1914-2014

Liebe Veteranen,

Pierre Mathiasich weiß, ihr seid schon längst tot und habt uns verkündet, dass ihr in Ruhe gelassen werden wollt und doch erlaube ich mir, euch wachzurütteln. Das tue ich, weil ich einfach nicht mehr weiß, wie man die Menschheit zur Vernunft bringen kann. Ihr könnt besser als viele Anderen erzählen was es bedeutet, wenn die Politik durchdreht. Millionen von Opfern und dies nur um das Ego von manchen Pappfiguren aufzupolieren und wenn nicht mit friedlichen Mitteln, wird zur Waffe gegriffen. Wenn die Politiker selbst in den Ring steigen würden, hätte es noch eine gewisse Haltung. Aber nein, es wird eine Unzahl von Söhnen und Familienvätern auf das Feld geschickt und wenn sie sich die Birne zertrümmern lassen, ist das im Namen der Gerechtigkeit. Der Regent bestimmt was Heimatliebe sein soll und wir Idioten folgen ihm, ohne nachzudenken, was wir anstellen. In einem Nu werden wir in Mörder verwandelt und finden das völlig normal. Liebe Veteranen, reißt endlich eure Klappe auf! Weiterlesen

Liebes Volk,

Pierre Mathiasin Frankreich wurde der Beweis erbracht, wie knallhart die Politik sein kann. Nach dem Wahldesaster bei der Kommunalwahl, wurde der ehemalige Premier Jean-Marc Ayrault gefeuert und er wurde für das Debakel schuldig gesprochen. Und der Präsident? Er versuchte, sich aus der Schusslinie zu bringen, indem er ein Bauernopfer vollzog. Mit einigen Floskeln sprach er seinen Dank aus – Pflichtwörter, die man in solch einem Fall immer wieder ausspricht. Dass er auch ein Teil der Verantwortung trägt, hat er geschickt unter den Tisch gekehrt. Politik ist wahrhaftig ein dreckiges Geschäft, von Solidarität und Loyalität kann keine Rede sein. Dass es Änderungen geben kann, spreche ich nicht ab, aber das kommt auf das „wie“ an. Jean-Marc Ayrault hat die Zielsetzungen des Präsidenten akribisch verfolgt. Er wusste, dass sie nicht sofort Erfolg mit sich bringen würden, Geduld war gefragt. Daran ist er gescheitert, weil das Volk sofort Resultate sehen wollte. Weiterlesen

Liebe Kommunalpolitiker,

in der letzten Zeit wird immer mehr über die Jugendgewalt berichtet, es sollen voriges Jahr 70000 Angriffe gegeben haben. Pierre MathiasWenn sie nicht politisch gelenkt wurden, sind die Ursachen der Frust, die Hoffnungslosigkeit und die Langweile. Eine Zeitbombe! Da es sich oft um Minderjährige handelt, fallen die Strafen – selbst bei einem Todesfall – ziemlich milde aus. Für die Familie eines Opfers, eine unerträgliche Tatsache. Die Justiz tut sich dabei schwer, weil sie nicht nur repressiv sein will. Sie will erziehen? Ist das überhaupt möglich? In vielen Fällen sind die Täter nicht bereit, ihre Schuld zu erkennen und sie wären selbst geneigt, ihre Aggressivität neu zu entfachen. Was ist der Grund dafür? Wenn sie von einem unterprivilegierten Umfeld stammen, sehen sie ihre Revolte als einzigen Ausweg aus der Lage, in der sie sich befinden. Natürlich ist das eine niederträchtige Illusion. Kurzfristig kann man solche Wesen nur aus dem Verkehr ziehen, langfristig ist eine Integration in die Gesellschaft Voraussetzung und das klappt nur, wenn es Chancen auf eine bessere Zukunft gibt. Hier reichen gut gemeinte Worte nicht, das Handeln ist ein absolutes Muss. Weiterlesen

Liebe Kunstliebhaber,

immer wieder das Klischee vom armen Poeten, der hungert, friert, nach Ruhm fiebert und von vielen anständigen Pierre MathiasBürgern als Niete betrachtet wird. Nichts gegen die Metzger, aber sie genießen oft einen besseren Ruf als die Künstler. Für viele sind sie Parasiten, die sich wie Dirnen unterhalten lassen und anstatt einen Fick zu bieten, gehen sie mit ihren Werken auf den Strich. Egal ob Schriftsteller, Musiker, Maler oder Bildhauer, sie gehören alle zu der riesigen Schar der Bittsteller. Wer so argumentiert, ist ein Banause. Vergessen wir nie, dass wir den Künstlern unsere Kultur verdanken, sie sind Teil unserer Identität und sollten mit mehr Respekt behandelt werden. Ohne Geistesöffnung, kann es keine stabile Gesellschaft geben und ohne Kultur, kein Geschäft. So merkwürdig es auch erscheinen mag, ist sie der Motor der Wirtschaft. Sie vermittelt das Besondere, das so notwendig ist um ökonomisch erfolgreich zu sein. Weiterlesen

