In New York 400,000 residents live in council flats. Trend is rising! A quick flashback: In 1935 the American First Lady Eleanor Roosevelt together with the Mayor Fiorello LaGuardia opened the first council house in New York, the so-called First Houses. The rent ran about thirty percent of the family’s annual income, the average is about 23,000 US dollars in settlements, managed by the Nycha, the authority for these social projects. A good opportunity for low-income families. On photos from the early 1960s, children play peacefully on playgrounds, especially created for those housing estates. Today: In the middle of a green area, there are seven fourteen-story brick buildings in the vicinity of the Central Park. Wide trails meander through landscaped gardens. Children playing, old men having a chat at the fountain. A flagship project! Thanks to the volunteer manager! A two minutes‘ walk away, another block: piles of rubbish covering the former parks, the environment is almost deserted. Older people do not use the elevator with strangers any more, since recently two young men were shot using it with unknown. Who lives here? New York´s poorest of the poor, mostly Americans with a migratory background, if not illegal immigrants. We crammed poverty into blocks, because we don´t want them in our town centers. Stigmatization! Typically American?! Maybe currently … Until now! By the way: Our welfare recipients live in which areas?

 

In New York leben 400.000 Einwohner in Sozialwohnungen. Tendenz steigend! Kurze Rückblende: Die amerikanische First Lady Eleanor Roosevelt eröffnet 1935 zusammen mit Bürgermeister Fiorello LaGuardia die erste Sozialsiedlung New Yorks, die sogenannten First Houses. Der Mietzins beläuft sich heute auf dreißig Prozent des Familien-Jahreseinkommens, das in den von der Nycha, der Behörde für Sozialwohnungen, verwalteten Siedlungen durchschnittlich ungefähr 23.000 US-Dollar beträgt. Eine gute Chance für gering verdienende Familien. Auf Fotos von Anfang der 1960-er Jahre spielen Kinder friedlich auf eigens für die Siedlungen angelegten Spielplätzen. Heute in der Nähe des Central Parks: mitten in einem grünen Gelände befinden sich sieben vierzehnstöckige Backsteingebäude. Breite Pfade schlängeln sich durch gepflegte Gartenanlagen. Kinder spielen, Greise schwatzen am Springbrunnen. Ein Vorzeigeprojekt! Gedankt sei dem ehrenamtlichen Verwalter! Zwei Gehminuten weiter, ein weiterer Block: Müllberge bedecken die einstigen Grünanlagen, die Umgebung ist nahezu ausgestorben. Ältere Menschen fahren mit Unbekannten nicht mehr im Aufzug, seit kürzlich zwei junge Männer dort erschossen wurden. Wer wohnt hier? Die Ärmsten der Armen New Yorks, meistens Amerikaner mit Migrationshintergrund, wenn nicht illegale Zuwanderer. Man pfercht die Armut in Blocks zusammen, will sie nicht in den Innenstädten haben. Stigmatisierung! Typisch amerikanisch?! Vielleicht momentan … Noch! Nur so gefragt: In welchen Gegenden wohnen unsere Sozialleistungsempfänger?

© Thomas Dietsch

Alimentazione proibita!

La gente negli Stati Uniti diviene sempre più povera. Questo dipende dal fatto che le persone non possono più pagare l’affitto o il tasso della banca per la casa e divengono senzatetti. Cosa succede quando uno è incagliato? È nelle città e cerca di tirar avanti ai margini della civiltà. E questo è il problema: i senzatetti sono sempre di più, li vogliamo fuori dai centri urbani. Per questa causa nella terra della libertà una „legge anti-campeggio“ è stato emanata. Persone senza fissa dimora non possono più campeggiare nelle città per ottenere aiuto dai passanti. Questo non è tutto! Non è permesso più ai passanti di offrirli aiuto. „Don´t feed the Homeless!“. Il regolamento concerne tutti, in aggiunta ai passanti la beneficenza e anche istituzioni ecclesiastici. Pochi giorni fa, un uomo di 90 anni è stato arrestato in Florida, perché ha dato cibo a gente senza casa. Come fondatore del gruppo no-profit (NGO) chiamata Love Thy Neighbour deve andare in prigione per 60 giorni. A Philadelphia una donna è stata minacciata di una multa di 600 dollari per ogni giorno in cui ha voluto continuare il suo sostegno alimentare per i bambini di strada. In Romania si cerca di riuscire a dominare il problema dei cani randagi. Cosa sta succedendo in America cristiana? Gesù aveva arrestato a causa di una alimentazione dei poveri?! Come si scrive la parola UMANITÀ ancora una volta …?

