Er wuchs auf in der Siedlung vor der Stadt,

Unverstanden, nie zufrieden mit dem, was er hat.

Entwickelte Hunger, die Gier, alles zu kriegen,

Und blieb nur der Junge aus Block Nummer 7.

 

Als er älter war, hat er viel Zeit auf den Straßen verbracht,

Und lernte sie kennen, die Könige der Nacht.

Frei, nahmen sie sich, was man nicht kaufen kann.

Er hat lange beobachtet, gezogen in ihren Bann.

 

Hatte plötzlich alles, was ihm gefällt,

War angesehen und reich, die besten Freunde der Welt.

Endlich hat er es geschafft, war einer der Großen,

Zog umher, sein Markenzeichen, die schwarzen Lederhosen.

 

Er weiß es nicht mehr, von irgendetwas war er aufgewacht,

Sah in die Dunkelheit, blaue Lichter durchzuckten die Nacht.

Sein Fehler war, er wurde unbesorgt;

Jetzt wurde er sich bewusst, die Freiheit, sie war nur geborgt.

 

Wie ein Dieb in der Nacht ergriff er die Flucht,

Sah vor sich den Steckbrief: „Der wird gesucht!“.

Panik im Dunkel hat ihn ergriffen,

Es war irgendein Neider, man hat ihn verpfiffen.

 

Er rennt zum Auto, der Motor des Porsche wird munter,

Rücksichtslos rast er los, immer die Straße runter.

Angst macht sich breit, die Kurve ist eng, der Straßenrand,

Er verliert die Kontrolle, der Wagen schleudert, die Häuserwand.

 

Das Haus ist leer, die Räume wirken verlassen.

Erinnerungen an rauschende Feten verblassen.

Ein Wasserhahn tropft, das vergessene Handy, im Display ein Riss,

Trotz alledem hier hat er immer etwas vermisst.

 

War über die Jahre nie mit sich im Reinen –

In Nächten, drei Straßen weiter, hört man sie weinen.

 

© Thomas Dietsch

 

Condividere

„Condividi con il tuo vicino di casa!”. Chi è cresciuto con i fratelli sa che cosa significa. Si condivide le cose con i suoi simili, in modo che tutti possano godere di questi. La gioia comune supera il fatto che non è in possesso dell´oggetto intero, ma solo una frazione dopo la divisione di esso. L’umanità è più importante che desideri materiali! Ma considerato in modo immateriale condividere anche porta gioia. Un libro di Jörg Todenhöfer si intitola: „Condivi la tua felicità e tu cambi il mondo!“. Lo sappiamo così! Anche la rete sociale offre l’opportunità di condividere. „Like and Share“. Questa è la stessa cosa? Superficialmente sì! Visto in particolare, c´è una differenza molto grande. Condividere in senso delle reti sociali vuol dire „Possiede le cose degli altri!“. In altre parole: Copiare e pubblicarlo sul vostro sito web. In un senso certo, rubiamo un’idea a qualcuno e la vendono come la nostra. Questo è in realtà peggiore di materialista, chi accaparra sua proprietà e non vuole condividerla nel senso vecchio. Quo vadimus?!

 Teilen

„Teile mit Deinem Nächsten!“. Wer unter Geschwistern aufgewachsen ist, der weiß, was das bedeutet. Man teilt die Dinge mit seinen Mitmenschen, damit alle Freude an diesen haben. Die gemeinsam empfundene Freude überwiegt die Tatsache, dass man nach dem Teilen materiell nicht mehr den ganzen Gegenstand, sondern nur noch einen Bruchteil daran besitzt. Mitmenschlichkeit vor materiellen Begehrlichkeiten! Aber auch immateriell betrachtet bringt Teilen Freude. Ein Buch von Jörg Todenhöfer trägt den Titel: „Teile Dein Glück und Du veränderst die Welt!“. So kennen wir das! Auch soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit an, zu teilen. „Like and Share!“. Ist das das Gleiche? Vordergründig ja. Genauer betrachtet gibt es einen ganz gewaltigen Unterschied. Teilen im Sinne der Sozialen Netzwerke heißt: „Mache Dir zu eigen, was ein anderer besitzt!“. Mit anderen Worten: Kopiere und poste es auf Deiner Website. In gewissem Sinne nehmen wir dem Anderen etwas weg, stehlen ihm eine Idee und verkaufen sie als die unsrige. Das ist eigentlich noch schlimmer als der Materialist, der Dinge hortet und nicht in altem Sinne teilen möchte. Quo vadimus?!

