Modern Man

Sometimes tales are simply spun further. „Winnetou’s Return,“ „The Return of Sandokan“, „Scarlett“, just to mention a few. Old stories end, the world keeps on turning. How about man in general? „And so the mobile phone came on the market, and people bought it, both men and women. And they roamed the streets, telephoning, one arm raised to the ear. And the LORD saw this and feared bad posture. Man should walk upright. And so he invented the coffee cup and crowned it with a lid so that man won´t spill the drink while walking and that it did not even become cold before serving. Those he gave to people in the other hand and, lo and behold, they walked upright again. Both, men and women. And GOD saw that it was good … „. Yes, it may be like that, as far as evolution is concerned; even if it is difficult for me to imagine that in a million years, if manhood should be still here on earth, someone´s right „hand“ will be ringing and he would be spilling his left with fright.

Der moderne Mensch

Manchmal werden Geschichten einfach weitergesponnen. „Winnetous Rückkehr“, „Die Rückkehr des Sandokan“, „Scarlett“, nur um einige zu nennen. Alte Geschichten enden, die Welt dreht sich weiter. Wie ist es generell mit dem Menschen? „Und so kam das mobile Telefon auf den Markt, und die Menschen kauften es, Männer wie Frauen. Und so zogen sie durch die Straßen, telefonierend, einen Arm erhoben zum Ohre. Und der HERR sah dies und befürchtete Haltungsschäden. Der Mensch sollte aufrecht gehen. Und so erfand er den Kaffeebecher und krönte ihn mit einem Deckel, auf dass der Mensch im Gehen das Getränk nicht verschütte und es vor Genuss auch nicht erkalte. Jenen gab er dem Menschen in die andere Hand und siehe, jener ging wieder aufrecht. Männer und Frauen. Und der HERR sah, dass es gut war …“. Ja, so ähnlich mag es sein mit der Evolution; auch wenn es mir schwer fällt, mir vorzustellen, dass in einer Million Jahren, wenn die Menschheit noch auf Erden sein sollte, bei jemandem die rechte „Hand“ klingelt und er vor Schreck die linke verschüttet.

 

© Thomas Dietsch

Foto

In ZEIT ONLINE è stato riferito sulle fotografie del fotografo Moises Saman. Le aveva scattato nel corso del anno 2014. Qualcosa è saltato all’occhio: la maggior parte, le dalle aree di crisi, erano in bianco e nero. In una delle foto si trova una bambina con grandi occhi guardando impaurita nella macchina fotografica. I rifugiati nel loro cammino verso la distribuzione di cibo, da qualche parte in Iraq. Salto in tempo: oltre 42 anni fa! I bambini piangendo su una strada in Vietnam; una ragazza nuda. Dietro le truppe statunitensi. 8 Giugno 1972. Questa immagine è stata scattata da Nick Ut, che ha vinto il Premio Pulitzer nel 1973. La fotografia si mette in mente di ognuno che lo ha visto allora nel giornale (Gisèle Freund nel 1979). E così è: la sofferenza dei bambini in guerra si mette in mente, la paura è nuda. Eppure 42 anni tra le due fotografie. Mi chiedo se qualcosa è cambiato. Non proprio. Le fotografie hanno una somiglianza spaventosa.

Fotos

In ZEIT ONLINE wurde über die Bilder des Fotografen Moises Saman berichtet. Er hatte sie im Laufe des Jahres 2014 geschossen. Eines fiel dabei auf: die meisten, aus Krisengebieten, waren schwarz-weiß. Auf einem der Fotos schaut ein kleines Mädchen mit großen Augen verängstigt in die Kamera. Flüchtlinge auf dem Weg zur Essensausgabe, irgendwo im Irak. Zeitsprung: vor über 42 Jahren! Weinende Kinder auf einer Straße in Vietnam; ein Mädchen nackt. Dahinter US-Truppen. 8. Juni 1972. Dieses Bild wurde von Nick Ut aufgenommen, der 1973 dafür den Pulitzer-Preis gewann. Das Bild hat sich in das visuelle Gedächtnis eines jeden gebrannt, der es damals in der Zeitung sah (Gisèle Freund 1979). Und so ist es: das Leid der Kinder im Krieg brennt sich in das Gedächtnis, die Angst ist nackt. Und doch: 42 Jahre liegen zwischen den beiden Bildern. Ich stelle mir die Frage, ob sich den etwas geändert hat. Eigentlich nicht. Die Fotos haben erschreckende Ähnlichkeit.

