Liebe Medan-Platz-Aktivisten,

natürlich verstehe ich euch, auch ich würde gegen die Willkür protestieren und auf die Barrikaden gehen. Dennoch sind spontane politischePierre Mathias Handlungen nicht ganz ohne. Sie werden sehr oft emotional geführt und können kontraproduktiv sein, warum? Weil es beim Volksprotest meistens an Strategie fehlt. Jeder kühler Kopf hätte sich leicht vorstellen können wie Wladimir Putin reagiert und dass die Ukraine ihm ein Dorn im Auge ist, war und ist kein Geheimnis. Wer eine staatliche Verantwortung tragen will, muss ein guter Schachspieler sein, ein Realist und er muss erwägen, was möglich ist oder nicht. Das wurde unterlassen, aus Angst, der Bewegung Wind aus den Segeln zu nehmen und hier liegt der Hase im Pfeffer! Weiterlesen

Leute, lasst uns ein wenig philosophieren … Ist es Euch eigentlich aufgefallen, dass wir ständig nach Regeln leben? Leben müssen, sollen? So weit, so gut! Eine Gemeinschaft braucht Regeln, das Zusammenleben verschiedener Individuen muss in geordnete Bahnen gelenkt werden, damit alle miteinander können. Die Angst vor dem Chaos, der Anarchie, steckt tief in uns. Und das nutzen manche aus, um uns immer mehr Regeln aufzuoktroyieren. Unser Gehege der Freiheit wird immer enger. Und das hängt nicht ausschließlich damit zusammen, dass wir mit unserer Gattung immer mehr werden. Nein, früher begegnete man sich mit Anstand und Respekt. Das hat zwar die Regeln nicht ganz überflüssig gemacht, aber das Bedürfnis nach jenen erheblich reduziert. Was sich gehörte, das wusste man! Heute wissen viele nicht mehr, mit diesen Begriffen etwas anzufangen respektive, wie man diese richtig schreibt. Selbst schuld, dass uns die Gesetzes- und Verordnungswelle überrollt! Aber was erzähle ich da … Weiterlesen

Liebe Gegner,

ja, ihr werdet euch schwer tun, Frau Merkel zu bekämpfen. Sie ist eine Persönlichkeit, an die man nicht so leicht herankommt und wie Mohammed Ali,Pierre Mathias kann sie jedem Schlag aus dem Weg gehen. Höchste Boxkunst! Und dann, wenn der Gegner sich sicherer fühlt, ist Angriff angesagt. Ihr Rezept: sich die Zeit nehmen und sich nicht ideologisch verhalten. Wenn es ihr nützt, ändert sie radikal die Richtung und siehe da, das gelingt ihr auf eine meisterhafte Art. Was sie am meisten beschäftigt ist, sich an der Macht zu halten und nicht ohne Grund hat sie zahlreiche Kanzler-Anwärter in die Wüste geschickt. Kein Wunder, dass leer um sie geworden ist. Was nach ihrer Herrschaft passiert, scheint sie nicht zu kümmern und dass das ein Problem für die Zukunft des Landes ist, ist nicht abzuweisen. Auch ihre Mitregierenden kann sie austricksen. Daher auch die Zögerung der SPD, mit der Union zu koalieren. Diese Haltung ist auch im internationalen Geschäft zu verzeichnen. Aber auch ihre Hartnäckigkeit, die für viele Rätsel aufwirft…Leute, man kann von ihr eine Menge lernen. Weiterlesen

Liebe Diplomatie-Anwärter,

auch ich war einmal eine emotionale Dampfwalze! Meine Wut drückte ich laut und gewaltsam aus und zahlreiche Teller oder Gläser hatten das Pierre MathiasNachsehen. Das Resultat: meine Mutter sah mich an und lachte! Ende der Durchsage! Was ich erreichen wollte, zerfloss in Banalitäten und es blieb mit nichts anders übrig, als die Scherben aufzuheben und mit meinem Taschengeld Ersatz zu kaufen. Ab diesem Augenblick merkte ich, dass dies nicht die richtige Methode ist, um etwas zu erreichen und auch im Berufsleben hat mir die Wut eher geschadet. Was bedeutet das? Soll man sich wie Lämmer benehmen und alles schlucken? Keineswegs! Man soll analysieren, welcher Weg der Beste ist, um seinen Willen durchzusetzen und welche Konzessionen annehmbar sind. Das ist in der Politik Alltag. Es ist schon richtig, dass Meinungen geäußert werden – auch manchmal mit einem gewissen Nachdruck. Die Forderungen müssen dabei aber höher sein, als das Erwartete. Nur so kann man Nachgeben. Der Gegner fühlt sich geschmeichelt, aber in Wahrheit hat er nichts erreicht. Ein Balanceakt der feinsten Gattung. Weiterlesen