Liebe EU-Bürger,

machen wir uns nichts vor, unser Verhalten in der Ukraine-Krise ist unrealistisch. Wir haben in Kiew Hoffnungen Pierre Mathiaserweckt, die wir niemals erfüllen können. Was ist so schief gelaufen? Der Mangel an Strategie und an historischen Verstand. Wir hätten wissen sollen, dass Russland – ich schließe in diesem Fall bewusst Wladimir Putin aus – niemals akzeptieren würde, dass die EU und die Nato sich in ihrem Vorgarten etablieren. Wir hätten genauso reagiert, wenn etliche Jahre nach dem Mauerfall, Moskau Polen wieder unter seine Fittiche genommen hätte. Strategisch gesehen ist diese Haltung verständlich, auch wenn ich sie aus ethischen Gründen verurteile. Beim Schachspiel muss man immer die nächsten Züge seines Kontrahenten in den Augen haben, auch in der Politik. Was sich in der Ukraine abspielt, war zu erwarten. Liebe EU-Bürger, wir haben falsch gehandelt und dafür werden wir einen hohen Preis zahlen müssen. Weiterlesen

Liebe Streber,

habt ihr euch einmal die Frage gestellt, warum ihr unbedingt Karriere machen wollt? Ist das des Geldes wegenPierre Mathias oder wie ein Pfau, der eine Frau erobern will? Ihr habt euch in der Birne eingeprägt, dass der Ruhm euch weiter bringen würde. Schön und gut, aber wenn der Schwanz schlapp macht, nützt das wenig. Ich glaube nicht, dass eine Karriere mit Viagra gleichzustellen ist. Ob Mann oder Frau, ihr werdet von einem Termin zum anderen gejagt und letztendlich taucht die Frage auf, ob das wirklich nützlich ist? Hat sich die Lebensqualität gesteigert? Wenn ja, erklärt mir, was geschehen ist? Habt ihr euer Weib besser vögeln können? Ich werde ordinär, weil ich euch sehe – glatt frisierte Typen, die man immer wieder am Frühstück-Buffet trifft, total nichtssagend, überflüssig und vor allem ersetzbar. Liebe Streber, ihr könnt nicht wissen, wie schnell ihr von der Bildfläche weggewischt werdet, denn ihr lasst kaum Spuren hinter euch. Immer wieder die Vision von Beerdigungen ehemaliger Karrieristen: nur eine Hand Idioten, nicht mehr und nicht weniger und dann ab in das Krematorium. Weiterlesen

Liebe Gehörnte,

in der Regel werdet ihr ausgelacht, weil ihr wie die Hirsche Hörner tragt. Abgesehen vom Ärger, der solch einePierre Mathias Betrachtung bei dem Wild verursacht, kann ich mich nicht freuen, dass ihr derart betrogen werdet. Liebeskummer ist eine Krankheit und keine Bagatelle. Er verursacht Depressionen, psychosomatische Leiden. Enttäuschungen kommen oft zustande, weil die Hoffnungen zu hoch angesetzt waren. Liebe lässt sich kaum bestimmen, denn sie ist nicht unbedingt rational. Ihre Gesetze sind schwer definierbar und auf jeden Fall hat sie mit dem Rationalismus nichts am Hut. Jeder von uns kann davon befallen sein – du und ich – und das in jedem Alter und in jeder Verfassung. Sie bleibt in uns bis zum Tode haften. Wir haben immer wieder Mühe, mit ihr umzugehen, vor allem, wenn sie nicht erwidert wird. Alle Überlegungen stranden in das Nichts und wer sie mathematisch erklären will, stößt auf Blei. Gibt es eine Methode ihr zu entgehen, wenn sie unglücklich ist? Leider nicht! Die Flucht bringt nichts, im Gegenteil, sie verschlimmert den inneren Zustand, eine ständige Quälerei! So schmerzhaft dieser Prozess ist, besser so, als eine reine Passivität, denn mit einer Wüste an Gefühlen kann ich noch weniger anfangen. Weiterlesen

Liebe Knastbrüder,

ihr seid schon erstaunt, dass ich mich an euch direkt wende. Der Anlass ist, wie ihr denken könnt, diePierre Mathias Verurteilung von Uli Hoeneß zu dreieinhalb Jahren Knast. Der Gerechtigkeitssinn des Volkes ist somit befriedigt, aber die Frage bleibt offen, ob das nützlich ist oder nicht. Wäre es nicht viel effektiver, wenn ein Manager wie er, etwas Brauchbares für das Gemeinwohl tun könnte? Wer mit so vielen Millionen wie er zockt, wäre sicherlich in der Lage, sich sozial zu engagieren. Das wäre effektiver als sich in der Nase zu bohren oder wie ein Tiger in einem Käfig, herum zu geistern. Wenn so gehandelt würde, müsste man das Gesetz ändern. Richtig, es gibt schon den Freigang, der ihm ermöglichen würde, für den FC Bayern aktiv zu sein, aber der Klub ist nicht unbedingt auf seine Hilfe angewiesen, anders die Penner, deren Zahl immer größer wird. Liebe Knastbrüder, ich wende mich an euch in der Hoffnung, dass ihr Druck ausüben werdet, um etwas in diesem Sinne zu verändern. Weiterlesen