Opinion forming

Syria, Iraq or Gaza: I sometimes wonder, if the media want uns to take for a ride. War as an instrument of policy has been out for a long time. Nevertheless, one continues to wage wars! Backwardness in the affected areas? If modern weapon technology is able to warm up targets with a laser and then to place a missile including a heat sensor with pinpoint accuracy, then it seems implausible that militaries constantly hit hospitals, children’s homes or civilian areas „accidentally“. If a gun can make ruins out of houses with only one shot, it surprises me, that at the end of the Third Gulf War, in the presence of camera crews, American soldiers in their trench do a shoot-out in John Wayne kind with snipers in the house in front of them. It is no longer about military successes. A human life is no more than a number. It is crucial which opinion we have. What we post on social networks. And these are the barometer of public opinion.

 

Meinungsmache

Syrien, Irak oder auch Gaza: Ich frage mich manchmal, für wie dumm uns die Medien verkaufen wollen. Krieg als Mittel der Politik ist schon lange out. Dennoch führt man weiter Kriege! Rückständigkeit in den betroffenen Gebieten? Wenn moderne Waffentechnik in der Lage ist, Zielpunkte mit einem Laser anzuheizen und dann eine Rakete mit Wärmesensor punktgenau zu platzieren, dann erscheint es unglaubhaft, dass Militärs „versehentlich“ ständig Krankenhäuser, Kinderheime oder Zivilgebiete treffen. Wenn ein Geschütz Häuser mit einem Schuss zur Ruine machen kann, dann verwundert es mich, dass sich, Ende des Dritten Golfkrieges, im Beisein von Kamerateams amerikanische Militärs in ihrem Schützengraben mit Heckenschützen im Haus davor eine Schießerei nach John-Wayne-Art liefern. Es geht nicht mehr um militärische Erfolge. Ein Menschenleben ist nicht mehr als eine Nummer. Entscheidend ist, welche Meinung wir haben. Was wir in sozialen Netzwerken posten. Und diese sind das Stimmungsbarometer.

© Thomas Dietsch

Propaganda

Nella „Frankfurter Allgemeine“ leggiamo: „Sia in Ucraina o lo „Stato Islamico“: Mosca vede dietro tutti i mali l’Occidente.“. Un articolo di „Die Zeit“: „La propaganda di Putin avvelena il popolo.“. L’Occidente dovrebbe avere la colpa delle condizioni in Ucraina e di atrocità dello IS.
Governanti di Mosca, e tutto si concentra nella persona di Putin, hanno bisogno di un capro espiatorio: l’Occidente deve pagare per gli altri! Il presidente russo sta espandendo il suo potere e a lui va bene ogni mezzo. Di politica interna la Russia è a terra. L´economia è esausta. Il bilancio pubblico deve procurare miliardi supplementari per la Crimea e per la stabilizzazione dei vassalli in Ucraina Est. Ora, anche il cittadino russo, la cittadina russa, dovrebbe essere portato sul corso. Persone che negli ultimi vent’anni si sono emancipati dopo l’era di Stalin e le sue conseguenze, ora non dovrebbero più avere voce in capitolo, ma devono solo seguire. La piccola pianta delicata ceto medio è rovinata, i cittadini strumentalizzati dalla televisione di Stato. La storia ci insegna che questo si vendicherà alla fine!

 

 

Propaganda

 

In der „Frankfurter Allgemeine“ steht zu lesen: „Ob in der Ukraine oder beim „Islamischen Staat“: Moskau sieht hinter allem Bösen den Westen.“. „Die Zeit“ berichtet: „Putins Propaganda vergiftet das Volk.“. Der Westen soll schuld sein an den Zuständen in der Ukraine und für die Gräueltaten des IS. Moskaus Machthaber, und alles konzentriert sich in der Person Putins, braucht einen Sündenbock: Der Westen muss herhalten! Der russische Präsident weitet seine Macht aus und dabei ist ihm jedes Mittel recht. Innenpolitisch liegt Russland am Boden. Die Wirtschaft ist marode. Der Staatshaushalt muss zusätzliche Milliarden für die Krim und für die Stabilisierung der Vasallen in der Ostukraine aufbringen. Jetzt soll auch der russische Bürger, die russische Bürgerin, wieder auf Kurs gebracht werden. Menschen, die sich nach der Stalin-Ära und deren Folgen innerhalb der letzten zwanzig Jahre emanzipiert haben, mündig wurden, sollen jetzt nicht mehr mitreden, sondern nur noch folgen. Das zarte Pflänzlein Mittelstand wird kaputt gemacht, Bürger instrumentalisiert über das Staatsfernsehen. Die Geschichte lehrt uns: Dies wird sich im Endeffekt rächen!

