Liebe Schafe,
es ist schon beruhigend, wenn ein Pastor durch die Türkei reist und seine Meinung kund gibt, auch wenn er damit Porzellan zerbricht. Joachim Gauck hat dies zum Leid von Recep Tayyip Erdoğan gemacht und er hat ihm mit Recht die Leviten gelesen.
Der Premier unterdrückt die Opposition, beschränkt drastisch die Meinungsfreiheit und versucht immer mehr die Demokratie zu seinen Gunsten zu domestizieren – das ist in der Tat beängstigend. Früher war ich ein Anhänger einer Mitgliedschaft der Türkei innerhalb der EU, heute habe ich meine Zweifel. Was dort sich abspielt, zeigt, wie entfernt dieses Land von unseren Idealen ist. Wir haben schon mit unseren Pappenheimern eine Menge zu tun, wie zum Beispiel Ungarn, wo es beinah faschistisch zugeht, deshalb sollten wir mit unserer Kritik vorsichtig sein. Gibt es Parallelen zwischen Erdoğan und Orbán? Schon, wenn es um die Intoleranz geht, aber auf dem Papier steht, dass jede Art von Intoleranz bekämpft werden sollte. Stoff genug für den ehemaligen Pastor und ich würde mir wünschen, dass er sich in Budapest genauso äußern würde. Weiterlesen