Rostra-Ausrufezeichen

Das hier ist eine Falle, eine Grube, die Sie vielleicht sogar selbst graben – und in die nicht die anderen sondern Sie hineinfallen! Ich rede vom world wide web, das uns ebenso viel gute Informationen wie vorgegaukelte serviert. Ein Riesengeschäft, von dem die Provider oder die daran hängenden Jobs der Programmierer, IT-Spezialisten und Marketingleute verdienen. Doch ich will es nicht ganz verteufeln, denn es trägt die Künste der Menschheit weit über dessen Grenzen hinaus in die Welt. Vorausgesetzt, es erreicht nicht nur Fake-Nutzer oder wenig interessante User. Meistens ist das der Fall, wenn Seiten explosionsartig in die Höhe schießen und sich vor „Followern“ kaum noch retten können. Auch das Ranking auf „Reverbnation & Co.“ ist Schmuh und dient einzig und alleine dazu, dass (ver-)ge-kaufte Werbung an den Mann gebracht werden kann. Marketing schafft Märkte. Dies ist hinlänglich bekannt und das hier alles lebt von der Darstellungssucht einzelner Personen.

Lassen wir heute mal die vielen Privatpersonen weg, die damit ihre häusliche Langeweile bekämpfen oder ihrer Geltungssucht eine Platform schaffen wollen und dem aufmerksamen Beobachter eigentlich nur eine kostenlose Statistik liefern über die Art und Weise, wie sie – also der dumme Konsument – anzusprechen ist. Social Networking hat sicher seine guten Seiten und wir bekommen Informationen frei Haus geliefert, die uns sonst verborgen geblieben wären. Wenn wir an Menschen denken, die zu Hause an den Rollstuhl gefesselt oder gar psychisch krank sind und die sich nicht mehr aus dem Haus wagen können, dann ist das Internet eine wirklich gute Sache. Sie können auf eine einfache Art und Weise am sozialen und internationalen Leben teilnehmen. Dass sie dabei eigentlich nur täglich unglücklicher werden, merken sie kaum, denn ständig steht jeder im Vergleich zu all den anderen Menschen und sieht so sein Nietendasein deutlich klarer als man es je direkt aussprechen würde. Weiterlesen

Rostra-Ausrufezeichen

Made in Germany“, das Premium Gütesiegel auf der Welt? Statistiken zeigen, dass in Russland be-dirndl-te Damen von Plakaten lächeln und alles, was Deutsch ist, hoch im Kurs steht und seinen Glanz n o c h nicht verloren hat. Dennoch wollen die Menschen für diese High Class-Qualität nicht mehr so viel Geld ausgeben und empfinden die Produkte schlichtweg als zu teuer. Weiterlesen

Einst ein Mensch, P J - ohne Ornament P - plus ! 150x150

der wahrhaftig lieben konnte,

einer,

der innig die Sanftheit der Seele berührte,

der die zarten Härchen aufrecht stehen ließ,

nur mit dem Hauch des warmen Atems.

 

Einst mit Liebe im Herzen,

die nicht ängstlich um sich schaute

und mit starken Gefühlen,

die sich seicht dem Wehen des Windes hingaben. Weiterlesen

Sie saßen schon eine ganze Weile in dieser Kneipe an der Ecke im Stadtzentrum. Sie, 19 Jahre alt, Azubi, knapp vor der Prüfung. Er, 57 Jahre, knapp vor der Frührente. Es war eine Zufallsbegegnung, irgendwie kam man ins Gespräch. Und er hatte ihr einiges aus seinem Leben erzählt, wie es damals war zu seiner Kinder- und Jugendzeit. Als Muttern noch Socken stopfte, sein Vater am Wochenende Stunden am Fahrzeug der Familie verbrachte. Ständig wurstelte er an dieser Mistkarre herum, die irgendwie nie richtig lief. Auf die eine oder andere Art musste man das Auto ja in Gang bringen und am Laufen halten. Wenn Papa es schaffte, folgte der Sonntagsspaziergang. Wenn nicht, gab es Mutters frisch gebackenen Kuchen am Nachmittag. Telefonieren? Ach ja! Sie hatten lange kein eigenes Telefon. Oft kam die Nachbarin, klingelte ganz hektisch. Der oder die aus Sonstwo war am Telefon. Man rief sie an! Das war das Wochengespräch! Man erhielt einen Anruf von weiter weg. Weiterlesen

