Liebe Kollegen,

wenn eine Nachricht auf dem Bildschirm erscheint, müsst ihr sie so schnell wie möglich ergreifen und sie kommentieren, das will das Geschäft. Der Pierre MathiasJournalismus ist, durch die neuen Medien, ein ständiges Nachrennen geworden und was vor fünf Minuten brandaktuell war, ist in einem Affentempo veraltet, nur noch gut für den Reißwolf! Kein Wunder, dass wir viel Unverdautes zu lesen, zu hören oder zu sehen bekommen. Das schadet der Qualität. Hintergrundinformationen gibt es fast nicht mehr, investigativer Journalismus ist leider zur Mangelware geworden, freie Bahn für jede Art von politischen Interpretationen. Presse-Konferenzen werden zwar gut besucht, aber oft unreflektiert beurteilt. Da ihr, liebe Kollegen, immer unter Druck steht, müsst ihr ständig etwas produzieren, sonst droht der Rausschmiss. Es wird mehr nach der Quantität als nach der Qualität beurteilt und so ist es kein Wunder, dass eine langwierige Recherche schon aus ökonomischen Gründen zum Reich der Träume gehört. Weiterlesen…

Beides sind Eigenschaften, die wir Menschen lieben. Die alte Garde hatte sie gekonnt beherrscht und der leicht keck-verschämte Blick der Rostra-AusrufezeichenDame war ebenso sexy wie der dezent-zurückhaltende Herr, der den Stuhl unter den Po schob und wartete, bis sie saß. Erst dann setzte er sich und schaute sie angenehm interessiert, aber durchaus begehrlich an. Ja, so war es. Audrey Hepburn war die süße, elegante Lady, die uns den Atem raubte und sie schrie nicht dauernd „fuck“ und „leck mich“. Die Damen von heute schämen sich fast, Eleganz und Charme einer Frau zu zeigen. Sie muss nicht zu einem koketten Dummchen mutieren, aber ein wenig mehr Stil wäre nicht verkehrt. Wo der Herr heutzutage geblieben ist? Ja, wo soll er denn sein, der arme Schlunz, der gar nicht mehr weiß, was er tun sollte oder nicht tun sollte? Ritterlichkeit zahlt sich nur aus, wenn später die Lanze ausgefahren wird, um Milady aufzuspießen. Draufgängertum verschreckt die devoten Perlen. Weiterlesen…

Liebe Strategen,

nein, ich brauche nicht unbedingt die Kristallkugel, um in die Zukunft zu blicken. Es gibt eine Menge Handlungen, die ich verwenden kann, um mir Pierre Mathiaseinen Weg zu bahnen. Klar, es gehört auch eine Prise Glück dazu, um das zu gestalten, was man sich erhofft und hier liegt die Krux: die meisten von uns haben Vorstellungen, die kaum zu realisieren sind. Nur eine Handvoll von Menschen schafft das Unmögliche, das sollte uns klar sein. In einen Ball zu kicken will bei weitem nicht heißen, dass man eines Tages ein Ribéry oder ein Ronaldo sein wird. Kleinere Brötchen sind angesagt, aber das bedeutet nicht, dass ich die Träume verdamme, im Gegenteil. Nur so kann der Mensch über seine Grenzen springen, aber das sollte er mit Weitsicht tun, um erniedrigende Niederlagen zu vermeiden. Die bringen nur Aggressionen und Gewalt mit sich. Die Geschichte unseres von Kriegen gebeutelten Kontinents ist der Beweis dafür. Weiterlesen…

Liebe Medan-Platz-Aktivisten,

natürlich verstehe ich euch, auch ich würde gegen die Willkür protestieren und auf die Barrikaden gehen. Dennoch sind spontane politischePierre Mathias Handlungen nicht ganz ohne. Sie werden sehr oft emotional geführt und können kontraproduktiv sein, warum? Weil es beim Volksprotest meistens an Strategie fehlt. Jeder kühler Kopf hätte sich leicht vorstellen können wie Wladimir Putin reagiert und dass die Ukraine ihm ein Dorn im Auge ist, war und ist kein Geheimnis. Wer eine staatliche Verantwortung tragen will, muss ein guter Schachspieler sein, ein Realist und er muss erwägen, was möglich ist oder nicht. Das wurde unterlassen, aus Angst, der Bewegung Wind aus den Segeln zu nehmen und hier liegt der Hase im Pfeffer! Weiterlesen…

