Wir reden ständig darüber: unser Deutschland, die Republik, die wir unser Eigen nennen. Fremde sollen, wenn überhaupt, nicht so viele rein. Deutschland ist so schön, hat es vom wilden Germanien bis zum heutigen Kulturstaat zu etwas gebracht. Die Landschaften Deutschlands sind schön, da wollen wir nicht streiten! Über der Geisteshaltung mancher Eingeborener mag man zuweilen verzweifeln. Das Ur-Deutsche, dieses angeblich Jahrtausende alte Kulturgut: Wo kommt das her? Gibt es das überhaupt? Wir blicken in medias res:

„Deutsch“ sind wir! Was bedeutet das? Der Begriff „deutsch“ leitet sich vom althochdeutschen diutisc (westfränkischen Þeodisk) ab, was ursprünglich „zum Volk gehörig“ bedeutet. Diot, das Volk! Aus diot wurde diet. Jeder Dieter ist also ein Volker! Und zum Volk gehörten früher alle die, die nicht Latein sprachen. Die Ungebildeten, der Pöbel, „die aus dem gemeinen Volke“! Im Ganzen betrachtet ist das nicht so berauschend! Dieses Jahrhunderte alte Deutschland, was immer wieder in den Köpfen rumspukt. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 hat ein preußischer Fürst – der preußische Ministerpräsident Bismarck – es unternommen, ein Deutsches Reich zu gründen. Dies aus Motiven wie der Vermeidung von „innerdeutschen“ Zwistigkeiten und wohl schon aus wirtschaftlichem Weitblick. Wenn man Landkarten der Gegend um das heutige Deutschland aus der Zeit vor 1871 betrachtet, dann stellen diese einen bunten Flickenteppich aus verschiedenen Fürsten- und Königtümern dar. Merke: vor 1871 nix deutsch! Nicht umsonst sprechen andere Länder wie Spanien und Frankreich von uns noch vom Alemán bzw. dem Allemand, dem Alemannen, die Engländer vom German, dem Germanen und die Italiener gar vom Tedesco, dem „diutisc“, dem aus dem Volke (viele Grüße aus Rom!).

Greifen wir einige deutsche Stämme heraus: Die Bayern! Ihr Ursprungsgebiet liegt wahrscheinlich zwischen Rhein, Main und Donau. Während der Abwanderung aus diesem Gebiet im 4. Jahrhundert vor Christus teilten sie sich in zwei Gruppen, von denen eine nach Böhmen (Boihaemum) zog und von dort in das heutige bayrische Gebiet. Auslöser der Wanderung war wohl der Druck durch eindringende germanische Stämme. Die Sachsen! Ein westgermanischer Völkerverband, gebildet im 3. Jahrhundert, seit dem 4. Jahrhundert belegt. Die Stämme der Chauken, Angrivarier und Cherusker, die sich zu den Sachsen zusammenschlossen, lebten im 1. Jahrhundert im Nordwesten des heutigen Deutschlands und im Osten der heutigen Niederlande („niedersächsisch“!). Der Saarländer! Die Bevölkerung der Region erlebte in der Neuzeit einen wesentlichen Entwicklungsschub nach dem Dreißigjährigen Krieg, der sich in Lothringen bis 1661 hinzog. Der Bevölkerungsverlust mancher Territorien lag bei bis zu 80%. Durch eine gezielte Einwanderungs- und Siedlungspolitik wurden Neubürger angeworben, darunter Hugenotten, Tiroler, Picarden, Schweizer und Wallonen. Alles Einwanderer, viele auch Flüchtlinge! Und es gab verschiedene Einwanderungswellen. Die Namen Schimanski, Littbarski und Janowski zeugen im Ruhrgebiet von Einwanderungen aus Polen Ende des 19. Jahrhunderts.

Was wird aus unserer Kultur in Zukunft? Aus der aus dem Land der Dichter und Denker? Es ist sehr sehr lange her, als das Heilige Römische Reich Deutscher Nation den Kaiser stellte, die Italiener den Papst und Frankreich die Bildung. Wir tun heute sehr viel, um sicher zu gehen, dass unsere Kultur untergeht. Anglizismen sind cool, wir ertrinken sprachlich darin. Kunstbegriffe wie „Handy“ und falsch übersetzte Wendungen wie „Public Viewing“ „bereichern“ uns zusätzlich. Der Emoticon erleichtert den Alltag. Was tun, wenn 5.000 Bücher ausländischer Herkunft ins Deutsche und nur 200 deutsche ins Fremdsprachliche übersetzt werden? Von Kulturexport ist da nicht mehr zu sprechen. Der Begriff der „Weltsprache“ definiert sich anhand der Masse der Menschen auf der Welt, die die jeweilige Sprache sprechen. Die Bundesregierung macht keinerlei Anstalten, die Bedeutung der deutschen Sprache in der Welt aufzuwerten. Im Gegenteil: In Zeiten von Bundeskanzler Kohl wurde gar eine Zuwendung von 100.000,– DM an das Goethe-Institut durch den Staat mit 40%-iger Versteuerung „honoriert“. Langfristig sind die Aussichten für „das Deutsche“ düster. Rolf Hochhuth hat einmal gesagt, was von Deutschland bleiben wird, seien „Mozart und Auschwitz“. Das ist wahrhaftig nicht viel. (Verfasser unbekannt).

