Two-faced

They had been negotiating in Minsk for over 16 hours. It looked good. Putin was involved in the negotiations. A country that is not officially involved in the conflict. Again and again one is „concerned“, but has nothing to do with the pro-Russian separatists. Just before entering the ceasefire agreements in accordance with Minsk, the Russians now bring heavy artillery in the eastern Ukraine. Heavy weapons for an army, Russia has nothing to do with … Although a corridor should have been formed and heavy weapons withdrawn. Words and actions of the Russian government are contradictory. There are no pro-Russian separatists causing the trouble, but a Russian elite force called Spetsnaz. Inter alia, those are wearing no national emblems in deployment. Weapon supplies for Ukraine are useless. They exacerbate the conflict. Militarily, Russia is a juggernaut. Without NATO support Ukraine has no chance. But the entry of NATO means world war. There remain only further sanctions, economically we have to stop the aggressor´s money supply. Only then Moscow will give way.

Gespaltene Zunge

Über 16 Stunden hat man in Minsk verhandelt. Es sah gut aus. Putin war an den Verhandlungen beteiligt. Ein Land, dass offiziell an dem Konflikt gar nicht beteiligt ist. Immer wieder ist man „besorgt“, habe aber mit den pro-russischen Separatisten nichts zu tun. Kurz vor Eintreten der Waffenruhe gemäß den Minsker Vereinbarungen, bringen die Russen nun schwere Artillerie in die Ostukraine. Schwere Waffen für eine Armee, mit der Russland nichts zu tun hat … Dabei sollte ein Korridor gebildet und schwere Waffen gerade abgezogen werden. Worte und Taten der russischen Regierung widersprechen sich. Es sind auch keine pro-russischen Separatisten, die den Ärger verursachen, sondern eine russische Elitetruppe namens Speznas. Jene tragen unter anderem keine Hoheitszeichen im Einsatz. Waffenlieferungen an die Ukraine nützen nichts. Sie verschärfen den Konflikt. Militärisch ist Russland ein Moloch. Ohne NATO-Unterstützung ist die Ukraine chancenlos. Aber der Eintritt der NATO bedeutete einen Weltkrieg. Es bleiben also nur weitere Sanktionen, man muss dem Aggressor den „wirtschaftlichen Hahn“ zudrehen. Erst dann wird Moskau einlenken.

© Thomas Dietsch

Lieber Pierre,
Narrenfreiheit für die Deppen – entschuldige – Jecken! Ausgelassene Stimmung, betäubte Gehirne, Jeder kann mit Jedem, der Schalk treibt den Verstand aus den Köpfen. Ja, so ist es. Wir sind Meister im Selbstbetrug und der Verdrängung, nicht nur bei diesem Thema. Wen interessiert denn da Aids oder irgendwelche Genitalpilze? Pierre, die Wucherungen sind schon so ausgeartet, da kommt es darauf doch gar nicht mehr an, oder? Während die Ukraine um vorübergehenden Waffenstillstand ringt, die Journalisten angegriffen werden, Menschen sich mit kleinen Flüchtlings-Bootchen versuchen, zu retten…wen interessiert das alles? Die schnöde Bankangestellte geht in den närrischen Tagen bestrapst auf Männerschau und steckt jedem die Zunge in den Schritt, der gebildete BILD-Leser trägt Militärklamotten, Sturmhaube und Knüppel – und sie saufen und ficken bis zum Erbrechen. Nicht mein Ding, lieber Pierre. Ich feiere nicht auf Kommando und nicht nach Datum, wenn es nichts zu feiern gibt. Hasenohren auf? Pappnase dran? Perücke und jede Menge Schminke… das alles dient zur Verwischung der realen Probleme. Alle Jahre wieder lassen sie die Sau raus und ich hoffe, dass die Karnevalsvereine nicht den Mund verschließen werden vor brisanten Themen. Ob die Satire bei den besoffenen Narren ankommt? Ich bezweifele es, lieber Pierre.
Sie sehen auch sonst nur ihr Vergnügen und schauen gerade mal knapp über den Tellerrand. Ich spreche von der Masse der abgestumpften Gesellschaft, die auch auf Facebook z.B. ihr verwahrlostes Hirn in die Welt streuen. Hauptsache, sie sehen gut aus, Hauptsache, sie können feiern, saufen, ficken, lachen… arme Welt. Mögen die Künstler, die Menschen mit Rebellionswillen und die Journalisten, die ihr Leben für die Wahrheit riskieren eine Welle in Gang setzen, dass dem schnöden Mammon da draußen die Spucke wegbleibt und ihr feierwütiges Verhalten ernsthaft Gewissensbisse auslöst, was ich aber nicht glaube. Es ist zu spät…die Manipulation und Abstumpfung hat ihre Kinder gezeugt und die vermehren sich fickend wie die Kaninchen. Helau!