Leute, lasst uns ein wenig philosophieren … Ist es Euch eigentlich aufgefallen, dass wir ständig nach Regeln leben? Leben müssen, sollen? So weit, so gut! Eine Gemeinschaft braucht Regeln, das Zusammenleben verschiedener Individuen muss in geordnete Bahnen gelenkt werden, damit alle miteinander können. Die Angst vor dem Chaos, der Anarchie, steckt tief in uns. Und das nutzen manche aus, um uns immer mehr Regeln aufzuoktroyieren. Unser Gehege der Freiheit wird immer enger. Und das hängt nicht ausschließlich damit zusammen, dass wir mit unserer Gattung immer mehr werden. Nein, früher begegnete man sich mit Anstand und Respekt. Das hat zwar die Regeln nicht ganz überflüssig gemacht, aber das Bedürfnis nach jenen erheblich reduziert. Was sich gehörte, das wusste man! Heute wissen viele nicht mehr, mit diesen Begriffen etwas anzufangen respektive, wie man diese richtig schreibt. Selbst schuld, dass uns die Gesetzes- und Verordnungswelle überrollt! Aber was erzähle ich da … Weiterlesen…

Liebe Gegner,

ja, ihr werdet euch schwer tun, Frau Merkel zu bekämpfen. Sie ist eine Persönlichkeit, an die man nicht so leicht herankommt und wie Mohammed Ali,Pierre Mathias kann sie jedem Schlag aus dem Weg gehen. Höchste Boxkunst! Und dann, wenn der Gegner sich sicherer fühlt, ist Angriff angesagt. Ihr Rezept: sich die Zeit nehmen und sich nicht ideologisch verhalten. Wenn es ihr nützt, ändert sie radikal die Richtung und siehe da, das gelingt ihr auf eine meisterhafte Art. Was sie am meisten beschäftigt ist, sich an der Macht zu halten und nicht ohne Grund hat sie zahlreiche Kanzler-Anwärter in die Wüste geschickt. Kein Wunder, dass leer um sie geworden ist. Was nach ihrer Herrschaft passiert, scheint sie nicht zu kümmern und dass das ein Problem für die Zukunft des Landes ist, ist nicht abzuweisen. Auch ihre Mitregierenden kann sie austricksen. Daher auch die Zögerung der SPD, mit der Union zu koalieren. Diese Haltung ist auch im internationalen Geschäft zu verzeichnen. Aber auch ihre Hartnäckigkeit, die für viele Rätsel aufwirft…Leute, man kann von ihr eine Menge lernen. Weiterlesen…

Liebe Diplomatie-Anwärter,

auch ich war einmal eine emotionale Dampfwalze! Meine Wut drückte ich laut und gewaltsam aus und zahlreiche Teller oder Gläser hatten das Pierre MathiasNachsehen. Das Resultat: meine Mutter sah mich an und lachte! Ende der Durchsage! Was ich erreichen wollte, zerfloss in Banalitäten und es blieb mit nichts anders übrig, als die Scherben aufzuheben und mit meinem Taschengeld Ersatz zu kaufen. Ab diesem Augenblick merkte ich, dass dies nicht die richtige Methode ist, um etwas zu erreichen und auch im Berufsleben hat mir die Wut eher geschadet. Was bedeutet das? Soll man sich wie Lämmer benehmen und alles schlucken? Keineswegs! Man soll analysieren, welcher Weg der Beste ist, um seinen Willen durchzusetzen und welche Konzessionen annehmbar sind. Das ist in der Politik Alltag. Es ist schon richtig, dass Meinungen geäußert werden – auch manchmal mit einem gewissen Nachdruck. Die Forderungen müssen dabei aber höher sein, als das Erwartete. Nur so kann man Nachgeben. Der Gegner fühlt sich geschmeichelt, aber in Wahrheit hat er nichts erreicht. Ein Balanceakt der feinsten Gattung. Weiterlesen…

Lieber Herr Putin,

was sich in der Ukraine abgespielt hat, kann ihnen nicht genehm sein. Ein Präsident, der ihnen wohl ergeben war, musste seinen Hut nehmen undPierre Mathias fliehen, da er auf seine Landsleute schießen lies. Sie haben sicherlich sein Verhalten verurteilt, aber was heute dort geschieht, kann Ihnen nicht recht sein. Sie haben sicherlich vernommen, dass das Land vor dem Bankrott steht und sich der EU zuwendet, in der Hoffnung seine Wirtschaft zu sanieren. Außerdem stehen Sie vor dem Problem, dass Kiew seine Gasrechnung nicht bezahlen kann. Lieber Herr Putin, sie brauchen nur den Hahn zuzudrehen, um die – aus Ihrer Sicht – Aufsässigen zu besseren Gedanken zu bewegen. Wie es heute aussieht, wird es nicht gelingen, da die Wut und die Emotionen so groß sind, dass keine vernünftige Lösung absehbar ist. Diese Lage ist für alle Parteien mehr als ungesund und es ist nicht auszuschließen, dass es zu Konflikten kommen kann, bei denen es nur Verlierer geben wird. Weiterlesen…