Neulich, eine Allee, Windräder.

Graue Wolken vor Abendrot.

 

Der Gedanke: Was will ich überhaupt?

Kann ich wollen, was ich will?

Oder kann ich nur wollen, was ich soll?!

 

Frühling 2014 – Ein Blatt fällt, segelt zur Erde.

Herbst 1914 – Ypern, ein Mann fällt.

 

Konnte er wollen, was er wollte?

Oder konnte er nur wollen,

was er wollen können sollte?!

 

Ich bleibe stehen, weiß jetzt genau:

Ich will, was ICH will!!

 

© Thomas Dietsch

 

Liebe Wähler,

wer behauptet, dass er null Bock auf Europa hat, verläuft sich total. Ob Pierre Mathiaswir es wollen oder nicht, die EU bestimmt unser Leben. Keine Achtung zu zeigen bedeutet, seine Interessen zu vernachlässigen. Sehr viele Bürger haben kaum eine Ahnung, wie viele Entscheidungen in Brüssel und in Straßburg getroffen werden. Das Gerede an den Stammtischen ist sinnlos, wenn man nicht wählen geht und ja, wir haben die Macht auch etwas zu gestalten, auch wenn uns das Ganze manchmal abstrakt vorkommt. Wenn es in Europa manchmal schlecht zugeht, tragen wir auch die Schuld und wenn wir weiter passiv bleiben, können fatale Ereignisse herbeigeführt werden. Wir beklagen uns mit Recht, dass die Demokratie in der EU stark strapaziert wird. OK, wenn wir uns aber auf die Hinterpfoten stellen würden, könnte einiges korrigiert werden. Aber nein, das könnte uns aus dem Winterschlaf herauslocken. Jeder von uns ist gefragt, wenn es um die Zukunft geht und es wäre fatal, wenn wir den Rechtsextremisten das Terrain überlassen würden. Weiterlesen

Musik macht Menschen glücklich. Bücher machen Menschen glücklich. Bilder machen Menschen glücklich. Rostra-Ausrufezeichen

Warum also sollte ein Künstler für das Schaffen seiner Kunst nicht gebührend bezahlt werden? Warum sollen Literaten kostenlos lesen? Warum sollen Maler ihre Werke kostenlos durch die Gegend transportieren und (gegen Gebühr) ausstellen? Warum sollen Musiker ihre Songs ohne angemessene Gage auf der Bühne spielen? Warum wollen Sie dann nicht beim Bäcker ihr Brot umsonst haben? Würden Sie sich schämen, in den Supermarkt zu gehen, ihren Korb zu beladen und schulterzuckend an der Kasse zu sagen „Tut mir leid, das Produkt kenne ich noch nicht genug, es ist noch nicht so bekannt, also zahle ich nix dafür?“ Würden Sie sagen: „Reparieren Sie bitte mal mein Auto, aber ihre Werkstatt ist mir bislang unbekannt gewesen. Beweisen Sie sich erst einmal bevor Sie etwas in Rechnung stellen.“ Eigenartig, dass gerade bei kulturellen Dingen mit zweierlei Maß gemessen wird. Und doch macht genau die Kunst und Kultur uns glücklich, spiegelt das Gesellschaftsbild und seine Belange, seine Sorgen, seine Ängste, seine Ziele und Aufgaben wider. Ein Leben ohne geschriebene Zeilen, ohne Musik um uns herum, ohne Bühnenstücke, Theater, Malerei etc.- was für ein armes Leben! Natürlich gibt es auch Künstler, die dafür selbst in die Tasche greifen, um auf sich aufmerksam zu machen und sich auf Tourneen von bekannten Bands einkaufen. Aber das sind halt die schwarzen Schafe und sie haben noch nicht begriffen, dass sie mit Schuld daran tragen, wenn es mit den Künsten so elend aussieht. Sie sind Prostituierte des Gewerbes, kaufen vorab Tickets von Veranstaltern und bezahlen für Festivals. Für mich sind das unlautere Methoden und sie werden am Ende zwar ihr Ego befriedigt haben, aber ihr Portemonnaie ist ebenso leer wie ihre inneren Werte. Und von der Mafia rede ich jetzt nicht. Weiterlesen

Liebe Leidtragende,

kein Wunder, dass sich die Begeisterung für Europa in Grenzen hält. Pierre MathiasImmer mehr habe ich den Eindruck, dass vor allem für das Wohl der Banken hantiert wird. Der Bürger wird auf der Strecke gelassen und hat die Klappe zu halten. Auf eine unverantwortliche Art werden seine Belange als zweitrangig betrachtet. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass die Populisten und Rechtsextremisten dreißig Prozent der Stimmen am Sonntag erhalten werden, so die Prognosen. Diese Katastrophe wird, wie so oft, als eine Protestwahl heruntergespielt und vergessen wir nicht, dass das Gleiche für Adolf Hitler 1933 galt. Die EU hat es nicht geschafft, ein „Wir-Gefühl“ zu erwecken. Auch wenn es übertrieben ist, wird sie als bürokratisch und autokratisch betrachtet. Wir sind die Leidtragenden einer Politik, die die Prinzipien der Mitbestimmung oft ignoriert hat und wenn sich hier nichts ändert, werden wir vor einem Trümmerhaufen stehen. Weiterlesen

