Liebe Streber,

habt ihr euch einmal die Frage gestellt, warum ihr unbedingt Karriere machen wollt? Ist das des Geldes wegenPierre Mathias oder wie ein Pfau, der eine Frau erobern will? Ihr habt euch in der Birne eingeprägt, dass der Ruhm euch weiter bringen würde. Schön und gut, aber wenn der Schwanz schlapp macht, nützt das wenig. Ich glaube nicht, dass eine Karriere mit Viagra gleichzustellen ist. Ob Mann oder Frau, ihr werdet von einem Termin zum anderen gejagt und letztendlich taucht die Frage auf, ob das wirklich nützlich ist? Hat sich die Lebensqualität gesteigert? Wenn ja, erklärt mir, was geschehen ist? Habt ihr euer Weib besser vögeln können? Ich werde ordinär, weil ich euch sehe – glatt frisierte Typen, die man immer wieder am Frühstück-Buffet trifft, total nichtssagend, überflüssig und vor allem ersetzbar. Liebe Streber, ihr könnt nicht wissen, wie schnell ihr von der Bildfläche weggewischt werdet, denn ihr lasst kaum Spuren hinter euch. Immer wieder die Vision von Beerdigungen ehemaliger Karrieristen: nur eine Hand Idioten, nicht mehr und nicht weniger und dann ab in das Krematorium.

Karriere erzeugt aber viel Leid, vernichtet ganze Regenwälder, lässt Kinderprostitution zu. Sie kann durchaus perfide sein, auch wenn sie als eine hohe Tugend gelobt wird. Die Menschen sind von ihr besessen, weil sie sich ein besseres Leben darunter vorstellen. Nichts desgleichen! Sie setzen sich unter Druck, vergessen jede Art von Empathie, wenn es alleine um ihr Interesse geht. Er geht über Leichen, das hört man immer wieder. Solche Monster werden bewundert, werden hochgelobt, solange sie das Sagen haben und dann ab ins Klo! Ihre Aura dauert nur einen kleinen Moment, dann fängt die Demontage an. Kannibalismus ist dann angesagt, grausam, unnachsichtig und am Ende das Schlimmste, liebe Streber, das Vergessen. Auf dem Friedhof befinden sich eine große Zahl von anonymen Gestalten, die sich für die Größten hielten und jetzt? Ein Paar Knochen und basta, aus!

Klar, ich weiß das, sonst hätte ich diesen Text nicht geschrieben und doch renne ich immer der Karriere nach, eher aus Reflex und dies trotz meines Alters. Das tue ich, weil ich es nicht anders kann und hat das meine Potenz erhöht? Ich glaube schon, weil ich diesen gewissen Kick brauche – vom Kopf in die Hoden, einfach so, du altes Schwein! Brauchen wir wirklich den Erfolg, um den Sack dicht zu machen? Ja schon, aber wie sieht er aus? Ist das die Karriere? Sie erzeugt Neid bei den Nieten, bei den Loosern…wieso? Weil sie das einzige Kriterium ist, das zum sozialen Wohlstand führen kann, traurig aber wahr. Wer behauptet, diesbezüglich immun zu sein, lügt. Auch die Alternativen machen auf ihre Art Karriere, eine antikapitalistische Suche nach dem Wohlergehen – und dann merken sie alle, dass auch hier die Gesetze nicht anders sind. Es wird genauso gehasst, gemobbt, gequält, aber unter einer pseudo-humanistischen Form. Die Menschen gleichen sich immer, wenn es um die Macht geht. Karriere ist ein anderer Begriff für Willkür, nur mit Gewalt lassen sich Resultate erreichen. Wer das nicht kann, lebt nur in der Illusion, eine Karriere gemacht zu haben und das ist die überwiegende Mehrheit. Prost!

//pm

Link zum Thema Karriere:

http://de.wikipedia.org/wiki/Karriere

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