Saints

It must have been at the beginning of the 4th century in Lycia, today´s Turkey. There was a man, who had three daughters. Since the family was very poor, the father could not marry his children, because he couldn´t pay them any dowry. So he was forced to send them into prostitution. This came to the attention of the Bishop of Myra. He felt sorry for the daughters and so he gave three golden balls to their father. Now the man was able to arrange a marriage for each of his daughters. The bishop was called Nicholas, he died on December 6, 351. The year is not exactly known. The cleric was later canonized. As time passed by the golden balls became apples and oranges, which are brought to the children by St. Nicholas. I was reminded of this story when I recently saw a cartoon. A Santa Claus with red coat and white beard looks at his family tree and notes that one of his ancestors was an American beverage company …

Heilige

Es muss Anfang des 4. Jahrhunderts in Lykien, der heutigen Türkei, gewesen sein. Dort lebte ein Mann, der hatte drei Töchter. Da die Familie sehr arm war, konnte der Vater seine Kinder nicht verheiraten, da er ihnen keine Mitgift zahlen konnte. So war er gezwungen, sie in die Prostitution zu schicken. Dem Bischof von Myra kam dies zu Ohren. Er hatte Mitleid mit den Töchtern und gab dem Mann drei goldene Kugeln. Jetzt konnte er seine Töchter in die Ehe geben. Der Bischof hieß Nikolaus, er starb am 6. Dezember 351. Das Jahr ist nicht genau bekannt. Der Kirchenmann wurde später heilig gesprochen. Aus den goldenen Kugeln wurden im Laufe der Zeit Äpfel und Orangen, die Sankt Nikolaus den Kindern bringt. Ich musste an diese Geschichte denken, als ich neulich einen Cartoon sah. Ein Nikolaus mit rotem Mantel und weißem Bart betrachtet seinen Stammbaum und stellt fest, dass einer seiner Vorfahren ein amerikanischer Getränkehersteller war …

 

© Thomas Dietsch

Il Rublo

Il rublo non rotola più . La Russia ha la peggiore crisi monetaria dal 1998. Le sanzioni imposte dall’Occidente fanno effetto, hanno colpito l’economia russa molto duro. Un popolo sta soffrendo, il governo rimane testardo. Immagini si svegliano dell’invasione americana nel 1983 nel stato caraibico di Grenada. Nel mezzo della guerra fredda, gli americani mostrano la forza militare. Si „libera“ il piccolo stato dal male. In quanto alla politica interna non stava bene per gli americani a causa della corsa agli armamenti. Si ha focalizzato l’attenzione sulla politica estera. Questo non è diverso oggi, solo che questa volta è la Russia. Tra l´altro la marina russa si mostra sulla costa orientale di Stati Uniti, Australia e il canale della Manica. Con poche eccezioni c’era nessuna violazione delle frontiere degli stati menzionati. Anche un passaggio di forze navali russe nel canale della Manica non è straordinario. È nuova che essi lì tengono manovre. „Siamo qui e siamo forti!“ è il messaggio. E questi „messaggi“ costano centinaia di migliaia, addirittura milioni di rubli. Denaro che avrebbe urgente bisogno per cose più importanti nel bilancio dello stato russo. Presunzione a spese del popolo. La guerra come strumento di politica è fuori moda. Un modo di pensare retrivo diventa costoso. E adattare la nostra economia alle esigenze del 21 ° secolo costerà molto di più. . Quindi, cerchiamo di salvare al punto giusto!

 

