La voce da Karlsruhe

Ancora una volta, si è trattato di tessuto: il fazzoletto da testa!
In tempi passati è stato messo da vecchie signore se era un po ‚freddo fuori.
Per secoli, era un simbolo di fede per musulmane. Questo può essere volontario o forzato che una donna musulmana se indossa un velo. Ma non è il problema qui.
Non è stato fino a poco tempo, intorno alla fine del secolo scorso, il velo tornava in discorso. Questo è pericoloso! Per che cosa? Nessuno lo sa veramente. „Per la pace interiore e l’Islam e quindi …“, è possibile ottenere come risposta. Il fatto è che un pezzo di stoffa non è pericoloso! Il tedesco medio è un coniglio, paura è in! In tempi di economia di mercato, l’offerta di oggetti orribili è grande, è si è deciso per il velo. È così pratico e immediatamente riconoscibile! Sono cinico!
Ma è importante ciò che è nella testa di una persona, non sulla sua testa.
Decisione della corte costituzionale federale nel 2003: si ha permesso agli stati federati di emanare norme di legge interdicendo l´indossamento del velo. Simboli religiosi non c´entrano niente nelle scuole. Eccezione: confessioni cristiane!
In Renania Settentrionale-Vestfalia ora due insegnanti musulmani sono stati licenziati risp. ammoniti per aver indossato il velo.
La corte costituzionale federale nuovamente ha dovuto pronunciare una sentenza. Cognizione: Un pezzo di stoffa non mette in pericolo né la neutralità del paese né la quiete della scuola. C’è qualcosa di vero!

Die Stimme aus Karlsruhe

Wieder einmal ging es um Stoff: das Kopftuch!

Früher setzten es ältere Damen auf, wenn es draußen etwas frisch wurde.

Schon ewig ist es Symbol des Glaubens für Musliminnen. Das mag freiwillig oder erzwungen sein, dass eine muslimische Frau Kopftuch trägt. Aber das ist hier nicht das Problem.

Erst in neuerer Zeit, etwa ab Ende des letzten Jahrhunderts, kommt das Kopftuch wieder ins Gerede. Das ist gefährlich! Für was? Das weiß eigentlich niemand so richtig. „So innerer Frieden und Islam und so …“, bekommt man meistens als Antwort. Tatsache ist, dass ein Stück Stoff nicht gefährlich ist! Der Durchschnittsdeutsche ist ein Hasenfuß, Fürchten ist in! In Zeiten der Marktwirtschaft ist das Angebot an fürchterlichen Objekten groß, man hat sich für das Kopftuch entschieden. Ist so praktisch und gleich erkennbar! Ich werde zynisch!

Aber wichtig ist, was im Kopf einer Person ist, nicht auf deren Kopf.

Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes in 2003: Jener gestattete den Bundesländern, gesetzliche Regelungen für ein Kopftuchverbot zu erlassen. Religiöse Symbole hatten in Schulen nichts zu suchen. Ausnahme: christliche Bekenntnisse!

In Nordrhein-Westfalen wurden jetzt zwei muslimische Pädagoginnen gekündigt bzw. abgemahnt wegen Tragens eines Kopftuchs.

Das Bundesverfassungsgericht musste erneut ein Urteil fällen. Erkenntnis: Ein Stück Stoff gefährdet weder die Neutralität des Landes, noch den Schulfrieden. Da ist etwas dran!

© Thomas Dietsch

Digimania

We digitize everything: data, books, pictures, movies, music, even our whole life. Charlie Chaplin’s films on celluloid are about a hundred years old. They crumble, are very decrepit. They urgently need to be restored. But you can restore them! Or digitize. Books are facing the same fate. Paper is old, crumbling, turns yellow. One reads online. In order to read a text there is no more need to cut down a tree. The reading app crackles when turning the pages, sites have digital dog-ears. But digitizing is only possible for a limited time: in about thirty years, everything will be gray! Digital files have no history or tradition. Who is archiving old versions? Where can I see in about 50 years, how today´s websites looked like? Digital information is incorporeal. And with a push of a button constantly up to date. You always have the latest version. We do not look back anymore … What is actually mine when my new novel is disembodied? The book? No, I only have a license to read! And one at a server there might decide, how long I may do that. Just press a button, and my „book“ is gone! An online mail order company with an „A“ sends its regards. Digital data are fluid, continuously up to date. Our life will lose its traditions. Never before so much knowledge was available so quickly for so many people. Available … We know less and less, are giants of information, but knowledge dwarfs.