© Thomas Dietsch

Nel Periodo Natalizio: Divieto di Celebrare!

Ci sono due roccaforti cristiane in Cina: Zhejiang e Wenzhou. Il divieto si applica nei giorni festivi, le autorità mettono le comunità cristiane sotto pressione. Centinaia di croci sono stati rimossi dai tetti delle chiese nel 2014, celebrazioni sono stati banditi. A Pechino, pastori e teologi sono costretti ad „adattare“ la fede cristiana alla Cina. In altre parole questo significa che la Chiesa deve sottomettersi agli ordini del partito comunista. Cina, la terra delle contraddizioni! Il cristianesimo non va d´accordo con il comunismo. Si deve quindi agire con tale asprezza contro la Chiesa? Contro i credenti? Il Partito Comunista è intollerante. Quali paure lo spingono riguardo alla Chiesa?? Anche il capitalismo e il comunismo non si mette d´accordo. Almeno in Europa! In Cina, la situazione è diversa: Con i metodi capitalisti si è catapultato in cima dell’economia mondiale. Sembra dunque, che il „cammino intermediario“ esista. Sotto l’egida del capitalismo si è diventato il più grande produttore mondiale della Bibbia. Vendono la Sacra Scrittura e combattono la fede …

 

Zum Fest: Feierverbot!

Es gibt in China zwei christliche Hochburgen: Zhejiang und Wenzhou. An Weihnachten gilt dort Feierverbot, Behörden setzen die Christengemeinden unter Druck. Hunderte von Kreuzen wurden 2014 von Kirchendächern entfernt, Feierverbote verhängt. In Peking werden Pfarrer und Theologen gezwungen, den christlichen Glauben „an China anzupassen“. Im Klartext heißt das, die Kirche hat sich dem Herrschaftsanspruch der Kommunistischen Partei unterzuordnen. China, das Land der Gegensätze! Christlicher Glaube mag sich mit dem Kommunismus nicht vertragen. Muss man deshalb gleich mit solcher Härte gegen die Kirche vorgehen? Gegen Gläubige? Die Kommunistische Partei ist intolerant. Welche Ängste hinsichtlich der Kirche treiben sie? Kapitalismus und Kommunismus bekommt man auch nicht unter einen Hut. Jedenfalls in Europa! In China ist dies anders: Mit kapitalistischen Methoden hat man sich an die Spitze der Weltwirtschaft katapultiert. Der „Weg der Mitte“ scheint also zu existieren. Unter der Ägide des Kapitalismus hat man sich zum weltgrößten Bibel-Fabrikanten entwickelt. Man verkauft die Heilige Schrift und bekämpft den Glauben …

© Thomas Dietsch

Deflation

A spectre is haunting Europe. Its name: Deflation! Declining prices, increasing purchasing power. Everything is cheaper! A good spirit?! No! Everybody is waiting concerning making purchases and investments. Why? Why spend so much money when things`ll be even cheaper in foreseeable future?! Thus, the goods remain in the shops, assembly lines in factories stand still. And local workers are on the dole … The European Central Bank (ECB) has tried to counteract this trend by cutting interest rates. The base rate is 0.05 percent. After zero it’s all negative; debtors would gain significantly from that. This means in exaggerated dimensions that if someone owes you money, you`ll have to pay him interest. Mario Draghi now wants to buy government bonds. That indicates, that national debt is bought by the ECB. Eurobonds send their regards! Purchases for 1,000 billion euros are discussed. The Maastricht Treaty has excluded this. The ECB’s mandate is price stability, not public finance. A joint liability for national debts is not intended. Predictions indicate that the bond purchase would only raise inflation by 0.15 to 0.6 percentage points. Attention, Mr. Draghi!

