Unmotivierte Kinder, internetsüchtige Menschen, Angst vor dem Anderen, sei es Hautfarbe, Volkszugehörigkeit, andere Religion oder politische Gesinnung. Schon in den 1980ern sang Markus: „Ich will Spaß!“. Wenn es heute keinen Spaß macht, interessiert uns nichts mehr. „Ich liebe mein Tablet, da sind alle meine Freunde drin“. Der Mensch hat mehr Kontakte denn je und wird doch immer einsamer. Soziale Kompetenz lässt sich prima im Duden nachlesen, in praxi steht es immer schlechter um sie. What happened?!

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Liebe üble Nachredner,Pierre Mathias

 die Diffamierung liegt vielleicht in eure Genen und deshalb sollte man es euch wahrscheinlich nicht übel nehmen, andere Menschen in den Dreck zu ziehen. Da ich kein Philanthrop bin, kann ich nicht so ticken. Wer Mist verbreitet, soll an den Pranger gestellt werden und ich finde es ganz einfach feige, schlimme Nachrichten hinter dem Rücken der Betroffenen zu verbreiten. Ihr habt nicht einmal den Mumm, offen eure Meinung zu sagen und es stellt sich die Frage, was ihr davon habt, Böses zu verbreiten. Letztendlich seid ihr die Verlierer, aber das wollt ihr nicht wahr haben. Der Schaden, den ihr verursacht, erzeugt viele Dramen und Menschen zu nötigen, bereitet euch vielleicht eine Genugtuung, aber am Ende werdet ihr auf der Strecke bleiben. Nein, das lasse ich mir nicht gefallen, aber ich möchte nicht mit den gleichen Methoden zurückschlagen, liebe üble Nachredner! Das ist mir einfach zu billig! Der einzige Ausweg ist, beharrlich zu schweigen und eure Machenschaften zu ignorieren. Letztendlich wird man merken, welches Spiel ihr treibt und ich werde mich nicht in diese Niederungen begeben – doch quält mich eure Haltung. Ich hätte Lust, laut und stark zu schreien, euch niederzumachen, aber ich schweige. Warum? Weil ich genau weiß, dass es nichts nützen würde! Weiterlesen

Liebes Volk,Pierre Mathias

 wie könnte ich gegen Volksabstimmungen sein? Sie ist für mich die beste Methode um zu regieren und jeder wird in die Verantwortung mitgezogen, das finde ich gut so. In der Schweiz kann man vielleicht beklagen, dass fast alle Gesetzesvorlagen vom Wähler abgesegnet werden müssen. Das ist ein mühsamer Prozess, der eine generelle Verlangsamung verursacht und vielleicht ein Widerspruch in einer Zeit, bei der alles rasant schnell gehen muss. Ich finde das sehr vernünftig, da die meisten Entscheidungen zu hastig getroffen werden. Der Ruf an die Bürger erlaubt, jedes Vorhaben noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Es geht darum die Menschen zu überzeugen – nicht nur eine Gruppe von Lobbyisten und das verhindert nicht, große Projekte in Angriff zu nehmen. Der Basistunnel vom Gotthard, ein Jahrhundertwerk, wurde vom Volk abgesegnet, außerdem verpflichtet das Referendum jede Verantwortung zu tragen. Es vermittelt auch mehr bürgerliche Qualität. Vom Selbstrenner – der immer wieder dialektisch hochgelobt werden muss -wird die Demokratie zum Greifen spürbar. Weiterlesen

Liebe Entmündigte,Pierre Mathias

der Fall Gustl Mollath zeigt, wie leicht es ist, einen Mensch zu neutralisieren. Wer Gemütsschwankungen zeigt, ist ein Kandidat zur Internierung. Die Depression kann die Vorstufe einer Kaltstellung sein. Alles, was den normalen Tagesverlauf stört, gilt als suspekt. Ob man es will oder nicht, die Einlieferung in die Psychiatrie ist ein Makel. Wer das in einem Lebenslauf notiert, kann definitiv ohne Job bleiben, auch wenn die Voraussetzungen stimmen. Leute, machen wir uns nichts vor: das ist eine harsche Diskriminierung! Auch in der Familie kann das zur Isolation führen, das wisst ihr, liebe Entmündigte! Auch wenn die Verwandten es gut mit ihnen meinen, können sie großen Schaden verursachen – wer als nicht mehr mündig betrachtet wird, ist ein Mensch zweiter Qualität, deshalb sollte jeder sehr aufpassen bevor er zu solchen Maßnahmen greift. Eine leichte Verwirrung ist noch längst keine Demenz und wenn sie als Anlass genommen wird euch zu isolieren, finde ich das ganz einfach nicht hinnehmbar. Solche Fälle sind mir bekannt. Psychiater sollten sich über die Auswirkung solch einer Entscheidung immer bewusst sein. Wer sich in solch einer Lage befindet, hat keine Chance, es ist ein Gefängnis! Ist das nicht so, liebe Entmündigte? Weiterlesen