 

Füttern verboten!

Die Menschen in den Vereinigten Staaten werden immer ärmer. Nicht selten führt das dazu, dass Leute ihre Miete oder die Bankrate für das Haus nicht mehr zahlen können und obdachlos werden. Was passiert, wenn man gestrandet ist? Man hält sich in den Städten auf und versucht, sich am Rand der Zivilisation durchzuschlagen. Und genau das ist das Problem: die Obdachlosen werden immer mehr, man will sie aus den Stadtzentren haben. Im Land der Freiheit wurde deswegen ein „Anti-Camping-Gesetz“ erlassen. Obdachlose dürfen in den Städten nicht mehr kampieren, um Hilfe von den Passanten zu erhalten. Dem nicht genug! Die Passanten dürfen ihnen auch keine Hilfe mehr zukommen lassen. „Don´t feed the Homeless!“. Die Regelung trifft jeden, neben Passanten Hilfsorganisationen und auch kirchliche Einrichtungen. Vor einigen Tagen wurde ein 90-jähriger Mann in Florida verhaftet, weil er Obdachlosen Lebensmittel zukommen ließ. Als Gründer der Non-Profit-Gruppe (NGO) mit der Bezeichnung Love Thy Neighbour muss er 60 Tage ins Gefängnis. In Philadelphia wurde einer Frau eine Geldbuße von 600 Dollar angedroht für jeden Tag, an dem sie ihre Lebensmittel-Unterstützung für obdachlose Kinder fortsetzen wollte. In Rumänien versucht man dem Problem der Straßenköter Herr zu werden. Was ist im christlichen Amerika los? Hätte man Jesus wegen einer Armenspeisung verhaftet?! Wie schreibt man das Wort HUMANITÄT nochmal …?

© Thomas Dietsch

 

 

China

China, world´s second largest economy. China´s northwest, the Hexi Corridor, is an empty wasteland. Over an elongated, civilization hostilely passage, part of the Silk Road, in former times one could travel from the main settlement areas of the country to central Asia.
Today there are a highway and two railway lines, miles of tunnels, whole ridges were blown away. Costs: billions of yuan, financed on credit. The routes, especially the highway, are only used sparsely. The highway was a symbol of the economic rise of China, which finally reached modern times. Last but not least one hoped for settlement of the deserted corridor from the traffic routes. In addition to production and export infrastructure is the main impetus for growth. Based on these two pillars, China succeeded to rise within 30 years from the „Maoist poor area“ (DIE WELT) to an emerging economy, but meanwhile there are downward trends. The economic crisis has been mastered by exports. The mega projects in the infrastructure for the most part have turned out bad investments. Billions of yuan were literally „down the drain“. China needs more and more loans: In 2001, the total debt was still one trillion yuan. 2006 the loans already exceeded the economic growth by 2 trillion yuan. Last year, the debt rose by 30 trillion yuan. The country is struggling with falling growth rates. Is China threatened to be caught in the growth trap?

China, zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Der Nordwesten Chinas, der Hexi-Korridor, ist eine leere Ödnis. Über eine langgestreckte, zivilisationsfeindliche Passage, ein Teil der Seidenstraße, gelangte man früher von den Hauptsiedlungsgebieten des Landes nach ZentralasienHeute gibt es dort eine Autobahn und zwei Bahnstrecken, kilometerlange Tunnel, ganze Bergrücken wurden weggesprengt. Kosten: Milliarden von Yuan, finanziert auf Pump. Die Strecken, vor allem die Autobahn, werden nur spärlich genutzt. Die Autobahn war ein Symbol des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas, man war endlich in der Moderne angelangt. Nicht zuletzt hatte man sich von den Verkehrswegen eine Besiedlung des menschenleeren Korridors versprochen. Neben Produktion und Export ist die Infrastruktur der wichtigste Wachstumsimpuls. Hatte man es über diese beiden Säulen geschafft, innerhalb von 30 Jahren vom „maoistischen Armenhaus“ (DIE WELT) zum Schwellenland aufzusteigen, so gibt es mittlerweile Abwärtstendenzen. Die Wirtschaftskrise hat man über die Exporte gemeistert. Die Megaprojekte in der Infrastruktur haben sich zu einem großen Teil jedoch als Fehlinvestition erwiesen. Milliarden von Yuan wurden buchstäblich „in den Sand gesetzt“. China braucht immer mehr Kredite: 2001 betrug die Gesamtverschuldung noch eine Billion Yuan. 2006 überschritten die Darlehen schon das Wirtschaftswachstum um 2 Billionen Yuan. Letztes Jahr stieg der Schuldenstand um 30 Billionen Yuan. Das Land kämpft mit sinkenden Wachstumsraten. Droht China in die Wachstumsfalle zu geraten?