 

Deflation

Ein Gespenst geht um in Europa. Sein Name: Deflation! Sinkende Preise, steigende Kaufkraft. Alles wird billiger! Ein guter Geist?! Nein! Jeder wartet mit Anschaffungen und mit Investitionen. Warum? Wieso so viel bezahlen, wenn es in absehbarer Zeit noch billiger wird?! So liegen die Waren in den Geschäften, die Förderbänder in den Fabriken stehen still. Und die dortigen Beschäftigten auf der Straße … Die Europäische Zentralbank (EZB) hat versucht, diesem Trend entgegenzuwirken durch Zinssenkung. Der Leitzinssatz liegt bei 0,05 Prozent. Nach Null geht es nur noch negativ; hiervon würden Schuldner erheblich profitieren. Übertriebener Maßen hieße das, wenn Dir jemand Geld schuldet, musst Du ihm dafür Zinsen zahlen. Mario Draghi will jetzt Staatsanleihen kaufen. Das heißt, Staatsschulden werden von der EZB aufgekauft. Eurobonds lassen grüßen! Ankäufe für 1.000 Milliarden Euro sind im Gespräch. Der Maastricht-Vertrag hat dies ausgeschlossen. Auftrag der EZB ist die Preisstabilität, nicht die Staatsfinanzierung. Eine gemeinschaftliche Haftung für Staatsschulden ist nicht vorgesehen. Und laut Vorhersagen würde der Anleihekauf die Inflation lediglich um 0,15 auf 0,6 Prozentpunkte anheben. Vorsicht, Herr Draghi!

© Thomas Dietsch

Età della Pietra

Le autorità di polizia sono ben posizionate: una autorità mantiene un proprio account Twitter dal 2009 e ha già pubblicato circa 10.000 tweets. Più di un milione di seguaci corrispondono con questo account. L’altra autorità di polizia è presente su Twitter già dal 2008 e ha distribuito circa 7.500 messaggi e più di un milione di seguaci. Le autorità locali stanno emulando questo esempio. Con i cosiddetti „tweets cercarsi“, si cerca di fare luce su crimini con l´aiuto del pubblico. Fantascienza? Un pio desiderio? In Germania: sì! La rete è in gran parte terra incognita per le autorità tedesche. La lettura della pagina Web della polizia criminale federale è in un certo senso così eccitante come le abitudini del pernottamento di una mosca. Gli esempi citati sono la Spagna e gli Stati Uniti. Le autorità tedesche hanno ancora scrupoli riguardo a l’uso di Internet come nuovo mezzo. Malgrado Eduard Zimmermann ha già usato la televisione come strumento per la ricerca di criminali nel 1967: „Aktenzeichen XY“. A quel tempo anche la TV è stato un nuovo mezzo in famiglie tedesche. Insomma, di che cosa le autorità locali hanno paura?

 

Steinzeit

Die Polizeibehörden sind gut aufgestellt: Die eine Behörde hat seit 2009 einen eigenen Twitter-Account und hat seitdem rund 10.000 Tweets abgesetzt. Über eine Million Follower korrespondieren mit diesem Account. Die andere Polizeibehörde ist schon seit 2008 bei Twitter unterwegs, hat auch bereits rund 7.500 Botschaften verbreitet und rund eine Million Follower. Lokale Behörden eifern diesem Beispiel nach. Mit sogenannten „Wanted-Tweets“ versucht man, mit Hilfe der Öffentlichkeit Verbrechen aufzuklären. Science-Fiction? Wunschdenken? In Deutschland: ja! Das Netz ist zum großen Teil Terra incognita für deutsche Behörden. Die Lektüre der Web-Präsenz des Bundeskriminalamtes ist etwa so spannend wie die Übernachtungsgewohn-

heiten einer Stubenfliege. Die genannten Beispiele sind Spanien und die USA. Deutsche Behörden haben nach wie vor Bedenken bei der Nutzung des Internets als neues Medium. Dabei hat Eduard Zimmermann schon 1967 das Fernsehen als Hilfsmittel für die Fahndung genutzt: „Aktenzeichen XY“. Auch das Fernsehen war damals in deutschen Haushalten ein neues Medium. Wovor haben die hiesigen Ermittlungsbehörden eigentlich Angst?

