Liebe Banker,Pierre Mathias

 manchmal fluche ich, weil mir die Sache mit dem Geld zuwider ist. Besteht das ganze Leben nur aus einem unendlichen Rennen nach den Moneten? Das finde ich schon längst abartig, aber kann mich dagegen nicht wehren, das Geld erstickt mich! Ist man nur jemand, wenn man die notwendigen Kröten hat? Sind das die Kriterien der Menschlichkeit? Das ist wahrlich zum Kotzen. Wir können diese Habgier verdammen, aber sie holt uns immer wieder ein, raubt unsere Freiheit. Wie wäre die Gesellschaft, wenn es keinen Zaster mehr gäbe? Es stellt sich die Frage, ob im Paradies auch Banken vorhanden sind? Man kann dem Mensch tausend Mal sagen, dass er null Cents mit in den Tod nehmen kann, dennoch tanzt er unentwegt um das goldene Kalb – bescheuert, nicht wahr? Eigentlich sind wir nur zur Miete auf dieser Erde und am Ende werden wir alles zurücklassen, so blöd sich das anhört, daher ist es mehr als verwunderlich, dass der Besitz so einen Platz einnimmt. Wenn ein Cornelius Gurlitt, der bei sich in München mehr als 1400 Meisterwerke, darunter auch Beutekunst, versteckt hat und sie nicht herausgeben will, fragt man sich, wie das überhaupt möglich ist – und das mit 80. Ist das nicht eine ganz falsche Vorstellung, was ein Kulturerbe eigentlich bezwecken sollte? Eine Stiftung wäre in diesem Fall angebracht, denn auch die nächsten Generationen sollen davon profitieren. Aber nein, er will das Ganze für sich selbst behalten! Das stimmt mich schon traurig. Ein alter Junggesselle möchte seine Pfründe bewahren, egal was passiert. Weiterlesen

Liebe Genossen,Pierre Mathias

Demokratie üben birgt einige Gefahren. Sehr bald muss die Basis der SPD entscheiden, ob sie eine große Koalition will oder nicht. Menschen wie du und ich haben das Wort. Es stellt sich aber Frage, ob sie wirklich in der Lage sind, solch einen Entschluss zu tragen. Das Regieren wird immer komplizierter, denn es gibt kein reines Weiß und kein reines Schwarz, die meisten Beschlüsse sind ein Konglomerat von Kompromissen. Anders geht es nicht bei einer zwei-parteiliche Regierungsbildung. Aber, auch wenn man nur unter sich ist, gibt es meistens keine eindeutige Ansicht. Das ist Politik und sollte auch so verstanden werden. Auch wenn ich kein Freund des faulen Kompromisses bin, muss ich erkennen, dass dieses Geschäft nur mit einer Nehmer- und Geber-Mentalität funktionieren kann. Am Ende siegt nur derjenige der hart bleibt und dazu gehört eine gute Argumentation. Was eure Funktionäre jetzt leisten ist schon bemerkenswert. Als Verlierer Punkte einzusammeln, gleicht einem Wunder, deshalb solltet ihr euch genau überlegen, wie es weiter gehen soll. Eine Ablehnung würde die SPD in eine existentielle Krise stürzen, die ganze Führungsriege würde somit in die Wüste geschickt werden, wollt ihr das? Weiterlesen

Verstehst du diese Zartheit nicht?P J - ohne Ornament P - plus ! 150x150

Verstehst du nicht diese Sorgen?

Sind deine so wichtig, dass sie meine in einen Mantel hüllen?

Siehst du nicht hinter der lachenden Fassade, dass da jemand ist,

der einsam rudernd im Morast versinkt?

Überstrapaziert von dem vielen Brückenbau?

Siehst du nicht?

Was, du liebst?

Liebst du, was du nicht sehen kannst?

Liebst du?

Tust du das?

Dann siehst du auch.

 

 

© Petra M. Jansen

 

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Rostra-AusrufezeichenWie kannst du schweigen und den Mund halten, wenn ein nahestehender, gar geliebter Mensch vor seelischer Zerrissenheit außerstande ist, sich vorwärts zu bewegen und sich zu helfen? Er kann es nicht. Und lässt es dich wissen. Auf seine Art, eine Art, die nicht immer vordergründig zu verstehen ist. Eine Art, die nicht leicht zu durchschauen ist und die es sehr schwer macht, weil du gar nicht weißt, wie es richtig ist. Es kommt etwas auf dich zu, du spürst es deutlich, kannst es nicht fassen, nicht greifen – und dennoch fühlst du es. Die Luft riecht nach Tod, sie hat den schweren Druck, der vor einem Gewitter herrscht und danach kommt die Ruhe. Totenstille. Weiterlesen

 

P J - ohne Ornament P - plus ! 150x150lass mich mal machen,

die Jungs hab ich im Griff…

lass mich mal,

das hab ich schon klar gemacht,

lass mich mal

und

halt dich da raus,

ich hab alles im Griff

 

lass mich mal,

die hab ich im Griff…

lass mich das machen,

die machen,

was i c h ihnen sag´

 

lass mich mal,

das hab ich im Griff…

wie alles,

hab ich

a l l e s

im Griff…

 

lass mich mal machen,

hab alles im Griff… 

wo sind bloß meine Pillen?

Die hamm´ mich im Griff

 

© Petra M. Jansen

http://jansen-marketing.de

 

 

 

Die Würde des Menschen ist unantastbar.“.

Das steht am Anfang unserer Verfassung, dem Grundgesetz.

Was ist das: Würde? So etwas wie der Kern des Menschen? Oder vergleichbar mit dessen Leben? Hat doch jeder das Recht auf Leben. Aber das ist auch in unserer Verfassung festgehalten. Also kann Würde und Leben nicht das Gleiche sein, auch wenn es wohl oft einhergeht. Ist der Begriff „Würde“ aus unserem Bewusstsein verschwunden? Hatten wir früher, vielleicht vor hundert Jahren oder auch zur Zeit, als der Parlamentarische Rat am Grundgesetz bastelte, noch eine Vorstellung davon? War das schon immer eine aufgebauschte Worthülse, sozusagen „Blabla“, oder sind wir heute so richtig „würdelos“ geworden, so dass wir uns darüber schon keine Gedanken mehr machen?! Weiterlesen