 

© Thomas Dietsch

Gender Studies

Gender Studies is now a young discipline at the universities. That is not beyond controversy. In „Die Zeit“ is reported that the discussion partly leads to hate speech, insults and threats. One denies Gender Studies the scientific method. Inter alia with the argument that all was known, and there was nothing else to investigate … Is that true?! Science tries to solve problems that can not be solved by everyday discussion. Yes, it only arises from the search for knowledge. And obviously we do search for. There had been some capers in the past time, such as „BerlinerInnen“, the fact that all university employees should be female instantly: „Mr. Professor“ and the renaming of the meteorological highs and lows. But here we do nothing more than scratch the surface. Where does this hate come from? Why were strangers in the Middle Ages chased away or even being killed? Answer: Because the unknown was considered to be dangerous. Question of conscience: how far did we take off these times concerning the above mentioned subject? The answer is a shame. So far as „There is no more to discuss!“ is concerned. Let´s keep on investigating!

Geschlechterforschung

Geschlechterforschung ist mittlerweile eine junge Disziplin an den Universitäten. Jene ist nicht unumstritten. In „Die Zeit“ wird berichtet, dass die Diskussion zum Teil bis hin zu Hassparolen, Beleidigungen und Bedrohungen geht. Man spricht diesen Studien auch die Wissenschaftlichkeit ab. Unter anderem mit dem Argument, es sei alles bekannt, was es da noch zu forschen gäbe … Ist das so?! Wissenschaft versucht Probleme zu lösen, die die Alltagsdiskussion nicht mehr lösen kann. Ja, sie entsteht eigentlich erst da, wo man nach Erkenntnis sucht. Und offenbar tun wir das. Manche Kapriolen gab es in der Vergangenheit, wie zum Beispiel „BerlinerInnen“, die Tatsache, dass alle Hochschulangestellten plötzlich weiblich sein sollten: „Herr Professorin“ und die Umbenennung der meteorologischen Hochs und Tiefs. Aber hier kratzen wir nur an der Oberfläche. Woher kommt der Hass? Warum hat man Fremde im Mittelalter verjagt oder gar totgeschlagen? Antwort: Weil man den Unbekannten für gefährlich hielt. Gewissensfrage: wie weit haben wir uns bei dem obigen Thema hiervon distanziert? Die Antwort ist beschämend. So viel auch zu: „Es gibt da nicht mehr zu diskutieren!“. Forschen wir!

© Thomas Dietsch

Pensieri cambiano il mondo

Idee possono cambiare il mondo? „Con i nostri pensieri cambiamo il mondo!“. Mantra banale, il piccolo uomo può muovere nulla comunque?! O è forse qualcosa di vero in questa tesi?! Non sono state attuate grandi idee in California del secolo scorso da persone che sono state considerate come pazzi?! Specialmente al momento attuale, quando si corre il rischio di provocare una guerra a causa della ristrettezza di vedute della gente è più importante di fare questa domanda. Noi soffriamo del fatto che i pensieri sono giudicati come un fenomeno singolare. Essi non sono più espressi, per paura di essere non cool, di non adattarsi al corrente principale. Fanatici leggono solo un libro, per esempio, la Bibbia o il Corano. E lo fanno a frammenti. Si utilizza esattamente questo, che si inserisce nell´ ideologia particolare. Mentalità della cava di pietra! Nessuno dei libri dice: Fate la guerra! Uccidete gli altri! Anzi! Nessuno vieta di leggere più libri. E chi legge, si forma, apre orizzonti. Si sta discutendo, viene a sapere altri punti di vista. Insieme possiamo fare i primi passi. Quindi non sei più da solo, dico bene?! Solo un’idea …

Gedanken verändern die Welt

Können Gedanken die Welt verändern? „Mit unseren Gedanken ändern wir die Welt!“. Abgedroschenes Mantra, der kleine Mensch kann eh nichts bewegen?! Oder ist vielleicht doch etwas dran an dieser These?! Sind nicht große Ideen im Kalifornien des letzten Jahrhunderts verwirklicht worden von Leuten, die damals als Spinner galten?! Gerade in der heutigen Zeit, in der die Welt wieder aufgrund der Engstirnigkeit der Menschen auf Kriege hinmaschiert ist es wichtiger denn je, diese Frage zu stellen. Wir leiden unter der Tatsache, dass Gedanken als singuläres Phänomen abgetan werden. Man äußert sie nicht mehr, aus Furcht, uncool zu sein, nicht in den Mainstream zu passen. Fanatiker lesen nur ein Buch, zum Beispiel die Bibel oder den Koran. Und die nur bruchstückhaft. Genau das wird genutzt, was in die jeweilige Ideologie passt. Steinbruchmentalität! Keines der beiden Bücher sagt: Führe Krieg! Töte den anderen! Im Gegenteil! Keines der beiden verbietet, weitere Bücher zu lesen. Und Lesen bildet, öffnet Horizonte. Man diskutiert, lernt andere Ansichten kennen. Zusammen können wir die ersten Schritte tun. Dann ist man doch nicht mehr allein, oder?! Nur so eine Überlegung …