Digimanie

Wir digitalisieren alles: Daten, Bücher, Bilder, Filme, Musik, ja, unser ganzes Leben. Charlie Chaplins Filme auf Celluloid sind um die hundert Jahre alt. Sie bröckeln, sind sehr altersschwach. Die müssen dringend restauriert werden. Aber man kann sie restaurieren! Oder digitalisieren. Büchern droht das gleiche Schicksal. Papier wird alt, bröckelt, vergilbt. Man liest online. Um einen Text zu lesen, muss kein Baum mehr sterben. Die Lese-App knistert beim Umblättern, Seiten haben digitale Eselsohren. Aber digitalisieren ist nur begrenzte Zeit möglich: in circa dreißig Jahren ist alles grau! Digitale Dateien haben keine Geschichte oder Tradition. Wer archiviert alte Versionen? Wo kann ich in etwa 50 Jahren nachschauen, wie heutige Websites aussahen? Digitale Informationen sind körperlos. Und per Knopfdruck ständig aktuell. Man hat immer die neueste Version. Kein Blick mehr zurück … Was gehört mir eigentlich, wenn mein neuer Roman körperlos ist? Das Buch? Nein, ich habe nur eine Lizenz zum Lesen! Und da entscheidet unter Umständen einer an einem Server, wie lange ich das darf. Ein Knopfdruck, und mein „Buch“ ist weg! Ein Online-Versandhändler mit „A“ lässt grüßen. Digitale Daten sind fluid, ständig aktuell. Unser Leben verliert seine Traditionen. Noch nie war so viel Wissen so schnell erreichbar für so viele Menschen. Erreichbar … Wir wissen immer weniger, sind Informationsgiganten, aber Wissenszwerge.

© Thomas Dietsch

Lieber Pierre,

weißt du, dass ein Luftballon platzt, wenn er immer mehr aufgeblasen wird? Peng!!! Raus aus deutschen Landen also mit der Kohle, sofern man sie besitzt und weg mit den maroden Papieren, es regiert das GOLD! Barren für Barren echte Qualität.

Wer langsam gegart wird, merkt vielleicht gar nicht, dass er schon kocht? Könnte es nicht sein, dass man es erst bemerkt, wenn alle rot angelaufen sind? Und wie war das mit dem Grundgesetz? „Kraft zum Wohle des Volkes, Schaden von ihm abwenden“ u.s.w.? Herrje, ich hab´s glatt vergessen: die hier in Frankfurt sind ja selbstbestimmend. Wer also heute noch Aussicht auf (Mindest-)Rente hat oder ein wenig Vermögensansparung sollte schleunigst die Kurve kratzen. Es trifft leider sowieso den armen Mann, den Kleinstanleger oder die Omi, die es gerade noch schafft, ihre Rezeptgebühren zu bezahlen und noch etwas für die Enkel übrig zu haben. Aber lieber Pierre, ich drifte ab…

Und wenn das alles umgesetzt wird, kann ich kaum noch beruhigt in die südlichen Länder fahren oder einen Kurztrip nach Südfrankreich machen. Überhaupt ist es dann irgendwie anders in Europa. Was sind denn eigentlich unsere „paar Schulden“ im Vergleich zu den Amis? Die haben erheblich mehr als wir und Schulden zahlt ja sowieso niemand zurück. Kohle weg? Schulden? Egal, da pumpt die EZB mal rasch ein wenig Zahlungsmittel in den Finanzmarkt und die Rechnung sollte aufgehen. Auf der einen Seite Wirtschaftskredite vereinfachen, Wirtschaft ankurbeln, auf der anderen Seite ein unglaublich schwacher Euro. Wäre es vermessen, wenn ich naiv frage, ob die denn beim Studium alle gepennt haben? Damals gab es die Langzeitstudenten, du erinnerst dich, Pierre?

