Züge fahren ein, andere hinaus.

Ferne, verschluckt vom Horizont.

Türen gehen auf und zu,

Menschen kommen und gehen.

Eiligen Schrittes, manche langsam,

wenige verweilen.

Koffer, Taschen in der Hand,

Ziele vor Augen.

Die Kneipe, Einladung zur Rast.

Der alte Emil, hier zu Hause,

schaut gedankenverloren in sein Bier.

Immer hier und kennt kaum jemanden.

Leben pulsiert auf Gleisen und Gängen.

Mädchen auf der Treppe schauen die Reisenden.

Auf dem Mauersims,

oben am Dach, verweilen sie.

Fliegende Ratten geschimpft,

die einstigen Friedensboten.

Reiserouten werden besprochen.

Es schallt die Ansage,

verhallt im Nirgendwo.

Kurzweil, ständige Bewegung.

Wer kommt, will nicht bleiben,

wer geht, den zieht es nach Anderswo.

Immerwährend geht es fort,

zurück bleibt die Sehnsucht.

Da in der Ecke, mit weitwunden Augen,

im Bahnhof …

© Thomas Dietsch

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