© Thomas Dietsch

Sospetto Generale

Presa di ostaggi in un caffè a Sydney. Il reo: un predicatore sedicente dall’Iran di circa 50 anni. Le reti sociali sono pieni di commenti. L’Islam ha la colpa! Ancora una volta tutto era prevedibile, si lo già sapevo sempre, etc. Il colpevole sembra trovato. Si ha l’impressione che il criminale non è il colpevole, ma una religione. È condannato in generale, la fede è la causa. La questione è stata risolta. Tra le persone di fede musulmana regna da allora la paura. Non hanno più il coraggio di andare giù nella strada, non in un autobus o la metropolitana, anche se il governo australiano ha assicurato credibile che si trattasse di un singolo criminale. Ma non tutti i blogger pensano così. Su twitter, letto nella Frankfurter Allgemeine Zeitung, si trova una campagna: per esempio, una donna offre il suo aiuto a persone che hanno paura nella atmosfera eccitata. Se qualcuno non si sentiva sicuro da solo, ha scritto, lo accompagna di buon grado in viaggio nell’autobus. Dovremmo prendere esempio. Dare un nome al colpevole, in luogo di sospetto e condanna generale. Coraggio invece di soluzione superficiale dei problemi, semplicemente seguendo il motto: Abbiamo cancellato quel problema.

Generalverdacht

Geiselnahme in einem Café in Sydney. Täter: ein selbst ernannter Prediger aus dem Iran, circa 50 Jahre alt. Die sozialen Netzwerke sind voll von Kommentaren. Der Islam ist schuld! Es war mal wieder alles vorherzusehen, man wusste es schon immer, usw. Der Schuldige scheint gefunden. Man gewinnt den Eindruck, dass nicht der Verbrecher der Täter ist, sondern eine Religion. Es wird pauschal verurteilt, die Glaubensrichtung ist die Ursache. Die Sache ist abgehakt. Unter Menschen muslimischen Glaubens herrscht seitdem Angst. Man traut sich nicht mehr auf die Straße, nicht mehr in einen Bus oder die U-Bahn, obwohl die australische Regierung glaubhaft versichert, es handele sich um einen Einzeltäter. Aber nicht alle Blogger denken so. Auf twitter, nachzulesen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, gibt es eine Kampagne: Zum Beispiel eine Frau bietet für Menschen, die in der aufgeheizten Stimmung Angst haben, ihre Hilfe an. Wenn sich jemand alleine nicht sicher fühle, schrieb sie, dann begleite sie denjenigen gerne bei der Fahrt im Bus. Wir sollten uns ein Beispiel nehmen. Benennung der Täter statt Generalverdacht und Pauschalverurteilung. Zivilcourage statt oberflächliche Lösung der Probleme, bloß um sie abzuhaken.

© Thomas Dietsch

Sensible Schätze solltest du schätzen, denn sie sind unser Schatz. Ein Schatz inmitten eines humanen Aschehaufens, der gequält und ausgelaugt wird. Sensibilität, eine erwünschte Gabe eines edlen Menschen, liebend umgarnt, jeder beansprucht das für sich. Wirklich sensible Menschen ticken anders. Sie erklären nicht viel, sie fühlen. Sie fühlen mehr als jeder andere, sie riechen den Geist und die Seele in der Luft. Brauchen keine Statistik, um zu sehen, was der  Gepufferte nie sehen würde. Und mag er seine Augen auch noch so weit aufreißen. Und mag er seine Nase auch überall reinstecken. Und mag er seine Ohren überall haben.

Sensibilität macht oft traurig. Macht hilflos. Macht im schlimmsten Falle krank. So ist das mit den Gaben der Natur, man hat sie sich nicht ausgesucht.

Sensibilität braucht keine Erklärung, braucht einfach nur Respekt und Ehrgefühl. Wir brauchen dringend Menschen, die uns wirklich lieben. Damit meine ich…wirklich! Feinfühligkeit verlangt nach Fingerspitzengefühl. Verstehen die Menschen das? Sie messen mit zweierlei Maß und viel zu oft erleben wir es, dass der Mensch sich freut, wenn man ihm zart-feinfühlig gegenübersteht, er/ sie aber vergessen, mit wem sie es zu tun haben. Fein, denken Sie. Ein feiner und ein sensibler Mensch, denken Sie. Aber haben sie auch den Schmerz gespürt, den jeden von ihnen innerlich begleitet? Den Schmerz, den wir durchlebt haben und täglich neu durchleben? Innerlich ständig zerrissen sind von den Dingen, die sie tun oder erschaffen? Wir sind die unsichersten Menschen auf diesem Planeten!!!