© Thomas Dietsch

Nessun stress!

Lavoratori tedeschi hanno sempre più problemi. Se volete valutare la situazione sul mercato del lavoro, allora non dovete essere soddisfatto di statistica. No, basta andare in uno studio medico. Qui si fa la conoscenza di tutte le sofferenze: depressione, burn-out, dolore alla schiena, cattiva postura, ansia, problemi agli occhi ecc .. Gli operai tedeschi sono malati, e in gran parte il mondo del lavoro ha la colpa di questo problema. Come era già con le macchine? Sono stati riparati. Successivamente abbiamo buttato via, appena acquistato. Ammortizza! Sembra che l´uomo si trova ora nella fase di riparazione. Buttare via si chiama „pensionamento anticipato“! Non si può continuare così! Sempre meno lavoratori per fare di più e di più! Lo stress sta uccidendo la gente. Ora il ministro federale del Lavoro Nahles vuole un regolamento anti-stress. Protezione dei lavoratori dai messaggi di posta elettronica professionali in vacanza! La legislazione può risolvere i problemi economici? Curare le malattie? Ho i miei dubbi …

Kein Stress!

Deutsche Arbeitnehmer haben immer mehr Probleme. Wenn man sehen will, wie es auf dem Arbeitsmarkt aussieht, dann braucht man sich nicht mit Statistiken zufrieden zu geben. Nein, man geht einfach in eine Arztpraxis. Dort lernt man all die Leiden kennen: Depressionen, Burn-out, Rückenbeschwerden, Haltungsschäden, Angstzustände, Augenprobleme etc.. Die deutschen Arbeitnehmer sind krank, und schuld ist zu einem großen Teil die Arbeitswelt. Wie war das früher mit den Maschinen? Man hat repariert. Später hat man weggeworfen, neu angeschafft. Man schreibt ab! Es scheint so, als sei man bei den Menschen nun in der Reparaturphase. Wegwerfen heißt hier „Frührente“! Das kann so nicht weitergehen! Immer weniger sollen immer mehr erledigen! Stress bringt den Menschen um. Die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will jetzt eine Anti-Stress-Verordnung. Schutz der Arbeitnehmer vor betrieblichen E-mails im Urlaub! Können Gesetze wirtschaftliche Probleme lösen? Krankheiten heilen? Ich habe Zweifel …

© Thomas Dietsch

War

Mikhail Gorbachev issued a warning about war, great bloodshed. It is no longer a secret: Russia wants the Eastern Ukraine, Putin talks about „New Russia“. After the annexation of Crimea, violating international law, now Russian troops invaded the country. The world´s protest is weak, it is questionable, if there will be more economic sanctions. Whether these could possibly persuade Russia to make concessions, is also doubtful. For some time Russia increased its gold reserves massively. Gold is a good hedging against turmoil on foreign exchange markets. One might also suspect that Putin intends to replace the dollar by the ruble as a reserve currency. But even the rich Arab oil states have failed to replace the dollar by the euro. Therefore there is no danger. Putin is playing the cat-and-mouse game with the West: How far is he allowed to go?! Where is the pain threshold? This was not different 75 years ago. The Western powers responded very late on Hitler’s megalomania, which culminated in the Second World War. From Putin’s side, the Ukrainian troops – for explanation: those are defending their country! – are compared with the German Wehrmacht. A political derailment beyond compare! The world is upside down! Let us hope that Mr. Gorbachev´s prophecy won´t be fulfilled.

Krieg

Michail Gorbatschow warnt vor Krieg, großem Blutvergießen. Es ist kein Geheimnis mehr: Russland will die Ostukraine, Putin spricht von „Neurussland“. Nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim sind nunmehr russische Truppen in das Land einmarschiert. Der Protest der Welt ist schwach, ob es weitere wirtschaftliche Sanktionen geben wird, ist fraglich. Ob diese gegebenenfalls Russland zum Einlenken bewegen würden, ist auch zweifelhaft. Russland stockt seit längerem seine Goldreserven massiv auf. Gold ist eine gute Absicherung gegen Devisenturbulenzen. Man könnte auch den Verdacht hegen, dass Putin beabsichtigt, den Dollar durch den Rubel als Leitwährung zu ersetzen. Doch bereits den reichen arabischen Ölstaaten ist es nicht gelungen, den Dollar durch den Euro zu ersetzen. Von daher droht keine Gefahr. Putin spielt mit dem Westen Katz und Maus: Wie weit kann man gehen?! Wo ist die Schmerzgrenze? Das war vor 75 Jahren nicht anders. Die Westmächte reagierten sehr spät auf Hitlers Größenwahn, was schließlich in den Zweiten Weltkrieg mündete. Von Putins Seite werden die ukrainischen Truppen – zur Erläuterung: jene verteidigen ihr Land! – mit der deutsche Wehrmacht verglichen. Eine politische Entgleisung sondergleichen! Die Welt steht Kopf! Hoffen wir, dass Herrn Gorbatschows Prophezeiung sich nicht erfüllt.