Was soll ich als Pleitegeier-Bürger sagen? Ich denke, du hast vollkommen Recht mit den Kindern. Zuerst wollte ich meinen das Sparen beibringen (Weltspartag und Co.), dann wollte ich sie für den Geldwert sensibilisieren, frei nach dem Motto „streng dich an, schaff was, dann kannst du dein Taschengeld aufbessern“. Danach versuchte ich es mit Anlagen für das spätere Studium in Form von Aktienfonds. Davon ist leider nicht viel übrig geblieben im Laufe der Jahre und jetzt – wo sie es gebrauchen könnten – ist nichts mehr da. Ging alles für den Führerschein drauf, der heute um die 1.500 bis 2.000 Euro kostet. Jetzt sage ich ihnen, sie sollen die Preise vergleichen, Wert und Nutzen gegenüberstellen und verdammt gutes Englisch lernen. Sie werden es in dieser Welt gebrauchen können.

Ach, beinahe hätte ich es vergessen, lieber Pierre: Ich fuhr heute an der EZB vorbei. Es sah alles gut aus dort, schöne Autos, Lotuseffekt-Fenster, alles prima. Ich schämte mich fast, meine 20Jahre alte Kiste mit desolatem Verdeck daneben zu parken. So kann´s gehen in der Main-Metropole Frankfurt, in der Obdachlosigkeit mit der Geld-Regierung Tür an Tür leben und sich die „Entscheider“ im Hochhaus mit Mainblick schwer zu verstehende Dinge einfallen lassen, um die Wirtschaft und Finanzmärkte ins Lot zu bringen. Erst gesund schrumpfen, dann aufblasen und peng! Bei mir ist nichts im Lot und ich denke ab und an daran, wie ich später meine spärlichen Scheine und Münzen irgendwo in Asien oder in der Türkei „verprasse“…

 

Herzlichst,

Petra

 

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de

Liebe Petra,

heute kreisen meine Gedanken um die Kohle. Wie du weißt, verfolge ich mit Interesse was sich auf dem Finanzmarkt so abspielt. Die Initiativen von Mario Draghi, der Boss der EZB, finde ich in der Sache richtig. Heute muss alles unternommen werden um der Wirtschaft neue Vitamine zu verpassen. Der Ankauf von Staatsanleihen soll frisches Geld generieren, 60 Milliarden pro Monat sollen frei gestellt werden, um die Maschine wieder anzukurbeln. Schön und gut, wenn die Unternehmen etwas davon sehen! Zu oft haben aber die Banker für ihre eigenen Zwecke spekuliert und damit dem Volk geschadet und jetzt haben wir die Bescherung. Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone ist unerträglich, ganze Generationen werden einfach geopfert, weil es keine Zukunft mehr gibt. Immer mehr Bürger folgen dem Rattenfänger von Hameln und lassen sich von populistischen Parolen einfangen – Ausgrenzung und Intoleranz sind die Folgen. Wir haben in der kleine Gemeinde von Tröglitz in Sachsen-Anhalt gesehen, wohin es führen kann. Markus Nierth, der Bürgermeister, ist zurückgetreten, weil er sich von Anhängern der NPD persönlich bedroht fühlte und das, weil er Asylanten einen Dach über den Kopf geben wollte. Es ist niederschmetternd so etwas erleben zu müssen.

Liebe Petra, du wirst dir sicher die Frage stellen, welchen Zusammenhang solch ein Vorkommnis mit der EZB haben kann? Was sich in Frankfurt abspielt, bedeutet eine drastische Schwächung der Politik und letztendlich auch der Demokratie. So sinnvoll die Entscheidungen von Mario Draghi auch sind, er nimmt sie sozusagen im Alleingang. Das System ist so aufgebaut, dass sich die Regierungen, was unsere Geldpolitik angeht, weitgehend zurückhalten müssen und das verleiht solch einer Organisation eine riesige Macht. Hinzu kommt, dass die europäischen Banker nicht vom Volk gewählt worden sind. Fazit: wir haben nichts zu melden! Was ökonomisch vernünftig ist – Entscheidungen müssen getroffen werden – ist politisch fraglich und langfristig wird eine Entfremdung entstehen, die zum Bruch der EU führen kann. Der Mob, wie in Tröglitz, wird immer mehr Hass verstreuen, weil unsere demokratischen Regeln an ihnen vorbei gehen und das von ganz oben. Die Politik sollte sich besinnen, was sich hier abspielt und Korrekturen vornehmen. Es gibt keinen Zweifel: die europäischen Institutionen müssen neu definiert werden. Ohne Zustimmung des Volkes wird alles runter gespült werden. Wollen wir das?

