Rostra-AusrufezeichenNein, ich schweige nicht! Gott und die Welt wird gequält mit drittklassigem Gesang oder Geschreibsel, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob das Niveau eigentlich noch mehr in den Keller gehen kann? Leiden die Leute an Selbstüberschätzung? Sie trällern schiefe Töne ins Mikro, hauen zehnmal widergekauten Senf in die Tasten und sind allen Ernstes der Meinung, das sei Kunst? Ich lache mal laut! Wäre das in der Vergangenheit Kunst gewesen, würden wir heute auf einen Haufen Scheiße zurückschauen und man würde sagen: „die Deutschen, die haben irgendwie nichts zu bieten gehabt. „Eigenartiges Volk, das sich bei der Bezeichnung „Made in Germany“ mal ganz schnell verpissen sollte.“ Ich staune, wenn ich (wieder einmal) neugierig in Videos schaue und sehe, welche Pfauen sich auf der Bühne mehr als hölzern und unprofessionell präsentieren und mich wundert´s nicht, wenn beim genauen Betrachten fast kein Publikum zu sehen ist. Wer will diesen Mist schon sehen? Sänger, die mich zum Räuspern zwingen, weil ich der Meinung bin, sie hätten einen Frosch im Hals. Bei der Schreiberei sieht es nicht anders aus: Haikus und Verskreationen, die mich an blasse Poesiereime der zweiten Schulkasse erinnern, Fantasieromane in drei Teilen, die langweiliger sind als eine Konfirmation. Ist es nun ein Segen, dass – vor allem – das Internet dazu beiträgt, dass dieses unprofessionelle Zeugs an die Öffentlichkeit gerät? Trennt sich aber dennoch die Spreu vom Weizen? Oder sinkt dadurch unser genereller Anspruch? In einer maßlosen Flut von Scheißdreck, der produziert wird, hat man kaum noch Lust, die echten Perlen aus dem Sumpf zu fischen. Zu viel Matsch verhindert die Selektion und oft ist man maßlos überfordert, Kleinode aufzuspüren. Insofern ist es eine kulturelle Katastrophe. Weiterlesen

Sie eroberten die Neue Welt jenseits des Atlantik, trugen Rüstungen, Helme, Musketen und Schwerter. Schon schwer für die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents, ihnen militärisch etwas entgegenzusetzen, taten eingeschleppte Krankheiten bei den Einheimischen ihr Übriges. Dem Militär, gesandt von Regierungen wie Spanien, mit der Aufgabe, in erster Linie amerikanische Goldvorräte für die klammen Kassen der spanischen Krone aufzutun, folgte die Kirche. Es galt diearmen Heidenkinder“, die Indios, zu missionieren. In bis dahin beneidenswerter Zusammenarbeit und Perfektion – Ironie lass nach! – gelang es der spanischen Krone und der katholischen Kirche, Jahrtausende alte Kultstätten, Schriftstücke, Kulturschätze und Wissen des amerikanischen Kontinents für immer zu vernichten. Stets unter dem Banner der Krone und der Kirche, getrieben von der Gier nach goldglänzendem Metall. Wie viel reicher könnte die Menschheit heute sein, hätte man nicht in der religiösen Verblendung und der Goldgier des 16. und 17. Jahrhunderts so viel gemordet und zerstört?! Weiterlesen

P J - ohne Ornament P - plus ! 150x150Der erhobene Zeigefinger fuchtelt mir vor der Nase rum. „Meine Liebe, lass dir gesagt sein, ich hab drei Kinder groß gezogen und weiß, was ich tue.“ Sie wiedersetzt sich jeglicher Bitte, die Kinder nicht mehr (mit fast sechs Jahren) häppchenweise mit dem Löffel zu füttern und ihnen halbsekündlich penetrant den Mund abzutupfen. Sie gehen ja schon in die Schule! Egal, die Oma füttert unbeirrt weiter, egal ob der Kleine das mag oder nicht und er wird vollgestopft mit den Worten „wenn er mal krank wird, hat er nix auf den Rippen.“ Die liebe Oma hängt dann auch schnell ein Messingkreuz über die Eingangstür, das soll den Segen bringen und vor Bösem schützen und schlüpft in Mantel und Cape, um die Kids um den Block zu führen. Wie wohlerzogene Hunde müssen sie an der Hand laufen und kriegen obendrein noch ein Eis, weil sie ja nix im Bauch haben. Weiterlesen

Damals, im Jahre 1987, Deutschland unter der Herrschaft des Kanzlers Kohl, da sollte das Volk gezählt werden. Deutschland sah damals noch anders aus, quasi in der Mitte zerbrochen. Links auf der Karte gab es einen größeren, länglichen Teil, rechts davon einen kompakten kleineren. Beide Teile waren sich nicht grün. Das versuchten jedenfalls dazumal die jeweiligen Regierungen dem Volk einzureden. Auf die Zählung hatte das Volk, ich rede vom linken, also westlichen Teil des Landes, keinen Bock. „Noch nie dagewesen, so etwas!“, „Ich gebe meine geheimen, persönlichen Daten nicht preis. Dass ich geschieden bin, geht niemanden etwas an.“ oder „der gläserne Bürger“ waren einige der Argumente gegen die Zählung. Nun, ob eine Volkszählung das erbringt, was man sich von ihr verspricht, sei einmal dahingestellt. Fakt ist: die erste Volkszählung in Deutschland fand 1816 im Königreich Preußen statt, schon die Römer haben ihre Früchtchen gezählt und dabei Daten erhoben. Und: eine Scheidung ist behördlich eh registriert, also nichts mit geheimen Daten! Na und?! Ja, eigentlich wollte ich etwas über Dimensionen erzählen. Das damals war eigentlich alles Pillepalle, nichts Aufregendes! Weiterlesen

