbau im All“ soll vorangetrieben werden. Beginnen wolle man bei Asteroiden.

Last not least: Die Website grenz/wissenschaft-aktuell stöberte eine bis ins Jahr 2021 gesperrte Ufo-Akte des Bundesnachrichtendienstes auf. Jene Akte B206/1914 weiß zu berichten: Am 26. August 1986 bezeugten drei Beamte des Nachtdienstes aus der Grenzschutzstelle Puttgarten, ein in der Luft schwebendes unbekanntes Flugobjekt durch das Fenster ihres Dienstraumes gesehen zu haben. Nach guter deutscher Manier notierte man: „Bitte einen Ufo-Vorgang anlegen!“

Beste Grüße vom Sommerloch!

http://www.zeit.de/wissen/2015-08/ufo-akte-bundesregierung

Von Süden her überfluten uns Menschenmassen. Wenn die Temperatur weiter im Rahmen des Klimawandels steigt, werden auch Mensch von Norden kommen. Von den Küsten! Dann, wenn das Packeis schmilzt und die Dämme in den Niederlanden und sonstwo brechen. Wohin mit all den Menschen? Wer wird die Ordnung in diesem engen Raum aufrechterhalten?! Ich fürchte niemand. Anarchie und Chaos werden herrschen, Gewalt wird an der Regierung sein.

Heute haben wir außer Kontrolle geratene Flüchtlingsmassen. Die Auffanglager liegen oft in der Nähe von Wohngebieten. Wenn man die Menschen nur unzureichend versorgen kann, wer sagt uns, dass bei dem Anblick, wenn vollbeladene Autos nach dem Einkauf ausgeladen werden, nicht der Gedanke kommt: „Holen wir uns doch, was man uns verweigert!“. Ein Gedanke, der sich erst kriminell anhört, aber bei genauerem Nachdenken nicht abwegig ist. Kriminell ist das, was derzeitigem Strafrecht widerspricht. Und unser Rechtssystem spiegelt eine bestimmte Gesellschaftsordnung wider. Bricht letztere zusammen, dann stellt sich auch die Frage nach einer neuen Rechtsordnung. Und nicht zuletzt einem System, dass diese auch durchsetzen kann.

Wenn nun Menschen auf klapprigen, überfüllten Booten übers Mittelmeer kommen, alles, wirklich alles zurückgelassen bzw. verloren haben, was sollte die aufhalten, sich das zu holen, was man zum Überleben braucht. Das ist keine Frage mehr von Nationalität, Herkunft, Hautfarbe oder sonst etwas. Es geht um das nackte Überleben.

Was sind die Gründe für die Misere? Derer gibt es viele. Wollen wir einen beleuchten? Stichwort Kolonialismus. Man zog aus Europa aus, um andere Länder und Menschen zu unterwerfen. Länder und ihre Bevölkerung sollten ausgebeutet werden. Ja, das ist die alte Leier! Aber einer der Hauptgründe, warum wir heute da sind, wo wir sind. Auf diesem, unser aller Erdball! Warum taten wir das damals? Aus wirtschaftlichen Gründen. Unsere Wirtschaft prosperierte, weil wir andere ausbeuteten. Dann kamen irgendwann die Befreiungskriege. Die Kolonien wurden unabhängig. Nach den verlorenen Kriegen straften die sogenannten „Mutterländer“ die ehemaligen Kolonien zunächst mit wirtschaftlicher Missachtung. Man ließ sie am ausgestreckten Arm verhungern! Der Kalte Krieg überzog die Welt, die Ideen des Westens gegen den Kommunismus. Wieder wollte man keine Handbreit Boden dem Gegner überlassen. Wir boten Entwicklungshilfe gegen das Gut des Kommunismus der anderen Seite. Nicht ganz uneigennützig: Länder, die unseren „heiligen“ Standard, die Marktwirtschaft, erreicht haben – sich „entwickelten“ – waren neue Handelspartner und damit gab es dort neue Märkte. Die Entwicklung ging schief! Heute weiß man das. Wenn wir ehrlich sind, war es vermessen, Demokratie und Marktwirtschaft als das allein Seligmachende zu verkaufen. Da sind Länder wie Irak, Iran, Afghanistan und so weiter, in denen Stammes- und Sippendenken von alters her herrscht, Staaten die religiös regiert werden. Die Menschen dort sind nicht in ihrer politischen und wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeblieben. Sie denken einfach anders! Wir müssen in erster Linie lernen, nicht jene. Überall hat der Westen, wo er sich militärisch engagierte, „verbrannte Erde“ hinterlassen. Bürgerkriege, stammes- oder religionsorientiert. Eine Entwicklung, die sich seit unter Umständen Jahrtausenden vollzog, kann nicht von heute auf morgen umgekrempelt werden. Die Frage ist auch: Cui bono? Nur für uns! Die Segnungen der Demokratie einführen; mit der Absicht, dass Frieden einkehrt. Und dann schnell mal die Marktwirtschaft nachschieben. Neue Märkte eröffnen sich, kriegsgebeutelte Länder entwickeln, nachdem Frieden einzieht, einen hohen Wiederaufbaubedarf und eine entsprechende Nachfrage. Was für ein Wirtschaftswachstum! Aber das ging meistens schief. Dauert der Krieg zu lange und wird damit zu teuer, ziehen wir uns zurück. Eine Fehlinvestition! Wir müssen kapieren, dass die Möglichkeiten der Marktwirtschaft und des Wirtschaftswachstums an ihren Grenzen gestoßen sind.