Liebe Plastiktüten,Pierre Mathias

dass ihr die Weltmeere versaut, in längst bekannt und auch auf Waldspaziergängen kann man euch begegnen. Ihr erweist aber gute Dienste: Wie sollte ich die Kacke meines Hundes ohne eure Hilfe vom Gehsteig entfernen? Mit einer Papiertüte wäre das eher problematisch, dennoch muss ich einsehen, dass ihr für die Umwelt schädlich seid. Das hat die europäische Union sehr wohl erkannt und dazu kommt, dass ihr – im Gegensatz zu den Menschen – fast unverwüstlich seid. Ihr habt das Wunder erbracht, Hunderte von Jahre überleben zu können, eine dicke technologische Leistung, muss ich erkennen. Aber gerade das erzeugt Ratlosigkeit und da man keine Lösung findet, wird von einem radikalen Verbot gesprochen. Das würde auch unser Rohöl verschonen. Plastik war einmal der Inbegriff des Fortschritts, jetzt ist er eine Plage – so die Entwicklung, die für euch fatal werden kann. Weiterlesen

Liebe geschlachtete Soldaten,Pierre Mathias

 am 11. November 1918 wurde in Compiègne der Waffenstillstand unterschrieben, somit wurde das Ende des 1. Weltkrieges besiegelt. Millionen Menschen mussten für nichts und wieder nichts sterben, nur die Soldaten-Friedhöfe hatten Hochkonjunktur. Das war das Ende eines der schrecklichsten Kapitel der Geschichte und leider, wie wir wissen, war das nicht die letzte Katastrophe. Ich habe vor Jahren in Verdun einen Film gedreht und hatte dabei noch die Gelegenheit, Veteranen zu befragen. In ihren Worten war noch die Angst zu verspüren, die solch eine Tragödie hinterlässt. Mit meinem Team machten wir Bilder auf einer Hochebene – hier verlief die Front – und wir hatten das unangenehme Gefühl „auf Leichen zu gehen“. Unser Begleiter sagte uns, dass noch Tausende von Toten hier begraben waren, man hatte sich nicht die Mühe gemacht, sie zu exhumieren, das war einfach unmöglich. Weiterlesen

Lieber David,Pierre Mathias

 lasst dich nur nicht von falschen Vorstellungen beeinflussen – eines sollte fest stehen: die Menschheit ist in ihrer großen Mehrheit ein Sauhaufen. Du hast es mit Wesen zu tun, die nur an sich denken und jede Art von Rücksicht als ein Zeichen der Schwäche betrachten. Bedeutet das, dass du einen Bogen um sie machen sollst? Das ist kaum möglich, wie willst du Milliarden von Schwachköpfen ignorieren? Ob du willst oder nicht, wirst du sie immer auf deinem Weg finden, leider bestimmen sie dein Leben! Nimm dich aber in Acht, dass du dich nicht in ein Arschloch verwandelst. Vielleicht findest du diese Bemerkung krass, sie ist aber berechtigt. Um nicht aufzufallen, gehen die meisten Genossen den leichteren Weg und passen sich an und das bedeutet, sich zu pervertieren! Zu allem ja sagen, das wirst du nicht tun, kleiner Mann, denn du hast schon gelernt, gegen den Strom zu schwimmen. Auch wenn das sehr anstrengend ist, ist das die beste Lösung. Sie kostet Nerven, aber lieber das, als ein Nichts zu sein und Kopf hoch, du wirst es schaffen! Weiterlesen

Liebe Spießbürger,Pierre Mathias

zweifelsohne habt ihr die Heimat fest im Griff – aus eurer Sicht ist sie ein kitschiges Gebilde. Lauter blankpolierte Wesen, vom dröhnenden Hirsch bis zum Dirndl samt provozierende Brust, Melkkühe auf der Weide, glückliche Schweine, die mit Freude auf den Schlachter warten, besoffene Mannsbilder beim Ballermann! Heimatliche Gefühle, die vom Kitsch erobert worden sind und dazu eine Pseudo-Volksmusik, die einem den Magen verdreht. Deutschland, das Land der Musiker, das ich nicht lache! Mehr oder weniger betagte Schlagersänger und ihre Schnulzen beherrschen den Markt, je banaler desto populärer! Ist das die Kultur, die die Heimat beflügeln soll? Ist das das Sinnbild unserer Zivilisation? Dazu ein virulenter Nationalismus, der uns lehren soll, dass wir die Besten sind! Dass die Asylanten nur zum Abfall gehören. Liebe Spießbürger, solche Gedanken entwickelt ihr und das nur aus Angst, dass eure neogotischen Möbel einen Kratzer bekommen könnten. Leute, das ist nicht meine Heimat!

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