Argentina goes bust! Once again? Yes, once again! The Argentine financial system has already collapsed in the crisis of 2001/2002. Now: a national bankruptcy again. What are the reasons? Didn´t they learn anything from the past? Rich speculators pounce on a poor country to squeeze out high returns. Others talk about an incompetent „gang“, that promised good returns to small savers, and afterwards, cursing on creditors, is not willing to fulfill its payment obligations. These are so far the two fairy tales of these days after reports of the Frankfurter Rundschau. Argentina is not insolvent, but refuses to pay out because of fear that, apart from current claims, further ones in the amount of $ 120 billion will be charged. The reason is a RUFO clause in loan agreements: This means that Argentina must pay back the whole money to all creditors – many of whom have waived 70 percent of their claims – if it makes such an offer to hedge funds like Aurelius and NML voluntarily. Before U.S. courts those claims totaling approximately $ 1.33 billion were recognized as legal. If Argentina is paying now: is this so voluntarily?

Argentinien ist pleite! Schon wieder? Ja, schon wieder! Das argentinische Finanzsystem ist schon einmal in der Krise von 2001/2002 zusammengebrochen. Jetzt wieder ein Staatsbankrott. Woran liegt es? Hat man aus der Vergangenheit nichts gelernt?! Reiche Spekulanten fallen über ein armes Land her, um hohe Renditen herauszupressen. Andere reden von einer unfähigen „Bande“, die kleinen Sparern gute Renditen verspricht, um sodann, schimpfend auf die Geldgeber, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht nachzukommen. So die beiden Märchen dieser Tage nach der Frankfurter Rundschau. Argentinien ist nicht zahlungsunfähig, weigert sich aber zu zahlen aus Angst, dass zu den bisherigen Forderungen noch weitere Ansprüche in Höhe von 120 Milliarden Dollar erhoben werden. Schuld ist die RUFO-Klausel in Anleiheverträgen: Diese besagt, dass Argentinien allen Gläubigern – viele von denen haben auf 70 Prozent ihrer Forderungen verzichtet – ihr Geld in Gänze zurückzahlen muss, wenn es unter anderem Hedgefonds wie Aurelius und NML ein derartiges Angebot freiwillig macht. Vor US-amerikanischen Gerichten wurden deren Forderungen in Höhe von rund 1,33 Milliarden Dollar als rechtmäßig anerkannt. Wenn Argentinien nun zahlt: Tut es dies freiwillig?

© Thomas Dietsch

„Edward, vai a casa!“

Edward Snowden è l’informatore che ha esposto gli intrighi della NSA qualche tempo fa. Ognuno era grato per le informazioni. Da allora, Edward è ricercato da mandato d’arresto degli Stati Uniti. Tradimento di segreti! Nel peggiore dei casi, questo può significare la pena di morte. Al fine, per non compromettere il rapporto con gli Stati Uniti, non c’è nessun stato dell´ Europa occidentale che ha concesso l´asilo a Snowden. Finalmente approda in Russia. Lì può rimanere fino alla fine di luglio 2014. Il futuro è incerto, siccome Putin ha certamente già ricevuto le informazioni desiderate da Snowden. Perché Snowden dovrebbe essere consentito di rimanere in Russia? Ora, il ministro federale della Giustizia gli consiglia di costituirsi alle autorità americane. Anche gli avvocati di Snowden negoziano il ritorno con gli Stati Uniti. Anche là il suo destino è incerto. Tutti gli stati hanno beneficiato di informazioni di Snowden. Non sono disponibili ulteriori informazioni. L’eroe ha fatto il suo tempo! Si può andare a casa.

Edward go Home!“

Edward Snowden ist der Whistleblower, der vor einiger Zeit die Machenschaften der NSA aufdeckte. Jeder war ihm dankbar für die Informationen. Seitdem wird Edward von den USA per Haftbefehl gesucht. Geheimnisverrat! Im schlechtesten Fall kann dies die Todesstrafe bedeuten. Um das Verhältnis zu den USA nicht zu gefährden, hat kein westeuropäischer Staat Snowden Asyl gewährt. Schließlich landet er in Russland. Dort darf er bis Ende Juli 2014 bleiben. Die Zukunft ist ungewiss, da Putin die von ihm erwünschten Informationen von Snowden mit Sicherheit bereits erhalten hat. Warum sollte Snowden also in Russland bleiben dürfen?! Nun rät der Bundesjustizminister ihm, sich den amerikanischen Behörden zu stellen. Auch Snowdens Anwälte verhandeln mit den USA über eine Rückkehr. Sein Schicksal dort ist ebenfalls ungewiss. Alle Staaten haben von Snowdens Informationen profitiert. Weitere Informationen gibt es nicht. Der Held hat ausgedient! Er kann nach Hause gehen.