Hände weg von Neokolonialismus! Wir sind an einer Schwelle, wo wir das, das wir vor zweihundert Jahren gesät haben, ernten müssen. Und damals haben wir die Grundlage für Hunger, Leid und Unterdrückung gelegt. Vor Ort in den Ländern muss mit Hilfe dortiger Experten eine Neuaufbau geleistet werden. Ein solcher nach den dortigen Gesetzen! Das wird wohl mindestens Millionen, wenn nicht Milliarden kosten.

Aber es wird Gewalt beenden und unsere eigene Hemisphäre vor solcher schützen.

 

Thomas Dietsch

Die Wellen rauschen an den Stränden der Ägäis, in Athen der Verkehr in Massen. Es stinkt nach Abgasen, Dreck und Hitze machen im Sommer das Atmen in der Stadt schwer. Kühler und romantischer ist es am Meer, irgendwo an den Stränden der vielen griechischen Inseln. Eigentlich alles in Ordnung, so auf den ersten Blick. Das Leben bahnt sich seinen Weg. Erst auf den zweiten Blick, den in die Seitengassen und hinter die Kulissen, fällt einem der Kontrast ins Auge, die Veränderung. Auf den großen Straßen, den Alleen, den Pulsadern der Stadt, sind die mikrofeinen Risse noch kaum erkennbar. In den Seitenstraßen: ein Bild des Verfalls. Die Stadt und auch der Staat sind pleite. Altbekannt!

Eine Bar in Athen, welche sich auch in London oder sonstwo in irgendeiner Metropole befinden könnte. Unverputzte Wände, freigelegte Rohre und ein DJ-Pult, der universellen Look jugendlicher Subkultur. Drei junge Frauen haben dort ein paar Stände mit selbst geschneiderter Kleidung, Schmuck und Taschen aufgebaut.

Ich beobachte die Szene: manchmal bleiben Menschen stehen, betrachten die Ware, vielleicht eine kurze Erkundigung nach Preis oder Qualität. Aber man geht weiter. Das Geld ist knapp im Volk! Wenn jemand ernstere Kaufabsichten an den Tag legt, dann sind dies meist Touristen, unter anderem auch aus Deutschland. Unterhält man sich nur über den Einkauf? Oder spricht man, zum Beispiel in der gleichen Altersgruppe, nicht auch über andere Dinge wie: „Wo kommst Du her?“, „Ich bin die … und der …“ und ähnliches. Was antwortet man einer netten, jungen Griechin hinter dem Tresen des schlecht besuchten Standes auf die Frage nach der Herkunft? „Aus Deutschland!“ und lächeln? Sich vielleicht gar um den Hals fallen? Haben uns die Medien nicht auf beiden Seiten konditioniert? Gehe ich dahin und kaufe etwas und sage, dass ich aus Deutschland komme, dann muss doch bei der Athenerin die ganze Datei ablaufen: Deutschland-Schäuble-Sparmaßnahmen-Unterdrückung! Und dann weicht wahrscheinlich ihr Lächeln aus dem Gesicht. Von uns kommt das Spardiktat, vom trotzigen Noch-Premierminister Alexis Tsipras, der Vorwurf der „Erpressung“ an den Rest Europas.

Insgesamt ergeben sich Bilder eines europäischen Failed State, in dem Menschen hungern, lebenswichtige Medikamente fehlen und die Politiker durchgedreht sind. Oft wird dabei übersehen, dass es in Griechenland immer noch eine urbane Mittelklasse gibt. Talentierte junge Menschen, die eine Hoffnung für dieses Land sind. Wie sehen sie ihre Zukunft hier? Und was denken sie über Deutschland? Die, die als Kinder ihre ersten Euro-Münzen in Händen hielten. Die, von denen man erwartete, dass sie studieren, auf dass es ihnen einmal besser geht. Die, die die Grenzen des Landes sprengen und im Reigen der europäischen Bildungselite mitreden sollten. Wie geht es diesen jungen Menschen? Berichtet einer über sie? Über ihre zerplatzten Träume, abgebrochenen Studien, um zum Familienunterhalt beizusteuern und jener nicht auf der Tasche zu liegen. Bilder und Berichte von verzweifelten Rentnern, die vor geschlossenen Banken warten, gibt es viele. Es ist schlimm, mitanschauen zu müssen, wie die Menschen leiden, die den Staat aufgebaut und über Jahrzehnte geprägt haben, der nun innerhalb von Monaten von politischen Phantasten dem Verfall preisgegeben wird. Die Alten verdienen die Unterstützung, sie haben den Staat ein Leben lang getragen. Aber was geschieht danach? Jede Generation stirbt einmal aus. Und die Jugend ist unsere Zukunft. Jungen Menschen die Perspektive, ja, die Träume zu nehmen heißt, ihnen und mithin einer Gesellschaft die Zukunft zu nehmen. In Armut den Tag wegdösen zu müssen ist ein Verbrechen an einer ganzen Generation. Ein Delikt am Volk selbst! Und so sei es den Menschen gedankt, die trotz der Tatsache, dass sie aus der Bahn geworfen wurden, die Dinge neu anpacken. Nicht studieren, aber zum Beispiel einen Stand eröffnen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Dies gilt generationenübergreifend. So hat ein 50-jähriger Banker, nachdem er in seinem Urlaub gekündigt wurde und nach einem Jahr staatlicher Stütze – länger gibt es in Griechenland keine Unterstützung von Arbeitslosen – auf der Straße landete, eine Suppenküche eröffnet. Ein Unternehmen für die, die noch schlimmer als er dran sind. Sage keiner, die Menschen seien faul! Hilft der Staat nicht, worauf die Steuerzahler eigentlich Anspruch hätten, so helfen sich die Menschen selbst. Griechenland ist kein Failed State, nein, das Land ist ein Projekt. An der staatlichen Politik vorbei haben die Menschen das Ruder übernommen. Gönnen wir ihnen auch eine Zukunft!

© Thomas Dietsch