Sie saß am See, ließ sich von den sanften Wellen die nackten Füße umspülen. Mit dem Takt der Wellen wehten auch ihre langen blonden Haare im Wind. Durch die Zweige der Weide, unter welcher sie saß, brach ein Strahl Sonnenlicht. Sie streckte ihren blassen Arm aus, ließ diesem vom Licht kitzeln, betrachtete, den Kopf zurück geneigt, das Wechselspiel der rauschenden Blätter, der darüber ziehenden Wolken und des Lichtes.

Niemand wusste, dass sie hier war. Es war verboten, sich hier oben aufzuhalten. Schon seit Urväter Zeiten her, Tausenden von Jahren. Die Alten erzählten es, eine Sage, im Unterricht hatten sie es gelernt. Weiterlesen…

1914-2014

Liebe Veteranen,

Pierre Mathiasich weiß, ihr seid schon längst tot und habt uns verkündet, dass ihr in Ruhe gelassen werden wollt und doch erlaube ich mir, euch wachzurütteln. Das tue ich, weil ich einfach nicht mehr weiß, wie man die Menschheit zur Vernunft bringen kann. Ihr könnt besser als viele Anderen erzählen was es bedeutet, wenn die Politik durchdreht. Millionen von Opfern und dies nur um das Ego von manchen Pappfiguren aufzupolieren und wenn nicht mit friedlichen Mitteln, wird zur Waffe gegriffen. Wenn die Politiker selbst in den Ring steigen würden, hätte es noch eine gewisse Haltung. Aber nein, es wird eine Unzahl von Söhnen und Familienvätern auf das Feld geschickt und wenn sie sich die Birne zertrümmern lassen, ist das im Namen der Gerechtigkeit. Der Regent bestimmt was Heimatliebe sein soll und wir Idioten folgen ihm, ohne nachzudenken, was wir anstellen. In einem Nu werden wir in Mörder verwandelt und finden das völlig normal. Liebe Veteranen, reißt endlich eure Klappe auf! Weiterlesen…

Rostra-Ausrufezeichen

Es kann nicht sein, dass man keine Ruhe hat. Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen werden von allen Seiten bombardiert und hofiert. Klar, sie sind „Meinungsbildner“ und sie g e b e n was. Sie geben ihre Seele, ihre Kraft, ihr Talent, ihren Mut und das macht sie so attraktiv. Die Angestellte träumt heimlich vom wilden Rockstar, der angepasste Banker von der Rebellin, die sich nie den Mund verbieten lässt. Weiterlesen…

Liebes Volk,

Pierre Mathiasin Frankreich wurde der Beweis erbracht, wie knallhart die Politik sein kann. Nach dem Wahldesaster bei der Kommunalwahl, wurde der ehemalige Premier Jean-Marc Ayrault gefeuert und er wurde für das Debakel schuldig gesprochen. Und der Präsident? Er versuchte, sich aus der Schusslinie zu bringen, indem er ein Bauernopfer vollzog. Mit einigen Floskeln sprach er seinen Dank aus – Pflichtwörter, die man in solch einem Fall immer wieder ausspricht. Dass er auch ein Teil der Verantwortung trägt, hat er geschickt unter den Tisch gekehrt. Politik ist wahrhaftig ein dreckiges Geschäft, von Solidarität und Loyalität kann keine Rede sein. Dass es Änderungen geben kann, spreche ich nicht ab, aber das kommt auf das „wie“ an. Jean-Marc Ayrault hat die Zielsetzungen des Präsidenten akribisch verfolgt. Er wusste, dass sie nicht sofort Erfolg mit sich bringen würden, Geduld war gefragt. Daran ist er gescheitert, weil das Volk sofort Resultate sehen wollte. Weiterlesen…

