Komm rein, mach´s Dir bequem.

Hol Dir was zu trinken, setz dich zu mir.

Deine Einkaufstaschen sind voll.

Ecken von Geschenkpapier und Bänder

schauen heraus.

Wir geben uns den Rausch,

den der Warenberge und Werbesongs.

Fühlen uns gut, wenn wir kalte Münzen überreichen

oder einfach nur eine Plastikkarte zücken.

Genießen wir die Adventsstimmung

unter dem Eindruck des Terrors.

Kann jeder Tag vielleicht der letzte sein.

Dekadenz in der Untergangsphase Roms.

Blind und satt sind wir, zu faul uns zu empören.

Warum auch? Es geht uns doch gut.

Feiern, wenn um uns herum die Welt in Scherben liegt.

Weinen tun wir nur um unsere Lieben.

Winterdepression bei brennenden Adventslichtern.

Glühwein gegen Kälte.

Gegen Gefühlskälte hilft nichts. Unheilbar!

Die Konsumtempel lehren uns das Vergessen.

© Thomas Dietsch

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