 

© Petra M. Jansen

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Liebe Petra,

die Narren und die Schalke haben die Straßen im Rheinland besetzt. Im Fernsehen werden zahlreiche Sitzungen ausgestrahlt, für mich oft peinliche Einlagen einer aufgesetzten Fröhlichkeit. Das Volk soll mit Hilfe des Alkohols benebelt werden. Wenn die Scheiße am Dampfen ist, ist nicht Lachen die beste Medizin? Bei der großen Pest hat man auch Karneval gefeiert, reichlich viel gevögelt und das um die bösen Geister zu jagen. Dass sich dabei zahlreiche gesunde Leute ansteckten ist nur ein Detail der Geschichte. Wichtig war es, der Illusion nachzugehen, dass das Leben nicht so leicht zu ersticken ist. Der Alltag mit seinen schrecklichen Nachrichten soll im Rausch weg gepustet werden, scheint die Devise zu sein. Die Ängste in Schach zu halten ist letztendlich die einzige Möglichkeit, die uns verbleibt, um noch an eine Zukunft zu glauben. Wenn das wilde Treiben uns dazu verleiht einen Funken Hoffnung zu erwecken, werde ich mir eine rote Pappnase kaufen und durch die Gassen geistern auf der Suche nach knackigen Pos und Titten. Kann die große institutionelle Ausgelassenheit mir dazu verhelfen die Finsternis in ein sonniges Paradies zu verwandeln? Großes Kino, um uns zu blenden? Aber keine Angst, die düstere Wirklichkeit holt uns immer wieder ein.

Wenn ich das Geschehen beobachte, fühle ich mich immer mehr mit Humorlosigkeit konfrontiert. Zahlreiche schwarz gekleidete Gestalten, die glauben, dass das Geißeln der Gefühle, die Pforten zum Himmel öffnen kann. Eine neue Ordnung, die sich nur durch Gewalt ausdrücken soll. Eine Weltanschauung, die Gottes-Fanatiker jeder Gattung verfolgen und die uns durch den Gebrauch von Waffen erzwingen wollen – und dies um uns das Glück der Seligkeit beizubringen! Da ziehe ich einen Rosenmontag vor, weil er nicht erzwungen ist. Die Klempner der Seelen würde ich am liebsten in die Wüste schicken, die zahlreiche Pharisäer, die es „gut mit mir meinen“ sind eine Zumutung. Ich habe diese Moralapostel satt, die nur ein Ziel verfolgen, das der Macht, der Nötigung, der Fesselung! Die Religionen zeigen hier ihr wahres Gesicht. Der Beweis, dass eine Ideologie nicht tolerant sein kann, dass sie Ausgrenzungen verursacht mit allen schrecklichen Konsequenzen, die zur Hexenverbrennungen geführt haben – und das im Namen des Glaubens!

Liebe Petra, als gläubiger Mensch fällt es mir schwer diese Zeilen zu schreiben, aber ich habe mehr oder weniger das Gefühl, dass die Menschheit kläglich gescheitert ist. Wenn von Nächstenliebe die Rede ist, suche ich sie oft vergeblich. Nur in meinem unmittelbaren Lebenskreis ist sie manchmal vorhanden, aber der Funke überträgt sich nicht auf die Gesellschaft. Die Ereignisse der letzten Tage beweisen uns das.. und jetzt ab in das wilden Treiben. Alaaf!

In diesem Sinn,

Pierre

//pm

Democrazia diretta

Pegida avanza una nuova richiesta principale: la democrazia diretta! „La gente può fare di meglio!“ è il motto. Gli svizzeri la praticano direttamente in parte dal Medioevo, abbiamo una democrazia rappresentativa in Germania.
Domanda: si svolge in modo significativo diverso tra i due paesi? Il settore bancario da parte – la risposta è: No! La mania di regolamentazione, che si dice di rappresentanti, hanno anche i cittadini. 2010 la Baviera ha deliberato su una rigorosa tutela dei non fumatori con divieto di fumo nei ristoranti. Per il salario minimo e la quota riservata alle donne sondaggi hanno rilevato maggioranze enorme. Altrettanto nel 2011, riguardo al abbandono graduale dell’energia nucleare. A quanto pare la gente e il governo non pensano diversamente. O gli ultimi sono troppo populista? Chi può dire ….
In quanto ai operazioni militari il popolo non può votare. Un referendum anche non deve portare a leggi anticostituzionali.

