Mein lieber Pierre,

ein brisantes, diffiziles und außerordentlich wichtiges Thema, dass du heute ansprichst und da bist du bei mir sehr richtig. Kinder werden hinter verschlossenen Türen Zeugen und Opfer häuslicher Gewalt und tragen erheblichen psychischen – oft auch physischen – Schaden davon. Die Täter übernehmen in den allerseltensten Fällen Verantwortung für ihre Taten und finden jede Menge Entschuldigung für etwas, für das es keinerlei Entschuldigung gibt. Was sind die Gründe dafür? Hinterfragen wir sie einmal, lieber Pierre: zu frühe, ungewollte Schwangerschaften, Überforderung der Eltern oder eines Elternteils, finanzielle Nöte, Existenzängste, bereits vorhandene psychische Schäden der Erziehungspersonen, asoziale Familien, bereits vorhandene Prägung zur Gewalt der Eltern durch selbst erlebte Gewalt in der eigenen Kindheit, Drogen-, Alkoholmissbrauch, keinerlei Unrechtsbewusstsein u.v.m.

Ich lasse keine Entschuldigungen gelten, denn Gewalt passiert niemals aus Versehen. Es hat immer mit Erniedrigung, Aggression, Machtausübung, niederen Instinkten zu tun und oft wird sogar dem Opfer noch die Schuld gegeben. Erschreckend, dass diese Täter/ Eltern nach außen fürsorglich wirken, so tun, als ob nichts gewesen sei und sich manchmal sogar entschuldigen oder mit Geschenken versuchen, diese strafbaren Handlung wieder gut zu machen. Erschreckend auch, dass Nachbarn oder Bekannte (sofern sie einen Verdacht haben) nicht sofort eine Meldung an die Polizei oder das Jugendamt machen. Leider sind die auch nicht in der Lage, die Situation dauerhaft zu verbessern und für Abhilfe zu sorgen. Zu oft wurde weggeschaut und nicht rechtzeitig wahrgenommen, obwohl es eindeutige Anzeichen gab. Es passieren zu viele Todesfälle und schwere Misshandlungen von Säuglingen und kleinen Kindern die Öffentlichkeit wird erst aufmerksam, wenn die Medien bedauerlicherweise wieder einmal darüber berichten. Ein Desaster!

Gewaltbereitschaft sieht man niemandem an, es steht kein Schild auf der Stirn mit dem Satz „ich verprügele / ficke oft meinen Sohn, meine Tochter… die haben´s ja auch verdient, die Gören.“ Im Gegenteil: diesen Menschen muss umgehend jegliche Fähigkeit/ Möglichkeit auf ein Kind aufzupassen und es zu aufzuziehen, abgesprochen und untersagt werden! Sofort und unwiderruflich!

Kinder können sich nicht wehren – nicht gegen Prügel, nicht gegen sexuelle Übergriffe, nicht gegen verbale Erniedrigung. Ihnen werden bei gewalttätigen und sexuellen Übergriffen große, irreparable Schäden zugefügt, die sie im schlimmsten Fall nie wieder aufarbeiten können und ggf. in ihrem späteren Leben ebenfalls wieder zu Gewalttätern werden lassen. Schläge und Prügel sind die Waffen des kranken, armen Menschen, der sich anders nicht zur Wehr setzen kann, sagt man. In jedem Fall sind das stark psychisch geschädigte Menschen und wir können davon ausgehen, dass ihnen in der Kindheit wenig Liebe, Aufmerksamkeit, Respekt und ethisches Empfinden entgegen gebracht wurde.

Doch das ist für mich alles keine Entschuldigung für Missbrauch oder Misshandlung an Kindern, die unser größter Schatz sein sollten und glaube mir, Pierre, ich verstehe Frau Bachmann, die damals Selbstjustiz ausübte. Unsere Justiz hat in meinen Augen in diesen Fällen ein viel zu mildes Strafmaß und sucht Gnade für Monster. Mögen nun die Rechtsanwälte mit ihren Paragraphen kontern … Kinder müssen beschützt werden. Sie brauchen Liebe, Verständnis, Respekt, Wärme, Bildung, Nahrung…aber niemals Schläge, auch wenn das früher eine gängige (und sehr falsche) Erziehungsmethode war.