© Thomas Dietsch

My GPS is guiding me — Thinking is up to me?

Wrong-way driver alarm on the A6 motorway at Mannheim. 81-year-old man was driving the wrong way onto the highway. It went smoothly at the end. The man said that he had strictly followed the instructions of their navigation device. Now many people might say: Typically at this age! Everyone would notice that! Really? Yes, the man could have noticed it, if he had not blindly relied on technology. This is not a question of age. Honestly: Don´t we act the same way in our everyday life meanwhile? If you don´t know something, you google! The computer knows it. In former times at school we used to work for hours on a translation of a Latin text. Today, we pick out the best translation on the Internet. If so, please quote! Our parents had already grumbled if we took the calculator instead of doing mental arithmetic. Exception in mathematics! In our times that´s every day life. The computer solves every problem! My orientation admittedly has become worsesince I use a navigation device. Where does this lead to? I don´t know. Wait, I am gonna google that …

 

Mein Navi lenkt — Ich denke?

Geisterfahreralarm auf der Autobahn A6 bei Mannheim. 81-jähriger Mann fuhr falsch herum auf die Autobahn auf. Es ging noch einmal glimpflich ab. Der Mann sagte, er habe sich strikt an die Anweisungen seines Navigationsgerätes gehalten. Jetzt werden viele sagen: Typisch in diesem Alter! Das muss man doch merken! Wirklich? Ja, hätte man merken können, wenn man sich nicht blind auf die Technik verlassen hätte. Das ist aber keine Altersfrage. Ehrlich: machen wir das Gleiche nicht mittlerweile überall im Alltag? Man weiß manches nicht, man googelt! Der Computer weiß es. In der Schule hat man früher stundenlang an einer Übersetzung eines lateinischen Textes gesessen. Heute sucht man sich die beste Übersetzung im Internet heraus. Wenn schon, dann bitte zitieren! Unsere Eltern hatten schon gemeckert, weil wir, statt im Kopf zu rechnen, nach dem Taschenrechner griffen. Ausnahme in Mathematik! Heute ist das Alltag. Der Computer löst jedes Problem! Zugegeben, meine Orientierung ist auch schon schlechter geworden, seit ich ein Navigationsgerät benutze. Wo führt das hin? Ich weiß es nicht. Warte, ich google mal …

© Thomas Dietsch

La nostalgia—O dà fastidio a qualcuno?!

Recentemente mi sono seduto al computer portatile. La finestra dietro di me era inclinata. Un rumore dall’aperto ha eccitato la mia attenzione. Chiasso di bambini! Al contemporaneo moderno viene in mente immediatamente: „Non avete nessun telefonino? Nessun tablet? Dovete sfogarvi così?! “. I bambini sono rumoroso durante il gioco, realizzano la sua immaginazione, essi si sbottonano. Chi si articola, produce rumori. Noi adulti abbiamo perso molta della nostra fantasia, abbiamo imparato a tacere. Una volta si diceva: „Bambini, andate fuori a giocare!“. Nell’appartamento era traquillo. Oggi ci sono telefonini e altra robaccia di computer per occupare i piccoli. Sono tranquilli, sono nella casa. E l’aperto, questo è là, „di dove viene il fattorino della pizza.“ (Detto di Dieter Nuhr). Ma dove rimane l’immaginazione?! Rimane per strada … Tra l’Aperto e Dentro.

Nostalgie — Oder stört´s?!

Ich saß neulich am Laptop. Das Fenster hinter mir war gekippt. Lärm von draußen erregte meine Aufmerksamkeit. Kinderlärm! Dem modernen Zeitgenossen fällt da gleich ein: „Habt Ihr kein Handy? Keinen Tablet? Müsst Ihr so rumtoben?!“. Kinder werden beim Spielen laut, sie leben ihre Fantasien aus, gehen aus sich heraus. Wer artikuliert, produziert Geräusche. Wir Erwachsenen haben viel an Fantasie eingebüßt, gelernt zu schweigen. Früher hieß es: „Kinder, geht nach draußen spielen!“. In der Wohnung war Ruhe. Heute gibt es Handys und anderen Computerkram, um die Kleinen zu beschäftigen. Sie sind still, sie sind im Haus. Und draußen, das ist da, „wo der Pizzabote herkommt.“ (Zitat von Dieter Nuhr). Aber wo bleibt die Fantasie?! Irgendwo auf der Strecke … Zwischen Draußen und Drinnen.