Was können wir dazu beitragen? In unseren letzten Briefen waren die Kinder im Mittelpunkt und auch hier sollten sie das sein. In der Familie sollten die Entscheidungen gemeinsam besprochen werden, denn nur in diesem Rahmen kann Demokratie von Grund auf erklärt werden. Sehr schnell werden die Eltern merken, dass sie davon profitieren. Ein autokratisches Benehmen führt zwangsläufig zur Rebellion. Nicht anders beim Volk, liebe Petra. Ich denke, dass die Jugend solche Regeln übernehmen sollte und Respekt gegenüber anderen zeigen sollte. Du siehst, es geht nicht alleine um das große Geld, um die EZB und Mario Draghi, es geht vielmehr um das politische Verhalten, das weitsichtiger sein sollte, aber leider sind wir davon weit entfernt.
Im diesen Sinne,
Pierre

//pm

Razzismo

È nella nostra vita quotidiana, sulla strada, in edifici pubblici, anche in una festa privata. Giudichiamo qualcuno in base all´aspetto. In Germania si trova spesso il commento nei confronti delle persone con diverso colore della pelle, „Ma tu parli bene il tedesco!“. Per una persona giovane la cui nonni già sono venuti alla Germania e la cui famiglia viveva qui da allora, non è sorprendente. Eppure: è giudicato sulla base della sua apparenza e deve spiegare il „perché“ delle sue competenze. Il vicino di casa „con uno sfondo migratorio“ che ha un passaporto tedesco. Allora perché questa aggiunta? Uno/una tedesco/-a è qualcuno che possiede un passaporto tedesco. Il resto non conta. Ma questo è innocuo! Finora il 2015 non è stato una pagina gloriosa per la Germania riguardo al razzismo. Dimostrazione Pegida, un tentativo di attacco a un campo profughi, la fiaccolata di Dortmund. Solo per citarne alcuni. Il razzismo nasce dalla paura, la paura dell’ignoto. E ha soluzioni presunto „semplici“. Si distingue tra le apparenze. Decidono se una persona può fare qualcosa o no, se è buono o cattivo. Ma l’uomo non è facile. No, lui è di natura molto complessa. E così, la rabbia nasce dalla paura, l’odio dalla rabbia. E questo degenera in violenza. Devo dire che queste cose vanno stroncate sul nascere.

Rassismus

Er ist alltäglich, auf der Straße, in öffentlichen Gebäuden, ja sogar auf einer privaten Party. Wir beurteilen Menschen nach äußeren Merkmalen. In Deutschland fällt oft die Bemerkung gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe: „Du sprichst aber gut Deutsch!“. Bei einem jungen Menschen, dessen Großeltern bereits nach Deutschland kamen und dessen Familie seitdem hier lebt, nicht verwunderlich. Und dennoch: er wird beurteilt aufgrund von Äußerlichkeiten und muss das „Warum“ seiner Kompetenzen erklären. Der Nachbar „mit Migrationshintergrund“, der einen deutschen Pass hat. Warum also dieser Zusatz? Deutsche(r) ist, wer einen deutschen Pass besitzt. Der Rest spielt keine Rolle. Aber das ist noch harmlos! Das Jahr 2015 war bisher für Deutschland kein Ruhmesblatt in puncto Rassismus. Pegida-Demos, ein versuchter Angriff auf ein Flüchtlingslager, der Fackelzug in Dortmund. Nur um einige zu nennen. Rassismus ist aus Angst geboren, der Angst vor dem Fremden. Und er bietet vermeintlich „einfache“ Lösungen. Wir unterscheiden nach Äußerlichkeiten. Diese entscheiden, ob ein Mensch etwas kann oder nicht, ob er gut ist oder böse. Aber der Mensch ist nicht einfach. Nein, er ist ein sehr komplexes Wesen. Und so entsteht aus Angst Wut, aus Wut Hass. Und der artet aus in Gewalt. Ich muss dazu sagen: Wehret den Anfängen!