Der Europarat sieht Handlungsbedarf, aber ob die Gesetze von den Menschen, die zu der o.g. Gruppe gehören, überhaupt akzeptiert oder wahrgenommen werden? Das sehe ich nicht so. Gerade diese Leute brauchen dringend psychologische Hilfe und idealerweise führt man vor dem Zeugungs-Schuss und der Empfängnis den „Eltern-Führerschein“ ein – aber das entspringt meinem phantasievollen Idealbild.

Für die Kinder dieser Welt, mein Appell an ihre körperliche und geistige Unversehrtheit!

 

Petra

 

© Petra M. Jansen

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Liebe Petra,

heute bin ich auf eine Nachricht gestoßen, die mich nachdenklich gestimmt hat. Der Europarat, das Organ, das über die Menschenrechte wachen muss, hat Frankreich eine Abmahnung zukommen lassen. Es geht um erzieherische Maßnahmen, wie die Ohrfeige oder den Klaps auf den Po, was aus der Sicht der Straßburger Behörde unterbunden werden soll. Im Land der Revolution schließt man die Augen, wenn sie in einem „humanen Maß“ angewendet werden. Wer es bestimmt sind die Täter und das heißt in den meisten Fällen die Eltern. Schon da liegt die Krux! Für die einen genügt eine mildere Strafe, für die anderen kann es nicht schaden, wenn es weh tut. Ich spreche mich deshalb gegen jede Art von Gewalt im häuslichen Bereich aus, lehne sie absolut ab und das ohne Ausnahme, da ich weiß, dass sie Gegengewalt provoziert. Schon aus diesem Grund ist das totale Verbot für mich gerechtfertigt. Natürlich weiß ich auch, dass die Hand ausrutschen kann, aber ist das ein Argument für den Gesetzgeber, Milde zu zeigen? Nein, es ist feige sich an einem Schwächeren, und das sind die Kinder, auszulassen. Oft stehen andere Gründe im Vordergrund, wie Arbeits- oder Ehestress. Luft lassen kann nicht bedeuten, seine Kinder zu quälen!

Ich habe jahrelang in den Vorstädten Frankreichs gedreht und es mit zahlreichen Jugendliche zu tun gehabt, die außer Rand und Band wahren und kriminell wurden. Ich konnte auch einen Blick in ihre Familien werfen. Die Mühe, den Unterhalt der Sippe zu garantieren, hat oft die Atmosphäre verseucht so wie auch die Angst arbeitslos zu werden, was oft der Fall war. Die Ehen sind daran zerbrochen, aber da es nicht in Frage kam sich scheiden zu lassen, kam es zu einer latenten Gewalt, die die Kinder ausbaden mussten. Anstatt zu Hause zu bleiben, wurde „ihre Wohnung“ die Straße und dort galt es, sich zu bestätigen. Hier kam raus, was die Kids daheim erlebten: Schläge, Hiebe und vieles mehr noch. Man sollte nie irrtümlich glauben, dass so etwas nur in solchen Kreise passiert, denn auch in der dumpfen Umwelt des Bürgertums sind gleiche Phänomene zu beobachten. Hier geht es oft um eine geistige Verwahrlosung, unter der die Kinder sehr leiden und gerade da sind Übergriffe jeder Art leichter zu vertuschen, weil sie sich hinter einer respektablen Fassade verbergen. Kein Wunder, dass Pädophilie keine einzelnen Fälle sind!

Liebe Petra, ich setze mich für die Kinderrechte ein, weil ich weiß, dass sie nur mit einer adäquaten Behandlung für ein ganzes Leben Gleichgewicht bewahren können und oft stelle ich mir die Frage, wie Menschen zu Terroristen geworden sind. Immer wieder wurde ihnen Gewalt, mehr oder weniger bewusst, in die Wiege gelegt. Wenn wir den Versuch wagen sollten, trotz des Mistes, den wir heute erleben, die Welt zu verbessern, kann das nur bei den Kindern geschehen. Sie sollen lernen Respekt gegenüber anderen zu üben, auch wenn Abneigung im Spiel ist – das ist das wichtigste Merkmal einer guten Erziehung. Wenn die Eltern immer wieder ausrasten, können sie nicht erwarten, dass ihr Nachwuchs sich in der Gesellschaft anders benehmen wird.
Im diesen Sinne,