 

© Thomas Dietsch

Die Gesellschaft Osteuropas

Society of Eastern Europe

As reported by the „Neue Zürcher Zeitung“ the surmounting of the so-called „classless society“ led to completely different results. So cities like Chisinau, Sofia and Kiev have a lack of formation of a typical middle class as in Western Europe. Not far beside the boulevards you will find the misery of classes living near the poverty line. Medium-sized stores and workshops: none! This is quite different in Prague, Warsaw, Vilnius and Bratislava. What is the reason for this? In former times it was because of ideological reasons that manual labor was better rewarded than intellectual. Today, it is the other way around. One also must not lose sight of the fact that after the political change many people were using their former connections from the black market scene to build up profitable enterprises in the market economy. Ancient working parties were very helpful in this regard. But this does not explain, why the development was so different. You will find the answer there, where people were willing to maintain reforms. A middle class could only be arised, where a social and economic change actually took place. To line one´s own pockets, however promotes the emergence of oligarchies.

 Die Gesellschaft Osteuropas

In der „Neue Zürcher Zeitung“ stand zu lesen, dass die Überwindung der sogenannten „klassenlosen Gesellschaft“ zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führte. So lassen Städte wie Chisinau, Sofia und Kiew die Bildung eines typischen Mittelstandes wie in Westeuropa vermissen. Nicht weit neben den Prachtboulevards findet man das Elend der Schichten nahe der Armutsgrenze. Mittelständische Läden und Handwerksbetriebe: Fehlanzeige! Ganz anders in Prag, Warschau, Vilnius und Bratislava. Warum ist das so? Wurde früher aus ideologischen Gründen manuelle Arbeit besser honoriert als die geistige, so ist es heute umgekehrt. Nicht aus dem Auge verlieren darf man aber auch, dass viele ehemalige Verbindungen aus der Schwarzmarktszene nach der Wende dazu nutzen, um in der Marktwirtschaft rentable Unternehmen aufzubauen. Alte Seilschaften waren diesbezüglich sehr hilfreich. Nicht zu erklären ist dennoch, warum die Entwicklung so unterschiedlich verlief. Man wird die Antwort da finden, wo der Wille zu realen Reformen bestand. Nur wo wirklich ein sozialer und wirtschaftlicher Wandel stattfand, konnte eine Mittelschicht entstehen. Das Wirtschaften in die eigene Tasche fördert hingegen die Entstehung von Oligarchien.

© Thomas Dietsch

Mele contro Putin

L’Occidente ha adottato sanzioni economiche contro la Russia per la crisi Ucraina. Si non ha dovuto aspettare a lungo fino a quando Putin ha risposto e ha anche dato sanzioni con decreto contro l’Occidente, soprattutto gli Stati Uniti ed i paesi dell’UE. Così, egli ha aggirato il parlamento russo, la Duma. Ma la mancanza di democrazia in Russia non sarà discusso qui. Che cosa fa un divieto di importazione di prodotti alimentari in Russia? Agricoltori belgi che vendono i loro beni per l’ottanta per cento in Russia, sono in difficoltà. La Polonia chiede l’apertura del mercato americano per le sue mele degli Stati Uniti secondo un articolo di “Le Monde”. Sì, e “l’Huffington Post” mobilita per una campagna su Twitter contro le azioni russe: „Mangia mele contro Putin“. Polemica non aiuta qui. Politica prudente sarà discutere il problema Ucraina a livello internazionale per cercare di trovare una soluzione. Le sanzioni solo nuocciono all’economia e nel caso presente al popolo russo.

 

Äpfel gegen Putin

Der Westen hat wegen der Ukraine-Krise Wirtschaftssanktionen gegen Russland erlassen. Man brauchte nicht lange zu warten, bis Putin reagierte und selbst per Dekret Sanktionen gegen den Westen, hauptsächlich die USA und die EU-Länder, verordnete. Hierbei hat er das russische Parlament, die Duma, umgangen. Doch Demokratiedefizite in Russland sollen hier nicht diskutiert werden. Was bringt ein Einfuhrverbot für Lebensmittel nach Russland? Belgische Bauern, die ihre Waren zu achtzig Prozent nach Russland verkaufen, kommen in Bedrängnis. Polen fordert nach einem Artikel von „Le Monde“ von den USA die Öffnung des amerikanischen Marktes für seine Äpfel. Ja, und die „Huffington Post“ macht mittels einer Kampagne über Twitter mobil gegen die russischen Maßnahmen: „Iss Äpfel gegen Putin!“. Polemik hilft hier nicht weiter. Besonnene Politik wäre, auf internationaler Ebene das Ukraine-Problem zu diskutieren und zu versuchen, eine Lösung zu finden. Sanktionen schaden nur der Wirtschaft und im vorliegenden Fall dem russischen Volk.

