Will man sich dem Thema Nibiru wissenschaftlich nähern, muss man unterscheiden, ob es allgemein um die Suche nach unbekannten Himmelskörpern im Sonnensystem geht oder speziell um Nibiru. Schon seit dem 19. Jahrhundert haben die Wissenschaftler intensiv nach Planeten im äußeren Sonnensystem gesucht. Damals beobachteten Astronomen die Abweichungen des Planeten Uranus von der vorhergesagten Bahn und glaubten, dafür wäre ein zusätzlicher Planet verantwortlich. Dieser Planet – Neptun – wurde tatsächlich entdeckt. Bis heute findet man in den äußeren Bereichen des Sonnensystems immer neue Himmelskörper – dabei handelt es sich aber um Asteroiden des Kuiper-Asteroidengürtels und nicht um Planeten oder gar Braune Zwerge.
Wie steht es in puncto Nibiru? Wenn man mal davon ausgeht, dass die auf verschiedenen Internetseiten angegebene Umlaufzeit von 3.600 Jahren stimmt, dann müsste der Planet einen mittleren Abstand von der Sonne von 234 astronomischen Einheiten haben – er wäre 234 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Ein Planet (selbst ein Brauner Zwerg), der so weit von der Erde entfernt ist, kann vernachlässigt werden: Er könnte keinen relevanten gravitativen Einfluss auf sie ausüben. Das stimmt aber nur, wenn die Bahn des Nibiru annähernd kreisförmig ist, so wie die der anderen Planeten. Nun behaupten die Esoteriker aber, dass sich Nibiru der Erde extrem annähern wird. Das bedeutet, seine Bahn muss auch extrem von der Kreisform abweichen und stark elliptisch sein. Es gibt Himmelskörper, die so enorm elliptische Bahnen haben – aber dabei handelt es sich um langperiodische Kometen, die aus den äußersten Bereichen des Sonnensystems stammen, nicht um Planeten.

Wir erinnern uns an das Ende des Maya-Kalenders. Die uns bekannte Welt ging an diesem Tag unter, dem 21.12.2012. Aufstieg in die „fünfte Dimension“ … Nun, Ende August 2016 leben wir noch. Ein weiterführender Maya-Kalender ist angeblich gefunden; die Regale mit Weltuntergangsliteratur sind abverkauft.

Jetzt passiert es wieder: Am 16. September 2016 geht die Welt noch einmal unter. Angeblich erscheint dann der vierte Blutmond in Folge in der Zeit von Juni bis September.

Der Prophet Joel sagte laut Bibel: „Die Sonne wird in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.“

Auslöser der neuen Aufregung ist der Blutmond, bei dem für kurze Zeit der Vollmond in den Kernschatten der Erde eintaucht. Bei dieser Finsternis verschwindet der Mond nicht komplett, sondern ist weiterhin erleuchtet – und zwar rötlich. Dass der Mond rot wird, erklären Astronomen so: ein Teil des auf die Erde scheinenden Sonnenlichts bricht in der Erdatmosphäre und wird in den Erdschatten gelenkt. Da aber die blauen Lichtanteile stärker gestreut werden als die roten, landen nur die rötlichen Wellen auf dem Erdtrabanten. Das Ergebnis: der Blutmond.

Die Weltuntergangsfans sind da anderer Ansicht: Nibiru sei der wahre Grund für den roten Mond – da er diesem schon so nahe sei und seinen roten Schatten auf ihn werfe.

Was passiert, wenn es der Nibiru wäre? Hierzu gibt es mehrere Denkansätze: Entweder Nibiru trifft uns kurz und schmerzlos voll auf die Zwölf und die Erde zerspringt in Abermilliarden Teile, oder aber, es kommt zu einem leichten Streifschuss, der eine Pol-Umkehrung zur Folge hat und die alles Leben auf der Erde vernichten wird. Selbst, wenn Nibiru uns knapp verfehlt, sieht es für Mensch und Tier also schlecht aus.

Für Aufsehen sorgte im Jahre 1983, dass das Infrarot-Weltraumteleskop IRAS (Infrared Astronomical Satellite) zweimal ein Objekt von der Größe Jupiters in der Nähe des Sternbildes Orion sichten konnte, dessen Entfernung sich noch dem Bereich unseres Sonnensystems zuordnen ließ. Die Tatsache, dass es mit optischen Teleskopen nicht sichtbar war, wurde damit erklärt, dass es zu kalt sei, um Licht reflektieren zu können.

Bemerkenswert war, dass es sich laut den beteiligten Wissenschaftlern auf die Erde zu bewegt haben soll, was seitdem Befürchtungen hervorruft, dass ein Zusammentreffen des unbekannten Planeten mit der Erde eine Katastrophe verursachen könnte. So entwickelte der Physiker Richard A. Miller anhand einer Untersuchung von Fossilien die Theorie, dass Artensterben auf der Erde sich alle 26 Millionen wiederhole und dass hierfür möglicherweise ein unbekannter Planet in der Oortschen Wolke verantwortlich sei, da dieser Kometen auf die Erde lenken könne, deren Einschläge letztlich das Leben auf der Erde so stark beeinträchtigen, dass dies in einem Artensterben resultiert.

Die Dinos sagen: „Schönen Gruß!“.

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