Pierre

//pm

Vulcano

Volarono attraverso l´universo alla ricerca di nuovi mondi. Così, il diario di bordo del USS Enterprise, del tempo siderale …. Il capitano James T. Kirk, il signor Spock, tenente Uhura, il signor Sulu, il dottor McCoy e come sono stati chiamati tutti. Stiamo parlando di Star Trek, la serie originale dagli anni 1960. Quando ho guardato il mio primo episodio come bambino – se fossi già stato andando a scuola, non so più – ero più confuso che intrattenuto dopo. Questo uomo strano che sempre pensava così logico e che commentava costantemente una espressione dei sentimenti con un sopracciglio alzato. Ho passato una notte insonne pensando sulla domanda perché questo poveraccio aveva le orecchie a punta così. Un bambino travolto con il contenuto, forse il livello di serie televisiva. Per me in quel momento anche un mondo nuovo. Oggi aspirano al cosmo alla ricerca del fratello o della sorella della nostra terra. Estensioni infinite! E nel frattempo noi noi abbiamo straniato dal nostro pianeta. Intrighi di Putin, dappertutto le guerre, nuovi fenomeni come IS e così via. Fino a che punto si deve volare per trovare questo nuovo mondo per un nuovo inizio? Forse non tanto. E così vedo di notte il cielo, miliardi di stelle e dico assorto in pensieri: „Grazie, Leonard Nimoy“.

Vulkan

Sie flogen durch das All auf der Suche nach neuen Welten. So das Logbuch der USS Enterprise, Sternzeit … . Captain James T. Kirk, Mr. Spock, Lt. Uhura, Mr. Sulu, Dr. McCoy und wie sie alle hießen. Die Rede ist von Star Trek, der Originalserie aus den 1960er Jahren. Als ich meine erste Folge damals als Kind anschaute – ob ich schon zur Schule ging, weiß ich nicht mehr – war ich hinterher mehr verwirrt als unterhalten. Dieser komische Mann, der immer so logisch dachte und Gefühlsäußerungen stets mit einem Anheben der Augenbraue kommentierte. Ich verbrachte eine schlaflose Nacht beim Nachdenken darüber, warum dieser arme Mensch so spitze Ohren hatte. Ein Kind, überfordert mit dem Inhalt, vielleicht dem Niveau einer Fernsehserie. Für mich damals ebenfalls eine neue Welt. Wir streben heute ins All, suchen den Bruder oder die Schwester unserer Erde. Unendliche Weiten! Und zwischenzeitlich ist uns unser Heimatplanet fremd geworden. Putins Machenschaften, überall Krieg, neue Phänomene wie IS und so weiter. Wie weit muss man fliegen, um diese neue Welt für den Neuanfang zu finden? Vielleicht gar nicht so weit. Und so sehe ich nachts zum Himmel, in Milliarden von Sternen und sage im Gedanken: „Danke, Leonard Nimoy!“.

© Thomas Dietsch

Asylum

Inconceivable: An US citizen applied for asylum in Germany! A resident of the land of freedom feels threatened by his country. Actually, an absurdity! What happened? Andre L. Shepherd, a member of the US armed forces, maintenance mechanic for Apache helicopters, deserted from the army. Reason: After a completed army mission, in which allegedly occurred war crimes, he was given a new combat order for Iraq. Shepherd feared a dishonorable discharge from the army and imprisonment. These are the facts his asylum application is based on. “That´s not on!”, say the judges of the European Court of Justice (ECJ), file number: C-472 / 13. As a mechanic, the 37-year-old is only indirectly involved in the war. Germany will have to assess whether in fact war crimes were committed in Iraq concerning the former mission. If this is the case, the risk of indirect involvement herein as a maintenance mechanic will be sufficient for a successful application for asylum. Also by Americans! Then Shepherd had deserted with justification. The German authorities have “detention”, the political climate between Germany and the United States is currently a little “in a huff”.

Asyl

Unvorstellbar: Ein US-Amerikaner beantragt Asyl in Deutschland! Ein Bürger aus dem Land der Freiheit fühlt sich von seinem Land bedroht. Eigentlich ein Unding! Was geschah? Andre L. Shepherd, Angehöriger der US-Streitkräfte, Wartungsmechaniker für Apache-Hubschrauber, desertierte von der Armee. Grund: Nach einem erfolgten Einsatz, bei welchem angeblich Kriegsverbrechen vorkamen, erhielt er einen neuen Einsatzbefehl für den Irak. Shepherd fürchtete eine unehrenhafte Entlassung aus der Armee und eine Freiheitsstrafe. Hierauf stützte er seinen Asylantrag. „Geht nicht!“, sagen die Richter des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), Aktenzeichen: C-472/13. Als Mechaniker ist der 37-Jährige auch nur indirekt in den Krieg verwickelt. Deutschland muss nun prüfen, ob tatsächlich im Irak beim damaligen Einsatz Kriegsverbrechen begangen wurden. Ist dies der Fall, dann reicht auch die Gefahr einer indirekten Verwicklung hierin als Wartungsmechaniker für einen erfolgreichen Asylantrag. Auch von US-Amerikanern! Dann war Shepherd zu Recht desertiert. Die deutschen Behörden müssen „nachsitzen“, das politische Klima zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten ist momentan ein wenig „verschnupft“. .