 

© Thomas Dietsch

New York Times: „Russian Gang amasses Over a Billion Internet Passwords“. Russian hackers are said to have seized some 1.2 billion username and password combinations for Internet profiles according to the findings of American IT security experts. Imagine! It has been repeatedly discussed, if natural or social death is worse. Almost everyone agrees: the latter! Social death occurs when a person, actually still living, does no longer interact or respectively is no longer able to interact with his fellow men. Total isolation! Yes, and hacking is not only data theft! What did data mean to us in former times? Something you filled in forms. Something for public officials! Today data is an existence. In the digital age. My data is ME. And the one stealing it, makes me his slave steals my virtual EGO. Yes, he can kill me socially. Surely not!

New York Times: „Russische Bande erbeutet über eine Milliarde Internet-Passwörter“. Russische Hacker sollen nach Erkenntnissen amerikanischer IT-Sicherheitsexperten rund 1,2 Milliarden Benutzernamen und Passwortkombinationen für Internet-Profile erbeutet haben. Man stelle sich das vor! Es gibt immer wieder die Diskussion, was schlimmer ist: der natürliche oder der soziale Tod. Fast alle sind sich einig: letzterer! Der soziale Tod tritt dann ein, wenn ein tatsächlich noch lebender Mensch mit seinen Mitmenschen nicht mehr interagiert bzw. nicht mehr interagieren kann. Die totale Vereinsamung! Ja, und Hacking ist nicht nur Datenklau! Was waren früher schon Daten? Etwas, das man in Formulare einfügte. Etwas für Beamte! Heute sind Daten eine Existenz. Im Computerzeitalter. Meine Daten bin ICH. Und wer sie stiehlt, macht mich zu seinem Sklaven, stiehlt mein virtuelles ICH. Ja, er kann mich sozial töten. Das darf nicht wahr sein!

 

© Thomas Dietsch

Il disprezzo per la democrazia

Vive nel´involucro di libertà: La Sinistra, disprezzando la democrazia. Abbiamo nel nostro stato la libertà di espressione, che comprende anche il diritto di esprimersi contro lo Stato, se uno non tenta alcun tentativo di golpe. Fin qui, tutto bene! È strano quando si deve leggere nella Frankfurter Allgemeine Zeitung, che si rimprovera esattamente quello all´Occidente, che Putin sta facendo. Bellicismo, clientelismo con i fascisti, ecc. Manifestanti di fronte all’ambasciata russa a Berlino? Lasci perdere! Di dove viene questo odio per la democrazia, questa ammirazione per la dittatura macho? C’è uno che a volte dice dove sta?! Questo non è nuovo: negli anni 1920 molti non potevano vedere l´ora di caduta della democrazia odiato. Lo sappiamo dov´è andato a finire. E questa dimenticanza storica, si può solo scuotere la testa. Questa mentalità del „juste milieu“: si è integrato, ma non vuole essere integrato. Nessuno può capire gli argomenti di queste persone, perché sono semplicemente assurde. L’individualità è una cosa, altra è fariseismo! Credo che sia la semplice pigrizia di pensiero che sta alla base di tutto.

Verachtung der Demokratie

Sie leben in der Hülle der Freiheit: linke Demokratieverächter. Wir haben in unserem Staat Meinungsfreiheit, das beinhaltet auch, sich kritisch gegenüber dem Staat zu äußern, wenn man keinen Umsturzversuch unternimmt. So weit, so gut! Komisch ist es schon, wenn man in der Frankfurter Allgemeine Zeitung lesen muss, dass genau das, was Putin unternimmt, dem Westen vorgeworfen wird. Kriegstreiberei, Kumpanei mit Faschisten usw. Demonstranten vor der russischen Botschaft in Berlin? Fehlanzeige! Woher kommt dieser Hass auf die Demokratie, diese Bewunderung für die Macho-Diktatur? Ist da einer, der mal sagt, wo es langgeht?! Das ist nicht neu: in den 1920er Jahren konnten viele den Untergang der verhassten Demokratie gar nicht erwarten. Wohin das führte, wissen wir. Es ist diese Geschichtsvergessenheit, die einen den Kopf schütteln lässt. Diese Mentalität des „Juste Milieu“: man ist integriert, will das aber gar nicht sein. Die Argumente dieser Leute kann niemand nachvollziehen, weil sie schlicht widersinnig sind. Individualität ist eine Sache, Heuchelei eine andere! Es ist meines Erachtens die schlichte Denkfaulheit, die dem Ganzen zugrunde liegt.

 

© Thomas Dietsch