© Thomas Dietsch

Germania 1990

Germania 1990: La riunione non era sicura! C´era paura di Germania unita. Non militarmente, ma economicamente. „La riunificazione è il destino naturale dei tedeschi!“, il presidente francese di quel tempo, de Gaulle, disse decenni fa. Quando in realtà è venuto, l’Europa non era felice. Il successore in carica di de Gaulle, Francois Mitterand, come rappresentante di una potenza vittoriosa, doveva accettare la sfida. Il rapporto tra Helmut Kohl e lui non è stato il migliore in 1989. Ma i francesi hanno deciso: l’integrazione della Germania unita nella comunità occidentale. Consenso alla riunificazione contro il riconoscimento della linea Oder-Neisse. Per gli inglesi in realtà non era così importante, cosa succede in Germania. Ma qui c’era l’ex primo ministro Margaret Thatcher. Voleva fermare la riunificazione tedesca, almeno ritardarla. Imprecava, ha messo in guardia dalla barbarie tedesca! Non le piaceva Helmut Kohl, aveva vissuto da bambina la guerra coi nazisti. Un’ingiustizia che il nemico ex è diventato economicamente così forte! Ma in quel tempo il suo partito, i conservatori, le cadde nel dorso. Un tocco felice del destino!

 

Deutschland 1990

Deutschland 1990: Sicher war die Wiedervereinigung nicht! Man hatte Angst vor dem vereinigten Deutschland. Nicht militärisch, aber wirtschaftlich. „Die Wiedervereinigung ist das natürliche Schicksal der Deutschen!“, sagte der damalige französische Präsident de Gaulle vor Jahrzehnten. Als sie tatsächlich kam, war Europa keineswegs glücklich. De Gaulles Nachfolger im Amt, Francois Mitterand, musste als Vertreter einer Siegermacht sich der Herausforderung stellen. Das Verhältnis zwischen Helmut Kohl und ihm war 1989 nicht das beste. Aber die Franzosen haben sich entschieden: Einbindung des vereinten Deutschlands in die westliche Staatengemeinschaft. Zustimmung zur Wiedervereinigung gegen Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze. Den Briten war es eigentlich nicht so wichtig, was mit Deutschland geschieht. Hier gab es aber Margaret Thatcher, die damalige Premierministerin. Sie wollte die deutsche Wiedervereinigung aufhalten, zumindest verzögern. Sie schimpfte, warnte vor deutscher Barbarei! Sie mochte Helmut Kohl gar nicht, hatte als Kind noch den Krieg mit den Nazis erlebt. Eine Ungerechtigkeit, dass der damalige Feind wirtschaftlich so stark geworden war! Aber ihre Partei, die Konservativen, fiel ihr damals in den Rücken. Ein glückliche Fügung des Schicksals!

© Thomas Dietsch

The Wall

On November 9th, 25 years ago: the Berlin Wall and the border fortifications between the GDR and the Federal Republic of Germany had fallen. Today´s opinions differ, whether Schabowski has made a slip of tongue or not. Some say yes, he was not prepared for the question of the Italian journalist and has misinterpretated his guideline. Others refer to conversations with the then mayor of Berlin Walter Momper weeks before, in which allegedly a regulated process of the opening of the border had been discussed. What ever! People in the East are free, the GDR was not reunited with the Federal Republic, as prescribed by our constitution, it only acceded to. The political euphoria in East and West has given way to political apathy. Joachim Gauck once compared this with being in love and marriage. Flashes in the pan subside at a certain time, the question is what remains. What remains is freedom! We should be aware, even if we tend to forget it: In times in which one criticizes the caging of animals, we must not lose sight of the fact, that the people in East Germany suffered dictatorship for 56 years until 1989, they were immured and fenced. Let´s treasure the good of freedom!