© Thomas Dietsch

Es kommt garantiert der Moment, in dem es einen wesentlichen Unterschied macht, ob man sich Mühe geben muss oder ob es mit dem Bemühen reicht. Oftmals erkennen Menschen nicht den richtigen Zeitpunkt, sollte er ihnen nicht knallhart in die Fresse geknallt werden – mit harten Konsequenzen. Das passt zu unserer schnelllebigen Wergwerf- und Konsumgesellschaft und in den wenigsten Fällen wird klar verstanden, was das tatsächlich bedeutet. Vor sich hindümpeln können viele, ebenso halbgare Weisheiten und oberflächliches Geplapper von sich geben. Kein Problem – da draußen warten schon genug Alternativen, stimmt´s? Ohnehin fällt es heute schwer, ernsthaft sein Herzblut in etwas zu stecken und eine Sache durchzuziehen, mag es auch noch so viel Entbehrung und Anstrengung bedeuten. Junge Menschen glauben, sie seien interessant durch das, was sie besitzen oder hinterher rennen (Modemarken, Kosmetik, Prestigesymbole). Nein! Es macht euch nicht interessant, es macht euch zum oberflächlichen Lackaffen oder zur leichten Beute (was die Damenwelt anbelangt). So wie wir kaum noch Wertebewusstsein oder Charme haben, so mangelt es an dem – manchmal – zähen Durchstehen einer Sache. Keine Anstrengungen, bitte! Höchstens beim Wochenend-Club-Besuch oder Quick-Fick, wo sie alles geben! Ladies? Habt ihr schon mal euer Leben selbst gemeistert ohne Hilfe? Habt ihr schon einmal zwei Kinder alleine groß gezogen in einem fremden Land? Habt ihr schon einmal die Schenkel zusammen gepetzt, wenn der Kerl zwar appetitlich war, aber sonst nichts in der Birne hatte? Habt ihr schon mal den Verzicht geübt, wenn es hart auf hart kam und damit leben können, wenn man euch nicht aufgrund von Äußerlichkeiten dauer-hofierte? Dann wird´s aber Zeit! Und meine Herren? Habt ihr erkannt, dass euer Leben nicht abhängig ist von Statussymbolen? Ist es nicht so, dass „Mann“ zuerst seine Existenz und sein Leben geklärt haben muss und in jeder Konsequenz für das, was man ernsthaft erreichen will, viel Arbeit und Mühe investieren sollte? Verwöhnte Masse…die nichts mehr tun möchte und alles besitzen.
Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit der Geschichte und wir werden sehen, dass wir uns rückwärts entwickeln. Die Menschen haben früher mit sehr einfachen Mitteln und Werkzeugen wahre Kunstwerke geschaffen. Schweiß, Härte, Mut, Kreativität und Ausdauer waren die Voraussetzung dafür Großes zu erschaffen. Heute wird es schon anstrengend, wenn man sich mehr als der Norm entsprechend Mühe geben muss. Zwischen „bemühen“ und „Mühe geben“ klafft ein Graben, kaum zu überwinden und ein Ergebnis aus einer sorgfältig aufgebauten Verblödungs-und Abstumpfungsmaschinerie, die geschaffen wurde um aus Stieren kastrierte Ochsen zu machen.
Adios…ich suche mir die letzten Stiere der offenen Prärie, mit Mut zum Gegenangriff und der Stärke, zu kämpfen.