È-t-il „quivis ex populo“ sempre a conoscenza di che cosa sta realmente votare? A volte si potrebbe dubitare. Quanto a l’euro le opinioni divergono. Certuno o certuna non sospettando niente “voti via” il suo proprio posto di lavoro e potrebbe causare una nuova crisi economica. L’introduzione dell’euro ha portato ad un incremento delle attività di esportazione per circa il 90 per cento con i posti di lavoro corrispondenti. Ma indennità di disoccupazione anche può essere pagata in marchi tedeschi. Che il tasso di inflazione dal 1991-2001 era superiore a quello dal 2002-2012 ora non è più il miglior argomento. Va bene!

Direkte Demokratie

Pegida bringt ein neues Hauptanliegen vor: die direkte Demokratie! „Das Volk kann es besser!“ lautet die Devise. Die Schweizer machen es zum Teil seit dem Mittelalter direkt, wir haben in Deutschland eine repräsentative Demokratie.

Frage: läuft es zwischen den beiden Ländern wesentlich anders ab? Das Bankenwesen einmal beiseite – die Antwort ist: Nein! Die Regulierungswut, die man den Repräsentanten nachsagt, hat der Bürger auch. 2010 stimmten die Bayern für einen strengen Nichtraucherschutz mit Rauchverbot in Gaststätten. Für den Mindestlohn und die Frauenquote ergaben sich laut Umfragen satte Mehrheiten. Genauso 2011 in puncto Atomausstieg. Offenbar denkt das Volk nicht anders als die Regierenden. Oder sind Letztere zu populistisch? Wer mag das beurteilen ….

Über militärische Einsätze darf das Volk nicht entscheiden. Eine Volksabstimmung darf auch nicht zu verfassungswidrigen Gesetzen führen.

Weiß der „quivis ex populo“ auch immer Bescheid, über was er eigentlich abstimmt? Manchmal könnte man zweifeln. Denn beim Euro gehen die Meinungen auseinander. Manch eine oder einer würde nichtsahnend den eigenen Arbeitsplatz „wegstimmen“ und vielleicht eine neue Wirtschaftskrise hervorrufen. Die Einführung des Euro führte zu einem Anstieg des Exportgeschäftes um runde 90 Prozent mit den entsprechenden Arbeitsplätzen. Aber Arbeitslosengeld lässt sich auch in Deutsche Mark ausbezahlen. Dass die Inflationsrate von 1991 bis 2001 höher war als von 2002 bis 2012 ist heutzutage nicht mehr das beste Argument. Nun denn!

© Thomas Dietsch

Islam in duty

Islamism is not only a problem of Christians, but also – perhaps first and foremost – of Islam. The Christians know the problem: They turned out to conquer the Orient. We are talking about the Crusaders! At home people were burning at the stake. The Inquisition terrorized Europe. That’s about 1,000 years ago! Now, when I am reading about the atrocities of the Islamists, it brings back memories! Some time ago the Jordanian queen made clear in a speech: it is the duty of Muslims to oppose these terrorists. Muslims and Christians must face the new realities. Consoling someone, suffering from influenza, does not mean to tell him, that one recently also suffered from influenza. In a globalized world we can no longer afford to close our eyes to fire sources, as in the days of the Inquisition in Europe. And it is necessary, to rethink and question Islam pictures from the 17th to the 19th century, such as „Caliph Stork“ or „West-Eastern Divan“. European ideas then coined the illusion of a romantic Orient. Wake up! Did these ideas really express the former local realities? And if so: In how far are these still up-to-date?

