Nach der Enthauptung eines Lehrers hat Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin die Schließung einer Moschee in einem Vorort von Paris angeordnet. Die Moschee habe beim Online-Dienst Facebook ein Video geteilt, in dem der Unterricht des getöteten Lehrers angeprangert wurde, sagte der Minister dem Sender TF1 (tagesschau.de).

Der Terror ist unter uns, nicht nur in Deutschland, nein: in ganz Europa!

Er hat viele Gesichter, politisch wie religiös. Aus welcher Ecke er kommt, ist egal, es nimmt seinem Schrecken rein gar nichts. Es war ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, das Attentat. Der Terror will, dass wir in gewissen Strukturen denken, er will uns weitere Denkmuster verbieten. Die Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter des modernen Europa. Vom Mittelalter her haben wir lange gerungen, bis sie sich etabliert hatte.

Die schreckliche Tat wurde in islamistischen Kreisen geplant und durch jene ausgeführt. Der Islamismus beruft sich auf Werte des Islam, hat aber mit der Religion an sich nichts zu tun. Nicht zuletzt deshalb, weil er auch unter friedliebenden Muslimen weltweit wütet.

Am Montagmorgen (welt.de) wurden in Frankreich Polizeieinsätze gegen Dutzende mutmaßliche Islamisten eingeleitet. Im Laufe der Woche werden diese fortgesetzt. Laut Innenminister Gérald Darmanin stehen sie nicht „zwingend“ im Zusammenhang mit dem Fall des ermordeten Lehrers. Sie zielten vielmehr darauf ab, „eine Botschaft zu vermitteln: nicht eine Minute Aufschub für die Feinde der Republik“.

Der Terror ist vernetzt, er ist horrend gut vernetzt! Laut einschlägigen Gazetten war der Täter kein Schüler der Schule, in der der getötete Lehrer unterrichtete. Er hat über dessen Unterricht im Internet erfahren. Der Terror prangert an und er hat eine Exekutive! Müssen erst Menschen auf diese brutale Weise sterben, dass sich etwas bewegt?! Die Erkenntnisse sind nicht neu, sie wurden uns nur wieder durch die Tat auf erschreckende Weise vor Augen geführt.

Und wenn wir nicht aufpassen, dann wird diese Erkenntnis mit den Schlagzeilen auch wieder aus unserem Blickfeld verschwinden und alles ist wieder beim Alten ….

Seit der Ermordung des Lehrers im Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine am Freitag seien „mehr als 80 Ermittlungen“ wegen Online-Hasses eingeleitet worden, so Frankreichs Innenminister. Darmanin will zudem mehrere Vereinigungen auflösen lassen, darunter das Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich (CCIF). Man bereitete zudem laut Insidern die Ausweisung von 231 mutmaßlichen Extremisten vor. 

Der Tod des Pädagogen Paty bewegt ganz Frankreich, das seit Jahren vom islamistischen Terrorismus erschüttert wird. Zehntausende Menschen waren am Sonntag unter dem Motto „Je suis Samuel“ oder „Je suis Prof“ („Ich bin Lehrer“) auf die Straße gegangen, um für Meinungsfreiheit einzutreten. Bei islamistischen Terroranschlägen wurden in den vergangenen Jahren im Land mehr als 250 Menschen getötet.

Der Deutsche Lehrerverband äußerte sich bestürzt über die grausame Tat. „Als Vertreter der deutschen Lehrkräfte sind wir entsetzt über diesen Mord an einem französischen Kollegen, dem nichts anderes zum Verhängnis geworden ist, als dass er seine Pflicht erfüllt hat, nämlich Kindern und Jugendlichen die Werte der Demokratie, Meinungsfreiheit, Menschenwürde und Toleranz zu vermitteln und näher zu bringen“ (rp-online.de).

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