Liebe Frau Merkel, liebe Staatsoberhäupter,

 mit Verwunderung beobachte ich die Aufregung um die Affäre mit den Handys. Leute, das wusstet ihr schon lange. Wenn es darum geht, Geheimnisse zu knacken, bleibt der Anstand vor der Tür stehen, egal ob Freund oder Feind! Es wäre blauäugig anzunehmen, dass wir anders handeln als die Amis. Wir sind vielleicht nicht so dreist wie sie, aber wenn wir die Möglichkeit hätten, würden wir gerne die Telefonate von Barak Obama mithören. Bitte kommt nun nicht mit dem Begriff „Moral“, wie wir wissen, ist er im politischen Geschäft eine seltene Ware, hier geht es um kalte Interessen. Wer einige Schachzüge im Voraus denkt ist der Gewinner und um sie zu planen müssen die Protagonisten gut informiert sein. Das geschieht meistens mit illegalen Methoden und ist eine Tatsache, die tief in die Geschichte reicht. Nein, das Entsetzen kann ich niemandem abnehmen, auch wenn ich dieses Abhorchen nicht sehr elegant finde. Weiterlesen

 

Liebe Nashörner,

Pierre Mathiasangeblich können die Chinesen besser ficken, wenn man eure Hörner in Puder verwandelt, deshalb seid ihr gefährdet. Bald wird man euch nur noch in den zoologischen Gärten bewundern können. Solch eine Idiotie wäre lachhaft, wenn es sich nicht um eine „Endlösung“ handeln würde. Nein, wenn es um einen gut funktionierenden Schwanz geht, kann alles vernichtet werden. Wenn es so ist, schäme ich mich, ein Mann zu sein! Vielleicht käme ein Naturschützer auf die wahrhaftig gute Idee, die Chinesen zu kastrieren, dann hätten die Chirurgen einen guten Job. Keine Arbeitslosigkeit mehr! Soweit sind wir noch nicht, weil es nicht den guten Sitten entsprechen würde. Und eines noch: die Chinesen werden dringend gebraucht, um unsere marode Marktwirtschaft zu retten, sie kaufen alles, was zu haben ist. Das geht aber nur, wenn die Potenz vorhanden ist. Mit schlappen Schwänzen würde unsere Ökonomie kaum überleben. Wir ihr seht, liebe Nashörner, wir stehen vor großen ethischen Problemen. Weiterlesen

Liebe Liebenden,

 Pierre Mathiaswas habe ich mir da angetan. Ist eine Rede über die Liebe keine abgelutschte Angelegenheit? Ist das nicht als ob man abgetragene Klamotten immer wieder anziehen würde? Ist darüber nicht alles gesagt worden? Aber nein… Oder doch? Sie ist quälend, auffordernd, manchmal auch lästig. Sie schaltet oft den Verstand aus, was nicht gerade nützlich ist. Blindes Verhalten, das zum Abgrund führen kann. Leute, das weiß ich und doch lasse ich mich immer wieder von ihr einfangen. Ich könnte sie verdammen und tue es nicht! Sie bringt einen Reiz, der für mich existentiell ist. Ich muss an dieser Stelle an einem engen Freund denken, der mir eröffnete, dass er sein ganzes Leben nie jemand geliebt hätte. Heute ist er über 80 und weiß, dass ihm etwas gefehlt hat. Nur könnte er nicht exakt definieren was. Ohne Liebe steckt man mitten in einer Wüste oder besser gesagt im Garten Eden, umgeben von einer nicht greifbaren Schönheit. Er kann sie schon definieren, aber hat sie nie in sich gefühlt. Sie bleibt für ihn volatil wie ein Fremdkörper. Auch der Schmerz, den die Liebe verursachen kann, ist ihm persönlich unbekannt. Er fühlt einfach nichts! Dann besser eine unglückliche Liebe! Weiterlesen

Liebe Selbstmörder,Pierre Mathias

 ja, ich sage es mit größter Klarheit: Jahrelang war ich ein Gegner des Selbstmordes und ich wollte einfach nicht verstehen, dass jemand ein Geschenk Gottes aus eigener Hand vernichtet. Seit einiger Zeit frage ich mich, ob das Leben wirklich ein Segen ist? Wenn ich sehe, was um uns passiert, bin ich unsicherer denn je und auch die Einsamkeit der älteren Menschen stimmt mich nachdenklich. Oft warten Menschen in Spezialeinrichtungen auf ihren Tod, die für die Allgemeinheit zur Last geworden sind. Es ist berechtigt, sich Gedanken zu machen, ob die Gesellschaft das tragen soll und muss, einfach weil die Medizin große Fortschritte gemacht hat und aus einer „faustischen“ Sicht die ewige Jugend preist? Dieses Ethos wird für viele zur Qual – anstatt sich einfach hinzulegen und zu sterben, werden sie künstlich aufgepäppelt, um das Geschäft mit der Gebrechlichkeit zu befördern und mit Verlaub gesagt: Das ist zum Kotzen! Weiterlesen