 

 

© Petra M. Jansen

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Lieber Pierre,

welch düstere Gedanken du heute mit dir trägst!? Der Tod gehört zum Leben – als letztendlich erlösender Schritt ins sogenannte „Paradies“. Das könnte es durchaus auch sein, wenn der Mensch einen langen Leidensweg gehen musste und sein hiesiges Leben mehr Qual als Freude bedeutete. Kann der Tod nicht wirklich die Erlösung sein? Verstehe mich nicht falsch, Pierre, niemand mag gerne tot sein, aber wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen und jedes gelebte Jahr unseres Lebens führt unabdingbar genau dorthin. Eine starker Umgang ist das, den du beschreibst und gesehen hast und ich bewundere die Menschen, die sich im Angesicht ihres Schicksals genau dem widmen, was ihre Aufgabe ist: lebendig jeden Tag genießen, so lange es noch geht.
Nimm es mal so: wenn wir uns kraftvoll und wohl fühlen, könnten wir Bäume ausreißen und sprühen vor Kraft und Energie. Sind wir schwer krank oder ist unser Leiden größer als unsere Freude, dann können wir nichts tun, außer uns darauf vorbereiten, dass der letzte Schritt a u s dem Leben gekommen ist und das akzeptieren. Tun wir das indem wir tanzen (sofern wir können) und feiern, dann ist es genau das, was richtig ist, denn niemand auf dieser Welt kann etwas ändern am Lauf des Lebens. Andersrum stellen wir uns einmal vor, wir würden ewig leben? Wollen wir das tatsächlich? Jeder kennt den Film Highlander….wollen wir das tatsächlich? Dann kommt der nächste menschliche Wunsch: wir wollen gefälligst gesund, potent, ewig jung bleiben und nichts darf uns wehtun. Lieber Pierre, das erinnert mich ein wenig an die irrsinnige Vorstellung von Dorian Gray, der weder altern noch sterben wollte.
Es ist wahr – genieße jeden Tag, den du hast und das mit vollem Optimismus und mit Freude! Mein Optimismus wurde tatsächlich niemals lange durch irgendetwas gestört oder gemindert, es ist meine Natur, mit dem Leben auf diese Art und Weise umzugehen. Gestatte mir eine ehrliche Frage: liegt nicht das Problem ganz alleine in dir und deinen Gedanken, zum alten Eisen zu gehören? Schau dir den Totenkult der Germanen, der Ägypter oder der Römer an. Jede Kultur hat sich anders mit der Thematik auseinander gesetzt und niemand! ist bisher davon gekommen. Für mich also tatsächlich eine Frage des Umgangs mit Tatsachen und es kommt letztendlich nun darauf an, wie wir das tun.
„Prost“ – auf ein neues „Leben“ jenseits des Lebens!?
Herzliche Grüße,

Petra
© Petra M. Jansen

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Liebe Petra,

immer wieder stelle ich mir die Frage, wie Menschen es fertig bringen in bedrohlichen Situationen noch lachen zu können und sie dem mit Humor begegnen. Eine Haltung, die ich toll finde. Wenn ich daran denke, kommt mir ein Freund in Erinnerung. Er hat Krebs und muss sich einer komplexen Therapie ohne sicheren Ausgang fügen und trotz dieser schmerzlichen Tatsachen sind unsere Begegnungen immer sehr geistreich und voller Ironie. Er will somit dem Tod trotzen und ist für mich ein gutes Beispiel, wie ich mich verhalten sollte. Klar, jede Krankheit ist ein Hindernis, aber wenn sie zu viel Platz eingeräumt bekommt, hat sie uns bereits besiegt. Am besten man streckt ihr die Zunge raus und sagt ihr: „verpisse dich!“ Wenn ich zurückblicke, erinnere ich mich an eine Situation, die bei mir zuerst Bedenken auslöste und dann große Bewunderung. Ich habe in einem Hospiz in Köln gedreht, am 11. November um 11 Uhr und wie du weißt, liebe Petra, ist das der Beginn des Karnevals. Es war in einem Reihenhaus und dort herrschte Party. Von Zimmer zu Zimmer wurde getanzt und gesungen. Lauter Masken und bunte Kostüme und vor allem viele Kinder und dazwischen Menschen, die am Sterben waren – unter ihnen viele junge Mütter. Zuerst war ich entsetzt, dann aber blickte ich mit einer immer größeren Bewunderung auf das Geschehen, denn das war die beste Antwort, die man dem Tod geben konnte. Durch Jux ihn in die Schranken verweisen, mit dem Bewusstsein, dass er nicht nur das Ende bedeutet. Warum würden wir sonst Kinder in die Welt setzen?