Der Rubel

Der Rubel rollt nicht mehr. Russland hat die schlimmste Währungskrise seit 1998. Die durch den Westen verhängten Sanktionen zeigen Wirkung, treffen die russische Wirtschaft sehr hart. Ein Volk leidet, die Regierung bleibt stur. Bilder der Invasion der USA 1983 im Karibikstaat Grenada werden wach. Mitten im Kalten Krieg zeigen die Amerikaner militärische Stärke. Man „befreit“ den kleinen Staat vom Bösen. Innenpolitisch ging es den Amerikanern aufgrund des damaligen Wettrüstens nicht gut. Man lenkte die Aufmerksamkeit auf die Außenpolitik. Das ist heute nicht anders, nur dieses Mal ist es Russland. Unter anderem die russische Marine zeigt sich vor der Ostküste der USA, vor Australien und im Ärmelkanal. Bis auf wenige Ausnahmen kam es zu keiner Verletzung der Grenzen der jeweiligen Staaten. Auch ein Passieren von russischen Marineschiffen im Ärmelkanal ist nichts Außergewöhnliches. Neu ist, dass man dort Manöver abhält. „Wir sind hier und wir sind stark!“ lautet die Botschaft. Und diese „Botschaften“ kosten Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen an Rubel. Geld, das im russischen Staatshaushalt dringend benötigt würde für wichtigere Dinge. Protzerei auf Kosten des Volkes. Krieg als Mittel der Politik ist out. Rückständiges Denken kostet viel Geld. Und die Anpassung unserer Wirtschaft an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts kostet noch viel mehr. Also, lasst uns am richtigen Punkt sparen!

 

© Thomas Dietsch

Subject

From a blog by Marco Herack in the „Frankfurter Allgemeine Zeitung“:
„By pressure to perform a norm is created, which means that the individual is destroying its own “Self” in order to fulfill these expectations.“ The blog actually dealt with gender issues. I´d like to start it a little different: Are we a society of individuals? Yes, as modern people?! I tell you: No! Under democratic conditions we live with standards like in imperial times. „Be a good child!“. This sentence is uttered countless times daily nowadays. That´s education. Ok! Where does this lead to? To responsible citizens and competent workers. In contrast, worded as a deliberate provocation: To steerable subjects and obedient workers. Yes, concerning our inner attitude we still haven´t grown out of the Empire. From an early age man is conditioned always to analyze if his behavior in front of others is „decent“. It’s not about what „I“ want to do but what „others“ expect me to do. That´s the way how a good subject, excuse me, citizen is behaving. And so we continue to search for new role models and our „ego“. Accompanied by secessions from the Church and political apathy. I´m telling nonsense?! At your home everything is different? You are going to have a baby? A girl? The nursery is already prepared? What an elegant pink wallpaper! Well, then …

 

Untertan

Aus einem Blog von Marco Herack in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“:

„Durch den Druck der Erwartungen wird eine Norm geschaffen, die dazu führt, dass das Individuum sein „Ich“ zerstört, um diese Erwartungen erfüllen zu können“. In dem Blog ging es eigentlich um die Genderproblematik. Ich möchte es anders angehen: Sind wir eine Gesellschaft von Individuen? Ja, als moderne Menschen?! Ich sage: Nein! In unseren demokratischen Verhältnissen leben wir mit Normen wie zu Kaisers Zeiten. „Das tut ein braves Kind nicht!“. Dieser Satz fällt heute tägliche unzählige Male. Das ist Erziehung. Gut! Wo führt das hin? Zu mündigen Staatsbürgern und kompetenten Arbeitnehmern. Anders, einmal provokant ausgedrückt: Zu lenkbaren Untertanen und gehorsamen Arbeiter. Ja, von unserer inneren Einstellung her sind wir der Kaiserzeit nicht entwachsen. Der Mensch wird von Kindesbeinen an so konditioniert, dass er immer hinterfragt, ob sein Verhalten vor anderen „anständig“ ist. Es geht nicht darum, was „ich“ will, sondern was die „Anderen“ von mir erwarten. Ein guter Untertan, Entschuldigung: Staatsbürger bzw. Staatsbürgerin tut das. Und so suchen wir weiter, nach Leitbildern und unserem „Ich“. Begleitet von Kirchenaustritten und Politikverdrossenheit. Ich erzähle Unsinn?! Bei Ihnen ist alles anders? Sie erwarten gerade ein Kind? Ein Mädchen? Das Kinderzimmer wird schon vorbereitet? Chice rosa Tapete? Na, dann …