Islam in der Pflicht

Islamismus ist nicht nur ein Problem der Christen, sondern auch – vielleicht sogar vornehmlich – des Islam. Die Christen kennen das Problem: Sie zogen aus, um das Morgenland zu erobern. Die Rede ist von den Kreuzrittern! Zu Hause brannten Menschen auf Scheiterhaufen. Die Inquisition terrorisierte Europa. Das ist rund 1.000 Jahre her! Lese ich jetzt von den Gräueltaten der Islamisten, werden Erinnerungen wach! Wie die jordanische Königin vor einiger Zeit in einer Rede klarstellte: es ist die Pflicht der Moslems, sich diesen Terroristen entgegenzustellen. Muslime und Christen müssen den neuen Realitäten ins Auge sehen. Jemanden, an einer Grippe leidend, damit zu trösten, dass man neulich auch eine hatte, bringt nichts. Vor Brandherden, wie zu Zeiten der Inquisition in Europa, die Augen zu verschließen, können wir uns in einer globalisierten Welt nicht mehr leisten. Und es gilt, Islambilder aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, wie zum Beispiel „Kalif Storch“ oder „West-östlicher Diwan“ zu überdenken und zu hinterfragen. Europäische Vorstellungen prägten damals die Illusion eines romantischen Orients. Wacht auf! Trafen diese Vorstellungen wirklich die damaligen Realitäten vor Ort? Und soweit ja: inwieweit sind diese heute noch aktuell?

© Thomas Dietsch

Lieber Pierre,
irgendwie ist schon was Wahres dran an den klassischen Volkssprüchen, die wir gerne – nach Bedarf – aus der Hirntasche zücken und uns selbst damit ins Knie ficken. Verzeihung, das ist mir so rausgerutscht! Wir sind hin und her geworfen zwischen „klar, wir gehen auf die Straße und demonstrieren für unsere Rechte“ (schließlich sind wir demokratisch) und „da könnte ich mich ja ranhalten, überall Baustellen und die Löcher können wir gar nicht mehr alle stopfen“ (wir verfallen in einen lethargischen Abstumpfungsprozess). Ganz klar sind wir für Grundwerte wie Freiheit, Gleichberechtigung, eine solidarische Welt ohne Kapitalismus, Frieden, Toleranz und Leben (frei von Religion, Hautfarbe, Identität, Gender). Dabei müssen wir dringend unterscheiden lernen, was, warum und mit welchem Hintergrund passiert. So etwas wie Frieden für Deutschland ist sehr extrem und einseitig formuliert. Noch einmal: wir können nur überleben in Frieden und einem friedlichen Miteinander.
Lieber Pierre, so lange es Menschen gibt, gab es brutale Übergriffe, Kriege, Zerstörung, Machtrituale, Gier und Neid. Das hat sich bis heute nicht geändert – unsere Staats-/Regierungsformen schon. Wir haben Grenzen und Territorien geschaffen und verteidigen diese bis auf´s Messer. Irgendwo kackt immer ein Hahn und will die Hennen besteigen, damit sie überall höchst produktiv Eier legen. Putin lässt sich nicht zwingen, von niemandem! Merkel verhängt erst Sanktionen gegen Russland und reist gleichzeitig mit dem französischen Staatsoberhaupt für diplomatische Friedensverhandlungen nach Moskau. Soll ich das jetzt alles verstehen??? Erst Hahn zu, dann Glatze tätscheln und dann wieder ab nach München und Schiss haben?
Die Politik versucht zu verhandeln. Wir nennen es „diplomatischen Besuch“ bei Putin. Und die Welt orakelt nun, welche Auswirkungen das auf den Weltfrieden hat. Fragst du mich als Laien, Pierre? Der Frieden auf dieser Welt hat schon lange aufgehört. Und zwar in dem Moment, als der Homo Sapiens das aufrechte Gehen verlernt hatte…aber „die Hoffnung stirbt (bekanntermaßen) zuletzt“…

 
© Petra M. Jansen

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Estremizzazione

Governano l’odio e la follia media. La risposta a violenza è la violenza. Cadute di aerei, come quello a Taipei, si può ora osservare su video. È strano che in questi ultimi anni sempre una macchina fotografica è presente durante avvenimenti, succedendo „improvvisamente“. Se si tratta di meteoriti o incidenti non importa. E la violenza dilaga, si giura vendetta! Sempre più persone di età compresa tra i 15 e i 25 anni trovano piacere in islamismo. Essi provengono da famiglie secolarizzate che hanno almeno un livello medio di istruzione. E sono disorientati! I radicali offrono soluzioni semplici e uno le coglie. La sola educazione e „amate l´altro“ sono inutili. Il mondo si ha avvicinato per decenni. Ora, la società civile è polarizzata. Il problema in questo secolo non è più il conflitto nazione contro nazione, è una guerra nella società. Siamo appena all’inizio di uno sviluppo!