© Thomas Dietsch

Financing of Terrorism

We know that from early days: Terrorists and their associations are in need of a lot of money. They have to finance themselves. The crimes of the Red Army Faction in West Germany in the 1970s were already funded by the GDR. We know that today. Another example: Osama bin Laden was commandeered and trained by the CIA in the United States. In the jargon of the intelligence this is called „Blowback“. This means the unintended effect, that activities in unofficial foreign policy or covert operations later fall back to the country of origin. After September 11, 2001 bin Laden had been the most wanted criminal. His knowledge had been funded by the American household. Al Qaeda obtains money by kidnapping people. Since 2008, the organization has gained the equivalent of 93 million euros from European states – except the UK – as reported in the „New York Times“. An absurdity! Kidnapping is a crime. Crimes must not be rewarded! Now, out of sheer laziness, States are paying ransoms out of taxpayers‘ money to organizations which threaten their population already tomorrow.

 

Finanzierung von Terroristen

Wir kennen das von früher: Terroristen haben mit ihren Vereinigungen einiges an Geldbedarf. Sie müssen sich finanzieren. Schon die Verbrechen der Rote Armee Fraktion im West-Deutschland der 1970er Jahre wurden von der DDR aus finanziert. Das weiß man heute. Anderes Beispiel: Osama bin Laden wurde vom CIA in den USA requiriert und ausgebildet. Man spricht hier vom „Blowback“, in der Fachsprache der Geheimdienste bezeichnet man damit den unbeabsichtigten Effekt, bei dem inoffizielle außenpolitische Aktivitäten oder verdeckte Operationen später negativ auf deren Ursprungsland zurückfallen. Bin Laden wurde nach dem 11. September 2001 zum meistgesuchten Verbrecher. Seine Kenntnisse wurden durch den amerikanischen Haushalt finanziert. Al Qaida beschafft sich Geld durch Entführung von Menschen. Seit 2008 hat die Organisation von europäischen Staaten – ausgenommen Großbritannien – so umgerechnet 93 Millionen Euro erhalten nach Berichten der „New York Times“. Ein Unding! Kidnapping ist ein Verbrechen. Verbrechen darf sich nicht lohnen! Nunmehr zahlen Staaten aus Bequemlichkeit mit Steuergeldern Lösegeld an Organisationen, welche schon morgen ihre Bevölkerung bedrohen.

© Thomas Dietsch

Stampa

Giornale è sempre gran cosa, la nonna ha già detto favole. La differenza tra il giornale e il libro della nonna: È così grande? Il conflitto in Ucraina, la crisi del Medio Oriente – le informazioni piovono così su di noi. Chi e soprattutto cosa posso credere? La stampa ha il potere. Sappiamo tutti che. E la ne sfrutta. Le due guerre suddetti sono anche guerre dei media. Lotta di opinione! Vuoi leggere un solo giornale, la tua opinione sarà caratterizzato rapidamente dopo quello che stai comune nel tuo diario. E si prende subito i lati, per esempio, Palestina o Israele, nelle discussioni con i vostri amici e colleghi di lavoro. Siate onesti: abbiamo la minima idea che cosa sta succedendo? No! Parole tranquille di grandi politici, molto rumore fatto di fanatici. Questo ci impressiona, „Hai letto?“. Raramente vediamo immagini di bambini provenienti da una zona nel corso di un attacco militare. Nei loro volti, la paura, il panico, e le lacrime possono essere visti. Soffrono e fanno compassione a noi. Senza parole! Forse ci parla troppo e troppo poco è stato fatto? Non lo so …

Presse

Zeitung ist immer große Party, früher hat Großmutter Märchen erzählt. Ist der Unterschied zwischen der Zeitung und Omas Buch so groß?! Ukrainekonflikt, Nahostkrise – die Information regnet nur so auf uns herab. Wem und vor allem was kann ich noch glauben?! Die Presse hat Macht. Das wissen wir alle. Und die spielt sie aus. Die beiden erwähnten Kriege sind auch Kriege in den Medien. Meinungskampf! Liest Du nur eine Zeitung, wird Dein Meinungsbild schnell nach dem geprägt sein, was Du alltäglich in Deinem Blatt liest. Und Du wirst in Diskussionen mit Deinen Freunden und Arbeitskollegen schnell Partei ergreifen, zum Beispiel für Palästina oder für Israel. Hand aufs Herz: Wissen wir überhaupt, was da abgeht?! Nein! Leise Töne von großen Politikern, lautes Geschrei von Fanatikern. Das beeindruckt uns: „Hast Du schon gelesen?!“. Selten sieht man Bilder von Kindern aus einem Gebiet während eines militärischen Angriffs. In ihren Gesichtern sind Angst, Panik und Tränen zu erkennen. Sie leiden und tun uns leid. Ohne Worte! Vielleicht wird doch zu viel geredet und zu wenig getan?! Ich weiß es nicht …