© Thomas Dietsch

Civiltà Barbara

Tugce, una studentessa di 23 anni è morto. La ragione è che era intervenuti in una lotta e ha cercato di conciliare. Per questo lei aveva battuto a morte in seguito da uno degli aggressori. Manifestazioni di protesta davanti al ospedale di Offenbach, lutto collettivo, il Presidente federale tedesco pondera di conferire il croce al merito postumo alla donna giovane. Il riconoscimento del coraggio civile di un uomo giovane che ha pagato per il suo coraggio con la vita. Ma è anche una rappresentante della cultura della parola. Qualcuno, che – rifiutando violenza fisica – ha cercato di comporre la disputa verbalmente. Già nel 1918, ci si rese conto che la violenza aveva poi assunto una misura che non era più compatibile con la visione umanistica. Nonostante della Società delle Nazioni e delle Nazioni Unite non è stato in grado di evitare ulteriori guerre dopo la prima guerra mondiale. La forza bruta tra i popoli. Lo si trova, purtroppo – e sempre più – nella società stessa. Soprattutto i giovani diventano sempre più brutali. È perché non parliamo la nostra lingua? Sono le pellicole glorificando la violenza? O cominciamo a degenerare? L’umanità ha raggiunto l´apice della sua evoluzione? Forse sto esagerando. Ma tutti noi dovremmo pensarci. Riposa in pace, Tugce!

 

Barbarenkultur

Tugce, eine 23-jährige Studentin ist tot. Der Grund: sie hatte sich in einen Streit eingemischt und zu schlichten versucht. Dafür hatte sie einer der Aggressoren hinterher zu Tode geprügelt. Mahnwachen vor dem Offenbacher Krankenhaus, kollektive Trauer, der Bundespräsident lässt die posthume Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die junge Frau prüfen. Anerkennung der Zivilcourage eines jungen Menschen, der seinen Mut mit dem Leben bezahlte. Aber auch einer Vertreterin der Kultur des Wortes. Jemandem, die körperliche Gewalt ablehnte und Streit verbal zu lösen versuchte. Schon 1918 erkannte man, dass die Gewalt damals ein Ausmaß angenommen hatte, das mit dem humanistischen Menschenbild nicht mehr vereinbar war. Trotz Völkerbund und Vereinten Nationen ist es nicht gelungen, weitere Kriege nach dem Ersten Weltkrieg zu vermeiden. Rohe Gewalt zwischen den Völkern. Man findet sie leider auch – und das zunehmend – in der Gesellschaft selbst. Gerade die Jugendlichen werden immer brutaler. Liegt es daran, dass wir unsere Sprache nicht mehr beherrschen? An gewaltverherrlichenden Filmen? Oder beginnen wir zu degenerieren? Hat die Menschheit ihren Entwicklungszenit erreicht? Vielleicht übertreibe ich. Wir sollten aber alle darüber nachdenken. Ruhe in Frieden, Tugce!

 

© Thomas Dietsch

Specimen Calculation

I recently had a little discussion with students. One said: „If every resident in Germany only gave me one euro, then I would almost be 81 times a millionaire!“. That made me think. Often you can hear and read, that you can ensure a regular school attendance for a child in Asia or Africa with two euros a month. That makes 24 euros per year! How much money do we literally throw down the drain over the year? Bad buys, rotten food, etc. No single person really needs millions of euros. There is sufficient wealth and food in this world. They are distributed in an unfair way. It is not only a human or religious aspect to share. Also due to economic reasons we would do well to change the poverty in our own country and on other continents. Colonialism was initiated by us. The world´s current conditions are mostly the result of it. How much sources of fire and wars are attributed to colonialism? I don’t know it! But at the moment we spend a lot of money in the aftermath of our former mistakes. It would be important to abolish the reasons. The possibility of regular school attendance for a child in Africa should be a good start …

Rechenbeispiele

Ich hatte neulich eine kleine Diskussion mit Schülern. Einer meinte: „Gäbe mir jeder Einwohner in Deutschland nur einen Euro, dann wäre ich fast 81-facher Millionär!“. Das machte mich nachdenklich. Wie oft hört oder liest man, dass man schon mit zwei Euro im Monat einem Kind in Asien oder Afrika einen regelmäßigen Schulbesuch gewährleisten kann. Das sind 24 Euro im Jahr! Wie viel Geld werfen wir über das Jahr buchstäblich zum Fenster hinaus?! Fehlkäufe, verrottete Lebensmittel usw. Wir brauchen keine Millionen für eine einzelne Person. Reichtum und Essen sind auf dieser Welt genug vorhanden; sie sind ungerecht verteilt. Es ist nicht nur ein humaner oder religiöser Aspekt, zu teilen. Auch aus wirtschaftlichen Gründen täten wir gut daran, an der Armut im eigenen Land und auf anderen Kontinenten etwas zu ändern. Der Kolonialismus wurde von uns initiiert. Die derzeitigen Zustände auf der Welt sind zum größten Teil dessen Ergebnis. Wie viel Brand- und Kriegsherde sind dem geschuldet? Ich weiß es nicht! Aber wir stecken im Moment sehr viel Geld in die Folgen unserer damaligen Fehler. Wichtig wäre es, die Ursachen zu beseitigen. Da ist die Möglichkeit eines Schulbesuchs für ein Kind in Afrika doch ein Anfang …

