Sie eroberten die Neue Welt jenseits des Atlantik, trugen Rüstungen, Helme, Musketen und Schwerter. Schon schwer für die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents, ihnen militärisch etwas entgegenzusetzen, taten eingeschleppte Krankheiten bei den Einheimischen ihr Übriges. Dem Militär, gesandt von Regierungen wie Spanien, mit der Aufgabe, in erster Linie amerikanische Goldvorräte für die klammen Kassen der spanischen Krone aufzutun, folgte die Kirche. Es galt die„armen Heidenkinder“, die Indios, zu missionieren. In bis dahin beneidenswerter Zusammenarbeit und Perfektion – Ironie lass nach! – gelang es der spanischen Krone und der katholischen Kirche, Jahrtausende alte Kultstätten, Schriftstücke, Kulturschätze und Wissen des amerikanischen Kontinents für immer zu vernichten. Stets unter dem Banner der Krone und der Kirche, getrieben von der Gier nach goldglänzendem Metall. Wie viel reicher könnte die Menschheit heute sein, hätte man nicht in der religiösen Verblendung und der Goldgier des 16. und 17. Jahrhunderts so viel gemordet und zerstört?! Weiterlesen
Kategorie: Thomas´ Gartenzaun
Neue Dimensionen
Damals, im Jahre 1987, Deutschland unter der Herrschaft des Kanzlers Kohl, da sollte das Volk gezählt werden. Deutschland sah damals noch anders aus, quasi in der Mitte zerbrochen. Links auf der Karte gab es einen größeren, länglichen Teil, rechts davon einen kompakten kleineren. Beide Teile waren sich nicht grün. Das versuchten jedenfalls dazumal die jeweiligen Regierungen dem Volk einzureden. Auf die Zählung hatte das Volk, ich rede vom linken, also westlichen Teil des Landes, keinen Bock. „Noch nie dagewesen, so etwas!“, „Ich gebe meine geheimen, persönlichen Daten nicht preis. Dass ich geschieden bin, geht niemanden etwas an.“ oder „der gläserne Bürger“ waren einige der Argumente gegen die Zählung. Nun, ob eine Volkszählung das erbringt, was man sich von ihr verspricht, sei einmal dahingestellt. Fakt ist: die erste Volkszählung in Deutschland fand 1816 im Königreich Preußen statt, schon die Römer haben ihre Früchtchen gezählt und dabei Daten erhoben. Und: eine Scheidung ist behördlich eh registriert, also nichts mit geheimen Daten! Na und?! Ja, eigentlich wollte ich etwas über Dimensionen erzählen. Das damals war eigentlich alles Pillepalle, nichts Aufregendes! Weiterlesen
Thomas´ Gartenzaun
Reform – Zurück in die Vergangenheit
Die zwei Michel aus der Straße: Sie stehen am Gartenzaun beieinander. Einer davor, der andere dahinter. So wie immer eigentlich … Die kleine Straße, ist sie nicht ein wenig abseits des großen Stromes der Zeit?! Ihre Bewohner bleiben verschont von manchem modernen Gedöns, sind froh und glücklich mit ihrem Leben. Was sie aber nicht mögen ist, wenn man sie belächelt und als verschrobene Hinterwäldler bezeichnet. Das sind sie ja nun wirklich nicht. Ein wenig abseits vom Zeitgeschehen, aber nicht uninformiert. Darauf legt man hier, in der kleinen Straße, großen Wert!
Gelesen? Die katholische Kirche stellt das Zölibat von Priestern zur Diskussion!
Thomas´Gartenzaun
Drei Wünsche frei
Habt Ihr von dem Netzfilm „The Shooting Star Salesman“ in der ZEIT gelesen? Die Geschichte eines Mannes ohne Namen, der Wünsche in Form von Sternschnuppen verkauft.
Eine romantische Schnulze, die nicht mehr in unsere Zeit passt? Mag sein. Und doch musste ich darüber nachdenken.
Das ist scheiß Gefühlsduselei, man sollte sich auf das Leben konzentrieren?
Das Leben darf man nicht aus den Augen verlieren, richtig. Aber warum sich nicht Wünsche erfüllen lassen?! Weiterlesen
Thomas´ Gartenzaun
Der Fisch
Ufer vor dem Steilhang,
sitz´ am Steg, Füße im Wasser.
Sonnenstrahl durch die Wolken,
Fisch beäugt mich kritisch.
Du, Deine eigene Welt,
jeder von uns beiden.
Die Hälfte meiner besteht aus Himmel.
Schauen in die Ferne, Stimmen im Wind.
Zwischen uns beredte Wortlosigkeit.
Verstehen uns auch so,
gemeinsam wandernd
auf den Fluren der Phantasie. Weiterlesen
Thomas‘ Gartenzaun
Am Bahnsteig
Es fahren zu viele Züge.
Trains don ´t go too often these days.
Auf ein baldiges Wiedersehen.
Maybe I´ll return someday.
Warum musste es so enden?
Goin´ ain´t easy.
Wird es ein Morgen geben?
You lit my morning sky.
Liegt vor uns eine gemeinsame Zukunft? Weiterlesen
Thomas‘ Gartenzaun
Frau in Rot
Die Frau in Rot
steht in der Ecke,
aller Leute Blickfang.
Die Frau in Rot
weckt Begierde,
Augen der Zügellosigkeit.
Die Frau in Rot
der Farbtupfer
unter dem Blau, Grau und Schwarz.
Die Frau in Rot,
der Teufel persönlich
unter all den Engeln?
Die Frau in Rot,
verkörpert Einsamkeit
in der Masse der Farblosen.
Die Frau in Rot,
vielleicht selbst nur Fassade
in einer Welt des Scheins.
© Thomas Dietsch
Thomas‘ Gartenzaun
Ein Appell
Wie sieht eigentlich die Zukunft des Menschen aus? Wollen wir so weitermachen, wie in den vergangenen Jahrhunderten beziehungsweise Jahrtausenden, oder ist es an der Zeit, einen gemeinsamen Nenner zu finden für ein gedeihliches Zusammenleben auf diesem Planeten? Vorab sei eines klargestellt: ich bin weder besonders religiös, noch ein Verfechter der Todesstrafe. Wie lange wollen wir eigentlich noch dem Anderen unseren Willen aufzwingen, ihn töten, erniedrigen und quälen, wenn er unserem Anliegen nicht Folge leistet?! Die Christen beten in einem ihrer wichtigsten Gebete, dem „Vaterunser“, den Vers: „Dein Wille geschehe …“. Dies sollte aufzeigen, dass nicht der Wille des Menschen zählt, sondern jener Gottes. Etwas weltlicher ausgedrückt: Unser, der gesamten Menschheit Wille, und nicht jener einzelner Interessengruppen, muss das Postulat einer gemeinsamen Zukunft sein. Es ist Arbeit, diesen gemeinsamen Willen zu eruieren, zu schauen, wie wir unsere Interessenvielfalt unter einen Hut bekommen. Jede Meinung, jeder Gedanke stößt irgendwann an Grenzen. Nämlich da, wo die andere Meinung mit der unseren nicht mehr vereinbar ist. Hier stößt Schwarz auf Weiß, hier entsteht Reibung. Weiterlesen