Liebes Volk,
in Frankreich wurde der Beweis erbracht, wie knallhart die Politik sein kann. Nach dem Wahldesaster bei der Kommunalwahl, wurde der ehemalige Premier Jean-Marc Ayrault gefeuert und er wurde für das Debakel schuldig gesprochen. Und der Präsident? Er versuchte, sich aus der Schusslinie zu bringen, indem er ein Bauernopfer vollzog. Mit einigen Floskeln sprach er seinen Dank aus – Pflichtwörter, die man in solch einem Fall immer wieder ausspricht. Dass er auch ein Teil der Verantwortung trägt, hat er geschickt unter den Tisch gekehrt. Politik ist wahrhaftig ein dreckiges Geschäft, von Solidarität und Loyalität kann keine Rede sein. Dass es Änderungen geben kann, spreche ich nicht ab, aber das kommt auf das „wie“ an. Jean-Marc Ayrault hat die Zielsetzungen des Präsidenten akribisch verfolgt. Er wusste, dass sie nicht sofort Erfolg mit sich bringen würden, Geduld war gefragt. Daran ist er gescheitert, weil das Volk sofort Resultate sehen wollte.
Weiterlesen

