Baerbock“, „Inzidenzien“, „Wir präsentieren die schönsten …“ und natürlich „Prinz Archie hat geniest. Was nun?!“ und so weiter.

Jede Menge interessante News … Oder auch nur oberflächliches Geschwätz, um die Seiten der Gazetten zu füllen.

Als Sommerloch wird eine ereignis- und nachrichtenarme Zeit im Sommer und Hochsommer bezeichnet. In dieser Zeit passiert sehr wenig bis gar nichts relevantes in Politik, im Sport, in Medien, in der Kultur und Gesellschaft. Dies führt dazu, dass Massenmedien weniger spannende oder wichtige Themen haben, über die sie berichten können (bedeutungonline.de).

Klar, Sommerzeit ist Urlaubszeit. Das bedeutet, dass wir alle mal einen Gang runterschalten, uns in Müßiggang üben, eben weniger arbeiten und auch mal faul sein dürfen. Sogar die Politik legt ausnahmsweise eine Pause ein, Schulen und Universitäten schließen, die Fußballsaison (Ok, dieses Jahr haben wir die Fußballeuropameisterschaft des letzten Jahres) pausiert und auch die Theaterspielzeit ist vorbei.

Es schleicht sich ein Gefühl der Leere, der Entschleunigung ein, weil eben alle das Gleiche machen – nämlich in der Sonne baden, ein gutes Buch lesen oder schon am späten Nachmittag einen gekühlten Rosé schlürfen.

Das wiederum führt dazu, dass im Sommer irgendwie alle nur noch Quatsch reden.

Der Stillstand macht sich auch im Journalismus bemerkbar, denn weil alle Ferien machen, werden auch weniger Nachrichten produziert, über die berichtet werden kann. Ziemlich sicher ist das auch der Grund, weshalb Zeitungen und Newsportale in den Sommermonaten Juli und August mit zum Teil wirklich absurden und kuriosen Geschichten um die Ecke kommen, die die Welt nicht braucht. 

Eigentlich keine Oase des Friedens, der Stille, nein, im Gegenteil! Ständig und überall muss man der geradezu körperverletzenden Penetranz absoluten Langweilertalks lauschen, ausgestoßen von mittelgrauen Autohausvertretern und Germanistikstudenten aus Würzburg mit Hund, Stand: Reflexionsniveau eines spätgymnasialen Festivaltrottels“ (zeit.de/campus, 07.07.2017) …

Das Nichts der vertretenen Meinungen bohrt sich unangepasst Wähnenden in das Hirn ihrer lesenden, denkenden, schauenden Umwelt wie ein Jingle von Check24. Sie haben nichts als ihre Fesseln. Die gebrauchen sie. Und hören niemals auf.

Sommerloch, ja, das ist Gefahr, das ist Krieg. Kampf gegen die Verdummung, zwingen uns Sonne und die Hitze doch schon gehörig was ab!

Sommerloch beginnt im Gehirn. Im Februar des Jahres ist in der Regel Fasching.

Vier oder fünf Monate später ist es anscheinend wieder soweit – für unsere grauen Zellen.

Lassen wir die Sau raus …

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