Die Mauer

Am 9. November ist es 25 Jahre her: die Mauer in Berlin und die Grenzanlagen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sind gefallen. Ob sich Günter Schabowski damals versprochen hat oder nicht, darüber scheiden sich heute die Geister. Die einen sagen ja, er sei auf die Frage des italienischen Journalisten nicht gefasst gewesen und habe seine Vorgaben falsch interpretiert. Andere verweisen auf Gespräche mit dem damaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, Wochen zuvor, bei welchen angeblich ein geregelter Ablauf der Grenzöffnung besprochen worden sein soll. Was auch immer! Die Menschen im Osten sind frei, die DDR wurde mit der Bundesrepublik nicht wiedervereinigt, wie von unserer Verfassung vorgeschrieben, sondern ist lediglich jener beigetreten. Die politische Euphorie in Ost und West ist einer Politikverdrossenheit gewichen. Joachim Gauck hat das einmal mit Verliebtsein und der Ehe verglichen. Strohfeuer flachen irgendwann ab, die Frage ist, was bleibt. Geblieben ist die Freiheit! Wir sollten uns bewusst sein, auch wenn wir dazu neigen, es zu vergessen: In Zeiten, in denen man die Käfighaltung von Tieren kritisiert, darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass die Menschen in Ostdeutschland 56 Jahre unter Diktatur litten bis 1989, eingemauert und eingezäunt waren. Hüten wir das Gut der Freiheit!

© Thomas Dietsch

Letto in un blog di “DIE ZEIT”: „… perdersi là, dove nessun cellulare ha più ricezione“. Nuova tendenza? Ci sono i cosiddetti „Black-Hole-Hotels”, alberghi senza internet e ricezione del telefono, senza connessione Wi-Fi gratuita. È qualcosa per drop-outs? No, una nuova tendenza! 25 anni fa, tutti volevano essere raggiungibile, se possibile, tutto il giorno. „Gli spiriti che ho chiamato …“. Oggi, siamo alla disposizione tutto il giorno. Ovvio questo è diventato fastidioso per noi. Si anela a la pace. Le vie di fuga, gli alberghi menzionati. Una volta essere dall´altra parte del diluvio di dati, rilassarsi! In tempi passati si è andato al monastero. Oggi i Black-Hole-Hotels vendono riposo. Fuggiamo da quello che in realtà volevamo. Se non siamo già schiavo … Ma dal momento che ci sono già riabilitazione per i junkies. L’economia è in rapida crescita! Ipotesi di complotto: Si ha voluto questo così per aprire nuove imprese?! Solo un pensiero …

 

In einem Blog in „DIE ZEIT“ gelesen: „ … dorthin verirren, wo kein Handy mehr Empfang hat.“ Neuer Trend? Es gibt sogenannte „Black-Hole-Hotels“, Unterkünfte ohne Internet und Handyempfang, ohne WLAN. Etwas für Aussteiger? Nein, ein neuer Trend! Vor 25 Jahren wollte jedermann erreichbar sein, wenn es ging, rund um die Uhr. „Die Geister, die ich rief …“. Wir sind heute rund um die Uhr erreichbar. Das ist uns offensichtlich lästig geworden. Man sehnt sich nach Ruhe. Fluchtmöglichkeiten bieten die genannten Hotels. Einmal jenseits der Datenflut sein, entspannen! Früher ging man ins Kloster. Heute verkaufen Black-Hole-Hotels Ruhe. Wir flüchten vor dem, was wir eigentlich wollten. Wenn wir nicht schon süchtig sind … Aber da gibt es auch schon Entzugskliniken für Junkies. Die Wirtschaft boomt! Verschwörungstheorie: War das so gewollt, um neue Geschäftsfelder zu eröffnen?! Nur so ein Gedanke …

© Thomas Dietsch

Spoiled Brat

Crisis of democracy, 25 percent youth unemployment, racism, economy, the state´s enemy! The list is endless. In France, everything is at sixes and sevens, the economy is in tatters. In other words: Everyone does what he wants! Bringing order into the whole structure seems almost impossible. It’s like a naughty child. It screws up permanently, not necessarily because it wants this, but perhaps out of boredom, to attract attention. „Laissez-faire“, the anti-authoritarian education, is no help here. You must take drastic action, raise the child. If we transfer this metaphor on France, similarities are noticeable at once. For over thirty years properly no government has succeeded in bringing France on track. Jacques Chirac may have recognized the problem years ago that the economic „laissez-faire“ was as bad as communism, but he also didn´t get the situation under control. In times of rapidly declining prosperity one doesn´t believe in democratic parties no more. A hard hand must be found, clear words must be said. Without hesitation Le Pen is regarded as the solution to all problems. One is susceptible to pithy words, populism becomes the rose-colored glasses through which hope is meant to be seen. Democrats of France: Wake up, take heart to say clear words! Say „No!“ to lobbying!