Je soutiens sans réserves l’aspiration du peuple palestinien à son droit à l’indépendance. Dans bien des articles je me suis élevé contre l’attitude des dirigeants israéliens face au monde arabe. Ce qui se passe actuellement à Gaza me choque au plus haut point. Mais aussi le nouvel antisémitisme qui prend de plus en plus d’ampleur. Je trouve fatal de faire un amalgame entre l’attitude d’une nation et la religion juive. Ce sont deux éléments qu’il faut absolument séparer. Beaucoup de ressortissants israélites condamnent eux aussi ce qui se passe au Proche Orient, aspirent à la paix et à la tolérance. Certaines réactions à Barbès sont à juste titre plus que gênantes. Elles salissent les revendications justifiées des manifestants et ne peuvent qu’être mises au pilori. Chaque fois que la croyance est en jeu, cela a été une catastrophe. D’où ma demande aux Israéliens de bien séparer ces deux définitions. Ce que l’État fait n’est pas du ressort de la religion et de la philosophie. C’est de la politique dans toutes son ambiguïté. Et lorsque les dignitaires religieux s’en mêlent, on aboutit à la catastrophe. « Tu ne tueras point ! » et les enfants qui sont morts sous les bombardements ? Aucun croyant peut accepter cela ! Peu importe qu’il soit juif ou musulman. C’est cela qui devrait avant tout compter, pas le slogan « Dieu est avec nous ! » N’oublions pas que des millions de personnes sont mortes à cause de ces quelques mots absurdes. Je crains que le massacre continuera parce que le fanatisme religieux prendra de plus en plus de place de part et d’autre.

 Pm

http://www.lemonde.fr/societe/article/2014/07/21/cazeneuve-denonce-des-actes-antisemites-a-sarcelles-dimanche_4460361_3224.html

Pierre Mathias

Les Anglais ont été pris au dépourvu. Ils ont cru que l’Euro n’était qu’une devise. Ce n’a pas été le cas. Il est à la base d’une intégration bien plus forte des pays de la zone Euro. Il est impossible d’avoir une monnaie commune sans pour autant essayer d’harmoniser le tissus économique et industriel, de mettre au diapason le système social, de créer un régime fiscal adapté aux défis commerciaux à l’échelle mondiale. La monnaie à de tous les temps été un bon moyen de coopération. Sans les outils évoqués, il y aurait de plus en plus de disparité. Un état des lieux inacceptable pour la fière Albion. Sous cette optique là il est permis de se poser la question, si un retrait de la Grande Bretagne pourrait être une catastrophe pour l’UE ? Je ne le crois pas, bien que je regretterais un tel pas.

 http://angleterre.org.uk/archives/union-europeenne.htm

Damit haben die Engländer nicht gerechnet. Der Euro ist bei weitem nicht nur eine Devise. Er ist der Motor für mehr Integration. Das haben die Länder der Euro-Zone erfahren. Es ist unmöglich eine gemeinsame Währung zu besitzen ohne den Versuch zu wagen, die wirtschaftliche und industrielle Infrastruktur zu harmonisieren, ein Sozialsystem aufzubauen, das den Aufschwung fördert und letztendlich ein Steuersystem einzuführen, das den weltweiten Wettbewerb fördert. Eine gemeinsame Währung war schon immer wichtig für eine effiziente Kooperation. Ohne diese „Werkzeuge“, würde immer mehr Chaos entstehen. Für Großbritannien ein Horror, da es keine Chance mehr für eine alleinige Führungsposition gäbe. Wäre unter diesen Umständen ein Abdanken eine Katastrophe? Ich denke nicht, auch wenn ich solch einen Schritt bedauern würde.

 http://www.spiegel.de/wirtschaft/europa-und-grossbritannien-warum-ein-austritt-vorteile-haette-a-978302.html

Pierre Mathias