Liebe Würdenträger,Pierre Mathias

 muss die Kirche arm sein, um glaubwürdig zu sein? Müssen die Bischöfe betteln gehen, um ihre Frömmigkeit publik zu machen? Franziskus hat recht, wenn er die Geldgier aus den Köpfen seiner Hierarchie jagen will. Ein sehr hartnäckiges Vorgehen. Solange Würdenträger in Luxus-Badewannen das irdische Wohl suchen, sind 15.000 € eine Lappalie. Kaum mehr als eine Portokasse. Dass diese Summe viele Kinder vor den Hungertod retten könnte, ist mancherm Bischof nicht eingefallen. Was sich in Limburg abgespielt hat, gehört zum Zeitgeist, zur kapitalistischen Realität. Die Soutane macht keinen Halt davor. Was mich, liebe Würdenträger, am meisten berührt, ist die Tatsache, dass einige von euch bis zur Wahl des neuen Papstes dieses Verhalten ganz normal gefunden haben. Wer es so hoch geschafft hat, muss belohnt werden! Er gehört einfach nicht zum Lumpenproletariat! Da es unter euch viele feige Hunde gibt, wagen es nur wenige Franziskus offen ihre Meinung zu sagen. „Baue keinen Mist, Heiliger Vater. Was 2000 Jahren Gültigkeit hatte, wirft man nicht einfach weg!“ Würde er deswegen seine Meinung ändern? Ich denke nicht! Weiterlesen

Eier!

 Liebe Entmannten,Pierre Mathias

 Gestern wie heute machen es sich die Menschen schwer, wenn es um Konflikte geht. In den meisten Fällen eiern sie, versuchen sich mit faulen Argumenten herauszureden anstatt an den Ursachen zu arbeiten. In der Politik ist dieses Phänomen besonders krass. Auch wenn ich ein diplomatischer Mensch bin, geht mir dieses Gelaber auf die Nerven. Die Friedenslehre ist aus meiner Sicht falsche Wege gegangen. Sie geht davon aus, dass der Mensch gut sei. Dass ich nicht lache! Nein, unsere Aggressionen werden von Kindheit an gezügelt, als verwerflich betrachtet. Jungen werden entmannt mit dem Argument, dass sie gezüchtigt werden müssen. So ein Exemplar war ich! Wenn ich von Frieden höre, kommt mir die Galle hoch. Leute, das ist reine Illusion. Haben wir vergessen, dass wir uns wie Tiere in einem Rudel verhalten? Dass es allein um das Überleben geht! Sollen wir in Eunuchen verwandelt werden, um Ruhe zu bewahren? Unsere Wellness-Gesellschaft ist dabei uns geistig die Eiern abzuschneiden und wir sagen danke schön! Dass solche Exemplaren gefährlich werden können, zeigen die Grausamkeiten in Syrien. Der Präsident wurde als Weichei vor nicht all zu langer Zeit betrachtet; jetzt rächt er sich, weil er beweisen will, dass er noch Eier hat! Weiterlesen

Sehr verehrte Seelenklempner,

 Pierre Mathiaswer ist so blöd euch zu glauben, wenn ihr hoch und heilig behauptet, dass das Alter schön ist? Dass der Rückblick auf ein voll erfülltes Leben nur geil sein kann? Von wegen! Ihr lügt uns etwas vor. Das müsst ihr auch, um die unzähligen alten Knackern bei Laune zu halten. Da die Gesellschaft immer älter wird, sollen die Rentner und Pensionäre auf Trab gehalten werden. Wer noch vögeln kann, fällt uns nicht zur Last, könnte das Motto sein. Und was nun, wenn der Allerheiligste platt macht? Dann kommt ihr und versucht uns mit einbalsamierten Sätzen die Schönheit des Herbstes zu schildern. Ich verachte euch deswegen. Warum? Weil der Geist oft potenter als der Körper ist. Der Letztere verfällt allmählich, aber nicht die Sehnsucht und die Lust! Leute, euer Gelaber ist unerträglich! Ihr macht uns das Altern nicht leichter, im Gegenteil. Ich würde vorziehen, wenn ihr laut und deutlich sagen würdet, dass das Ganze Scheiße ist. Weiterlesen

 

Lieber Herr Luther,

 Pierre Mathiasvor ein paar Tagen wurde in Gelnhausen ein Film gedreht mit dem Thema „Hexenverbrennung“. Das geschah um das Jahr 1600, zweiundzwanzig Frauen wurden gefoltert, gedemütigt, vergewaltigt und lebend verbrannt und das im Namen Gottes! Das ist für jeden Gläubigen unerträglich und ein totaler Widerspruch zum Evangelium, das die Nächstenliebe als ihr Credo betrachtet. „Das war die Vergangenheit,“ werden viele behaupten. Nein, das ist nicht der Fall. Noch heute werden zahlreiche Frauen diskriminiert, an den Pranger gestellt, von hirnlosen Männern bespuckt, die nur einen erigierten Schwanz im Kopf haben und die sich deshalb die Freiheit nehmen „das schwache Geschlecht“ zu missbrauchen. Das einfach, um sich zu beweisen, dass sie keine Nieten sind! Das sind sie aber und das macht sie so gefährlich. Und ich? Wenn ich meinem Instinkt folgen würde, würde ich mich vielleicht nicht anders verhalten, aber Gott hat mir ein Gehirn und vor allem ein Herz geschenkt. Sie verhindern, dass ich mich wie eine Bestie verhalte. Weiterlesen