Liebe Kommunalpolitiker,

in der letzten Zeit wird immer mehr über die Jugendgewalt berichtet, es sollen voriges Jahr 70000 Angriffe gegeben haben. Pierre MathiasWenn sie nicht politisch gelenkt wurden, sind die Ursachen der Frust, die Hoffnungslosigkeit und die Langweile. Eine Zeitbombe! Da es sich oft um Minderjährige handelt, fallen die Strafen – selbst bei einem Todesfall – ziemlich milde aus. Für die Familie eines Opfers, eine unerträgliche Tatsache. Die Justiz tut sich dabei schwer, weil sie nicht nur repressiv sein will. Sie will erziehen? Ist das überhaupt möglich? In vielen Fällen sind die Täter nicht bereit, ihre Schuld zu erkennen und sie wären selbst geneigt, ihre Aggressivität neu zu entfachen. Was ist der Grund dafür? Wenn sie von einem unterprivilegierten Umfeld stammen, sehen sie ihre Revolte als einzigen Ausweg aus der Lage, in der sie sich befinden. Natürlich ist das eine niederträchtige Illusion. Kurzfristig kann man solche Wesen nur aus dem Verkehr ziehen, langfristig ist eine Integration in die Gesellschaft Voraussetzung und das klappt nur, wenn es Chancen auf eine bessere Zukunft gibt. Hier reichen gut gemeinte Worte nicht, das Handeln ist ein absolutes Muss. Weiterlesen…

Der Michel liebt seinen Vorgarten. Das war schon vor ewigen Zeiten so. Und wenn die Sonne herauskommt, die ersten Knospen sprießen, dann werden die Michel ganz rege. Sie buddeln im Garten, schaufeln, harken und rechen. Die Nestumgebung wird dann wieder schön und adrett gemacht. Und an den Gartenzäunen aalen sie sich in der Sonne und betreiben Konversation. Die Michel beschäftigen viele Themen. In dieser ruhigen, kleinen Seitenstraße bekommt man vom Stadtleben nicht so viel mit, aber man ist informiert über das Weltgeschehen. Und die Geschichte … und vor hundert Jahren hat man die jungen Männer in den Krieg geschickt. Und sie zogen! Die beiden Michel sinnieren hierüber … Weiterlesen…

Liebe Kunstliebhaber,

immer wieder das Klischee vom armen Poeten, der hungert, friert, nach Ruhm fiebert und von vielen anständigen Pierre MathiasBürgern als Niete betrachtet wird. Nichts gegen die Metzger, aber sie genießen oft einen besseren Ruf als die Künstler. Für viele sind sie Parasiten, die sich wie Dirnen unterhalten lassen und anstatt einen Fick zu bieten, gehen sie mit ihren Werken auf den Strich. Egal ob Schriftsteller, Musiker, Maler oder Bildhauer, sie gehören alle zu der riesigen Schar der Bittsteller. Wer so argumentiert, ist ein Banause. Vergessen wir nie, dass wir den Künstlern unsere Kultur verdanken, sie sind Teil unserer Identität und sollten mit mehr Respekt behandelt werden. Ohne Geistesöffnung, kann es keine stabile Gesellschaft geben und ohne Kultur, kein Geschäft. So merkwürdig es auch erscheinen mag, ist sie der Motor der Wirtschaft. Sie vermittelt das Besondere, das so notwendig ist um ökonomisch erfolgreich zu sein. Weiterlesen…

Liebe EU-Bürger,

machen wir uns nichts vor, unser Verhalten in der Ukraine-Krise ist unrealistisch. Wir haben in Kiew Hoffnungen Pierre Mathiaserweckt, die wir niemals erfüllen können. Was ist so schief gelaufen? Der Mangel an Strategie und an historischen Verstand. Wir hätten wissen sollen, dass Russland – ich schließe in diesem Fall bewusst Wladimir Putin aus – niemals akzeptieren würde, dass die EU und die Nato sich in ihrem Vorgarten etablieren. Wir hätten genauso reagiert, wenn etliche Jahre nach dem Mauerfall, Moskau Polen wieder unter seine Fittiche genommen hätte. Strategisch gesehen ist diese Haltung verständlich, auch wenn ich sie aus ethischen Gründen verurteile. Beim Schachspiel muss man immer die nächsten Züge seines Kontrahenten in den Augen haben, auch in der Politik. Was sich in der Ukraine abspielt, war zu erwarten. Liebe EU-Bürger, wir haben falsch gehandelt und dafür werden wir einen hohen Preis zahlen müssen. Weiterlesen…