Nightbirds

In a certain sense I am one of them. Admittedly, no hardliner, as if to say: energy 24/7. But in the eveninghours, my brain starts to work. In the darkness the occasional flash of inspiration suddenly comes, I condescend to have lucid moments. Why that? You know it well: you go to work, full of energy, you are strongly motivated. Your plan: „Today I am working off something!“. Arriving at the office everything is different: one or another is sick, nearly everybody is going to call you for any kind of stuff, your boss is in a bad mood today. Hour after hour is going by. And on your way home you feel that humming in your head. It is like a power plant. Your brain is a live wire. Three or four hours later your adrenaline is going to be consumed, one can think clearly again. Then these moments are coming. My friend, the Muse, rings the doorbell. A good idea needs silence. This is seen differently by other contemporaries: Sleep before midnight is best sleep, when it is dark, one has to sleep. Also on weekend closing time is already at 12:30 am. Next Monday is sure to come! Researchers now found out that this is written in our genes. In the Stone Age we did not leave the cave in darkness. This had its reasons: there were quite a few nocturnal sabre-toothed tigers on their way. And „whoosh!“, there was one night owl and prehistoric poet less. The London School of Economics and Political Science has proven in studies that people with low IQ around 75 like to go to bed before midnight. Smarter with an IQ of about 125, however, have a blithe disregard for their genetic information, these are the night owls. But all in all: On Monday morning this alarm clock will ring again so terribly early …

Nachtschwärmer

Ich gehöre selbst in gewisser Hinsicht dazu. Zugegeben, kein Hardliner, nach dem Motto: Energie 24/7. Aber in den Abendstunden beginnt mein Gehirn zu arbeiten. In der Dunkelheit kommt dann plötzlich der eine oder andere Geistesblitz, ich geruhe, lichte Momente zu haben. Warum ist das so? Ihr kennt das auch: man geht voller Elan zur Arbeit, ist motiviert. Dein Plan: „Heute arbeite ich richtig etwas weg!“. Angekommen im Büro läuft alles anders: der oder die ist krank, heute muss jeder anrufen wegen irgendeinem Kram, der Chef ist heute gar nicht gut drauf. Stunde um Stunde vergeht. Und auf der Fahrt nach Hause spürst Du das Brummen in Deinem Kopf. Wie ein Kraftwerk. Dein Gehirn steht unter Strom. Drei oder vier Stunden später hast Du Dein Adrenalin verbraucht, man kann wieder klar denken. Dann kommen diese Momente. Meine Freundin, die Muse, klingelt an der Tür. Der gute Gedanke braucht Ruhe. Andere Zeitgenossen sehen das anders: Der Schlaf vor Mitternacht sei der gesündeste, wenn es dunkel ist, werde geschlafen. Auch am Wochenende ist auch schon mal um 0:30 Uhr Schluss. Der Montag kommt bestimmt! Das liegt in unseren Genen, haben Forscher jetzt festgestellt. In der Steinzeit verließ man die Höhle im Dunkeln nicht. Das hatte Gründe: da war so mancher nachtaktive Säbelzahntiger unterwegs. Und „schwupp!“, gab es einen Nachtschwärmer und Urzeitpoeten weniger. An der London School of Economics and Political Science hat man in Studien nachgewiesen, dass Personen mit niedrigem IQ um die 75 gerne vor Mitternacht schlafen gehen. Intelligentere mit einem IQ von circa 125 hingegen setzen sich über ihre Geninformationen gerne weg, das sind die Nachtschwärmer. Aber alles in allem: Am Montagmorgen klingelt dieser Wecker wieder so fürchterlich früh …

© Thomas Dietsch

La Quota

Arriverà per legge: la quota riservata alle donne! Il 30 per cento dei consigli di vigilanza delle grandi aziende devono in futuro essere di sesso femminile. Esclusivo per „i ceti privilegiati“! Al senso dell’articolo 3 della nostra Costituzione, tutte le persone sono uguali prima della legge. Uomini e donne sono uguali. Siamo tutti diversi. Proprio per questo siamo uguali prima della legge, vuole dire di uguali diritti. La realizzazione di questa uguaglianza è il punto debole da decenni. Pertanto, la legge generale sulla parità di trattamento è venuto. Ora, dopo il primo tentativo alla metà degli anni 1980, la quota riservata alle donne per legge. Le donne devono essere preferibilmente scelti nei consigli. La disuguaglianza dei sessi in mezzo per raggiungere alla fine lo scopo della parità di trattamento. A questo scopo scrive il Frankfurter Allgemeine Zeitung: la quota porterà al risultato che le donne “dal basso” pensano sopra queste donne: “che ne hanno bisogno – buon reddito e quindi anche la quota”! In Norvegia, anche un paese con quota, si trova la cordata di „gonne d’oro“ già da lungo tempo: si tratta di donne in posti migliori che si procacciano l´uno o altro posto a vicenda. Un club esclusivo. Vedremo … Soprattutto quando le aziende impareranno finalmente che la competenza non dipende da colore della pelle, sesso, religione o età.