© Thomas Dietsch

 

Ich finde es immer wieder schön, wenn Paare und Personen des öffentlichen Lebens auch öffentlich zu ihren Lieben oder zu ihrer Familie stehen und keine Angst haben, dass ihnen dadurch Fans, Kunden oder Kontakte verloren gehen. Wenn ein Rockstar seine zarte Seite durchblicken lässt, dass er hin und weg ist von seiner Liebsten oder wenn die Theater-Schaupielerin keine Bedenken hat, einen Hauch ihres Kusses auf seine Wange zu drücken. Geht es in dieser Welt nicht auch um Liebe und Gefühle? Und dürfen Personen des öffentlichen Lebens oder Bühnenstars das nicht zeigen, weil ihnen sonst die Fans abhanden kommen könnten? Stehen sie nicht dazu? Dann kann ich nur sagen, schwaches Bild! Wer nicht für seine Leistung und seine Kunst anerkannt wird und um Zustimmung oder Fans bangen muss, hat die falsche Audience. Was könnte erheiternder sein als zu sehen, dass zwei Menschen sich gefunden haben, lieben, Freude aneinander haben und das sogar, wenn jeder für sich in der Öffentlichkeit steht? Sind wir nicht alle Menschen, die Berührungen und Liebe brauchen? Denken Sie vielleicht, der begehrte Bühnenstar hatte noch nie Geschlechtsverkehr? Auf der anderen Seite verstehe ich nicht, wenn eine Liebe bewusst unter den Teppich gekehrt wird. In der heutigen Zeit können wir uns offenbaren und auch VIP´s haben ein privates Leben – manchmal sogar ganz anders als man denkt.

Jedenfalls erfreue ich mich daran, wenn der Rocker, der auf der Bühne hardcore ist, seine Liebste virtuell sanft umgarnt und vollkommen verzückt von ihrer Schönheit ist. Ich schmelze förmlich mit und ein wenig Romantik gehört doch auch dazu.

Andersrum: wer Angst hat, ihm oder ihr könnten Fans verloren gehen, der hat entweder ein Problem, keine ehrliche Beziehung oder er ist auf Suche. Gäbe es sonst eine vernünftige Erklärung, warum das verschwiegen wird? Es ist nicht fair, seinen Partner oder seine Partnerin zu verleugnen, das zeigt Schwäche und schlichtweg Angst. Oder aber… nun sitzt mir der Schelm im Nacken … da wurde noch nicht genug gefickt und es rettet das angeknackste Ego.

So schön, wenn Menschen – auch öffentlich – zu ihrer Liebe stehen, zu ihrer Familie, zu ihren Kindern, denn was wären sie alle, wenn diese Menschen nicht mehr wären?

 

 © Petra M. Jansen

 

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Post capitalism

If you look into the new book written by Jeremy Rifkin, you´ll be confused at first. But on the one hand his ideas are not new, on the other hand it is worth considering them. Capitalism is at it´s end, not yet, but soon. What comes next? Good question! But there was a period before capitalism, we always forget that. Capitalism is thus replaceable. It is based on the lack of resources, which is faced by the infinity of human needs. It creates dependencies of the workers on the corporations. This has already been seen by Marx. Some people talk about modern slavery. Rifkin recommends the Commons. These are small units in which people produce for themselves and exchange services. „Prosumers“! Instead of mass production of goods, common goods production. Persuit of profit is not needed. Why don´t we repair neighbour´s faucet in exchange for a cake?! The Third Industrial Revolution has arrived.

Postkapitalismus

Wenn man in das neue Buch von Jeremy Rifkin hineinschaut, dann ist man zunächst verwirrt. Aber seine Thesen sind zum einen nicht neu, zum anderen erwägenswert. Der Kapitalismus ist am Ende, noch nicht, aber demnächst. Was kommt danach? Gute Frage! Aber es gab eine Phase vor dem Kapitalismus, das vergisst man immer. Der Kapitalismus ist also ersetzbar. Er baut auf dem Mangel an Gütern auf, dem die Unendlichkeit der Bedürfnisse des Menschen gegenübersteht. Er schafft Abhängigkeiten der Arbeiter gegenüber den Konzernen. Das hat Marx auch schon gesehen. Manche sprechen von moderner Sklaverei. Rifkin empfiehlt die Commons. Kleine Einheiten, in welchen die Menschen für sich produzieren, Leistungen austauschen. „Prosumenten“! Statt Massenproduktion von Gütern Güterproduktion der Massen. Gewinnstreben ist überflüssig. Warum nicht für einen Kuchen einmal den Wasserhahn des Nachbarn reparieren?! Wir sind in der Dritten Industriellen Revolution.

© Thomas Dietsch