© Thomas Dietsch

C’era una volta un tempo in cui molti si sono convertiti all’Islam. Era „in“, essere musulmano o musulmana. Lo sviluppo successivo era seguito acriticamente per la stampa. Ora arriva il terzo episodio: la paura dell’Islam! Salafiti e jihadisti, ora abbiamo il gruppo terroristico „Stato Islamico“. Diffusione della paura e del terrore. In Iraq, gli americani sono stati odiati qualche tempo fa, ora sono accolti come amici e sostenitori. La vista è adattata alle circostanze! Ma: questo che diffondono i salafiti, jihadisti e lo „Stato Islamico“, è davvero l’Islam?! Io dico: „No!“. Ecco una religione screditata, si costruisce un concetto di nemico per persone che solo vogliono praticare la loro religione. E questo è sedizione! Regina Rania di Giordania ha recentemente fatto qualcosa che finora nessun musulmano ha osato fare in pubblico. Ha esortato gli arabi a riflettere, a difendersi contro l’abuso della loro religione. Cristiani, ebrei e musulmani non sono nemici, le loro religioni si basano su una base comune. Il nemico si chiama Islamismo, abuso della fede per la pura avidità di potere!

Es gab einmal Zeiten, da sind viele zum Islam konvertiert. Es war „in“, Muslim bzw. Muslima zu sein. Die folgende Entwicklung hat die Presse meist unkritisch verfolgt. Jetzt kommt Folge drei: die Angst vor dem Islam! Salafisten und Dschihadisten, jetzt haben wir die Terrorgruppe „Islamischer Staat“. Angst und Schrecken verbreiten sich. Im Irak wurden die Amerikaner noch vor einiger Zeit gehasst, jetzt werden sie als Freunde und Unterstützer begrüßt. Die Sichtweise hat sich den Umständen angepasst! Aber: ist das , was Salafisten, Dschihadisten und „Islamischer Staat“ verbreiten, auch wirklich der Islam?! Ich sage:“Nein!“. Hier wird eine Religion diskreditiert, ein Feindbild aufgebaut zu Menschen, die nur ihre Religion ausüben möchten. Und das ist Volksverhetzung! Königin Rania von Jordanien hat neulich getan, was bisher noch kein muslimischer Mann in der Öffentlichkeit zu tun wagte. Sie rief die Araber auf, sich zu besinnen, sich zu wehren gegen den Missbrauch ihrer Religion. Christen, Juden und Muslime sind keine Feinde, ihre Religionen basieren auf einer gemeinsamen Grundlage. Der Feind heißt Islamismus, Missbrauch eines Glaubens aus purer Machtgier!

 

© Thomas Dietsch

„No money!“. This saying may soon come true. As far as Professor Ken Rogoff from Harvard is concerned, coins and bills will soon be mothballed. The reason for this is that people save too much money. Saved money is not in circulation, which in turn means that we have no economic growth. Penalty interest is supposed to shrink the value of saved cash while time is passing. The citizen is encouraged to spend the money and add it to the economic cycle. And that should be good! No more tax evasion, state is able to see our income level by checking the accounts of the citizens. No more illegal earnings, black market and illicit work are defeated. And most important: Crime is stopped. Drug dealing, for example, belongs to the past! Feels like heaven, everything is under control, the economy is thriving! But total surveillance by the state! „Big Brother is watching you!“. Cash kept under the mattress, isn´t it a little freedom?! Freedom from monitoring?

 

Kein Geld!