Die Quote

Sie wird kommen per Gesetz: die Frauenquote! 30 Prozent der Aufsichtsräte von Großunternehmen müssen zukünftig weiblich sein. Exklusiv für „die da oben“! Laut Artikel 3 unseres Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Wir sind alle verschieden. Gerade deshalb sind wir vor dem Gesetz gleich, will heißen gleichberechtigt. Mit der Durchführung dieser Gleichberechtigung hapert es seit Jahrzehnten. Deshalb kam das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Jetzt, nach erstem Anlauf Mitte der 1980er Jahre, die Frauenquote per Gesetz. Frauen müssen bevorzugt in die Aufsichtsräte gewählt werden. Ungleichbehandlung der Geschlechter im Mittel zum Zweck der Gleichbehandlung im Ziel. Dazu schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung: die Quote werde „„ganz unten“ dazu führen, dass Frauen über Frauen denken: Die haben es nötig – gutes Einkommen und dann auch noch die Quote!“. In Norwegen, auch ein Quotenland, gibt es seit langem die Seilschaft der „Goldröcke“: das sind Frauen in Spitzenpositionen, die sich den einen oder anderen Posten gegenseitig zuschieben. Ein exklusiver Klub. Wir werden sehen … Vor allem, wann Unternehmen endlich lernen, dass Kompetenz nicht von Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder Alter abhängt.

© Thomas Dietsch

On March 7 this year there is a 70th anniversary: In Remagen stands a bridge which has particular importance for world´s history. General Dwight D. Eisenhower those days had said the bridge was worth its weight in gold. Maybe at that time he may not have realized how right he was. What’s behind it? In March 1945, the German Wehrmacht was on retreat, the Allied Forces advanced. The German forces had orders to blow up all the bridges on their way in order to stop the advance of the enemy. Remagen is situated on the Rhine and the detonators for the bridge did not work. Nothing decisive concerning the war, but the advance would have been delayed for weeks, if the bridge had been destroyed. At the same time overseas, the Americans had worked on the nuclear bomb. As is generally known this was dropped on the Japanese cities of Hiroshima and Nagasaki on 6 and 9 August 1945 to end the war in Asia. With devastating consequences! If it had come to another D-Day at Remagen with destroyed bridge, the war in Europe would not have been finished at the beginning of May 1945. The consequences, it doesn’t bear thinking about … Some bridges are really worth gold!

In Remagen steht eine Brücke, deren besondere Bedeutung für die Weltgeschichte sich am 7. März diesen Jahres zum siebzigsten Mal jährt. General Dwight D. Eisenhower soll dazumal gesagt haben, die Brücke sei ihr Gewicht in Gold wert. Vielleicht hat er damals selbst nicht geahnt, wie Recht er hatte. Was steckt dahinter? Im März 1945 befand sich die deutsche Wehrmacht auf dem Rückzug, die alliierten Streitkräfte rückten vor. Die deutschen Streitkräfte hatten den Befehl, sämtliche Brücken auf ihrem Weg zu sprengen, um den Vormarsch des Feindes zu stoppen. Remagen liegt am Rhein und die für die Brücke bestimmten Sprengzünder funktionierten nicht. Nichts Kriegsentscheidendes, aber der Vormarsch wäre bei zerstörter Brücke um Wochen verzögert worden. Zur gleichen Zeit bauten die Amerikaner in Übersee an der Atombombe. Bekanntlich wurde diese am 6. bzw. 9. August 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen, um den Krieg in Asien zu beenden. Mit verheerenden Folgen! Wäre es in Remagen bei zerstörter Brücke zu einem weiteren D-Day gekommen, hätte man den Krieg in Europa nicht Anfang Mai 1945 beenden können. An die Folgen will man gar nicht denken … Manche Brücke ist halt doch Gold wert!

© Thomas Dietsch