
Das hier ist eine Falle, eine Grube, die Sie vielleicht sogar selbst graben – und in die nicht die anderen sondern Sie hineinfallen! Ich rede vom world wide web, das uns ebenso viel gute Informationen wie vorgegaukelte serviert. Ein Riesengeschäft, von dem die Provider oder die daran hängenden Jobs der Programmierer, IT-Spezialisten und Marketingleute verdienen. Doch ich will es nicht ganz verteufeln, denn es trägt die Künste der Menschheit weit über dessen Grenzen hinaus in die Welt. Vorausgesetzt, es erreicht nicht nur Fake-Nutzer oder wenig interessante User. Meistens ist das der Fall, wenn Seiten explosionsartig in die Höhe schießen und sich vor „Followern“ kaum noch retten können. Auch das Ranking auf „Reverbnation & Co.“ ist Schmuh und dient einzig und alleine dazu, dass (ver-)ge-kaufte Werbung an den Mann gebracht werden kann. Marketing schafft Märkte. Dies ist hinlänglich bekannt und das hier alles lebt von der Darstellungssucht einzelner Personen.
Lassen wir heute mal die vielen Privatpersonen weg, die damit ihre häusliche Langeweile bekämpfen oder ihrer Geltungssucht eine Platform schaffen wollen und dem aufmerksamen Beobachter eigentlich nur eine kostenlose Statistik liefern über die Art und Weise, wie sie – also der dumme Konsument – anzusprechen ist. Social Networking hat sicher seine guten Seiten und wir bekommen Informationen frei Haus geliefert, die uns sonst verborgen geblieben wären. Wenn wir an Menschen denken, die zu Hause an den Rollstuhl gefesselt oder gar psychisch krank sind und die sich nicht mehr aus dem Haus wagen können, dann ist das Internet eine wirklich gute Sache. Sie können auf eine einfache Art und Weise am sozialen und internationalen Leben teilnehmen. Dass sie dabei eigentlich nur täglich unglücklicher werden, merken sie kaum, denn ständig steht jeder im Vergleich zu all den anderen Menschen und sieht so sein Nietendasein deutlich klarer als man es je direkt aussprechen würde. Weiterlesen →