© Thomas Dietsch

Guerra

Il mondo è impazzito. Ma di volta in volta è così. No, affatto questo non è divertente. In vista di una guerra spesso le persone prendono decisioni che non avrebbero mai incontrato in altre circostanze. Ad esempio, la Francia fornisce portaelicotteri Mistral, anche se il resto del mondo pensa a sanzioni più severe contro la Russia a causa di incidenti in Ucraina. Questi includono anche il divieto di esportazione di armi. Si vuole colpire la Russia duramente, in modo che la popolazione locale non è più soddisfatto a causa dei vincoli economici e il governo deve cedere. Va bene, se un confronto militare può essere evitato così. Tuttavia perché la FIFA sta valutando di ritirare i diritti per ospitare il campionato mondiale di 2018 in Russia, non è comprensibile. Il federazione internazionale del calcio è responsabile del calcio mondiale, come suggerisce il nome. Prendere decisioni politiche a causa delle condizioni attuali, che hanno un risultato in quattro anni, non è il suo compito. Sì, il mondo è pazzo!

Krieg

Die Welt ist verrückt geworden. Aber das ist sie von Zeit zu Zeit. Nein, das ist ganz und gar nicht witzig. Im Vorfeld eines Krieges fällen Menschen oft Entscheidungen, die sie unter anderen Umständen nie so getroffen hätten. So liefert Frankreich Mistral-Hubschrauberträger, obwohl der Rest der Welt über schärfere Sanktionen gegen Russland aufgrund der Vorfälle in der Ukraine nachdenkt. Jene beinhalten auch den Stopp von Rüstungsexporten. Man will Russland hart treffen, damit die dortige Bevölkerung aufgrund der wirtschaftlichen Einschränkungen unzufrieden wird und die Regierung dann einlenken muss. Das ist soweit in Ordnung, wenn hierdurch eine militärische Auseinandersetzung vermieden werden kann. Warum allerdings auf der anderen Seite die FIFA darüber nachdenkt, Russland die Austragungsrechte für die Weltmeisterschaft 2018 zu entziehen, ist nicht nachvollziehbar. Der Weltfußballverband ist zuständig für den Weltfußball, wie dessen Name schon sagt. Aufgrund der jetzigen Zustände politische Entscheidungen zu treffen, die Auswirkungen in vier Jahren haben, ist nicht dessen Aufgabe. Ja, die Welt ist verrückt!

© Thomas Dietsch

Anti-Semitism

Due to the war between Israel and Palestine, one can recognize many anti-Semitic remarks in the last days, also in Germany. So you can find slogans that go far beyond criticism of the war and also of the policy of the State of Israel. We are allowed to express our opinion, criticism of war and the actions of states is allowed to be declared publicly. Vilification and harassment of people are illegal and punished as offence, even if you are a member of the nation which Israel is just waging war on. Whether the war in the Middle East is justified or not, is one side. On the other hand, such occasions are often used to abuse the right to hold demonstrations in order to hurt others and to harm them. The local war is so taken to Germany. This is what is supposed to be prevented. People of Jewish faith must be able to feel safe in Germany. Vice versa this also applies for Palestinians.

 

Antisemitismus

Aufgrund des Krieges zwischen Israel und Palästina kommt es in den letzten Tagen zu antisemitischen Äußerungen. Dies auch in Deutschland. So findet man Parolen, die weit über die Kritik am Krieg und auch an der Politik des Staates Israel vorbeigehen. Man darf bei uns seine Meinung kundtun, darf Kritik an Krieg und dem Handeln von Staaten öffentlich äußern. Verunglimpfung und Bedrohung von Menschen sind Illegal und strafbar, auch wenn man Angehöriger des Volkes ist, mit welchem Israel gerade Krieg führt. Ob der Krieg im Nahen Osten zu rechtfertigen ist oder nicht, ist die eine Seite. Auf der anderen Seite werden solche Gelegenheiten gerne genutzt, um das Demonstrationsrecht dahingehend zu missbrauchen, um andere zu verletzen und ihnen zu schaden. Der Krieg vor Ort wird damit nach Deutschland getragen. Dies gilt es zu verhindern. Die Menschen jüdischen Glaubens müssen sich in Deutschland sicher fühlen können. Dies gilt natürlich auch umgekehrt für Palästinenser.

