Schon seit frühester Zeit wird dem Ei eine besondere Symbolkraft zugewiesen. Das Ei galt in den antiken Kulturen und Religionen als ein Symbol für die Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. In einigen Kulturen wurde es sogar als Ursprung von Mensch und Welt angenommen.

Im Christentum wurde diese symbolische Deutung des Eies aufgenommen und mit der Segnung der Ostereier weiterentwickelt. Hier steht die unversehrte Hülle des Eies nun einerseits für die Auferstehung Jesu: Wie das Küken die Schale durchbricht, so kommt Jesus lebend aus dem Felsengrab. Deshalb diente das Ei bei den frühen Christen auch als Grabbeigabe. Andererseits verweist das Ei oft im Hintergrund oder als Randmotiv auf Marienbildern auf die jungfräuliche Geburt Jesu.

Um nun aber als schlichtes Ei zum Osterei zu werden, hat es dann doch noch bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts gedauert.

Warum die Eier dann im Laufe der Zeit immer farbiger wurden, lässt sich nicht eindeutig belegen.

Hübsch ist aber der weit verbreitete Gedanke, dass die Eier, die trotz der Fastenzeit/Karwoche weiterhin von fleißigen Hühnern gelegt, aber nicht gegessen werden durften, wegen der besseren Haltbarkeit vorsorglich gekocht und zur Unterscheidung von frischen Eiern rot“ (navigator-allgemeinwissen.de) gekennzeichnet wurden – woraus sich in der Folgezeit das Eieranmalen in bunten Farben entwickelte.

Eine andere Theorie (worldsoffood.de) aus der griechisch-orthodoxen Tradition hat eine äußert kuriose Erklärung für das Eierfärben. Maria Magdalena lief nach der Auferstehung Christi zum römischen Kaiser und berichtete ihm von diesem Wunder. Dieser wollte aber nichts davon wissen und glaubte ihr nicht. Der Kaiser sagte, dass Jesus so wenig auferstanden sei, wie die gelegten Eier, die vor ihm lagen, eine rote Schale hätten. Und siehe da – genau in diesem Moment färbten sich die Eier rot.

In der Wohnung, im Garten, im Park – Ostereier verstecken gehört ebenso zum Osterfest wie das Färben oder Basteln im Vorfeld. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich? Angeblich ist diese Tradition heidnischen Ursprungs. Denn: Um die Frühlingsgöttin Ostara zu ehren, wurden Eier verschenkt. Sie gelten von jeher als Zeichen der Fruchtbarkeit. Der Kirche missfiel dieser Brauch und verbot den Brauch. Die Folge: Die Eier wurden nun heimlich verschenkt, sprich versteckt.

Auch in einem anderen Bereich haben Ostern und Eier eine Verbindung: Im Mittelalter entrichteten Bauern ihrem Grundherrn den sogenannten „Zehnt“, eine zehnprozentige Steuer (sat1.de), in Form von Eiern. Allerdings nur im Frühjahr, denn dann waren die Hennen besonders legefreudig. Dieser Brauch fiel irgendwann weg, was sich bis heute hingegen hält: Eier gibt es um Ostern in Hülle und Fülle.

Hasen legen keine Eier … Aber er bringt sie, der Osterhase.

Die Geschichte um Langohr und seine Bedeutung ist aber wieder ein anderes Kapitel.

Frohe Ostern an alle!

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