Liebe Europäer,

hinter geschlossenen Türen wird zurzeit das transatlantisches Pierre MathiasFreihandelsabkommen (TTPI) verhandelt. Die europäische Kommission achtet sehr darauf, dass wir vor vollendeten Tatsachen stehen werden und das ist aus meiner Sicht unakzeptabel, denn wieder einmal wird über unsere Köpfe entschieden. Grundsätzlich finde ich die Absicht, die Zölle zwischen der EU und Amerika abzubauen, eine gute Sache, aber dabei wird es nicht bleiben. Ich befürchte, dass wir irgendwann mit genmanipulierten Waren zu tun haben werden, dass es im Bereich Arbeit zu Dumpinglöhnen kommen wird, dass sich der soziale Abbau fortsetzen wird. Warum liebe Europäer? Einfach, weil es eine andere Lebensphilosophie jenseits des großen Teiches gibt. Weiterlesen

Januar 2014: Bei der Hinrichtung Dennis McGuires kommen erstmals Midazolam und Hydromorphin als Inhalt der Giftspritze zum Einsatz. Zuschauer beobachten wie er versucht, sich aufzurichten. Wiederholt ballt er die Fäuste. Es scheint, als kämpfe er um sein Leben, während er erstickt. Der Mix aus Beruhigungs- und Schmerzmitteln sollte Dennis McGuire schnell töten. Erst nach 24-minütigem qualvollem Todeskampf wird er für tot erklärt.

Der Staatsanwalt erklärt anschließend, es gebe kein Recht auf einen schmerzfreien Tod. Weiterlesen

Liebe Kapitalisten,

der französische Konzern Alstom sucht nach Geld. General Electric und Siemens sind bereit, einzusteigen. Es sieht so aus, dass die amerikanische Firma die Nase vorne hat. Vielleicht ist die Entscheidung schon getroffen, wenn dieser Artikel erscheint.Pierre Mathias Was gefällt mir dabei nicht? Einmal wieder spielt das Geld die einzige Rolle. Seht ihr nicht, liebe Kapitalisten, dass ihr die EU immer mehr schwächt? Ist das in eurem Sinne? Das ist der Beweis, dass nur kurzfristig gedacht wird. Es ist keine globale Strategie zu erkennen und das ist aus meiner Sicht fatal. Am Ende werden wir ganz blöd da stehen, ohne Geld im Sparschwein. Wenn die Wirtschaft sich einfach aus der Politik ausklingt, hat es böse Folgen. Nein, es gibt keine andere Wahl als alles zu unternehmen, um Europa zu stärken. Das tun wir nicht, indem wir uns aussaugen lassen. Ihr werdet sehr wahrscheinlich behaupten, dass wir das Gleiche in Amerika tun können. Hat Fiat nicht Chrysler geschluckt? Ja schon, ist das aber für die Bürger dort von Vorteil? Ja und nein. Eines sollten wir wissen: sobald fremdes Kapital vorhanden ist, übt es einen politischen Einfluss, das sollte uns klar sein! Weiterlesen

Liebe Schafe,

es ist schon beruhigend, wenn ein Pastor durch die Türkei reist und seine Meinung kund gibt, auch wenn er damit Porzellan zerbricht. Joachim Gauck hat dies zum Leid von Recep Tayyip Erdoğan gemacht und er hat ihm mit Recht die Leviten gelesen.Pierre Mathias Der Premier unterdrückt die Opposition, beschränkt drastisch die Meinungsfreiheit und versucht immer mehr die Demokratie zu seinen Gunsten zu domestizieren – das ist in der Tat beängstigend. Früher war ich ein Anhänger einer Mitgliedschaft der Türkei innerhalb der EU, heute habe ich meine Zweifel. Was dort sich abspielt, zeigt, wie entfernt dieses Land von unseren Idealen ist. Wir haben schon mit unseren Pappenheimern eine Menge zu tun, wie zum Beispiel Ungarn, wo es beinah faschistisch zugeht, deshalb sollten wir mit unserer Kritik vorsichtig sein. Gibt es Parallelen zwischen Erdoğan und Orbán? Schon, wenn es um die Intoleranz geht, aber auf dem Papier steht, dass jede Art von Intoleranz bekämpft werden sollte. Stoff genug für den ehemaligen Pastor und ich würde mir wünschen, dass er sich in Budapest genauso äußern würde. Weiterlesen