Liebe Entmündigte,Pierre Mathias

der Fall Gustl Mollath zeigt, wie leicht es ist, einen Mensch zu neutralisieren. Wer Gemütsschwankungen zeigt, ist ein Kandidat zur Internierung. Die Depression kann die Vorstufe einer Kaltstellung sein. Alles, was den normalen Tagesverlauf stört, gilt als suspekt. Ob man es will oder nicht, die Einlieferung in die Psychiatrie ist ein Makel. Wer das in einem Lebenslauf notiert, kann definitiv ohne Job bleiben, auch wenn die Voraussetzungen stimmen. Leute, machen wir uns nichts vor: das ist eine harsche Diskriminierung! Auch in der Familie kann das zur Isolation führen, das wisst ihr, liebe Entmündigte! Auch wenn die Verwandten es gut mit ihnen meinen, können sie großen Schaden verursachen – wer als nicht mehr mündig betrachtet wird, ist ein Mensch zweiter Qualität, deshalb sollte jeder sehr aufpassen bevor er zu solchen Maßnahmen greift. Eine leichte Verwirrung ist noch längst keine Demenz und wenn sie als Anlass genommen wird euch zu isolieren, finde ich das ganz einfach nicht hinnehmbar. Solche Fälle sind mir bekannt. Psychiater sollten sich über die Auswirkung solch einer Entscheidung immer bewusst sein. Wer sich in solch einer Lage befindet, hat keine Chance, es ist ein Gefängnis! Ist das nicht so, liebe Entmündigte? Weiterlesen…

Liebe Plastiktüten,Pierre Mathias

dass ihr die Weltmeere versaut, in längst bekannt und auch auf Waldspaziergängen kann man euch begegnen. Ihr erweist aber gute Dienste: Wie sollte ich die Kacke meines Hundes ohne eure Hilfe vom Gehsteig entfernen? Mit einer Papiertüte wäre das eher problematisch, dennoch muss ich einsehen, dass ihr für die Umwelt schädlich seid. Das hat die europäische Union sehr wohl erkannt und dazu kommt, dass ihr – im Gegensatz zu den Menschen – fast unverwüstlich seid. Ihr habt das Wunder erbracht, Hunderte von Jahre überleben zu können, eine dicke technologische Leistung, muss ich erkennen. Aber gerade das erzeugt Ratlosigkeit und da man keine Lösung findet, wird von einem radikalen Verbot gesprochen. Das würde auch unser Rohöl verschonen. Plastik war einmal der Inbegriff des Fortschritts, jetzt ist er eine Plage – so die Entwicklung, die für euch fatal werden kann. Weiterlesen…

 

P J - ohne Ornament P - plus ! 150x150lass mich mal machen,

die Jungs hab ich im Griff…

lass mich mal,

das hab ich schon klar gemacht,

lass mich mal

und

halt dich da raus,

ich hab alles im Griff

 

lass mich mal,

die hab ich im Griff…

lass mich das machen,

die machen,

was i c h ihnen sag´

 

lass mich mal,

das hab ich im Griff…

wie alles,

hab ich

a l l e s

im Griff…

 

lass mich mal machen,

hab alles im Griff… 

wo sind bloß meine Pillen?

Die hamm´ mich im Griff

 

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de

 

 

 

Liebe geschlachtete Soldaten,Pierre Mathias

 am 11. November 1918 wurde in Compiègne der Waffenstillstand unterschrieben, somit wurde das Ende des 1. Weltkrieges besiegelt. Millionen Menschen mussten für nichts und wieder nichts sterben, nur die Soldaten-Friedhöfe hatten Hochkonjunktur. Das war das Ende eines der schrecklichsten Kapitel der Geschichte und leider, wie wir wissen, war das nicht die letzte Katastrophe. Ich habe vor Jahren in Verdun einen Film gedreht und hatte dabei noch die Gelegenheit, Veteranen zu befragen. In ihren Worten war noch die Angst zu verspüren, die solch eine Tragödie hinterlässt. Mit meinem Team machten wir Bilder auf einer Hochebene – hier verlief die Front – und wir hatten das unangenehme Gefühl „auf Leichen zu gehen“. Unser Begleiter sagte uns, dass noch Tausende von Toten hier begraben waren, man hatte sich nicht die Mühe gemacht, sie zu exhumieren, das war einfach unmöglich. Weiterlesen…

Die Würde des Menschen ist unantastbar.“.

Das steht am Anfang unserer Verfassung, dem Grundgesetz.