© Thomas Dietsch

 

 

 

 

A terrible catastrophe: Over Ukraine a Boeing of the Malaysia Airlines was shot, 298 people dead! Most likely the rocket was fired by Russian separatists, a weapon constructed in Russia. Even if the whole thing was a mistake, it’s unforgivable. Up to now Moscow doesn´t give us a piece of it´s mind, Russian government is not open in it´s dealings. The rioting in the Eastern Ukraine began after the annexation of the Crimea, which was violating international law. Officially, Moscow has nothing to do with the separation movements in Ukraine. However, the choice of words in the comments of Moscow relating to the events there speaks a different language: actions of the Ukrainian military are considered as „crimes“, those of the separatists remain uncommented or get qualified by Moscow. On July 18, 2014 it was heard on the radio that the black box of the shot down Boeing is to be sent to Moscow for evaluation. What is the purpose? Every thinking human knows the background of the war in Ukraine: Russia needs a land bridge to the annexed Crimea. And this leads over Eastern Ukraine. In negotiations based on the status quo one can arrange travel facilities such as air rights for Russian aircrafts. But no one can seriously expect illegal conditions to be cemented. The dead of flight MH 17 urge us to enter into negotiations!

Eine furchtbare Katastrophe: Über der Ukraine wird ein Boeing der Malaysia Airlines abgeschossen, 298 Menschen tot! Abgefeuert wurde die Rakete sehr wahrscheinlich von russischen Separatisten, konstruiert wurde sie in Russland. Selbst wenn das Ganze ein Versehen war, es ist unverzeihlich. Aus Moskau wird auch jetzt noch nicht Klartext geredet, man spielt nach wie vor nicht mit offenem Visier. Die Unruhen in der Ost-Ukraine begannen nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim. Offiziell hat man mit den Separationsbewegungen in der Ukraine auf Moskauer Seite nichts zu tun. Die Wortwahl bei den Kommentaren Moskaus zu den Geschehnissen dort spricht jedoch eine andere Sprache: Aktionen des ukrainischen Militärs werden von Moskau als „Verbrechen“ dargestellt, solche der Separatisten bleiben unkommentiert beziehungsweise werden relativiert. Am 18. Juli 2014 war im Radio zu hören, dass die Blackbox der abgeschossenen Boeing zur Auswertung nach Moskau soll. Was soll damit bezweckt werden?! Jeder denkende Mensch erkennt die Hintergründe des Krieges in der Ukraine: Russland benötigt eine Landbrücke zur annektierten Halbinsel Krim. Und die führt über die Ost-Ukraine. Man kann in Verhandlungen auf Basis des Status Quo Reiseerleichterungen wie Überflugsrechte vereinbaren. Dass rechtswidrige Zustände zementiert werden, kann niemand ernstlich verlangen. Die Toten des Fluges MH 17 mahnen: Geht an den Verhandlungstisch!

 

 

© Thomas Dietsch

 

Iraq

Essi combattono in Iraq, gli sciiti ei sunniti. Sulla questione di chi possiede Baghdad, risponde un residente in loco secondo la Neue Zürcher Zeitung: „Baghdad è una città sciita, sunnita deve lasciare il posto“. La democrazia in Iraq ha fallito, ha consacrato il paese alla distruzione. Entrambe le parti si preparano per la battaglia per la supremazia. L’impianto di una democrazia in Iraq è stato il tentativo dell’Occidente di costruire uno stato-nazione lì. Supposto che, la situazione in quella regione è più controllabile rispetto a quando combattano i gruppi rivali in loco. Il tentativo di una democrazia di tipo occidentale e la creazione di uno stato-nazione ha fallito dopo lo stato attuale. Non possono essere riconciliati religione e stato? Si parla di Iraq da dividere tra sciiti e sunniti. O dobbiamo solo smettere di cercare di imporre i nostri valori al resto del mondo?

 Irak

Sie streiten im Irak: die Schiiten und die Sunniten. Auf die Frage, wem Bagdad gehöre, antwortet ein dortiger Einwohner laut der Neuen Zürcher Zeitung: „Bagdad ist schiitisch, die Sunniten müssen die Stadt verlassen“. Die Demokratie im Irak sei gescheitert, das Land dem Untergang geweiht. Beide Seiten rüsten zum Kampf um die Vorherrschaft. Die Implantierung einer Demokratie im Irak war der Versuch des Westens, dort einen Nationalstaat zu errichten. Besteht ein solcher, ist die Situation in der dortigen Region besser kontrollierbar als wenn sich rivalisierende Gruppen vor Ort streiten. Der Versuch einer Demokratie nach westlichem Vorbild und auch der Gründung eines Nationalstaates ging nach derzeitigem Stand fehl. Lässt sich Religion und Staat doch nicht unter einen Hut bringen? Man spricht davon, den Irak unter Schiiten und Sunniten aufzuteilen. Oder müssen wir einfach aufhören zu versuchen, dem Rest der Welt unsere Wertvorstellungen aufzudrücken?!

 

© Thomas Dietsch