Radikalisierung

Es regiert der Hass und die Mediengeilheit. Gewalt wird mit Gewalt beantwortet. Flugzeugabstürze, wie jenen in Taipeh, kann man jetzt auf Video verfolgen. Komisch, dass in den letzten Jahren bei „plötzlich“ eintretenden Ereignissen immer eine Kamera dabei ist. Ob es Meteoriten sind oder Unfälle, ist vollkommen egal. Und die Gewalt greift um sich, man schwört Rache! Immer mehr Leute zwischen 15 und 25 Jahren finden Gefallen am Islamismus. Sie kommen aus säkularisierten Familien, haben einen mindestens mittleren Bildungsstand. Und sie sind orientierungslos! Das Radikale bietet einfache Lösungen und man ergreift sie. Aufklärung alleine und „liebet den Anderen“ sind zwecklos. Die Welt ist über Jahrzehnte aufeinander zugegangen. Jetzt polarisiert sich die Zivilgesellschaft. Das Problem ist in diesem Jahrhundert nicht mehr der Konflikt Nation gegen Nation, es ist ein Krieg in der Gesellschaft selbst. Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung!

© Thomas Dietsch

Liebe Petra,

„der Wille kann Berge versetzen“. Ich habe mit diesem Spruch immer wieder ein wenig Bauchschmerzen empfunden, denn ich gehe davon aus, dass unser Leben vorprogrammiert wurde und dass alles, was uns passiert, kaum beeinflussbar ist. Aber wenn wir an unser Wirken nicht glauben würden, könnten wir uns die Kugel geben – das gilt auch für die Politik. Sehr wahrscheinlich sind die Konflikte, die die Welt seit Jahrtausenden erlebt, kaum vermeidbar. Soll das bedeuten, dass die Friedensbewegung nur Sprüche schmiedet? Nein, auch wenn es so scheint, ist sie von großer Bedeutung, denn sie zeigt, dass wir uns nicht vor der Fatalität beugen wollen. Eine Haltung, die jeder von uns sich einprägen sollte. Einfach vor dem Druck zu kapitulieren wäre nicht sehr ehrenwert und vergessen wir nie, dass die Würde uns einen Sinn im Leben gibt! Deshalb ist es so wichtig, dass die Politik Vladimir Putin seine Grenzen zeigt. Man darf ihm nie das Gefühl geben, dass sein Wirken uns einschüchtert, aber mit guten Argumenten alleine wird es nicht möglich sein, den Frieden zu bewahren. Nein, Diplomatie ist kein Zeichen der Schwäche, im Gegenteil. Es gehört sehr viel Mut dazu, mit einem Potentat wie ihm zu verhandeln, aber nur Augenhöhe kann zu Ergebnissen führen. Sonst würden wir ganz einfach untertauchen und den Krieg durch unsere Unterwerfung schüren.

Mit Gewalt seinen Willen dem anderen aufzuzwingen, zeigt nur kurze Wirkung. Die Geschichte hat gezeigt, dass der Krieg zum Niedergang der Verursacher führt. Er erzeugt zwangsläufig brutale Reaktionen. Das werden auch die Mörder des IS erfahren. Töten sie, weil sie dies als einziges Mittel sehen ihre Doktrin zu erzwingen? Ideologie kann eine Zeit lang Berge versetzen, aber wenn sie die Willkür bestimmt, ist sie schwach. Die Terroristen wollen uns einschüchtern, aber wie lange noch? Es ist absehbar, dass eine Gegenreaktion entstehen wird, die kaum weniger brutal sein wird, als das was wir heute erleben. Das wäre genauso fatal wie die Enthauptungen oder einen jordanischen Piloten lebend zu verbrennen. Nein, wir dürfen nicht in diese Logik der Rache verfallen. Damit will ich beweisen, dass nur die Diplomatie den Frieden bewahren kann und so unvorstellbar es uns erscheinen mag, werden wir uns eines Tages mit den geistigen Feuertreibern an einen Tisch setzen müssen. Nicht mit den Mördern sondern mit all diejenigen, die verführt worden sind. Das mag schockieren, aber sich sehe kaum eine andere Möglichkeit, Frieden zu stiften und vergessen wir nicht, dass so eine schreckliche Bewegung von Millionen von Menschen getragen wird. Aus Frust? Aus Wut? Aus Hoffnungslosigkeit? Wenn wir sie nicht aus den Krallen der Terroristen befreien, wird es noch schlimmer kommen!

Berge zu versetzen ohne Verstand ist sinnlos! Das sollten wir uns einhämmern.
In diesen Sinne, liebe Petra

Pierre
//pm