Lieber Herr Putin,

was sich in der Ukraine abgespielt hat, kann ihnen nicht genehm sein. Ein Präsident, der ihnen wohl ergeben war, musste seinen Hut nehmen undPierre Mathias fliehen, da er auf seine Landsleute schießen lies. Sie haben sicherlich sein Verhalten verurteilt, aber was heute dort geschieht, kann Ihnen nicht recht sein. Sie haben sicherlich vernommen, dass das Land vor dem Bankrott steht und sich der EU zuwendet, in der Hoffnung seine Wirtschaft zu sanieren. Außerdem stehen Sie vor dem Problem, dass Kiew seine Gasrechnung nicht bezahlen kann. Lieber Herr Putin, sie brauchen nur den Hahn zuzudrehen, um die – aus Ihrer Sicht – Aufsässigen zu besseren Gedanken zu bewegen. Wie es heute aussieht, wird es nicht gelingen, da die Wut und die Emotionen so groß sind, dass keine vernünftige Lösung absehbar ist. Diese Lage ist für alle Parteien mehr als ungesund und es ist nicht auszuschließen, dass es zu Konflikten kommen kann, bei denen es nur Verlierer geben wird. Weiterlesen

Gruß aus der Küche

zwei Aphorismen mit Buchstabenstreuseln

Vorspeise

Schriftrollen, gefüllt mit griechischer Philosphie

Suppe

Zitatbrühe mit Gedichtklößchen

Hauptgang

Buchrücken, hierzu Prosa und Wortschnitzelsalat

Platte

ein Stück fette Schwarte

Dessert

ein Auszug Graphic Novel in Smileysoße

 

Wir wünschen guten Appetit!

 

Zum Trinken empfehlen wir eine Flasche „Leseratte“ aus unserem Keller.

 

© Thomas Dietsch

 

Liebe Schlucker, Pierre Mathias

wir leben in einer merkwürdigen Zeit. Manche wollen große Projekte angehen aber dafür nichts investieren. Träume realisieren wie es in den Märchen üblich ist! Her mit dem Esel der Gold scheißt. Und wenn nicht, kommen sie irgendwie doch zu Stande. Voraussetzung es gibt einige Gestalten, die so blöd sind sich verarschen zu lassen. Es gibt eine Menge davon. Sie hoffen, dass ihr Engagement etwas bringen kann. Gar nichts! Bei der nächsten Anfrage geht die gleiche Leier von neuem wieder los. „Können Sie uns einen Preis machen. Es ist doch eine Ehre für sie dabei zu sein!“ Wenn die Aufgabe interessant ist, fehlt uns den Mumm nein zu sagen. Niemand macht sich Gedanken, wie wir ein Essen auf den Tisch serviert bekommen, wie wir die Windeln für das Baby kaufen können. Und doch immer wieder die Hoffnung, dass wir den Durchbruch schaffen werden. Wir stehen aber wie der amerikanische Lift-Boy da, der sehr bald Millionär werden soll. Dabei vergessen wir das 99,99% der Lift-Boys arme Schweine sind! Die Chancen einen Platz an der Sonne zu bekommen sind dünn, dennoch… Wir machen weiter Dampf, wie sich das gehört! Wer nicht Ausdauer zeigt, ist der Verlierer. Es ist unmöglich beim Lotto ohne Los zu gewinnen! Das wurde uns eingetrichtert. Weiterlesen

Rostra-Ausrufezeichen

Das hier ist eine Falle, eine Grube, die Sie vielleicht sogar selbst graben – und in die nicht die anderen sondern Sie hineinfallen! Ich rede vom world wide web, das uns ebenso viel gute Informationen wie vorgegaukelte serviert. Ein Riesengeschäft, von dem die Provider oder die daran hängenden Jobs der Programmierer, IT-Spezialisten und Marketingleute verdienen. Doch ich will es nicht ganz verteufeln, denn es trägt die Künste der Menschheit weit über dessen Grenzen hinaus in die Welt. Vorausgesetzt, es erreicht nicht nur Fake-Nutzer oder wenig interessante User. Meistens ist das der Fall, wenn Seiten explosionsartig in die Höhe schießen und sich vor „Followern“ kaum noch retten können. Auch das Ranking auf „Reverbnation & Co.“ ist Schmuh und dient einzig und alleine dazu, dass (ver-)ge-kaufte Werbung an den Mann gebracht werden kann. Marketing schafft Märkte. Dies ist hinlänglich bekannt und das hier alles lebt von der Darstellungssucht einzelner Personen.

Lassen wir heute mal die vielen Privatpersonen weg, die damit ihre häusliche Langeweile bekämpfen oder ihrer Geltungssucht eine Platform schaffen wollen und dem aufmerksamen Beobachter eigentlich nur eine kostenlose Statistik liefern über die Art und Weise, wie sie – also der dumme Konsument – anzusprechen ist. Social Networking hat sicher seine guten Seiten und wir bekommen Informationen frei Haus geliefert, die uns sonst verborgen geblieben wären. Wenn wir an Menschen denken, die zu Hause an den Rollstuhl gefesselt oder gar psychisch krank sind und die sich nicht mehr aus dem Haus wagen können, dann ist das Internet eine wirklich gute Sache. Sie können auf eine einfache Art und Weise am sozialen und internationalen Leben teilnehmen. Dass sie dabei eigentlich nur täglich unglücklicher werden, merken sie kaum, denn ständig steht jeder im Vergleich zu all den anderen Menschen und sieht so sein Nietendasein deutlich klarer als man es je direkt aussprechen würde. Weiterlesen