Mein lieber Herr, es kann nicht sein. Es stockt mir der Atem, wenn ich ihre Worte höre, die mich eiskalt innerlich erstarren lassen, weil ich Rostra-Ausrufezeichenes nicht wage, ihnen frei in die Augen zu blicken. Welcher Hass schlägt mir da entgegen? Welche Demütigung ihres Wesens ist ihnen widerfahren? Ehren sie nicht den Menschen neben ihnen? Den Femininen ebenso wie den Maskulinen? Die ich so sehr schätze mein Leben lang, das ich sie nur achten kann? Ist es ihr Ernst, dass sie eine Frau in eine zweitklassige Hure zer-reden und geistig umgeben sind von lauter Nutten? Ist es wahr, dass sie eine Verabredung zu einem Glas Wein oder einem Dinner in einem Restaurant als Anzahlung auf „das Kommende danach“ ansehen? Lieber Herr, sie haben es in ihrem Leben mit höchst unkultivierten Schlampen zu tun gehabt, die leichtfertig – ihre nicht vorhandene Weiblichkeit – billig verkauft haben. Denken sie nach, bevor sie eine Dame mit einem solchen Unfug belästigen. Ihre Haltung zeigt mir ihre Enttäuschung oder vielmehr ihre wahre Gesinnung und das ist wirklich sehr, sehr schade. Halten sie sich zurück mit den Worten, das es keinen Unterschied mache und eine Frau, die gerne die Sexualität lebt, gleichzusetzen sei mit einer Hure. Das Spiel der „Liebe“ hat immer zwei Gesichter: eines, das sich preisgibt und eines, das sich etwas nimmt. In ihrem Falle, lieber Herr, haben sie eine höchst seltsame Vorstellung von Huren und Frauen, wie ich finde. Sie machen doch mit, oder nicht? Sind sie nun der Freier? Einer, der für Sex bezahlt und sich danach sorgfältig den Schwanz mit einem Papiertaschentuch abtupft um woanders weiter zu vögeln? Dann gehört es ihnen nicht besser. Eine Frau mit Charakter lässt sich nie bezahlen, für nichts in der Welt gäbe sie ihren Körper oder ihr Herz – für nichts, außer für die menschliche, ehrliche Zuneigung und die kann „Mann“ nicht erkaufen. Ihre Äußerungen sind diffamierend, abwertend und dumm. „Sie wollen alle immer nur ficken. Warum lassen sie sich dafür eigentlich nicht bezahlen? Es macht keinen Unterschied, ob sie sich zum Essen einladen lassen oder einen Hunderter nehmen. “ Es gefriert „Frau“ das Blut in den Adern und man glotzt auf einen eiskalten, innerlich abgewrackten Menschen, der ein unwürdiges Urteil von sich gibt und wohl der Dame, die ihm seinen ausgegebenen Wein ordentlich in die Fresse schüttet! Prost Lady, ich bin dabei.

Mich würde es nicht wundern, wenn dieser Typ einen ordentlichen Mutterkomplex hätte…und lassen Sie sich nie von so einem Hanswurst zum Drink einladen…

 

© Petra M. Jansen

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Streifen durch die Nacht,P J - ohne Ornament P - plus ! 150x150

dabei einatmend den sanften Wind,

der noch keinen Frühling trägt

und keinen Winter in sich birgt.

Samtene Dunkelheit liegt über dem Feld,

dem Feld,

auf dem ich stehe

und die Nacht einatme,

die mir Leben gibt.

 

Streifen durch die Zeit,

die einst da war

und nicht mehr wiederkommen darf.

Ein Nasentropfen tropft auf meine Lippen,

die deinen Namen vergessen haben.

 

Der Schatten der kargen Baumwipfel

lacht auf mich herab,

wohl wissend, was ich fühle,

es umarmt mich die Wahrheit,

die ich schon lange in mir trug.

 

Und der kleine Fluss neben dem Feld ist ruhig,

so ruhig wie mein Herz,

das ich einmal zu dir trug

und das

schwimmend im Fluss,

eines Tages,

den Ozean

erreichen wird.

 

Streifen durch die Nacht,

es macht so glücklich,

das

ich die Sterne riechen kann.

Ich liebe dich,

du warme Nacht,

ich liebe deine wahre Wärme,

die Demut der stillen Weisheit,

die in dir wohnt.

 

 

© Petra M. Jansen

 

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Die Türken vor Wien? Das war vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 und nochmals bei der zweiten Belagerung vom 14. Juli bis 12. September 1683, als die Truppen des Osmanischen Reiches ins Abendland eingedrungen waren. Bei der Schlacht am Kahlenberg zogen sich schließlich die osmanischen Armeen zurück. Der Islam hatte schon mehrfach Einzug in Europa gehalten und diverse Prägungen hinterlassen, auf welche betroffene Regionen gerne zurückgreifen und auch stolz darauf sind. Der Legende nach soll das Croissant 1683 in Wien erfunden worden sein. Croissant wie „croissant de lune“, was nichts anderes bedeutet als „zunehmende Mondsichel“. Ja, der werden Erinnerungen an den türkischen Halbmond wach. Und das ist zutreffend. Gemäß der Legende soll ein Wiener Bäcker durch jenen auf den Standarten der Feinde vor den Stadttoren zum Backen der Leckerei inspiriert worden sein, die ab da ihren eigenen Siegesfeldzug durch Europa antrat. Die Franzosen lassen grüßen … Weiterlesen