Sensibilität wünscht sich jeder, aber wer vermag es, damit gut umzugehen? Oberflächlich betrachtet fast ein Modewort geworden. Innerlich betrachtet ist es ein überhohes Maß an Empathie und der Empfindsamkeit der feinen Nervenendigungen, die über den ganzen Körper verteilt sind.  Die Sinnesorgane sind empfindlicher ausgebildet. Das wäre die grobe medizinische Erklärung.

Bestimmt sind sensible Menschen anstrengender als rational gesteuerte Menschen. Sie haben einen hohen Anspruch, aber sind imstande eine Form von Kunst und Künsten zu kreieren, die einem die Sprache verschlägt.

Schenken Sie einem sensiblen Menschen Beachtung und großen Respekt. Nichts ist selbstverständlich, nichts.  Auch nicht die freie Zuwendung eines sensiblen Menschen für Sie. Sie pflegen ihre Nägel, ihre Blumen, ihren Garten?  Wäre es zu viel verlangt, wenn ich für die Pflege, den Respekt und Liebe eines  sensiblen Menschen (an ihrer Seite) heute ein Plädoyer halte?  

Sensibilität zu haben, ist nicht einfach. Man möchte den Kopf zumachen, sich verkriechen, irgendwo Kraft tanken, sich geborgen niederlassen, sich austauschen, alles auf einmal tun und manchmal nichts. Geistig und emotional. Verstandesgemäß rückt das jetzt beim Leser in sein Hirn und jeder fühlt sich natürlich dazugehörig. Das ist aber n i c h t der Fall …und so werden die Schätze unseres Humanismus oft unverstanden zu Grabe getragen.

 

 © Petra M. Jansen

  http://jansen-marketing.de

Weekend Column

This year is a special year. Just walk through a pedestrian zone. Some people of Pegida demonstrate against domination by foreign influences. Inside the department store at the television department news are running: danger by terrorist group „Islamic State“. Bearded men with headgear look at me grimly. Opposite, on a promotion poster a white-bearded man in red garb with headgear is smiling at me. Whom can I trust? Outside there is a Christmas fair, which is called now “winter fair”. We don´t want to offend anybody. There are people who do not celebrate Christmas. We conform to others, become integrated. To whom or into what, this is the question. I have no idea! Declining prices at the gas station down the road. Oil is getting scarce, at the moment there is more oil on the market as the years before. At my bank, I became one of the evil. Savers will soon have to pay penalty interest, because they do not spend their money. It takes only short time to fall into disrepute! I have bought all gifts now, carrying them in my shopping bags. I try to be politically correct. How to call them: Christmas or year-end gifts …?!

Wochenendkolumne

Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr. Gehen Sie doch einmal durch eine Fußgängerzone. Da demonstrieren welche von Pegida gegen Überfremdung. Im Kaufhaus in er Fernsehabteilung laufen Nachrichten: Gefahr durch Terrorgruppe „Islamischer Staat“. Bärtige Männer mit Kopfbedeckung schauen mich grimmig an. Gegenüber auf einem Werbeplakat lächelt mich ebenfalls ein weißbärtiger Mann in roter Kluft mit Kopfbedeckung an. Wem kann ich trauen? Draußen ist ein Weihnachtsmarkt. Der heißt jetzt „Winterfest“. Wir stoßen niemanden vor den Kopf. Es gibt Leute, die kein Weihnachten feiern. Wir passen uns an, integrieren uns. An wen bzw. in was eigentlich? Keine Ahnung! An der Tankstelle die Straße runter fallen die Preise. Das Öl wird knapp, im Moment ist soviel davon auf dem Markt wie schon lange nicht mehr. Bei meiner Bank bin ich jetzt unter die Bösen geraten. Sparer müssen demnächst Strafzinsen zahlen, weil sie ihr Geld nicht ausgeben. So schnell kommt man in Verruf! Die Geschenke habe ich jetzt alle in den Einkaufstüten. Man will politisch korrekt sein. Heißen die jetzt Weihnachts- oder Jahresendgeschenke … ?!

 

© Thomas Dietsch