Was ist das: Würde? So etwas wie der Kern des Menschen? Oder vergleichbar mit dessen Leben? Hat doch jeder das Recht auf Leben. Aber das ist auch in unserer Verfassung festgehalten. Also kann Würde und Leben nicht das Gleiche sein, auch wenn es wohl oft einhergeht. Ist der Begriff „Würde“ aus unserem Bewusstsein verschwunden? Hatten wir früher, vielleicht vor hundert Jahren oder auch zur Zeit, als der Parlamentarische Rat am Grundgesetz bastelte, noch eine Vorstellung davon? War das schon immer eine aufgebauschte Worthülse, sozusagen „Blabla“, oder sind wir heute so richtig „würdelos“ geworden, so dass wir uns darüber schon keine Gedanken mehr machen?! Weiterlesen…

Rostra-AusrufezeichenNein, ich schweige nicht! Gott und die Welt wird gequält mit drittklassigem Gesang oder Geschreibsel, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob das Niveau eigentlich noch mehr in den Keller gehen kann? Leiden die Leute an Selbstüberschätzung? Sie trällern schiefe Töne ins Mikro, hauen zehnmal widergekauten Senf in die Tasten und sind allen Ernstes der Meinung, das sei Kunst? Ich lache mal laut! Wäre das in der Vergangenheit Kunst gewesen, würden wir heute auf einen Haufen Scheiße zurückschauen und man würde sagen: „die Deutschen, die haben irgendwie nichts zu bieten gehabt. „Eigenartiges Volk, das sich bei der Bezeichnung „Made in Germany“ mal ganz schnell verpissen sollte.“ Ich staune, wenn ich (wieder einmal) neugierig in Videos schaue und sehe, welche Pfauen sich auf der Bühne mehr als hölzern und unprofessionell präsentieren und mich wundert´s nicht, wenn beim genauen Betrachten fast kein Publikum zu sehen ist. Wer will diesen Mist schon sehen? Sänger, die mich zum Räuspern zwingen, weil ich der Meinung bin, sie hätten einen Frosch im Hals. Bei der Schreiberei sieht es nicht anders aus: Haikus und Verskreationen, die mich an blasse Poesiereime der zweiten Schulkasse erinnern, Fantasieromane in drei Teilen, die langweiliger sind als eine Konfirmation. Ist es nun ein Segen, dass – vor allem – das Internet dazu beiträgt, dass dieses unprofessionelle Zeugs an die Öffentlichkeit gerät? Trennt sich aber dennoch die Spreu vom Weizen? Oder sinkt dadurch unser genereller Anspruch? In einer maßlosen Flut von Scheißdreck, der produziert wird, hat man kaum noch Lust, die echten Perlen aus dem Sumpf zu fischen. Zu viel Matsch verhindert die Selektion und oft ist man maßlos überfordert, Kleinode aufzuspüren. Insofern ist es eine kulturelle Katastrophe. Weiterlesen…

Lieber David,Pierre Mathias

 lasst dich nur nicht von falschen Vorstellungen beeinflussen – eines sollte fest stehen: die Menschheit ist in ihrer großen Mehrheit ein Sauhaufen. Du hast es mit Wesen zu tun, die nur an sich denken und jede Art von Rücksicht als ein Zeichen der Schwäche betrachten. Bedeutet das, dass du einen Bogen um sie machen sollst? Das ist kaum möglich, wie willst du Milliarden von Schwachköpfen ignorieren? Ob du willst oder nicht, wirst du sie immer auf deinem Weg finden, leider bestimmen sie dein Leben! Nimm dich aber in Acht, dass du dich nicht in ein Arschloch verwandelst. Vielleicht findest du diese Bemerkung krass, sie ist aber berechtigt. Um nicht aufzufallen, gehen die meisten Genossen den leichteren Weg und passen sich an und das bedeutet, sich zu pervertieren! Zu allem ja sagen, das wirst du nicht tun, kleiner Mann, denn du hast schon gelernt, gegen den Strom zu schwimmen. Auch wenn das sehr anstrengend ist, ist das die beste Lösung. Sie kostet Nerven, aber lieber das, als ein Nichts zu sein und Kopf hoch, du wirst es schaffen! Weiterlesen…

Sie eroberten die Neue Welt jenseits des Atlantik, trugen Rüstungen, Helme, Musketen und Schwerter. Schon schwer für die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents, ihnen militärisch etwas entgegenzusetzen, taten eingeschleppte Krankheiten bei den Einheimischen ihr Übriges. Dem Militär, gesandt von Regierungen wie Spanien, mit der Aufgabe, in erster Linie amerikanische Goldvorräte für die klammen Kassen der spanischen Krone aufzutun, folgte die Kirche. Es galt diearmen Heidenkinder“, die Indios, zu missionieren. In bis dahin beneidenswerter Zusammenarbeit und Perfektion – Ironie lass nach! – gelang es der spanischen Krone und der katholischen Kirche, Jahrtausende alte Kultstätten, Schriftstücke, Kulturschätze und Wissen des amerikanischen Kontinents für immer zu vernichten. Stets unter dem Banner der Krone und der Kirche, getrieben von der Gier nach goldglänzendem Metall. Wie viel reicher könnte die Menschheit heute sein, hätte man nicht in der religiösen Verblendung und der Goldgier des 16. und 17. Jahrhunderts so viel gemordet und zerstört?! Weiterlesen…