P J - ohne Ornament P - plus ! 150x150Mein wunderbarer Mann, ich fühle dich. Du bist nicht da, trotzdem bist du da und ich rieche den Duft deines Leibes, deiner Liebe, deiner Lust, die mich allgegenwärtig begleitet. Wie ein Hauch von Luxusessenz haftet er auf meiner Seele. Sie geht mit dir, egal wohin. Ganz egal wohin. Nimm einen Baum, der ohne seine Wurzel nicht leben kann oder sieh unter deine Füße auf den Boden, ohne den Du versinken würdest. So gehören wir zusammen, untrennbar zusammen und leben eine große Liebe. So vertraut ist mir deine Stimme, dass ich sie nicht zu hören brauche, um zu wissen, dass nur sie mich beruhigen kann. Erregend, zart und doch so männlich ist sie wie ein wunderschönes Lied, an dem ich mich niemals werde satt hören können. Geliebter, mein herrlicher Geliebter, unter dir bin ich ich. Mit dir bin ich alles. Bist du weg, bist du da und doch fehlt ein Hauch von dem, was mich vollendet. Du bist Liebe, ich bin Liebe. Liebend funktionieren wir besser. Liebend sind wir gnädig und gelassen. Gegenüber den ständigen Versuchen, uns zu verwirren, anzugreifen, zu überfordern. Ich will nur noch deine Küsse spüren in dem Moment, in dem ich dieser Welt zum Abschied winke. Meine Hand lässt dich los, damit du frei bist, mir zu folgen. Mein Mann, mein geliebter Mann…

© Petra M. Jansen

 http://jansen-marketing.de

 

Rostra-AusrufezeichenWie oft im Leben hat man eigentlich zu büßen für die Fehler der anderen? Dein eigenes Leben geht den Bach runter, weil das Leben deines/r Liebsten schon lange vorher beschissen war. Dabei konntest du gar nichts dazu, hast dich einfach verliebt. Und das kommt – wie immer – ohne Warnung, ohne Ankündigung, ohne Schutzschild. Mittendrin steckst du plötzlich in einem verkackten Leben, das nicht mal deines ist. Freude und Liebe bekommen den Rost der Vergangenheit und steht eigentlich schon auf dem Abstellgleis. Doch es dauert, bis du das merkst und bis es soweit ist, verläuft die Kurve von ganz oben nach ganz unten. Zum Schluss kriegst du nicht nur das Elend des anderen aufgedrückt, sondern der/die macht dich auch noch dafür verantwortlich und wertet dich ab. Sonst könnte wohl niemand den selbst verzapften Mist ertragen. Wie kommst du eigentlich dazu, dass man dich in so einen Film verstrickt und du am Ende der Verlierer ist? Der traurige Abschied kommt bestimmt. Am Ende stehst du da und fragst dich, welche Chance das eigentlich hatte. Gar keine. Es bestand nicht wirklich eine echte Chance, denn die Vergangenheit prägte zu sehr. So düster es auch klingen mag: lieber alleine weiter, als der Sündenbock oder das seelische Auffangbecken für gescheiterte Existenzen zu sein und mag es wenig altruistisch klingen: bist du ein Schwein, dass die Jauche eines alten Schweinestalls aufsaugen muss? Nein.

 

©Petra M. Jansen

 

http://jansen-marketing.de

 

 

Reform – Zurück in die Vergangenheit

 

Die zwei Michel aus der Straße: Sie stehen am Gartenzaun beieinander. Einer davor, der andere dahinter. So wie immer eigentlich … Die kleine Straße, ist sie nicht ein wenig abseits des großen Stromes der Zeit?! Ihre Bewohner bleiben verschont von manchem modernen Gedöns, sind froh und glücklich mit ihrem Leben. Was sie aber nicht mögen ist, wenn man sie belächelt und als verschrobene Hinterwäldler bezeichnet. Das sind sie ja nun wirklich nicht. Ein wenig abseits vom Zeitgeschehen, aber nicht uninformiert. Darauf legt man hier, in der kleinen Straße, großen Wert!

Gelesen? Die katholische Kirche stellt das Zölibat von Priestern zur Diskussion!

Weiterlesen

Drei Wünsche frei

Habt Ihr von dem Netzfilm „The Shooting Star Salesman“ in der ZEIT gelesen? Die Geschichte eines Mannes ohne Namen, der Wünsche in Form von Sternschnuppen verkauft.

Eine romantische Schnulze, die nicht mehr in unsere Zeit passt? Mag sein. Und doch musste ich darüber nachdenken.

Das ist scheiß Gefühlsduselei, man sollte sich auf das Leben konzentrieren?

Das Leben darf man nicht aus den Augen verlieren, richtig. Aber warum sich nicht Wünsche erfüllen lassen?! Weiterlesen