Ungezogenes Kind

Krise der Demokratie, 25 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, Rassismus, die Wirtschaft der Feind des Staates! Die Liste lässt sich beliebig verlängern. In Frankreich geht es drunter und drüber, die Wirtschaft liegt am Boden. Anders ausgedrückt: Jeder macht, was er will! Eine Ordnung in das gesamte Gefüge zu bringen scheint nahezu unmöglich. Es ist wie bei einem ungezogenen Kind. Es baut einen Mist nach dem anderen, nicht unbedingt, weil es dies will, sondern vielleicht nur aus Langeweile, um Aufmerksamkeit zu erregen. „Laissez-faire“, die antiautoritäre Erziehung, hilft hier nicht weiter. Man muss mit harter Hand durchgreifen, das Kind erziehen. Übertragen wir dieses Bild auf Frankreich, fallen einem sogleich Ähnlichkeiten auf. Seit über dreißig Jahren hat es keine Regierung so richtig geschafft, Frankreich auf Spur zu bringen. Jacques Chirac hat das Problem zwar vor Jahren erkannt, dass das wirtschaftliche „Laissez-faire“ so schlimm sei wie der Kommunismus, so recht in den Griff bekommen hat er die Lage aber auch nicht. Man traut den demokratischen Parteien in Zeiten rasant abfallenden Wohlstandes nichts mehr zu. Eine harte Hand muss her, klare Worte müssen gesagt werden. Ohne großes Zögern wird Le Pen als die Lösung aller Probleme betrachtet. Man ist empfänglich für markige Worte, Populismus ist die rosa Brille, durch die man Hoffnung meint zu erkennen. Demokraten Frankreichs: Wacht auf, Mut zu klaren Worten! „Nein!“ zu Lobbyismus!

© Thomas Dietsch

Martino

Intorno all’anno 335 alle porte di Amiens. È inverno. I soldati di cavalleria della Guardia Imperiale cavalcano in città. Alla porta della città un uomo nudo a freddo. Uno dei soldati si ferma. Al momento che non ha nulla con sé, tranne solo le sue armi e il suo cappotto, il soldato condivide il suo mantello e dà la metà al mendicante. Conosciamo la storia di Martino di Tours, a noi noto come San Martino. Sempre in data 11 novembre, i bambini camminano con lanterne per le strade e cantano. Ora questo dovrebbe cambiare: „Saint Martin“ non dovrebbe più essere cantata, il festival dovrebbe essere rinominato „festa-di-sole-luna-e-stelle“. Si ha paura di pestare i calli a persone di culture non cristiane. Chiedo: Il riguardo va fino a abbandonare la sua propria cultura? L´ammolla fino alla superficialità? In tempi passati abbiamo imposto il cristianesimo ai “pagani”, abbiamo evangelizzato. Oggi con riguardo errato sciogliamo la nostra cultura cristiana pezzo per pezzo. Le culture si arricchiscono reciprocamente. Cosa c’è di così indecente quando qualcuno condivide il suo mantello con un altro?!

Martin

Etwa im Jahr 335 vor den Toren von Amiens. Es ist Winter. Soldaten der Reiterei der Kaiserlichen Garde reiten in die Stadt. Am Stadttor friert ein unbekleideter Mann. Einer der Soldaten hält an. Da er außer seinen Waffen und seinem Überwurf nichts bei sich hat, teilt der Soldat seinen Mantel und reicht dem Bettler die eine Hälfte. Wir kennen sie, die Geschichte von Martin von Tours, uns bekannt als Sankt Martin. Immer am 11. November ziehen die Kinder mit Laternen durch die Straßen und singen. Jetzt soll sich das ändern: „Sankt Martin“ soll nicht mehr gesungen werden, das Fest soll in „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ umbenannt werden. Man hat Angst, Menschen aus nichtchristlichen Kulturkreisen auf die Füße zu treten. Ich frage: Muss Rücksicht soweit gehen, dass man seine eigene Kultur aufgibt? Sie aufweicht bis zur Oberflächlichkeit? Früher haben wir den „Heiden“ das Christentum aufgezwungen, haben missioniert. Mit falsch verstandener Rücksicht lösen wir heute unsere christliche Kultur Stück für Stück auf. Kulturen bereichern sich gegenseitig. Was ist so anstößig daran, wenn jemand seinen Mantel mit einem anderen teilt?!

© Thomas Dietsch