„Kein Geld!“. Dieser Spruch könnte bald wahr werden. Geht es nach Professor Ken Rogoff aus Havard, dann werden Münzen und Scheine bald eingemottet. Der Grund hierfür ist, dass die Menschen zu viel sparen. Gespartes Geld ist nicht im Umlauf, was wiederum bedeutet, dass wir kein Wirtschaftswachstum haben. Strafzinsen sollen bis dahin gespartes Bargeld im Wert über die Zeit schrumpfen lassen. Der Bürger wird animiert, das Geld auszugeben und dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen. Und das soll gut sein! Keine Steuerhinterziehung mehr, der Staat kann direkt an den Konten der Bürger sehen, wie hoch die Einnahmen sind. Kein Schwarzgeld mehr, Schwarzmarkt und Schwarzarbeit sind besiegt. Und am Wichtigsten: Der Kriminalität wird Einhalt geboten. Drogengeschäfte zum Beispiel gehören der Vergangenheit an! Himmlische Zeiten, alles im Griff, die Wirtschaft floriert! Aber auch totale Überwachung durch den Staat! „Big Brother is watching you!“. Ist das Bargeld unter dem Kopfkissen nicht auch ein bisschen Freiheit?! Frei von Überwachung?

© Thomas Dietsch

Preistoria

Il grido del Tyrannosaurus Rex può essere sentito sopra la pianura. Congela il sangue nelle vene. Uno stormo di Diplodoci, i dinosauri con i colli lunghi, interrompe il loro pasto alle latifoglie ai margini del bosco e ascoltano attentamente. Più sotto c´è una mandria di mammut pascolando. Sembrano elefanti pelosi. Anacronistico? Sì, gli animali mai vissero nella stessa epoca. E sarebbe bello essere in grado di osservare gli animali della preistoria in diretta allo stato libero. Dico bene? Il sogno può essere vero presto. In Corea del sud, ha cominciato a riportare in vita il mammut lanoso, estinto circa 6.000 anni fa. Nel 2013 un femmina mammut lanoso era scoperto nel ghiaccio siberiano. L’animale di circa 40.000 anni era così ben conservato che conteneva sangue ancora liquido. Ora, i ricercatori vogliono rivivere l’animale attraverso tecniche di clonazione. Un nucleo completo, che contiene un genoma intatto, è già abbastanza. Una elefantessa avrebbe dovuto portare a compimento la gravidanza col clone mammut per 22 mesi. Molti esperimenti con gli elefanti sono probabilmente necessari, fino a quando nasce un bambino mammut vivente. Cosa succede se ci sono complicazioni durante la gravidanza? La rinascita di un animale preistorico veramente giustifica gli esperimenti sugli animali contemporanei per il nostro divertimento? Parlando di divertimento: A quanto ammonta il danno che causa una mandria di mammut, che corre in furia omicida attraverso una grande città? Solo una domanda…

Urzeit

Der Schrei des Tyrannosaurus Rex schallt über die Ebene. Es lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Eine Herde Diplodoci, die Saurier mit den langen Hälsen, unterbricht ihre Mahlzeit bei den Laubbäumen am Waldrand und lauscht. Weiter unten grast eine Herde Mammuts. Sie sehen aus wie behaarte Elefanten. Anachronistisch? Ja, die Tiere lebten nie im gleichen Zeitalter. Und doch wäre es schön, die Tiere der Ur- oder Vorzeit live in freier Wildbahn beobachten zu können. Oder?! Der Traum kann bald wahr werden. In Südkorea hat man damit begonnen, das vor rund 6.000 Jahren ausgestorbene Wollhaarmammut wieder zum Leben zu erwecken. 2013 wurde im sibirischen Eis ein weibliches Wollhaarmammut entdeckt. Das etwa 40.000 Jahre alte Tier war so gut konserviert, dass es noch flüssiges Blut enthielt. Jetzt wollen die Forscher das Tier durch Klonverfahren wiederbeleben. Ein vollständiger Zellkern, der ein intaktes Genom enthält, reicht bereits aus. Eine Elefantenkuh müsste das Mammutklon 22 Monate lang austragen. Wahrscheinlich sind viele Versuche mit Elefanten nötig, bis eine lebendes Mammutbaby geboren wird. Was, wenn es beim Austragen zu Komplikationen kommt? Rechtfertigt das Wiederbeleben eines Urzeittiers Tierversuche an zeitgenössischen Tieren zu unserem Spaß? Apropos Spaß: Welchen Schaden verursacht eine Amok laufende Mammutherde in einer Großstadt? Nur mal so gefragt …

© Thomas Dietsch