Ja, es gibt Grund genug, uns Sorgen zu machen, aber wir dürften nie vergessen, wie wertvoll das Leben ist. Das bedeutet, dass wir immer die Gelegenheit nutzen sollten, jeden kleinsten Moment zu genießen. Das ist die einzige Art, den Druck den wir ausgesetzt sind, zu ertragen. Ich bewundere deine Lebensfreude, liebe Petra und betrachte sie als ansteckend! In der Kiste werden wir Zeit genug haben zum Jammern, dass wiederhole ich mir immer, wenn meine Knochen mich quälen! Nein, ich will die Gesundheit nicht zum Dogma machen und mich auch nicht von ihr quälen lassen. Sich bei jedem Schritt einschränken zu müssen, liegt nicht in meiner Natur. Eines ist sicher: am Ende landen wir alle bei den Würmern, ob wir veganer sind oder nicht! Ein wenig Hurerei macht doch das Leben erträglicher, nicht wahr? Wer sich immer einschränkt, wird zum Dogmatiker und neigt zum Fundamentalismus. Das gilt auch für die Kräuterfresser, die uns missionieren wollen. Wenn es so ist, pfeife ich auf die Gesundheit. Ob wir wollen oder nicht, das Leben ist eine tödliche Krankheit.

Wer glaubt, dass er mit einem asketischen Leben 72 Jungfrauen im Paradies vögeln kann, irrt sich. Warum sich das Leben zur Hölle machen, das ist heute eine berechtigte Frage. Lieber eine Fete veranstalten, als sich ständig zu geißeln. Der Hacke dabei ist, dass Sadomasochismus einige Freude bereitet und die versauen uns die Existenz. Es gibt dabei nur eine Lösung: lachen, lachen, lachen! Das vertragen diese Pharisäer aber nicht – das haben die Zeichner von Charlie Hebdo bitter erfahren müssen – und doch ist das die beste Waffe, um uns über Wasser zu halten. Ist das nicht so, liebe Petra?
In diesem Sinne,
Pierre

//pm

Selfie di una Scimmia

No scherzo! Grandi scimmie sono custodite nei giardini zoologici in gabbia. I piccoli, tra cui scimmie scoiattolo, vivono in recinti. Si fotografa gli animali con il telefono. Solo un breve momento di disattenzione, un movimento rapido della mano e il telefono appartiene alla scimmia. I telefoni cellulari brillano così bello al sole. Pertanto, gli animali piace giocare con loro. In quest’occasione più di una foto è già resultata. Che cosa può l’uomo, la scimmia può fare meglio! Se avete collegato il suo smartphone al computer, certuno ha già ricevuto un selfie di una scimmia dopo aver perso il suo cellulare al giardino zoologico. Dopo qualche tempo, gli animali perdono interesse nei apparecchi. Poi comincia la fase orale! Queste cose sono morsi e le sue parti componenti distribuite in recinto. Ora, allo zoo di Londra, si vuole porre fine al furto dei cellulari. Allevatori, travestiti da visitatore, lasciano rubare i telefoni cellulari delle scimmie. Quello che i ladri non sanno è che i telefoni sono unti di una sostanza appiccicosa dal gusto sgradevole. Se questo aiuta? Che farsa!

Selfie eines Affen

Kein Scherz! Große Affen werden in den Zoos in Käfigen gehalten. Die kleinen, unter anderem Totenkopfäffchen, leben in Freigehegen. Man fotografiert die Tierchen mit dem Handy. Nur ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, ein schneller Griff und das Handy gehört dem Affen. Die Mobiltelefone glitzern so schön in der Sonne. Deshalb spielen die Tiere gerne damit. So manches Bild ist hierbei schon entstanden. Was der Mensch kann, kann der Affe allemal! Hat man sein Smartphone mit dem Computer verbunden, hat schon manch einer nach Verlust seines Handys im Zoo, ein Affenselfie zugesandt bekommen. Nach einiger Zeit verlieren die Tiere das Interesse an den Geräten. Dann kommt die orale Phase! Die Dinger werden zerbissen und die Einzelteile im Gehege verteilt. Man will dem Handyklau jetzt im Londoner Zoo zu Leibe rücken. Als Besucher getarnte Pfleger lassen sich die Handys von den Affen stehlen. Was die Diebe nicht wissen: Die Handys sind mit einer klebrigen, übel schmeckenden Substanz eingeschmiert. Ob das hilft? So ein Affentheater!

© Thomas Dietsch